Selbst bei wenig Licht beeindruckende Details festhalten

Die Abenddämmerung und der Anbruch der Nacht sind magische Stunden. Das sind die Momente, in denen Festivals beginnen. Die Stimmung in der Stadt verändert sich und einzigartige Chancen zum Fotografieren ergeben sich. Aber das Einfangen von Details bei so schwachem Licht kann eine ganz schöne Herausforderung sein – ganz besonders, wenn Sie das mit einer Smartphone-Kamera versuchen.

In solchen Low-Light-Situationen helfen die manuellen Einstellmöglichkeiten einer DSLR, spiegellosen Systemkamera oder Profi-Kompaktkamera, um auch bei wenig Licht gestochen scharfe und detailreiche Ergebnisse zu erhalten.

Wenn Sie noch nicht sehr vertraut mit dem Fotografieren bei wenig Licht sind, sollten Sie sich unser Video ansehen und unsere Leitfäden zu den Themen Blende, ISO-Einstellung und Belichtungszeit lesen.

Verwenden Sie eine große Blendenöffnung (niedrige Blendenzahl), um schärfere Bilder zu erhalten

Wenn Ihre Kamera manuelle Einstellungen ermöglicht, lässt sich die Größe der Blendenöffnung steuern (dafür wählt man bei einer Canon Kamera den Modus Av). Das legt dann fest, wieviel Licht in die Kamera gelangt. Je mehr Licht auf den Sensor der Kamera gelangt, umso kürzere Belichtungszeiten können ausgewählt werden. Mit einer kürzeren Belichtungszeit reduzieren Sie die Gefahr von Bewegungsunschärfen. Eine gute Belichtungszeit für sich bewegende Motive liegt bei 1/125 Sekunde oder kürzer. Bei statischen Motiven mit wenig Licht sollten Sie je nach Blendenöffnung ungefähr 1/60 Sekunde wählen.

Wenn Sie vor Sonnenaufgang Porträts aufnehmen wollen oder die besondere Stimmung einer Stadt in der Abenddämmerung, sollten Sie die größtmögliche Blendenöffnung wählen.

Das heißt, den niedrigsten Blendenwert einzustellen. Welches der niedrigste Wert ist, hängt vom jeweiligen Objektiv ab. Bei den vielen Objektiven ist das 3,5. Bei anderen Objektiven ist es sogar möglich, Blendenwerte von 2,8 oder gar 1,4 zu wählen. Ein zusätzlicher Vorteil einer großen Blendenöffnung liegt in der attraktiven Hintergrundunschärfe, die dadurch hervorgerufen wird, welche ihr Motiv wunderschön hervorhebt.

Erhöhen Sie den ISO-Wert für eine gesteigerte Lichtempfindlichkeit

Wenn Sie trotz einer großen Blende immer noch der Meinung sind, dass Ihr Bild zu dunkel ist, sollten Sie den ISO-Wett in der Kamera erhöhen. Der gibt an, wie empfindlich der Sensor der Kamera auf das einfallende Licht reagieren soll. Das ist eine sehr nützliche Eigenschaft bei Nachtaufnahmen ohne Blitzlicht.

Je höher dieser ISO-Wert, desto lichtempfindlicher ist der Sensor. Canon DSLRs, spiegellose Systemkameras und Profi-Kompaktkameras verfügen über einen großen Sensor (der Teil der Kamera, der die Bildinformationen aufnimmt) und produzieren damit qualitativ hochwertigere Bilder bei hohen ISO-Werten, als Kameras mit einem kleinen Sensor.wie beispielsweise eine Smartphone-Kamera. Versuchen Sie zunächst ISO 800 und erhöhen dann falls nötig. Es kann sein, dass Sie dabei etwas Bildrauschen oder eine gewisse Körnigkeit im Bild erkennen, aber die meisten modernen DSLRs, spiegellosen Systemkameras und Kompaktkameras ermöglichen Aufnahmen mit ISO 1.600 oder 3.200 und erzielen damit großartige Ergebnisse.

Reihenaufnahmen für mehr Chancen auf ein großartiges Foto

Der Modus für Reihenaufnahmen (auch Serienaufnahmen genannt), nimmt in Bruchteilen von Sekunden mehrere Bilder hintereinander auf. Das ist praktisch bei der Aufnahme von sich schnell bewegenden Motiven oder schneller Action. Verfügt Ihre Kamera also über einen solchen Modus, sollten Sie das unbedingt ausprobieren – Sie erhöhen damit die Chance, das perfekte Actionfoto bei wenig Licht zu erhalten.

Prüfen Sie die Schärfe Ihrer Aufnahmen

Wenn Sie Ihre Low-Light-Aufnahmen auf dem Display der Kamera betrachten, denken Sie dran, das Bild zu vergrößern und genau hinzusehen, ob die Aufnahme auch so scharf ist, wie Sie es sich vorstellen. Ihre Bilder sollten scharf, richtig fokussiert und ohne sichtbares Bildrauschen oder Unschärfen sein. Sind Sie mit der Aufnahme nicht zufrieden und finden sie ungeeignet zum Vergrößern oder Drucken, dann müssen Sie sie wiederholen. Wenn Sie erst einmal wieder Zuhause sind, lässt sich nichts mehr machen!

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