Hinter der Kamera: Richard Walch, Canon Ambassador

Der deutsche Fotograf und Canon Ambassador Richard Walch begann vor über 25 Jahren mit dem Fotografieren vom Snowboarden und Skifahren. Jetzt hat er sich auf Action-Aufnahmen von Schnee- und Wassersportarten spezialisiert. Er ist immer unterwegs, um die Möglichkeiten der Technologie auszuloten und damit seine Bilder und Filme in positiver Weise zu beeinflussen.

Richard reiste vor kurzem in das südliche Argentinien, wo er die Fotos für unsere aktuelle come and see Story Skijöring machte. Wir trafen ihn, um über die Herausforderungen zu reden, die das Fotografieren aus einem Hubschrauber heraus und von schneller Action mit sich bringen.

Richard Walch bei der Vorbereitung seines Foto-Shootings

Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?

„Als ich 16 war, gab es zwei Dinge, die mich interessierten: Snowboarden und Fotografieren. Ich merke, dass ich nicht gut genug war, um ein Profi-Snowboarder mit Sponsorenvertrag zu werden – daher habe ich mich entschieden, meine Kamera mit in die Berge zu nehmen und diese neue Trend-Sportart Snowboarden stattdessen zu fotografieren. Für ungefähr 10 Jahre war dieser Sport mein Leben und ich war Teil der internationalen Snowboard-Familie – immer dort, wo der beste Schnee gerade auf dieser Welt war. Ich bin einfach meinem Herzen gefolgt und so wurde das ganz natürlich zu meinem Beruf.“

Die Berge von Patagonien, fotografiert von Richard Walch

Was gefällt Ihnen an der Arbeit unter freiem Himmel am meisten?

„Draußen sein ist für mich einfach das Größte – ich liebe die kalte, klare Luft, die Märsche und den Moment, an dem man oben auf dem Gipfel ankommt. Es ist so real und das ist es, was ich am liebsten fotografiere. Um das beste Licht zu haben, fotografiert man oft an den Tagesrandzeiten – also am frühen Morgen oder Abend. Am Ende kann es vorkommen, dass man die ganze Nacht auf dem Berg verbringen muss.

Das Fotografieren vom Snowboarden und Segeln hat mich mit vielen Menschen zusammen gebracht, die meine Leidenschaft teilen. Wir stehen morgens um fünf Uhr auf und haben zwei gemeinsame Ziele: Heil nach Hause kommen und dabei Mordsaufnahmen im Gepäck haben.“

Fluss in Patagonien, fotografiert von Richard Walch

Was sind die größten Herausforderungen beim Fotografieren schneller Action?

„Die Natur und Sportler warten nicht, bis man das beste Foto aufgenommen hat – daher muss man extrem gut organisiert sein mit seiner Ausrüstung und immer in Bereitschaft. Wenn man Athleten fotografiert, muss man mit ihnen zusammenarbeiten. Man redet mit ihnen, schlägt Ihnen vor, was Sie für das perfekte Bild machen müssen und sie sagen einem dann, wie sie es machen könnten. Wenn man einmal gelernt hat, wie man Snowboarder oder Skifahrer fotografiert, dann hat man das Festhalten schneller Action im Griff.“

Während Ihrer Reise nach Argentinien haben Sie aus einem Hubschrauber heraus fotografiert. Wir schwierig war das?

„Am Tag vor dem Skijöring-Shooting wollte ich ein Gefühl für die Gegend bekommen. Für einen Fotografen ist der Hubschrauber das ultimative Transportmittel, um die Gegend zu verstehen und um großartige Aufnahmen zu machen. Um die besten Bilder zu bekommen, muss man allerdings die Tür des Hubschraubers abbauen! Und wenn man das tut, sollte man zur Sicherheit einen Klettergurt anlegen und gut im Hubschrauber befestigen. Natürlich ist das sehr aufregend, aber mein Tick ist, mich zu 100 Prozent vorzubereiten und mich dann ganz auf die Aufnahmen zu konzentrieren. So bleibt einem keine Zeit, sich zu fragen was man hier oben eigentlich tut und wo genau man ist (zumal es ja eh zu spät ist) – ich habe mich entschieden zu fliegen, also mache ich das Beste draus und vertraue dem Piloten. Wenn man ein ungutes Gefühl hat, sollte man gar nicht erst abheben.“

Richard Walch beim Fotografieren aus einem Hubschrauber

Die Berge von Patagonien, fotografiert von Richard Walch

War das einer der riskantesten Jobs, die Sie in Ihrer Karriere gemacht haben?

„(Lacht) Nein!

Tatsächlich gehörten die Skijöring-Aufnahmen zu den riskanteren Dingen, die ich getan habe. Ich lag auf einem Schneemobil, das mit 45 km/h dahin raste. Der Abstand zwischen mir und dem Pferd betrug ganze 2 Meter und ich lag parallel zur unteren Bauchseite des Tieres. Ich dachte mir „Und was ist, wenn das Pferd in das Schneemobil kracht oder umgekehrt?“, aber nach einem kurzen Moment war ich wieder voll konzentriert und habe versucht, diesen unglaublichen Moment im Bild festzuhalten. Trotz der möglichen Gefahr, habe ich noch nie eine so starke und positive Energie von einem Tier gespürt. Und danach war ich total aus dem Häuschen – weil ich durchgehalten und es geschafft hatte!“

Richard Walch beim fotografieren von Skijöring aus einem Schneemobil heraus

Wie hilft Ihnen die umfangreiche Konnektivität der Canon Produkte bei Ihrer Arbeit?

„Als Fotograf muss man den Leuten ständig zeigen, was man tut. Einige teilen ihre Fotos von ihrem Smartphone, aber das reicht für die Aufnahmen, die ich mache, nicht aus. Bei meiner Art zu arbeiten möchte ich in der Lange sein, zu fotografieren und die Aufnahmen direkt zu teilen. Ich habe eine PowerShot G7 X, die wirklich praktisch ist, wenn ich auf Reisen bin und persönliche Fotos schnell teilen möchte. Mit nur einer Berührung verbinde ich sie mit der Canon App auf meinem Smartphone. Das Übertragen und Teilen ist danach nur noch eine Sache von ein paar Fingertipps auf dem Bildschirm.“

Richard Walch mit der EOS M3 in Patagonien

Was planen Sie als nächstes?

„Nun ja – auf neuen Schnee warten und dann das Ganze wieder von vorn! Vielleicht erfüllt mir ja der Weihnachtsmann den Wunsch, im April einen Hubschraubertrip in Alaska zu machen.“

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