ANWENDERBERICHT

Spezialist für Buchdruck lässt Vision der digitalen Produktion mit Canon Wirklichkeit werden

Océ VarioPrint i300 at Livonia Print


Digitaldruck ermöglicht es Verlagen, deutlich kleinere Stückzahlen zu produzieren, um den Erfolg eines Titels erst einmal zu testen. Wir möchten den Verlagen die Möglichkeit bieten, genau die Stückzahl zu drucken, die sie wünschen.

Trond Erik Isaksen
Geschäftsführer, Livonia Print
iQuarius MX inks enable application of higher ink coverages

Eine digitale Mentalität

Der Spezialist für Fachbücher, Livonia Print in Riga, Lettland, ist erst seit gut einem Jahrzehnt im Geschäft, doch seit dem Start im Jahr 2007 ist das Unternehmen stets gewachsen. Rund 550 Mitarbeiter produzieren derzeit rund 40 Millionen Bücher pro Jahr.

Geschäftsführer Trond Erik Isaksen hatte das Unternehmen auf analogen Produktionsprozessen aufgebaut. Stellte dann aber fest, dass sich die Bedürfnisse seiner Verlagskunden wandelten. Zur gleichen Zeit erkannte er, dass Inkjet dem Offset bei der Buchproduktion in der Druckqualität ebenbürtig wurde. Da wusste er, dass der richtige Zeitpunkt gekommen war, um eine digitale Transformationsstrategie umzusetzen. Sein Ziel war es, die sich abzeichnenden neuen Möglichkeiten für Kleinauflagen, die mit der analogen Lithoproduktion unvereinbar waren, zu nutzen und dadurch sein Unternehmen zukunftssicher zu machen.

Isaksen erklärt das grundlegende Problem so: "Das alte, analoge Modell in der Buchproduktion ist risikobehaftet. Der Verlag entscheidet auf Basis von Schätzungen, in welcher Auflage ein bestimmter Titel produziert wird. Die Buchhändler entscheiden, wiederum basierend auf Vermutungen, welche Titel Erfolg haben werden und ordern entsprechend. Nicht verkaufte Exemplare gehen später zurück an den Verlag. So können leicht bis zu 20 % des ursprünglichen Produktionsvolumens als Retoure zurückgegeben werden, sodass der Profit des Verlags in unrentablen Beständen gebunden ist, die eingelagert oder vernichtet werden müssen."

Für Isaksen war sofort klar, dass die digitale Produktion eine ideale Lösung dieses wirtschaftlichen Dilemmas darstellte.

Intelligente Buchproduktion

Der Spezialist für digitale Workflows, Marc Freitag, wurde beauftragt, das Transformationsprojekt zu leiten. Isaksen und Freitag fanden heraus, dass der Aufbau einer "smarten" Fabrik die optimale Lösung wäre. Sie sollte völlig automatisiert und hocheffizient sein und jeden Job nahtlos vom druckreifen PDF zum fertigen Buch führen. "Wir waren überzeugt, dass wir ganz von vorne anfangen mussten, um die digitalen Abläufe passend aufzubauen. Das erschien uns sinnvoller, als irgendwelche digitalen Ausgabetechniken in einen Workflow zu integrieren, der für eine Offsetproduktion optimiert worden war", erklärt Freitag. "Die Prozesse aus der Vergangenheit mussten komplett neu definiert werden, und wir mussten herausfinden, wie wir diese für eine unbekannte Zukunft optimieren sollten."

Livonia Print employees

Keine Kompromisse bei der Qualität

Qualität war für Livonia Print ebenfalls ein entscheidender Punkt.

Marc Freitag, Leiter Digitale Geschäftsentwicklung, erklärt: “Wir können keine grundlegenden Kompromisse bei der Qualität tolerieren. Wir wollten, dass sich unsere Kunden für eine digitale Produktion nach denselben Qualitätsmerkmalen entscheiden konnten wie bei unserer analogen Produktion. Wir müssen auch eine absolute Übereinstimmung zwischen original Offsetdruck und digitalem Nachdruck erreichen, vom verwendeten Papier bis zur Farbwiedergabe. Wir empfehlen stets die beste Produktionslösung für jeden einzelnen Job, basierend auf seinen Eckpunkten, wie Lieferzeiten, Auflage und so weiter. Unser Standpunkt ist, dass Qualität und Konstanz niemals die einzig entscheidenden Faktoren sein sollten."

Im April 2017 begann die digitale Buchproduktion in Riga mit einer Kombination aus einem Inkjet-Endlossystem Océ ColorStream und dem Inkjet-Bogendrucksystem Océ VarioPrint i300. Sechs Monate später kamen eine zweite Océ VarioPrint i300 und eine imagePRESS C10000VP, ein tonerbasiertes Bogendrucksystem, hinzu. Das auflagenstarke Inkjet-Endlossystem wird ausschließlich für Schwarzweiß-Aufträge genutzt, während auf den beiden Océ VarioPrint i300 hochwertige Farbjobs produziert werden, die von der optimierten Qualität durch die ColorGrip-Lösung profitieren. Die imagePRESS C10000VP wird hauptsächlich für Umschläge genutzt. Die Bannerfunktion erweitert dabei die Fähigkeiten von Livonia Print auch auf die Produktion von Soft Covern und Schutzumschlägen mit Ausklappern.

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