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Es gibt weltweit über 44.000 von ihnen und sie machen rund die Hälfte aller weltweiten Verkäufe digitaler Produktionsdrucker aus. Trotzdem finden Entwicklungen in Hausdruckereien selten die Beachtung der Medien. Diese geringe Sichtbarkeit ist verständlich, denn was und wie eine Hausdruckerei druckt wird von der Tätigkeit seines Stammunternehmens überdeckt. Mit den Jahren jedoch haben CRD, von denen einige im Zentrum zusammentreffender Markttrends zwischen Reprografie und Datenverarbeitung stehen, eine führende Rolle bei der Einführung neuer Technologien gespielt. CRD haben den Print-on-Demand-Markt für den S/W-Digitaldruck begründet (sie arbeiteten bereits „on-demand” bevor es das Konzept gab) und in den letzten zehn Jahren erlebte der CRD-Sektor eine digitale Revolution, die in jeder Beziehung so fundamental verlief, wie diejenige, die den gewerblichen Druck verändert hat. Die Ergebnisse einer neuen von Canon Europe unterstützten Studie zeigt die Entwicklung in den CRD im bisher klarsten Licht. Unter Führung von Professor Emeritus Frank Romano hat ein Team von Absolventen des Rochester Institute of Technology knapp 700 Interviews mit CRD-Managern, Print-Einkäufern und Branchen-Experten durchgeführt. Das Ergebnis – Reprografie in Unternehmen: Trends und Chancen – ist eine umfassende Bestandsaufnahme des Reprografiemarkts, so wie er sich heute darstellt. Die Vorhersagen der Forscher basieren auf der Analyse von Trends und Computermodellen. Unternehmensreprografie umfasst nach Definition des Romano-Teams die gesamte papierbasierte Kommunikation „sowie die Dienstleistungen, die notwendig sind, um Kommunikation zu erzeugen, zu verbreiten und zu archivieren.“ Zusätzlich zum CRD können dabei unternehmensweit eine Anzahl unterschiedlicher Abteilungen beteiligt sein. Dazu zählen Poststellen, die Kopier- oder Druckdienste anbieten, Drucker für Arbeitsgruppen, Datenzentren und Kreativabteilungen. Die wichtigsten Vorteile, die CRD bieten, sind weiterhin Kosteneinsparungen (von durchschnittlich 15 Prozent gegenüber gewerblichen Druckereien), Sicherheit, Komfort und Kontrolle. Mit Ausnahme des CRD, das gewöhnlich Offset- und digitale Ausstattung miteinander kombiniert einsetzt, sind alle Druckerstandorte digital. Es ist daher keine Überraschung, dass die Studie ergeben hat, dass die Veränderungen beim innerbetrieblichen Drucken in erster Linie auf den Digitaldruck zurückgehen. Ausgehend vom S/W-Druck und stufenweise in Richtung Farbe, hat der Digitaldruck dem Offsetdruck Auflagen entzogen. Der typische CRD-Bereich hat inzwischen mit Begeisterung auf den Digitaldruck umgestellt, zunehmend in Vollfarbe. Ausgefeilte Workflow- und Web-to-Print-Lösungen (W2P) werden integriert. Während 1998 Offset von 93,7 Prozent der CRD angeboten und nur 6,3 Prozent nicht darüber verfügten, sind es zehn Jahre später 64 Prozent und 36 Prozent. Die Studie erwartet, dass Offset bis 2012 für weniger als ein Drittel des innerbetrieblichen Druckaufkommens eingesetzt wird. Dabei nimmt nicht nur der Anteil von Offset am Gesamtdruckaufkommen ab, zusätzlich wird es auf ein kleineres Einsatzgebiet zurückgedrängt: 65 Prozent der Offset-Produktion betrifft Umschläge und Briefpapier. Dank der verbesserten Fähigkeiten von digitalen Drucksystemen konnten CRD über die letzten zehn Jahre ein steigendes Druckvolumen verzeichnen. Digitale Drucksysteme bieten nun viele der Vorteile des Offsetdrucks ohne dessen Anforderungen an Bedienerfähigkeiten und Kosten zu stellen. Hinzu kommen die Vorteile automatisierter Workflows und integrierter Endverarbeitung. 1998 wurden 70 Prozent des Druckaufkommens in Unternehmen ausgelagert; 2008 lag der Prozentsatz bei 50 Prozent, zumeist weil die Aufträge über die Produktionskapazität des CRD hinausgingen (zum Beispiel 100.000 Kopien einer 16-Seiten-Broschüre mit Mittelfalz) oder aufgrund zu knapper Zeitvorgaben. CRD drucken mehr von allem, von Büchern und Booklets bis zu technischen Dokumentationen, Direktmailings und Werbedrucksachen. Mehr Seiten – 44,7 Prozent – entfallen auf den Vollfarbdruck, fast genauso viele wie auf S/W (44,8 Prozent). Das Wachstum wird vorangetrieben durch die Erkenntnis kleiner und mittlerer Unternehmen, dass ihnen Farbe einen Wettbewerbsvorteil verleiht; ein Argument, das von 75 Prozent der Befragten genannt wurde. Zu den Haupteinsatzgebieten des Farbdrucks zählen geschäftliche Präsentationen (83 Prozent), Vertriebsmaterialien (71 Prozent), wichtige Berichte (76 Prozent), Angebote (84 Prozent) und Displays (97 Prozent). In Bezug auf den Schilderdruck verzeichnet die Produktion von Postern, Ausstellungsgrafiken, Bannern und anderen Schildern ein erstaunliches Wachstum. 1998 bot dies kein einziges CRD; 2008 hatten den Schilderdruck 65,8 Prozent im Angebot. Der Digitaldruck beeinflusst auch die Auflagenhöhen. Auflagen von weniger als 100 Exemplaren sind von sieben Prozent in 1998 auf elf Prozent in 2008 gestiegen. Bis 2012 soll ihr Anteil 16 Prozent erreichen, so die Vorhersage. Während Kleinauflagen das Haupterzeugnis der CRD bleiben, ermöglichen die neuen digitalen Drucksysteme den Hausdruckereien sozusagen höhere Kleinauflagen zu bewältigen: so berichteten die Befragten von Wachstum im Auflagenbereich von 101 bis 500 und 501 bis 2.000 Exemplaren. Wenn es um die „Killer-Anwendung“ des Digitaldrucks, den variablen Datendruck (VDP) geht, bewegen sich CRD vorsichtiger. Es stimmt, dass 94,1 Prozent der Befragten über eine VDP-Lösung verfügten, aber in den meisten Fällen wurde sie im Paket mit dem digitalen Frontend mitgeliefert und viele der Befragten gaben an, dass VDP komplizierter sei, als notwendig. Es gibt auffällige Unterschiede im VDP-Einsatz zwischen den Regionen: so drucken in Nordamerika 65,2 Prozent häufig variable Daten im Vergleich zu 36,2 Prozent in Westeuropa und unbedeutenden 3,3 Prozent in Osteuropa. Web-to-Print (W2P) geht aus der Untersuchung als ein Service hervor, der sich zunehmend zum „Muss” entwickelt und von erstklassigen CRD angeboten wird. Die 31 Prozent der Hausdruckereien mit einer Shopansicht im Web verfügten über die bei weitem höchsten Werte bei der Kundenzufriedenheit: 55,3 Prozent wurden mit „exzellent“ bewertet, 39,2 Prozent mit „zufriedenstellend“ und nur 5,5 Prozent mit „mangelhaft“. Im Vergleich dazu ergeben sich Werte von 22,5 und 46,4 Prozent sowie 31,1 Prozent für CRD ohne Shopansicht. Die internen Kunden der Hausdruckereien schätzen die Einfachheit des Nachbestellens über W2P, während die CRD selber die geringere Fehlerquote als den größten Vorteil sehen. Diese Zahlen, plus die Tatsache, dass 65,3 Prozent der Aufträge als digitale Dateien übergeben werden, erklären, warum die meisten CRD dabei sind W2P zu implementieren. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass zukünftige Entwicklungen im Digitaldruck für das Wachstum von CRD von zentraler Bedeutung sind. Hausdruckereien werden schließlich eingerichtet, weil die Kosten des ausgelagerten Drucks eine kritische Höhe erreichen und so die Aufmerksamkeit der Geschäftsleitung auf sich lenken. Mit der Fortentwicklung der digitalen Drucksysteme wird diese Entscheidung einfacher zu treffen und die Amortisation erfolgt schneller. Solange CRD ihren Unternehmen finanzielle Vorteile bieten, werden sie wachsen.
Die allgemeine Stimmungslage bei den CRD-Verantwortlichen ist optimistisch. Sie gehen davon aus, dass ihre Hausdruckereien gut positioniert sind, um von neuen Ideen und Systemen zu profitieren und die meisten sind zuversichtlich, dass CRD auch im wirtschaftlichen Abschwung in der Lage sind, die Kundenanforderungen zu erfüllen und dabei realistische Kostenvorteile zu bieten. Dazu empfiehlt die Studie eine Reihe von Strategien zu denen folgende Punkte zählen:
„Think small“ schlanke Produktion mit einem kleinen, flexiblen Mitarbeiterstab lassen Sie den automatisierten Digitaldruck die Arbeit erledigen
„Think big” Zentralisierung mit Zuordnung der höheren Auflagen, komplexeren Aufträge zu den produktivsten Drucksystemen. zentralisieren Sie auch den Print-Einkauf und die Gestaltungsaufgaben.
Verstehen Sie sich auf Ihren Markt (Ihr Marketing)
Kennen Sie Ihre Anbieter
Kennen Sie Ihre Budgetbeschränkungen
Verlangen Sie Qualität und Konsistenz von Mitarbeitern und Lieferanten
Automatisieren Sie
Kennen und schulen Sie Ihre Mitarbeiter
Kennen (und schulen) Sie Ihre Kunden
Seien Sie mehr Kommunikationsvermittler als Druckerei
Ergänzen Sie neue Dienstleistungen
Es handelt sich um eine anspruchsvolle Liste, aber dankenswerterweise hat Professor Romano eine einfache Formel, um die überwältigenden Ergebnisse der Studie zusammenzufassen: Digitales Drucken + Online-Bestellung + automatisierter Workflow = Kundenzufriedenheit und Kosteneinsparungen. Sie sollte bei jedem CRD Manager an der Wand hängen – wenn Sie keinen Platz haben, dann schaffen Sie welchen!
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