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IT-Leiter – sich der Herausforderung stellen oder überflüssig werden

  • Gepostet vor 2 Jahren
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Manche gehen davon aus, dass die Funktion des IT-Leiters bald Vergangenheit sein wird. Seit jeher waren IT-Leiter verantwortlich für die Entwicklung einer technologischen Strategie und die Kontrolle der damit verbundenen Ausgaben im gesamten Unternehmen. Heute hingegen sind Mitarbeiter auf allen Ebenen im Begriff, IT-Entscheidungen voranzutreiben und an sich zu reißen. Auch sind andere Führungskräfte verstärkt an Investitionen in Technik interessiert. Zum Beispiel will der Marketingleiter Lösungen für die Automatisierung von Kampagnen anschaffen.

Laut Gartner verlagert sich der Entscheidungsprozess rasant von der Vorstands- auf die Abteilungsebene. Forrester prophezeit, dass „der Anteil der IT-Projekte, die hauptsächlich oder ausschließlich von IT-Abteilungen geleitet werden, von 55 Prozent im Jahr 2009 auf 47 Prozent im Jahr 2015 zurückgehen wird.“ Angesichts dieses Tempos scheint die traditionelle Funktion des IT-Leiters tatsächlich in Gefahr zu sein.

IDC-Berater argumentieren, dass der IT-Leiter immer noch wichtig ist und sogar in neue Führungsfunktionen hineinwachsen kann. Diese Entwicklung kann viele Formen annehmen. Doch in jedem Fall werden die Technikfixiertheit nachlassen und die geschäftlichen Vorteile neuer Technologien stärker ins Blickfeld rücken. Diese Verbindung von technischem Know-how und strategischem Geschick kann verhindern, dass der IT-Leiter bald der Vergangenheit angehört.

Der Umgang mit der Informationsflut ist hierfür ein gutes Beispiel. „Big Data“ war das Schlagwort der letzten Jahre. Doch geändert hat sich kaum etwas; Unternehmen aller Branchen ersticken noch immer in Daten. IT-Leiter sollten aufzuzeigen, wie Neuentwicklungen, z.B. Analytics-Lösungen, dazu beitragen, dass Unternehmen die zunehmenden Informationsmengen in den Griff bekommen.

Doch sie sollten nicht nur vermitteln, wie man große, komplexe Datensätze beherrscht, sondern auch verdeutlichen, wie diese Informationen geschäftlich genutzt werden können. IT-Leiter, die sich zu dieser neuen Generation von IT-Führungskräften zählen, sollten sich – so empfiehlt es IDC – in gleichem Maß anpassen und weiterentwickeln wie das Unternehmen selbst. Dadurch gelangen sie in eine Position, in der sie Verbesserungen einleiten und genau darlegen können, wie effektives Informationsmanagement Arbeitsabläufe rationalisiert und die Effizienz und letztlich die Produktivität im gesamten Unternehmen steigert.