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Tutorial für EOS

Im Tutorial für diesen Monat entdecken Sie, was passiert, wenn Sie Ihre Fotografie-Regeln vergessen und sich für spektakuläre Bilder von Ihrem Instinkt leiten lassen. Wenn Sie spontan Aufnahmen machen, führt dies zu zufälligen, schönen und eindrucksvollen Bildern, die einen Moment oder das Gefühl perfekt ausdrücken.

Ihre EOS Kamera ist ideal für die Aufnahme spontaner Momente. Warum fordern Sie sich in diesem Monat nicht einmal selbst heraus und fotografieren neue Sehenswürdigkeiten und Details? Zum Beispiel könnten Sie genauer auf einige Dinge achten, die Sie auf Ihrem Weg zur Arbeit sehen. Welche interessante Architektur, Straßenkunst oder Leute könnten Sie möglicherweise entdecken?

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Nani Puspasari, Street Artist
Nutzungsrechte: https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/


  • Unterschiedliche Objektive ausprobieren
  • Zoom auf die Details
  • Das dreh- und schwenkbare LC-Display und die Livebildkontrolle verwenden
  • Den Fokuspunkt verändern
  • Bei sich bewegenden Motiven: Scharfstellung über die AF-Taste auf der Rückseite
  • Im manuellen Modus kreativ fotografieren


Unterschiedliche Objektive ausprobieren

Standard-Zoomobjektive (Kit-Objektive im Lieferumfang der EOS) stellen keine große Herausforderung dar – wir empfehlen Ihnen, etwas Neues auszuprobieren.

Für eine DSLR gibt es eine große Auswahl an Objektiven. Sie bieten jede Menge Vorteile und Sie können sehen, wie jedes Objektiv Ihren Blickwinkel verändert. Zum Beispiel könnten Sie Ihre Kamera tief am Boden halten und mit einem nach oben geneigten Weitwinkelobjektiv die dramatische Wirkung von hohen Gebäude steigern. Mit dem Weitwinkelobjektiv Canon EF-S 10-18mm 1:4,5-5,6 IS STM kommen Sie beispielsweise näher an Ihr Motiv heran und haben es trotzdem vollständig im Bild.


Zoom auf die Details

Sie können auch ein Zoomobjektiv mit längerer Brennweite verwenden, etwa das Canon EF-S 55-250mm 1:4-5,6 IS STM, mit dem kleine Details hervorgehoben werden und sich die Distanz zwischen Kamera und Motiv verkürzt. Das ist sehr gut für die Erfassung von Details, die Sie vielleicht mit einem Standard-Zoomobjektiv übersehen – und es hilft Ihnen dabei, architektonische Details, Schnappschüsse von Personen und spontane Aufnahmen von Tieren zu machen.


Das dreh- und schwenkbare LC-Display und die Livebildkontrolle verwenden

Wenn Sie mit Ihrer Kamera unterwegs sind, achten Sie auf Sehenswürdigkeiten. Wenn Ihr EOS ein dreh- und schwenkbares LC-Display hat, ist es nicht mehr notwendig, die Kamera stets in Augenhöhe zu halten. In Kombination mit der Livebildkontrolle sehen Sie den Bildausschnitt im Display.

Beispielsweise schwenken Sie das Display nach oben, halten die Kamera tief am Boden und können dann die Menschen von den Füßen aufwärts erfassen – ein guter Ansatz für interessante Ergebnisse. Was können Sie über einen Fremden anhand seiner Schuhe erfahren?

Wenn Sie gerne Leute beobachten, kann das dreh- und schwenkbares LC-Display um neunzig Grad gedreht werden – die Menschen wirken dann entspannter, weil sie nicht wissen, dass die Kamera auf sie gerichtet ist. Dies ist sehr hilfreich, wenn Sie eine schüchterne Person oder ein scheues Tier in natürlicher Haltung erfassen möchten.

Hätten Sie’s gewusst? Das Geräusch des Verschlusses ist bei der Livebildkontrolle leiser – das ist perfekt für unauffälliges Fotografieren oder spontane Aufnahmen von Tieren in freier Wildbahn.

Berufsfotografen müssen oft schnell arbeiten und auf sich ändernde Umgebungen und Einstellungen reagieren. Hierfür müssen Sie mit den Bedienelementen und Funktionen der wichtigsten Einstellungen Ihrer Kamera vertraut sein. Wenn Sie die Belichtung mit einem instinktiven Gefühl für die Bedienelemente ändern können, schwindet die Distanz zwischen Ihnen und der Kamera und Sie reagieren schnell auf Veränderungen.


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Wesley Eller, Look Up, Look Down
Nutzungsrechte: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/


Den Fokuspunkt verändern

DSLR-Kameras haben zahlreiche Fokuspunkte im Bildausschnitt. Dennoch passiert es schnell, sich vom Fokuspunkt in der Mitte abhängig zu machen. Mit der Wahl eines anderen AF-Messfeldes ändern Sie Ihre Bildkomposition und erhalten ein noch interessanteres Ergebnis. EOS Kameras haben eine AF-Wahltaste auf der rechten oberen Ecke der Rückseite der Kamera – drücken Sie diese mit dem rechten Daumen und bewegen Sie die AF-Messfelder entweder mit dem Multi-Controller, dem Schnellwahlrad oder den Tasten auf der Rückseite die Kamera (je nach Modell).


Bei sich bewegenden Motiven: Scharfstellung über die AF-Taste auf der Rückseite

Viele Fotografen wechseln je nach Motiv zwischen den Modi One-Shot und AI Servo AF. Der Wechsel zwischen den Betriebsarten ist einfach – aber Sie können dabei den optimalen Moment für Ihr Bild verpassen.

Um dies zu vermeiden, nutzen professionelle Fotografen für die Scharfstellung die Taste auf der Rückseite. Mit dieser Technik ist die Kamera in der Lage, mit der Custom-Steuerung und den individuell konfigurierten Bedienelementen zu interagieren. Damit kann die Kamera im Modus zur Schärfenachführung AI-Servo eingesetzt werden, ohne dass die Fokussierung beim Drückern des Auslösers bis zu Hälfte erfolgt, sondern erst, wenn die AF-Taste gedrückt wird. Das ist sehr hilfreich beim Festhalten sich bewegender Motive und beim Kreieren eines ganz eigenen Stils.

Hätten Sie’s gewusst? Alle Kamera der EOS Serie können auf die Scharfstellung über die rückseitige AF-Taste konfiguriert werden. Damit werden AF-ON oder AE Lock-Taste zur Aktivierung der Scharfstellung genutzt und nicht der halb gedrückte Auslöser.


Statische Motive aufnehmen

Für statische Motive drücken Sie die rückseitige AF-Taste und sowie das Motiv scharfgestellt ist, lassen Sie diese wieder los. Wenn nötig, können Sie nun die Bildkomposition optimieren und die Aufnahme dann auslösen. Bei sich bewegenden Motiven halten Sie die AF-Taste durchgängig gedrückt und die Kamera wird die Schärfe kontinuierlich auf das Motiv nachführen. Das verlangt ein wenig Übung, zahlt sich aber aus, weil Sie immer in der Lage sind, auf die sich ändernde Situation zu reagieren.


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Perry McKenna – Faster than a speeding bullet
Nutzungsrechte: https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/


Aufnahmenmit dem Manuellen Modus für höchste Kreativität

Bei der Arbeit mit dem Manuellen Modus muss man immer bereit sein, sich einer veränderten Lichtsituation anzupassen. Drehen Sie das Moduswahlrad auf „M“ und wählen dann die Blende, die Sie für die gewünschte Schärfentiefe benötigen. Danach passen Sie die Verschlusszeit und die ISO-Einstellung so an, dass Sie die korrekte Belichtung erhalten Sich bewegende Motive kann man entweder gestochen scharf festhalten oder man wählt eine leichte Bewegungsunschärfe, indem man die Belichtungszeit verändert Beim Experimentieren mit dieser Einstellung werden Sie feststellen, dass Sie so ganz unerwartete und erstaunliche Effekte hervorrufen.

Beim Blick durch den Sucher der Kamera sehen Sie, wie sich die von Ihnen gewählten Einstellungen von denen unterscheiden, die der Automatik-Modus der Kamera eingestellt hätte. Aber benutzen Sie diese Angaben nur als Richtlinie – immerhin ist es Ihr Bild.

Wenn Sie inspiriert worden sind, instinktiv gute Fotos zu machen, können Sie Ihre Bilder mit der Welt teilen. Laden Sie sie in die Galerie hoch.