"Intelligente Bücher": Die Zukunft des Verlagswesen

Neuartige Vertriebsmodelle wie Spotify weisen Verlegern den Weg zu lohnenden neuen Einnahmequellen.

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Nutzen Sie das Potenzial mehrerer Content-Plattformen

Entdecken Sie, wie Dienstleister in der Buchproduktion das Buch neu erfinden können und sich dadurch neue Einnahmequellen erschließen.

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Man reading book to daughter in a tent at home using phone light

Die Weiterentwicklung des gedruckten Buchs

Wir sind als Verbraucher in zunehmendem Maße ichbezogen. Wir erwarten von Unternehmen, dass sie ihr Angebot an unsere Vorlieben anpassen. Wir sind auch ungeduldig: wir wollen alles schnell und zu genau dem Zeitpunkt, der uns passt.

Leistungsstarke, jederzeit verfügbare digitale Plattformen haben uns so werden lassen. Amazon hat das möglichgemacht, indem es das jahrhundertealte, grundsolide Einzelhandelsmodell infrage gestellt hat. Netflix (mit 125 Millionen Abonnenten und weiter wachsend) und andere On-Demand-Dienste haben die Art und Weise verändert, wie wir Filme und Fernsehen konsumieren. Wenn man sich morgens in Spotify (170 Millionen Hörer im Monat) einloggt, wird man mit seiner individuell zusammengestellten Playlist für den Tag begrüßt, die auf den zuletzt gehörten Songs basiert. Nachdem Airbnb das Hotelgewerbe revolutioniert hat, wird nun das Airbnb Experience Programm vorgestellt. Dabei können Reisende individualisierte Aktivitäten in den Urlaub einbauen – einen Kalligraphiekurs oder vielleicht doch einen Kursus für malaiische Tänze? Geschäftsführer Brian Chesky sagte USA Today, dass sein Unternehmen dies als Chance im "Amazon-Format" sieht.

Durch individuell abgestimmte Angebote fühlen wir uns wertgeschätzt, doch dies hat seinen Preis – nämlich unsere personenbezogenen Daten. Durch unseren Browserverlauf und unser Kaufverhalten füttern wir die Algorithmen, die die Unternehmen dazu verwenden, um uns persönliche Angebote zu unterbreiten. Doch das ist ein Preis, den die große Mehrheit gerne bereit ist zu bezahlen.

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Neue Möglichkeiten, um die Dienstleistungen rund um die Buchproduktion zu verbessern

Amazon mag ein fester Bestandteil des Bucheinzelhandels geworden sein, trotzdem haben die Verantwortlichen im Verlagswesen immer noch nicht herausgearbeitet, wie sie ihr Kernprodukt – das eigentliche Buch – mit dem ungebrochenen Trend zur Individualisierung zusammenbringen können.

Es ist nicht so, dass die Branche digitale Technologie vernachlässigt hätte, denn Verlage, Druckereien und Anbieter digitaler Technologien haben sich zu einem "Experten-Dreieck" zusammengeschlossen, um im letzten Jahrzehnt eine Revolution des digitalen Buchdrucks einzuleiten. Druckläufe, die in der Vergangenheit auf Annahmen beruhten, werden heute in optimierten On-Demand Herstellungs- und Vertriebsmodellen produziert, wodurch die Risiken minimiert werden und das "Null-Lager" Realität werden könnte.

Darüber hinaus hat das gedruckte Buch entgegen aller Befürchtungen, dass E-Books die Oberhand gewinnen könnten, eine Renaissance erfahren, da Konsumenten, die unter "digitaler Überlastung" leiden, das physische Medium wiederentdeckt haben. Mit einem Umsatz von 151 Milliarden Dollar ist der weltweite Buchmarkt dreimal so groß wie die Musik- und 15 % größer als die Filmindustrie.

Doch die Leistungen der Vergangenheit und Gegenwart sind keine Garantie für zukünftige Erfolge. Die digitale Druckproduktion hat zwar den Status Quo verbessert, aber sie ist nicht der gewünschte "Neustart", der zukünftiges Wachstum befeuert. Die neue Generation von Lesern ist es gewohnt, Inhalte parallel auf mehreren Geräten zu konsumieren – sei es als geschriebenes Wort, als Audio- oder Videoformat. Peter Fisk drückte es auf dem Canon Future Book Forum so aus, "Das Konsumverhalten hat sich geändert – das betrifft die Medien und Formate, die Zeit und den Ort, die Reihenfolge und die Kontinuität sowie die Dauer und den wahrgenommenen Wert."

Unsere Vorstellung, was ein Buch zu sein hat, muss sich ändern, um diesem Wandel gerecht zu werden. Das Buch der Zukunft muss eine individuelle Erfahrung bieten, die die Stärken des materiellen Buchs mit den Möglichkeiten digitaler Formate – sofortige Verfügbarkeit, Individualisierung, Effizienz, Aktualisierung – verbindet.

Das Buch ist nicht länger ein "Produkt", sondern ein "Inhaltsservice" der sich zum "intelligenten Buch" entwickelt.

Young woman reading book on stool

Was ist ein intelligentes Buch?

Wir haben diese Frage über 300 Innovationsexperten, Verlegern, Buchdruckern und Technologie-Fachleuten beim Canon Future Book Forum 2017 gestellt. Ihrer Meinung nach sollte ein intelligentes Buch folgende Punkte erfüllen:

Benutzerzentriert: Der Inhalt sollte an die spezifischen Bedürfnisse und Vorlieben des Lesers angepasst sein, er sollte immer, überall und über analoge und digitale Plattformen hinweg verfügbar sein.

Offen und zugänglich: Schneller, offener Zugriff für möglichst viele Nutzer, Hindernisse aus Kosten- oder regionalen Gründen sollten abgebaut werden. Ständige Verfügbarkeit auf den verschiedensten Plattformen sowie die Möglichkeit zur eigenen Einflussnahme sind ein Muss.

Die Meinung des Nutzers berücksichtigen: Inhalte sollten individuell anhand der vom Verlag ermittelten Daten über das Verhalten, die Interessen und Vorlieben des Nutzers maßgeschneidert sein. Inhalte müssen dynamisch sein – veraltete Inhalte werden der Vergangenheit angehören.

Stimulierend: Das gedruckte Buch ist nur ein Element in einer wesentlichen größeren Umgebung, quasi ein Sprungbrett zu anderen Formaten und Inhaltssträngen.

BEIM INTELLIGENTEN BUCH GEHT ES UM FÜR DEN NUTZER RELEVANTE, MASSGESCHNEIDERTE UND ZEITLICH PASSENDE INHALTE.

Peter Fisk, GeniusWorks

Digitaler Buchdruck ist wichtig

Noch ist die Branche von ganzheitlichen Produkten ein gutes Stück entfernt. Doch Fakt ist: Analoge und digitale, statische und dynamische Inhalte werden ineinander greifen – und die Margen werden steigen. Nur mithilfe digitaler Druckworkflows lassen sich die bestehenden Chancen nutzen. Verlage und Druckereien müssen sich dabei zwei Dinge vor Augen halten: Zum einen hat Digital mehr zu bieten als höhere Effizienz, zum anderen müssen sie noch enger zusammenarbeiten, erst dann tun sich weitere Möglichkeiten im Druck auf.

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