Gali Tibbon photographs child inside an inflatable ball at a Serbian funfair using the Canon EOS M5

Den Moment einfangen mit Gali Tibbon

Fotojournalistin, Dokumentarfotografin und Canon Explorer Gali Tibbon hat auf der ganzen Welt die Menschen und Kulturen dokumentiert. Ihre letzte Reise führte sie in den kleinen Kurort Vrnjačka Banja in Serbien. Wir haben uns mit ihr getroffen, um mehr über ihre persönliche fotografische Philosophie zu erfahren – die magischen Momente, die sie in ihren stimmungsvollen Bildern von der Stadt festhält – und wie sie ihre erste Aufgabe mit der magischen EOS M5 angeht …

Der Magie auf der Spur

Im Gespräch mit Gali Tibbon über die Fotografie ist immer wieder das Wort „Magie“ zu hören. Ihr Sinn für eine fast mystische Ehrfurcht vor den Wundern der Fotografie ist etwas, das seit dem Alter von 14 Jahren in sich trägt, als sie ein lebensveränderndes Bild in einem Life Magazine Jahrbuch von 1956 im Bücherregal ihres Opas sah.

„Ich sah in diesem unglaublichen, körnigen Schwarzweiß-Bild die Bewegung – es war atemberaubend. Bis dahin wusste ich nicht einmal, das man mit der Fotografie andere Dinge machen konnte, als nur die typischen Kodak Familienbilder oder Reiselandschaften. Dieses war lebendig! Wow! Das inspirierte mich, meine erste Kamera zu kaufen. Es war eine Canon AE1 Kleinbildkamera aus zweiter oder sogar vierter Hand. Ich schrieb mich im Israel Jerusalem Museum für einen Fotokurs ein, wo ich die Filmentwicklung und die Arbeit in der Dunkelkammer lernte. Ich habe mein gesamtes Taschengeld für Filme und Chemikalien für mein kleines Labor zu Hause ausgegeben – und ich wurde nicht müde dabei, den Entwicklungsprozess meiner Schwarzweiß-Bilder in der Entwicklerschale zu beobachten.

„Die Kamera bringt mich an Orte wie ein magischer Kompass, der geht, wohin er will – und ich folge!“

Der Magie folgend hat Gali auf vielen Fotoreisen rund um die Welt verschiedene Völkern, Kulturen und Religionen dokumentiert. Sie erklärt uns, dass es bei Fotodokumentationen um mehr geht, als „schöne Bilder zu machen“.

„Bei jeder Dokumentation ist es schwer, die Realität in ein zweidimensionales Standbilder zu transformieren. Es geht um Licht, Geruch und Geräusche, es geht um die Emotionen in den Augen der Menschen. Ich muss all diese Elemente zusammen in einem großartigem Bild miteinander kombinieren. Wenn es passiert, ist es wie Magie – aber es ist auch harte Arbeit und eine mentale Herausforderung. Oft gibt es eine Sprachbarriere – aber ich kann die Stimmung und Energie der Menschen fühlen und es ist erstaunlich, wie wir mit einem Lächeln, Gesten und gebrochenem Englisch miteinander kommunizieren können.“

„Ich brauche diese Energie lediglich in die Bilder übertragen, damit jemand, der nicht dabei war, diese Erfahrung teilen kann.“

Mitten im Moment

Beim Blick auf die Bilder, die Gali in Serbien aufgenommen hat, kann man sehen, dass sie für diese schwer greifbare Energie ein magisches Talent hat – auch mit einer ihr unbekannten Kamera. Teilweise ist es Straßenfotografie, teilweise Porträtfotografie und teilweise Kunstfotografie – ihre Erzählung zeigt uns vertrauliche und unwiederholbare Momente aus dem Leben der Stadtbewohner. Gemäß Galis fotografischer Philosophie liegt die Magie in diesen „Hier und Jetzt“ Momenten – sie sagt allerdings auch, dass es kein Spaziergang ist.

„Als Fotograf geht es darum, dort zu sein und das Leben der Menschen für ein paar Minuten, Stunden oder Tage miteinander zu teilen. Es geht darum, das Hier und Jetzt in einer sich verändernden Welt zu erfassen – das Aufzeichnen von verschwindenden Momenten, bevor sie verloren gehen. Aber zuerst muss man dabei den „Kodak-Moment“ überwinden. Es ist der erste Instinkt der Menschen wenn sie die Kamera sehen – sie richten sich gerade auf, strecken die Brust heraus und setzen ihr ,Kamera Gesicht‘ auf. Das haben sie in der Kindheit gelernt, weil Aufnahmen auf herkömmlichem Filmmaterial nicht verschwendet werden sollten und es ist das letzte, was ich will; aber ich mache immer so ein Bild, weil es die Spannung heraus nimmt. Man muss also über diesen Kodak-Moment hinweg kommen, bevor man wirklich gute Bilder machen kann.“

„Die Leute denken auch zu wissen, was man fotografiert – aber sie wissen nicht, was im Kopf oder im Auge des Fotografen hinter der Kamera vor sich geht. Sie wissen nicht, auf welches Detail oder welchen Moment ich warte.“

„Zum Glück entspannen sie sich, je länger ich in ihrer Gemeinschaft bin und ich kann damit anfangen, die Aufnahmen zu machen, die ich will. Jeder, den ich in Vrnjačka Banja traf, war so warm, herzlich und sehr kooperativ dabei, fotografiert zu werden – auch die Schafe! – so konnte ich etwas aus dem wirklichen Leben einfangen.“

„Ich machte das Bild eines Hirten – ein ehemaliger Fußballer, der jetzt den ganzen Tag auf den Feldern verbringt, Zeitungen liest und im Gespräch mit seinen Schafen ist – direkt nach dem Regen. Das Licht war erstaunlich – aber die Schafe liefen davon und der Hirte hat ihnen gesagt zu stoppen. Nur so konnte ich diese Aufnahme machen. Es war so, als hätte er eine Fernbedienung!“

Gali Tibbon fotografiert mit der spiegellosen Kamera EOS M5 einen Hirten mit seinen Schafen

„Unten am Fluss war eine ausgelassene Gruppe von überwiegend Männern, die völlig ungehemmt waren und eine ,leben und leben lassen‘ Haltung an den Tag legten. Ich fand das erstaunlich. Sie hatten nur die Badehose an, haben ihre Körper und ihre Kondition vorgeführt – sie spielten Domino, schwammen und haben von Mittag bis Sonnenuntergang in der Sonne gelegen. Sie hatten einen großartigen Sinn für Humor – harte Kerle mit selbstgemachten Tätowierungen, die sich alle übereinander lustig machten.“

„Die dezente Größe der EOS M5 war großartig für diese Aufnahmen, weil ich nicht wie ein Soldat mit Kampfausrüstung aussah. Es zog nicht so viel Aufmerksamkeit auf mich als Fotograf und es wirkte auf die Leute nicht einschüchternd. Ich konnte mich frei bewegen und war nur eine Person mit einer Kamera, konnte mit dem Licht spielen und mich künstlerisch ausleben – während sie ganz natürlich ihren Dingen nachgegangen sind.“

Gali Tibbon fotografiert mit der EOS M5 zwei serbische Männer, die Domino spielen

Für Gali sind es in diese Momenten der Kreativität, in denen die Magie passiert …

„Wenn alle Elemente zusammenkommen, die Bildkomposition, das Wesen der Menschen, ein Lichtstrahl, der im richtigen Moment auf ein Gesicht fällt, ich habe das richtige Objektiv und stehe an der richtigen Stelle – kann ich das mit einem einzigen Klick in einer 1/60 Sekunde einfangen. Wenn diese Dinge zusammenkommen – das ist die Magie.“

„Man kann es bei der Aufnahme spüren – es ist intuitiv und emotional. Man findet etwas vor Ort, um das man herum tanzt wie eine Biene um eine Blume – und dabei versucht, das wahre Wesen zu erfassen.“

„Man probiert verschiedene Aufnahmen für das eine perfekte Bild aus – mit der Digitalkamera geht das und sie bringt einen auf den richtigen Weg (nicht wie beim herkömmlichen Film!). Aber ich weiß erst später am großen Monitor vor meinem PC, ob ich ins Schwarze getroffen habe! Letztlich aber es geht um den Prozess – der aus dem Bauch kommt. Obwohl es brillant ist, in Galerien und Museen ausgestellt zu werden und die Menschen die Arbeiten sammeln – der kreative Prozess im Hier und Jetzt ist die Magie – und das ist wichtiger als das Ergebnis.“

Die Kamera – Liebe auf den ersten Blick?

Galis erste Reaktion eine spiegellose Systemkamera bei ihrem Shooting in Vrnjačka Banja war Skepsis – aber das änderte sich, als sie die EOS M5 in die Hand nahm und begann, damit zu arbeiten.

„Als ich sie zum ersten Mal sah, sah sie wirklich cool aus – als wenn jemand meine EOS 5D Mark III geschrumpft hätte! Ich mochte das Design und es fühlte sich solide an – sie lag natürlich in der Hand und alle Bedienelemente waren an der richtigen Stelle. Es ist definitiv nicht das, was ich mir von einer spiegellosen Systemkamera vorgestellt habe, die in der Regel einen flachen, dünnen Body ohne Griff oder Sucher haben.“

„Sie war von der Bedienung her vollkommen unkompliziert. Ich konnte an der Kamera die gleichen Funktionen wie an meiner EOS 5D Mark III einstellen – so war ich schnell in meiner Komfort-Zone. Ich fand ganz intuitiv meinen Weg, ohne meinen kreativen Prozess zu unterbrechen und war glücklich, dass die Kamera genau das tat, was ich wollte.“

Gali Tibbon fotografiert in der Dämmerung mit der spiegellosen M5 ein kleines Kind am Fluss

„Die Bildqualität ist sehr gut mit satten Farben und schönen Hauttöne. Es ist zwar nur eine winzige Kamera, aber man damit aus den JPEGs schon Werbeplakate machen und kann immer noch mit RAW schießen. Die Serienaufnahmen ist auch ziemlich überzeugend – sie macht wirklich wie angegeben sieben Bilder pro Sekunde!“

„Mir gefiel vor allem das zusätzliche Wahlrad für die Belichtungskorrektur, es ist ideal positioniert – ich kann während der Aufnahme damit spielen und unter- oder überbelichten, ohne dass es meine Konzentration stört oder ich mein Auge vom Sucher nehmen muss. Der elektronische Sucher ist besonders cool, speziell bei Aufnahmen im Hochformat. Die Anzeige schaltet automatisch um und ich muss nicht wie sonst auf die quer liegenden Werte schielen.“

Außerdem schwärmte sie von den flexiblen Möglichkeiten bezüglich Bildausschnitt und Fokussierung, die ihr sowohl beim elektronischen Sucher als auch beim dreh- und schwenkbaren Touchscreen zur Verfügung standen:

„Ich hätte nie gedacht, für meine Aufnahmen das Display zu verwenden – aber der dreh- und schwenkbare Touchscreen an der EOS M5 gibt mir noch mehr Möglichkeiten, aus verschiedenen Blickwinkeln zu fotografieren. Und er ist super schnell und super praktisch beim Navigieren durch die Menüs. Und das Autofokus-System über den Touchscreen ist total genial!“

„Ich kann den Bildausschnitt wählen und dann mit dem Daumen den Fokussierbereich dahin ziehen, wohin ich will. Ich brauche nicht mein Auge vom Sucher nehmen und auch nicht jedes mal den Bildausschnitt neu anzupassen.“

Gali war besonders beeindruckt von der kompakten Größe der Kamera:

„Die EOS M5 mag zwar klein sein, aber sie ist hinsichtlich ihrer Leistung ein Monster! Es ist so erfrischend, etwas dabei zu haben, das so kompakt ist – und ohne Abstriche bei der Qualität. Sie macht fast alles, was meine EOS 5D Mark III kann, ich kann die gleichen Objektive verwenden und sie ist sehr diskret.“

„Bluetooth zu integrieren war auch ein kluger Schachzug – ich bleibe über mein Smartphone mit dem Internet in Verbindung und ich brauche unterwegs keine Kabel oder einen PC. Ich gehe einfach mit meinem Handy und der Kamera raus und bin meine ,Ein-Mann-Band‘.“

„Für Porträts sind sowohl der elektronische Sucher und der Touchscreen großartig, weil ich den Fokus mit dem Daumen steuern kann, während ich immer noch mit den Leuten vor der Kamera sprechen kann. “

„Heutzutage ist kein Fotojournalist ohne Kamera unterwegs, man will halt kein wichtiges Ereignis verpassen – die EOS M5 ist tatsächlich kleiner als mein Blitz, ich kann sie mit ins Kino nehmen oder in den Urlaub und mache trotzdem nebenbei richtig gute Bilder. Es ist die mobile EOS Kamera, auf die ich schon lange gewartet habe!“

Die EOS M5 ist so klein, aber sie macht große Dinge!“