Heranzoomen und schnelle Action festhalten

Beim Fotografieren von Action dreht sich alles darum, den Moment im richtigen Bruchteil einer Sekunde festzuhalten. Dafür muss man ganz schön auf Zack sein und den Freunden auf dem Board folgen oder die Begeisterung für die City Surfer haben, die auf den Wellen reiten. Wenn man jedoch gut vorbereitet ist, muss man sich selbst nicht so schnell bewegen.

Der Schlüssel zu einer guten Aufnahme mit einem Tele- (oder Zoom-) Objektiv liegt darin, die Kamera vorher genau einzustellen. Das heißt, dass Sie sich in dem Moment, in dem es losgeht, keine Gedanken mehr um die Einstellung machen müssen und sich ganz auf das Geschehen vor der Kamera konzentrieren können.

Beim Zoomen und beim Festhalten von Details bei Actionaufnahmen kommen Smartphone-Kameras in Punkto Bildqualität schnell an ihre Grenzen. DSLRs, spiegellose Systemkameras und moderne Kompaktkameras ermöglichen Ihnen die Action auch aus einiger Entfernung aufzunehmen und bieten dabei wesentlich mehr Bildqualität und Steuermöglichkeiten sowie die Möglichkeit mit einem Zoomobjektiv den Bildausschnitt präzise zu zoomen.

Kurze Belichtungszeiten – ein Muss bei Actionaufnahmen

Die Belichtungszeit ist der wichtigste Parameter, um eine gute Actionaufnahmen zu machen. Ist diese Belichtungszeit nicht kurz genug, so wirkt die Aufnahme verschwommen und man möchte sie am liebsten gleich löschen.

Wenn Sie eine DSLR benutzen, wählen Sie eine Belichtungszeit von 1/125 Sekunde oder kürzer. Viele Actionbilder werden je nach Motiv mit 1/500 Sekunde oder weniger aufgenommen.

Um bei einer kurzen Belichtungszeit sicher zu stellen, dass dennoch genug Licht auf den Kamerasensor gelangt, müssen Sie eine große Blende wählen (d.h. einen geringen Blendenwert wie z. B. 2,8). Eine offene Blende zusammen mit einer kurzen Belichtungszeit sorgen zudem für eine attraktive Hintergrundunschäfe, die Ihr Motiv wunderschön hervorhebt. Wenn Ihre Kamera die Veränderung der ISO-Empfindlichkeit ermöglicht, dann können Sie diese auch erhöhen (z. B. von ISO 400 auf ISO 800), damit der Kamerasensor lichtempfindlicher wird.

Reihenaufnahmen

Sportaction wie das Flusssurfen zeichnet sich durch extrem schnelle Bewegungen aus – stellen Sie also sicher, dass Ihre Kamera und Sie selbst mithalten können. Wählen Sie bei Ihrer Kamera den Modus für Reihenaufnahmen (auch Serienaufnahmen genannt), um in einer Sequenz schnell hintereinander mehrere Bilder zu machen – das erhöht die Chancen, den richtigen Moment festzuhalten und ein großartiges Foto zu erhalten. Sie finden diesen Modus bei den meisten Kameras und auch einigen Smartphones.

Kontinuierliche Schärfenachführung

Wenn Sie eine DSLR verwenden, wird diese wahrscheinlich die Standardfokussierung in der Grundeinstellung haben. Das heißt, dass die Kamera fokussiert, wenn der Auslöser zur Hälfte gedrückt wird und die Aufnahme auslöst, wenn der Auslöser ganz durchgedrückt wird. Für die Actionfotografie und beim Zoomen sollten Sie jedoch die kontinuierliche Fokussierung, bzw. die Fokusnachführung (AI SERVO oder SERVO AF bei einer Canon Kamera) einstellen. In diesem Modus wird Ihre Kamera den Fokus automatisch auf das sich bewegende Motiv nachführen und Sie erhalten so gestochen scharfe Aufnahmen, ohne sich dabei um viel kümmern zu müssen.

Der Canon Zoomassistent

Bei starkem Zoom holen Sie das Motiv allerdings so nah heran, dass Sie es leicht aus dem Bildausschnitt verlieren können. Canon hat eine intelligente Technologie entwickelt, um dieses Problem zu lösen.

Der Zoomassistent. Er ist bei PowerShot Kameras mit großem Zoom zu finden und hilft dabei, das Motiv im Bildausschnitt zu halten – gerät das Motiv an den Bildrand, fährt der Zoom automatisch zurück. Befindet sich dann das Motiv wieder in der Bildmitte, kehrt der Zoom auf die ursprüngliche Brennweite zurück. Sie haben somit die volle Zoomleistung zur Verfügung, ohne Ihre Perspektive ändern zu müssen oder das Motiv zu verlieren.

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