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Tutorial für EOS

Interessante Geschichten mit Bildern und Filmen erzählen

Für großartige Bilder, mit denen man eine Geschichte erzählen kann und die dem Betrachter eine gewisse Nachricht vermitteln, bedarf es einer Kombination aus technischen und künstlerischen Fähigkeiten.

Canon Kameras bieten eine breite Palette von Technologien und Funktionen, die Sie bei der Aufnahme interessanter Geschichten technisch unterstützen. Die Entscheidung über die Bildkomposition – was soll ins Bild und was nicht – treffen Sie individuell für sich. Alle wesentlichen Entscheidungen erfordern ein gewisses Nachdenken und eine künstlerische Ader.

Ganz gleich, welche Kamera Sie verwenden, es gibt zahlreiche Methoden, um mit Ihren Aufnahmen eine Geschichte zu erzählen. Canon Tutor Brian Worley erklärt, wie Sie das Beste aus Ihrer Kamera herausholen. Zudem verrät er nützliche Aufnahmetipps für Ihre LEGRIA und erklärt, wie Sie Ihre Geschichten interessanter machen und auf Ihrem PIXMA Drucker oder Multifunktionssystem per WLAN ausdrucken können.

Unsere Themen in diesem Monat:

  • Regeln der Bildkomposition
  • Wahl der passenden Schärfentiefe im Bild
  • Einsatz der AF-Modi und AF-Felder
  • Wirkung des Objektivs: Weitwinkel- vs. Teleobjektiv
  • Nachbearbeitung

Berücksichtigen Sie die Bildkomposition

Die Bildkomposition ist eine Schlüsselqualifikation. Sie müssen sich einfach gesagt überlegen, wo sich das Hauptmotiv in Bezug auf Ihren Aufnahmestandort befinden soll – und wie sich das Hauptmotiv in Bezug auf den Vorder- und Hintergrund verhält.

Vordergrund und Hintergrund in Beziehung setzen

Viele Fotojournalisten setzen eine nützliche Technik ein, um mit Details im Vordergrund oder im Hintergrund zusätzliche Fakten über das Hauptmotiv zu vermitteln. Dies ist besonders nützlich bei Reportagen, um mit zusätzlichen Details zum Thema beizutragen.

Auf der anderen Seite wird man bei einem Porträtfoto oft versuchen, die Aufmerksamkeit auf das Motiv zu verstärken und ablenkende Details im Vordergrund und Hintergrund des Bildes zu minimieren.

Sie können diese Techniken verwenden, um das Auge des Betrachter in Richtung des Hauptmotivs zu lenken. Diese Kompositionstechnik wird von vielen Künstlern, Designern und professionellen Fotografen eingesetzt.

Interessante Geschichten mit Bildern und Filmen erzählen-Canon

Miguel Virkkunen Carvalho, Alte Markthalle in Helsinki

Nutzungsrechte – https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Mit Führungslinien im Motiv Ihre Geschichte aufwerten

Visuelle Elemente im Bild führen das Auge des Betrachters – sie sind als Führungslinien bekannt. Sie sind ein mächtiges Werkzeug beim Erfassen einer Szene und nehmen den Betrachter auf eine visuelle Reise mit – zum Beispiel durch eine reizvolle Landschaft. Wege und Pfade durch Wälder sind typische Beispiele für natürliche Führungslinien, aber auch Städte, Straßen, Eisenbahnschienen und Stromleitungen haben einen ähnlichen visuellen Effekt. Sie können Ihnen helfen, eine beeindruckende Geschichte über die von Ihnen fotografierte Landschaft zu erzählen.


Berücksichtigen Sie den Raum links und rechts von der Bildmitte

Viele Fotografen bilden ihr Motiv in der Mitte des Bildes ab, Canon DSLRs haben jedoch ein AF-System, welches selbst dann zuverlässig scharfstellt, wenn sich das Motiv außerhalb der Bildmitte befindet. Eine mittige Platzierung des Motivs wirkt weniger aussagekräftig als dessen Anordnung im linken oder rechten Bildbereich.


Unscharfer oder scharfer Vorder- und Hintergrund

Während die Platzierung des Hauptmotivs ein wichtiger Bestandteil der Bildkomposition ist, kommt es auch darauf an, wie der Vorder- und Hintergrund der Szene erfasst wird.

Die Steuerung der Schärfentiefe und die Wahl des geeigneten Objektivs und der Brennweite ermöglichen Ihnen, das Hauptmotiv vom Hintergrund und Vordergrund abzuheben.


Lernen Sie die Drittel-Regel kennen

Wenn Sie für Ihre Geschichte nach einer wirkungsvollen Bildkomposition suchen, ist die Drittel-Regel ein wertvoller Ansatz. Die Anordnung der Person am Schnittpunkt von zwei Linien wirkt meist besser als deren Position in der Bildmitte.

Interessante Geschichten mit Bildern und Filmen erzählen-Canon


Die Drittel-Regel basiert auf zwei horizontalen und vertikalen gedachten Linien mit gleichmäßigem Abstand zueinander, die den Bildausschnitt in neun Bereiche mit identischer Größe teilen.

  • Bei EOS Kameras können diese Gitterlinien im Live-View-Modus eingeblendet werden.
  • Besonders hochwertige Kameras bieten auch die Möglichkeit, die Gitterlinien als Einblendung im optischen Sucher anzuzeigen. Abhängig von der jeweiligen Kamera wird dies entweder im Kameramenü aktiviert, oder es wird eine optional erhältliche Mattscheibe mit Gitterlinien eingesetzt.

Wenn Sie Ihre Fotos am Computer zuschneiden, bieten viele Software-Programme die Möglichkeit, Gitterlinien nach der Drittel-Regel einzublenden und Sie damit bei der Bildkomposition zu unterstützen.


Wussten Sie bereits? 

Die Drittel-Regel ist eine Vereinfachung von zwei anderen kompositorischen Ansätzen; die Fibonacci-Spirale und der Goldene Schnitt.


Wahl der passenden Schärfentiefe im Bild

EOS Kameras bieten gegenüber anderen Canon Modellen die größte Auswahl an fotografischen Steuerungsoptionen und ermöglichen zusammen mit großen Sensoren eine optimale Steuerung der Schärfentiefe im Bild.


Geringe Schärfentiefe

Geringe Schärfentiefe lenkt die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Motiv und isoliert es vom Vorder- und Hintergrund.

  • Für Porträts mit einer solchen attraktiver Hintergrundunschärfe wählen Sie das Motivprogramm Porträt mit dem Modus-Wahlrad. Es optimiert die Kamera für Aufnahmen mit geringer Schärfentiefe und guter Trennung des Motivs von seiner Umgebung.
  • Wenn Sie sich mit den erweiterten Funktionen Ihrer EOS DSLR vertraut gemacht haben, wechseln Sie in den Zeitautomatik (Av) Modus und wählen eine große Blendenöffnung für eine geringe Schärfentiefe. Die größte Blendenöffnung für eine geringe Schärfentiefe hängt vom Objektiv ab und reicht von Blende 1,2 bis 5,6.
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Glasaugen-Ansicht, das Ende von Flower Power
Nutzungsrechte – https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/


Größere Schärfentiefe

Wenn es darauf ankommt, das Motiv im Zusammenhang mit seiner Umgebung zu zeigen, werden mit einer größeren Schärfentiefe nahe und ferne Elemente im Bild scharf dargestellt.

  • Wählen Sie mit dem Modus-Wahlrad das Motivprogramm Landschaft und die Kamera wird mit den entsprechenden Einstellungen Aufnahmen mit größerer Schärfentiefe machen. In solchen Fällen hilft auch ein Weitwinkelobjektiv oder eine Zoom-Einstellung.
  • Sie können die Schärfentiefe auch manuell im Modus Zeitautomatik wählen – etwa mit Blende 11 bis 32. Dadurch werden Vorder- und Hintergrund im Verhältnis zu Ihrem gewählten Fokuspunkt schärfer abgebildet.

Mit den AF-Feldern einen speziellen Bildbereich wählen

Es ist hilfreich, das zentrale AF-Feld auf dem Motiv zu positionieren und dann den Auslöser zur Hälfte zu drücken, um die Scharfstellung abzuschließen. Mit halb gedrückter Auslösetaste ändern Sie dann nach Wunsch den Bildausschnitt. Scharfstellung und Belichtungsmessung können unabhängig voneinander gewählt werden. Durch Drücken der AF-ON Taste wird die Scharfstellung gespeichert, so dass Sie dann die Bildkomposition wählen und die Belichtung über die Auslösetaste festlegen können.


AF-Felder optimal ausnutzen

Die AF-Systeme von EOS Kameras arbeiten mit mehreren AF-Messfeldern. Die Kamera stellt normalerweise auf das Motiv scharf, das ihr am nächsten liegt.

Mit einem der Kreativmodi, Programm (P), Blendenautomatik (Tv), Zeitautomatik (Av) oder Manuell (M), und der manuellen Auswahl eines spezifischen AF-Feldes, auf das die Kamera scharfstellt, lässt sich die Bildkomposition wesentlich kreativer gestalten.


Interessante Geschichten mit Bildern und Filmen erzählen-Canon

M.L. Duong, Es juckt
Nutzungsrechte –https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/


Weitwinkelaufnahmen mit besonders geringer Schärfentiefe machen

Sogar für fortgeschrittene Fotografen ist eine Weitwinkelaufnahme mit geringer Schärfentiefe eine Herausforderung. Es ist eine nützliche Technik, wenn Sie beim Erzählen Ihrer Geschichte die ganze Szene erfassen wollen.

Wussten Sie bereits?

Diese Technik wird oft als „Bokeh Panorama“ oder als Brenizer Verfahren bezeichnet, nach dem New Yorker Hochzeitsfotografen Ryan Brenizer. 

Der Unterschied zwischen Weitwinkel- und Teleobjektiven


Weitwinkelobjektive ermöglichen einen weiten Blick auf die Szene – größer als sie das menschliche Auge gewöhnlich sieht. Ein wesentliches Merkmal der Weitwinkelobjektive ist ihre große Tiefenschärfe. Teleobjektive hingegen erfassen entfernte Motive – sie wirken im Bild größer, sind aber durch eine geringe Tiefenschärfe von ihrer Umgebung isoliert.

Mehrere Bilder machen und nachträglich aneinander fügen

Eine Reihe von überlappenden Bildern werden mit einem Teleobjektiv und einer möglichst großen Blendenöffnung aufgenommen. Mit dem Teleobjektiv wird die ganze Szene in Einzelbildern erfasst und dann nachträglich mit einer „Stitching-Software“ am PC wieder zu einem Bild kombiniert. Das zusammengesetzte Bild hat dann die für ein Teleobjektiv typische geringe Schärfentiefe und eine Wirkung, die einer Aufnahme mit einem Weitwinkelobjektiv entspricht.

Vorbereitung zur Aufnahme der Einzelbilder

Die Einzelbilder erfordern ein gezieltes und geplantes Vorgehen. Es ist hilfreich, im Vorfeld die Reihenfolge der Einzelbilder zu definieren – beginnend von einer Seite der Szene – und dabei die Anzahl der Bilder hinsichtlich der gewünschten Breite und Höhe des endgültigen Bildes festzulegen.

  • Jedes Bild muss auf die gleiche Entfernung fokussiert werden und hinsichtlich Belichtung und Weißabgleich identisch sein. Es wird in der Regel empfohlen, das Hauptmotiv zuerst aufzunehmen, weil die Schärfentiefe wirklich sehr gering ist. So wird sichergestellt, dass es scharf abgebildet wird – auch wenn es sich danach bewegt.
  • Verwenden Sie für die Aufnahme des Hauptmotivs den Autofokus und wechseln Sie danach für die restlichen Aufnahmen auf den manuellen Fokus. Das stellt sicher, dass die Kamera nicht bei jeder nachfolgenden Aufnahme die Schärfe auf ein anderes Detail legt.
  • Verwenden Sie die manuelle Belichtungssteuerung (M) und eine feste ISO-Einstellung, damit jedes Bild identisch belichtet wird.
  • Stellen Sie den Weißabgleich auf einen festen Wert – alternativ können Sie auch einen individuellen Weißabgleich oder Kelvin Weißabgleich vornehmen. Dies stellt sicher, dass alle Aufnahmen identische Farben haben.

Bearbeitung und Optimierung der Einzelbilder  

  • Für beste Ergebnisse machen Sie Bilder im RAW-Format und verarbeiten sie dann mit der Canon Software Digital Photo Professional. Es wird empfohlen, die Bilder als JPEG-Dateien zu exportieren, bevor Sie sie zusammenfügen.
  • Setzen Sie hierbei für jedes Einzelbild die Funktionen zur Objektivkorrektur, der Vignettierungskorrektur und Verzeichnungskorrektur ein.
  • Die Anwendung der Objektivkorrektur ermöglicht der Stitching-Software einen nahtlosen Übergang beim Zusammensetzen der Einzelbilder.
  • Der Weg zum finalen Bild kann erhebliche Zeit in Anspruch nehmen, weil der Computer mehrere Bilder gleichzeitig öffnen und berechnen muss. Im Ergebnis erhalten Sie ein Bild mit einer extrem hohen Auflösung – ideal für den Großformatdruck auf Ihrem PIXMA Drucker.

Wenn Sie eine spannende Geschichte mit Ihren Bildern zu erzählen haben, sollten Sie die Welt daran teilhaben lassen. Laden Sie sie in die Galerie hoch.