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10 legendäre Bilder, die im letzten Jahrzehnt zu einem Wandel beigetragen haben

Kameras aus der EOS 5D Serie werden häufig als die Werkzeuge bezeichnet, mit denen Fotografen die Geschichten erzählen, die erzählt werden müssen. Zur Feier des zehnjährigen Jubiläums dieser Serie haben wir uns mit Getty Images zusammengetan, um die von den weltweit führenden Fotografen aufgenommenen zehn bewegendsten Bilder der letzten zehn Jahre zu zeigen. Wir erzählen die hierzu gehörenden Geschichten und markieren die Rolle der Fotografie und deren Möglichkeit, Veränderungen in der ganzen Welt zu bewirken.

Anthony Holland-Parkin, Creative Director bei Getty Images, teilt mit uns die unglaublichen Ereignisse hinter jedem Bild und zitiert die Fotografen, die diese Bilder aufgenommen haben.

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John Moore, EOS 5D Mk I

Arlington, USA

27. Mai 2007

Das Foto von John Moore zeigt eine weinenden Frau am Fuß des Grabsteins ihres gefallenen Verlobten

John Moore/Getty Images

John Moores Bild zeigt eine Frau weinend am Fuße des Grabes ihres Mannes, das eine Veränderung ausgelöst hat: Der Wechsel der öffentlichen Meinung gegenüber dem Einsatz von Truppen in Konflikten im Ausland wie dem Irak und Afghanistan. Dieses Bild hat vielleicht mehr als jedes andere der amerikanischen Öffentlichkeit die Folgen des Kriegs dramatisch vor Augen geführt und wurde von vielen der weltweit führenden Zeitschriften wie TIME Magazine und National Geographic veröffentlicht. Es trug auch dazu bei, dass John von der NPPA (National Press Photographers Association) zum Fotojournalist des Jahres und von der POYi (Pictures of the Year International) zum Magazinfotograf des Jahres ausgezeichnet wurde. John erzählt:

„Nach einem vierjährigen Aufenthalt im Irak als Kriegsberichterstatter dachte ich, ich sollte der Arlington National Cemetery am Memorial-Day Wochenende im Jahr 2007 einen Besuch abstatten. Ich fühlte mich dazu moralisch verpflichtet. Ich ging an den Gräbern von Sektion 60 vorbei, dem neuesten Teil des weitläufigen Friedhofs. Ich traf Mary McHugh, die das Grab ihres gefallenen Verlobten James Regan besuchte, ein U.S. Army Ranger, der früher im Jahr bei einem Sprengstoffattentat ums Leben kam. Ich sprach kurz mit ihr – ihr Jimmy und ich arbeiteten beide mit unterschiedlichen Missionen an einigen der gleichen schwierigen Stellen im Irak. Als ich später wieder vorbeiging, lag sie auf dem Rasen über dem Grab ihres Liebsten, streichelte den kalten Marmor und sprach leise in Richtung des Steins – so, als wolle sie noch viel mehr sagen. Ich machte ein paar Bilder und begab mich auf den Weg. Ich hatte damals und bis heute das Gefühl, dass ich dem Friedhof etwas Zeit schuldig bin. Vielleicht sind wir das alle.

Ich war schon in vielen Konfliktgebieten, einschließlich einiger Kriegsgebiete in verschiedenen Teilen der Welt – aber manchmal ist es nicht das Bild von der Frontlinie, das uns am meisten bewegt. Manchmal sind es die ruhigen Momente von der Peripherie oder von der Heimatfront, die die Herzen der Menschen berühren.“

Alvaro Ybarra Zavala, EOS 5D Mk I

Kolumbien

29. November 2007

Das Foto von Alvaro Ybarra Zavala zeigt zwei weibliche FARC-Guerrillakämpferinnen aus dem Bloque Movil Arturo Ruiz

Alvaro Ybarra Zavala / Getty Images Reportage

Alvaro Ybarra Zavala machte dieses Auftragsbild für das TIME Magazine, um den kolumbianischen Bürgerkrieg zu dokumentieren. Zwei FARC-Guerillakämpferinnen aus dem Bloque Movil Arturo Ruiz – eine Spezialeinheit der revolutionären Streitkräfte von Kolumbien, die angeblich für die Geiselnahme verantwortlich war – posieren für ein Porträt in einem der FARC-Lager. Nach der ersten Veröffentlichung im TIME-Magazin stieg die Medienpräsenz dieses Bildes – auch spätere Veröffentlichungen in anderen Publikationen haben dazu beigetragen, die Realität dieses weitgehend vergessenen 50-jährigen Konflikts an die Öffentlichkeit zu tragen. Alvaro sah sich dann dazu veranlasst, diese wichtige Geschichte für die Menschen in Kolumbien weiter zu dokumentieren. Alvaro erzählt:

„Nur sehr wenige Menschen wissen, was auf diesem Foto nicht zu sehen ist. An diesem Tag lagen sechs Monate Arbeit hinter mir, um die Arturo Ruiz Mobile Einheit der FARC-EP Kräfte kennen zu lernen. Ich hatte mehr als die Hälfte dieser Guerillatruppe um mich herum – sie spielten wie die Kinder und genossen die improvisierte Porträt-Sitzung. Es schien so, als ob jeder den Krieg kurz vergessen hatte. Wiederkehrende Witze und eine gute Atmosphäre bestimmten diesen Moment in dieser Ecke des kolumbianischen Dschungels. Dennoch lag direkt vor mir und meiner Kamera eine ganz andere Realität. Die Härte der schönen Gesichter von Judith und Isa sind ein echter Beweis für die Härte ihres Lebens – gezeichnet vom kolumbianischen Bürgerkrieg. Weder die Witze, noch die Komplimente von ihren bewaffneten Kollegen waren nur für eine einzige Sekunde in der Lage, die Zeichen der Konflikte in ihren schönen Gesichtern zu verdecken.“

Veronique de Viguerie, EOS 5D Mk I

Hobyo, Somalia

27. Oktober 2008

Das Foto von Veronique de Viguerie zeigt Piraten in Somalia

Veronique de Viguerie / Getty Images Reportage

Das Le Figaro Magazine in Frankreich beauftragte die Journalistin Veronique de Viguerie und ihre Kollegin mit einer Reise nach Somalia, um einen der Piratenchefs zu treffen. Die sich daraus ergebende Geschichte zeigt in diesem Bild den Chef mit dem Spitznamen „Der, der niemals schläft“ und seine Crew bei der Ankunft am Strand kurz bevor sie ein weiteres Schiff angreifen. Es wurde als erstes Wahrzeichen zu diesem Thema veröffentlicht und machte weltweit Schlagzeilen. Die Geschichte löste eine riesige globale Reaktion aus und wurde exklusiv in mehr als 30 Medientiteln weltweit veröffentlicht – darunter The Guardian, XL Semanal, Stern, TIME, MSNBC.com, Spiegel, Newsweek, The Telegraph, GQ, La Repubblica, Corriere della Sera und viele andere. Die Bilder sind in einschlägigen Berichten noch heute und weiterhin in den globalen Medien präsent. Veronique erzählt:

„Seit Monaten haben meine Kollegin und ich in den Medien Geschichten und Gerüchte von Piraten im Golf von Aden gehört – aber niemand hat sie getroffen. Wir dachten, dass wir uns aufmachen sollten. Es dauerte ein paar Wochen, um es zu organisieren. Unsere größte Angst war die Gefahr, entführt zu werden. Um das Risiko zu senken, haben wir im Voraus nicht unsere Identität verraten, es gab ein paar stressige erste Minuten, als sie entdeckten, dass wir zwei blonde Frauen mit einem bestimmten Wert waren. Glücklicherweise war es zu spät für sie, etwas zu organisieren und in der Zeit, wo sie die Gelegenheit erkannt hätten, waren wir schon lange weg. Bei der Erstellung dieses Bildes und dessen schneller Verbreitung waren wir in der Lage, die journalistische Realität mit Fakten über diese Geschichte zu hinterlegen und die Spekulationen zu beenden. Wir hatten schließlich einen tatsächlichen Einblick in die Menschen und die Piraterie, die man nur vom Hörensagen kannte.“

Toby Smith, EOS 5D Mk II

Masoala Nationalpark, Madagaskar

21. August 2009

Das Foto von Toby Smith zeigt einen Arbeiter beim Bäume fällen in Madagaskar

Toby Smith / Getty Images Reportage

Tobys Arbeit über den illegalen Holzschlag von bedrohten Arten der Bäume in Madagaskar wurde durch eine Beziehung zu Global Witness und der Environmental Investigation Agency (EIA) eingeleitet. Toby hat mit führenden Forschern verdeckt ermittelt und nahm dieses Bild von einem madagassischen Arbeiter auf, der mit seiner Axt auf einen kostbaren Rosenholzbaum einschlägt, wobei dessen rötlich gefärbter Kern nach außen splittert. Das finale Kapitel des Projekts wurde vom GEO-Magazin in Deutschland in Auftrag gegeben, das einen Bericht über die Arbeit der EIA und speziell über dieses Problem gemacht hat. Später wurden auch in den internationalen Ausgaben die Beweise veröffentlicht. Die Geschichte führte zu Schlagzeilen in einer Reihe von anderen Publikationen, darunter die New York Times, Fortune, Bloomberg Businessweek und National Geographic und führte zur ersten Anklage auf US-Boden gegen internationale Händler mit gefährdeten Holzarten. Toby erzählt:

„Im August 2009 begleitete ich eine NGO-Expedition nach Madagaskar, auf der Suche nach Beweisen für illegalen Holzschlag in den Nationalparks. Ich habe mich von der Hauptgruppe gelöst und machte zwei Wochen Trekking tief im Maosala Regenwald, auf den Spuren von kostbarem Rosenholz und dessen Quelle.

Durch Dokumentation der aktuellen Fällungen und der verzweifelten Arbeitsbedingungen der Holzfäller, erlangte das Thema durch führende Print- und Rundfunkmedien die Aufmerksamkeit der Welt. Die Holzfäller selbst haben mich freundlich aufgenommen und ich fühlte viel Empathie für ihre Lage als Männer in ihrer Situation, ihre Familien zu unterstützen. Und das in einem Land, in dem die Wirtschaft und die allgemeine Stabilität in Aufruhr war. Das Bild ist also nicht eine Kritik an dem Axt schwingendem Mann – für mich war es wichtiger, die gesamten Problematik zu dokumentieren und die Profiteure des Handels am anderen Ende der Lieferkette zu konfrontieren.

GPS-Protokolle, Dokumente und Bilder von der Reise halfen den US Bundesbehörden, internationale Unternehmen wegen ihrer Beteiligung an diesem illegalen Handel zu verfolgen. Eine preisgekrönte BBC-Dokumentation aus dem verfügbaren Material sorgte für mehr Verantwortlichkeit und Transparenz bei der kommerziellen Holzbeschaffung.“

Ed Ou, EOS 5D Mk II

Mogadischu, Somalia

24. April 2010

Das Foto von Ed Ou zeigt ein mit Gewehr bewaffnetes Kind

Ed Ou / Getty Images Reportage

Ursprünglich hatte die New York Times diese Story in Auftrag gegeben, aber sie wurde von vielen anderen internationalen Medien wie Sunday Times Magazine, Le Monde und dem Sender Arte aufgenommen. Als Teil einer US-finanzierten Antiterror-Strategie am Horn von Afrika, hat die somalische Regierung mutmaßlich aktiv und in einigen Fällen sogar durch Zwang, Kinder für das Militär rekrutiert. Die Fotos dieser mit tödlichen Waffen ausgerüsteten Kinder im vom Krieg erschütterten Mogadischu haben zahlreiche Diskussionen hervorgerufen. Sie wurden dem US-Senat während einer Debatte vorgelegt, bei der es darum ging, ob die US-Regierung und der UN-Sicherheitsrat weiteren Druck auf die somalische Übergangsregierung ausüben kann, um den Einsatz von Kindersoldaten zu stoppen. Dieses Bild brachte Ed Ou den 2011 Young Reportage Preis auf dem Visa Pour l’Image Fotofestival ein. Ed erzählt:

„Seit zwei Jahrzehnten ist das tägliche Leben in Somalia von andauernden Konflikten und Unsicherheit gezeichnet. Ich war gleichermaßen fasziniert und todtraurig darüber, welchen Effekt das auf die jüngste, zum Krieg geborene Generation hatte. Für diese Kinder gibt es nichts Besonderes mehr im Leben. Ich wusste, dass ich eine große Ungerechtigkeit erlebte und für die Außenwelt dokumentierte – aber für die Kinder war das Tragen einer Waffe nicht mehr als eine Alltagsroutine. Ich versuchte so gut wie möglich, dieses Alltagsleben für sich sprechen zu lassen.“

Marco Di Lauro, EOS 5D Mk II

Gadabedji, Niger

27. Juni 2010

Das Foto von Marco Di Lauro zeigt Fleisch von verendeten Tieren

Marco Di Lauro / Getty Images Reportage

In Zusammenarbeit mit UNICEF UK hat Marco Di Lauro diese gravierende Nahrungskrise im westafrikanischen Land Niger dokumentiert. Diese schockierenden Bilder aus einem improvisierten Schlachthof im Dorf Gadabedji zeigen, wie unglaublich verzweifelt die Situation ist: Fleischhändler kaufen verendete Tiere von bettelarmen Farmern, die mit dem Ertrag ihre Familien durchbringen wollen, um es dann vor Ort zu kochen und in Nigeria zu verkaufen. Die Bilder wurden in Print-Medien sowie in digitalen Spendenaufrufen veröffentlicht und erreichten damit ein großes internationales Publikum. Nach einer Präsentation auf dem Visa Pour l’Image Festival, seiner Verbreitung über globale Medien und einer Siegerprämie beim World Press Photo Award im Jahr 2011 sicherte sich das Bild einen festen Platz bei den digitalen und Printmedien rund um die Welt. Marco erzählt:

„Ich war im Juni 2010 in Gadabedji, Niger und machte am 27. Juni dieses „hängende Fleisch“ Bild, mit dem ich später den ersten Preis in der Kategorie Contemporary Issues beim World Press Photo Award 2011 gewann.

Meine Agentur und ich wurden von UNICEF angesprochen – mit denen ich zuvor gearbeitet hatte, um das Bewusstsein auf die Nahrungsmittelkrise in Niger aufgrund der lähmenden Dürre in der ganzen Sahelzone in Afrika zu lenken. Es gab dort rund 1,6 Millionen stark unterernährte Kinder und eine weitere Million war davon bedroht. Ich ging sofort das zweiwöchige Projekt zur Unterstützung der UNICEF-Kampagne an, um Geldspender zu finden und den Menschen in Niger zu helfen.

Die Medien waren anfangs zögerlich und gaben sich desinteressiert – es gab so viele ähnliche Geschichten über den Zyklus von Dürre und Hungersnot in der Region. Im September 2010 hat dann Jean-Francois Leroy (Direktor des Visa Pour l’Image Festivals) beschlossen, die Geschichte aufzugreifen und im Februar des folgenden Jahres gewann dieses besondere Foto die Auszeichnung beim World Press Photo Award. Irgendwie schien dieses Bild die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zu ziehen, denn es zeigte etwas Neues, das sie noch nie gesehen hatten. Sie lasen die Beschreibung und begannen einige Details und die Tragik der sich entwickelnden Krise zu erfassen.

Die Nachwirkung der Arbeit war riesig – die UNICEF war dann in der Lage, mehrere Millionen Dollar in ein paar Monaten zu sammeln, um den Menschen in Niger zu helfen. Ich fühlte, dass ich die Hauptaufgabe eines Fotojournalisten erfüllt hatte, die darin besteht, auf wichtige Probleme in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen.

Ich erinnere mich immer noch genau wie ich dort war und an den Moment der Aufnahme – die Szene war surreal, fast wie in einem Gemälde von Dali. Der Gestank, die Farben, der Himmel, dieses herumhängende Fleisch – ich hätte nie gedacht, dass die erste Folge einer Hungersnot der Tod der Tiere ist, nachfolgend sind die Menschen dran. Ich war innerlich tief bewegt und fühlte Mitleid für alle Dorfbewohner, die ihre Tiere für so wenig Geld verkauften, nur um zu überleben.“

Jonathan Torgovnik, EOS 5D Mk II

Port-au-Prince, Haiti

10. Januar 2011

Das Foto von Jonathan Torgovnik zeigt das Fort National Haiti

Jonathan Torgovnik / Getty Images Reportage

Im Jahr 2010 erlitt Haiti ein katastrophales Erdbeben der Stärke 7,0, die das ganze Land mit hunderttausenden Toten und Schwerverletzten tief getroffen hat – viele Menschen wurden obdachlos. Dieses Bild hat Jonathan Torgovnik im Rahmen eines Auftrags für das deutsche GEO-Magazin in der Nähe von Fort National aufgenommen, einer der am stärksten vom Erdbeben betroffenen Orte in Haiti. Die Zeitschrift hat das Bild in über 20 Ländern veröffentlicht und wollte seiner globalen Leserschaft die außerordentlich schlechten Bedingungen der dort lebenden Menschen zeigen. Jonathan erzählt:

„Dieses Bild wurde in Port-au-Prince, Haiti, aufgenommen. Ich war im Rahmen einer GEO-Dokumentation unterwegs und wollte die Anstrengungen rund um den Wiederaufbau in Haiti ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben dokumentieren. Ich verbrachte den Tag zu Fuß auf den steilen Hügeln rund um Port-au-Prince in den dicht besiedelten Stadtteilen, die vom Erdbeben hart getroffen waren, traf Menschen und sammelte Geschichten von Überlebenden. Es war offensichtlich, dass die Wiederaufbaumaßnahmen schleppend voran gingen und die Leute damit zu kämpfen hatten, die Dinge zu bewältigen.

Ich kam an der Spitze eines Hügels an und sah eine Gruppe von Fußball spielenden Jungen auf dem Dach eines zerstörten Hauses unter mir. Ich setzte mich an den Rand des Weges und machte dieses Foto. Es war einer jener Momente, in denen alles auf einmal zusammen kommt. Die Jungen waren auf ihr Spiel konzentriert, das Licht war perfekt und der Blick auf die dicht bebaute Stadt mit ihren sanften Hügeln reichte bis zum Meer. Für mich erzählt dieses Bild die Geschichte der Widerstandsfähigkeit der Menschen und zeigt die Stärke im Gesicht einer Stadt, die einer solchen Zerstörung ausgesetzt war.“

Brent Stirton, EOS 5D Mk II

Ol Pejeta Convservancy, Kenia

13. Juli 2011

Das Foto von Brent Stirton zeigt ein weißes Nashorn

Brent Stirton / Getty Images Reportage

Dauerhaft von vier bewaffneten Posten bewacht, sehen wir hier eines der letzten nördlichen Breitmaulnashörner der Welt. Im Auftrag des National Geographic Magazin hat Brent dieses Bild als Teil einer umfassenderen Untersuchung über die Verwendung von Tieren im Medikamenten-Schwarzmarkt aufgenommen. Nach der globalen Veröffentlichung der Arbeit wurde die Geschichte auch in vielen anderen internationalen Titeln wie The Sunday Times Magazine, The Guardian, GEO, Paris Match, Newsweek, VIEW Magazin, der BBC, der New York Times, Der Spiegel und XL Semanal veröffentlicht. Das Bild erhielt weitere Medienberichterstattung über soziale Netze und gewann eine Auszeichnung beim World Press Photo 2012. Die emotional stark ansprechende Geschichte über die Zerbrechlichkeit der Existenz der Nashörner trug dazu bei, dass sich weltweit ein Millionenpublikum angesprochen fühlte. Brent erzählt:

„Ich habe dieses Bild im Jahr 2011 gemacht – in dieser Zeit wurde erstmalig über die Problematik mit den Rhinozeroshörnern berichtet. Ich hatte bereits Bilder von einer Menge toter Nashörner und einige schreckliche Bilder über das Leiden dieser Tiere gemacht, die das brutale Enthornen von Wilderern überlebt hatten und zum Sterben zurückgelassen wurden.

Dies war das erste Mal, dass ich menschliches Mitleid gegenüber den Nashörner erlebte und es hat mich umgehauen, diese afrikanische Männer und deren gemeinsame Beziehung zu sehen. Ich machte dieses Bild in Kenia, an einem Ort namens Ol Pejeta, wo drei der letzten sechs nördlichen Breitmaulnashörner leben. Dieser alte Bursche ist der letzte männliche seiner Spezies. Stellen Sie sich vor, dass man der Letzte auf diesem Planeten ist – das ist Einsamkeit, die sich nicht steigern lässt.

Wir befinden uns derzeit in einer riesigen Welle des Aussterbens, diese prächtigen Nashörner gehen den Weg des Dodo – weil die Menschheit zu unwissend und zu arrogant ist, um zu verstehen, dass sich alle Dinge zueinander im Einklang befinden. Es gibt immer noch tolle Menschen, die ihr Leben der Tierwelt widmen und in diesem Bild sehen Sie, was möglich ist zwischen Mensch und Tier, wenn gegenseitiger Respekt vorhanden ist. Dieses Bild ging viral und es zeigte mir, dass sich Millionen von Menschen um die natürliche Welt sorgen. Die Zeit drängt jetzt.”

Laurent Van der Stockt, EOS 5D Mk II

Jobar, Damaskus, Syrien

13. April 2013 

Das Foto von Laurent Van der Stockt zeigt Rebellenkämpfer in Syrien

Laurent Van der Stockt / Getty Images Reportage

Laurent Van der Stockt reiste im Auftrag der französischen Zeitung Le Monde nach Syrien, ohne zu wissen, dass er einige der wichtigsten Bilder aus diesem Konflikt aufnehmen würde. Dieses Bild zeigt Rebellen der Freien Syrischen Armee an der Front des Jobar während eines Sarin Angriffs von den Regierungstruppen des Präsidenten Assad. Nach der Veröffentlichung erregte es weltweit eine extrem hohe Aufmerksamkeit, speziell über soziale Netzwerke. Andere führende Medien wie The Sunday Times Magazine, l'Espresso und The Huffington Post veröffentlichten die Bilder ebenfalls. Sie wurden später zusammen mit anderen Nachweisen von den Regierungen der Welt verwendet, um Druck auf Präsident Bashar al-Assad auszuüben und seine Verwendung von chemischen Waffen während des Konflikts zu ächten. Laurent erzählt:

„Im April 2013, als dieses Foto genommen wurde, gab es keine unabhängig überprüfbaren Informationen über die Fortschritte der syrischen Rebellen in den Vororten von Damaskus.

Das Ziel dieser Arbeit war, in die Nähe der Ghuta Bewässerungsoasen bei der Hauptstadt zu gelangen. Nach einer langen Reise über den Libanon war ich in der Lage, die modernsten Rebellenpositionen zu finden. Eines Tages war ich an der Djobar Frontlinie, die der Innenstadt am nächsten gelegen war. Während ich in einem Interview mit einem Kämpfer war, wurden Behälter mit Sarin auf uns abgeworfen. Instinktiv hielt ich meine Kamera auf diese Szene mit den beiden Männern mit Gasmasken, die ich fotografiert und gleichzeitig als Video aufgezeichnet habe.

Die Veröffentlichung unserer Untersuchungen von der Zeitung Le Monde in Frankreich, die Bodenproben, die wir mit nach Hause nehmen konnten und meine Fotos und Filme reichten aus, um die französische Regierung davon zu überzeugen, öffentlich bekannt zu geben, dass Assad und sein Regime tatsächlich Sarin verwendet hat. Die britische Regierung traf die gleiche Entscheidung eine Woche später und der US-Präsident machte es ein paar Tage darauf in seiner öffentlichen Ansprache ebenfalls zum Thema.“

Dan Kitwood, EOS 5D Mk III

Kos, Griechenland

4. Juni 2015

Das Foto von Dan Kitwood zeigt Flüchtlinge an der griechischen Insel Kos

Dan Kitwood/Getty Images

Dieses Bild entstammt einer größeren Arbeit von Dan Kitwood und zeigt vier pakistanische Flüchtlinge aus der Türkei kommend bei der Ankunft am Strand der griechischen Insel Kos. Zu dieser Zeit im Jahr 2015 waren in Griechenland bereits rund 30.000 Flüchtlinge eingetroffen, deshalb fordert das Land mehr Unterstützung von seinen Partnern in der Europäischen Union. Ursprünglich wurde dieses Bild für die Getty Images News Presseagentur gemacht. Die Arbeit wurde international in vielen einflussreichen Medien veröffentlicht, darunter Größen wie The Times, Al Jazeera, The New Yorker, die Financial Times usw. Dan erzählt:

„Ich wurde am 29. Mai 2015 nach Kos geschickt, um über die Flüchtlingssituation zu berichten. Die griechische Insel stand im Mittelpunkt des internationalen Interesses, weil ein stetig schwellender Strom von Flüchtlingen an ihren Ufern ankam.

Ganze Familien aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Irak und viele Wanderarbeiter aus Bangladesch begannen, die begrenzten Ressourcen auf der Insel zu überfordern.

Es war schwer zu begreifen, warum eine Familie ihre Heimat verlässt und sich trotz aller vor ihr liegenden Gefahren auf die Reise begibt. Männer führen ihre Frau und ihre Kinder ins Ungewisse und nehmen in Kauf, dass es in dem unwahrscheinlichen Fall, das Ziel zu erreichen, keinen Weg mehr zurück gibt.

Als ich am sechsten Morgen am Ufer Ausschau nach kleinen Beibooten mit ihren kostbaren Fracht hielt, sah ich dieses Boot mit den pakistanischen Männern. Sie traten ihre Reise im rauen Meer einige Stunden früher unter dem Schutz der Dunkelheit von der türkischen Küste aus an. Ihr Gefühl der Freude über die sichere Landung an der europäischen Küsten war spürbar. Wie sieht die Zukunft jener Männer aus und werden sich ihre Hoffnungen jemals erfüllen? Ich weiß es nicht.“

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