Ihre Fotos, unsere Favoriten: Der Blick von oben

Wir hatten Sie mit unserer Fotostory „Eine Stadt von oben: Ein Blick auf München“, von Robert Götzfried herausgefordert, aus alltäglichen Stadtszenen abstrakte Werke zu machen. Von kühnen Formen und Farben zu kontrastierenden Texturen und Schatten – einige unserer Lieblingsbilder haben eine gewöhnliche städtische Szene wirklich neu erfunden und eine einzigartige Perspektive oder Geschichte einer Stadt aus der Vogelperspektive erzählt. Hier sind unsere Top drei Einsendungen mit den Geschichten zu jedem Bild:


Casting Shadows von Udo Dittmann

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Wir freuten uns über Udo Dittmanns geometrisches Kopfsteinpflaster und den markanten Einsatz von Licht und Schatten in diesem Schwarzweißbild, das er von einem städtischen Leuchtturm herab aufgenommen hat. Udo erzählt uns die Geschichte zu dem Bild:

„Das wurde bei einem Besuch in Rostock und Warnemünde an der Ostsee aufgenommen. Als Zentrum des Seeverkehrs hat der Stadtteil Warnemünde zahlreiche Navigationshilfen – die älteste ist der 1897 erbaute Leuchtturm, der immer noch im Einsatz ist.

Im Sommer hat man als Besucher des ca. 37 Meter hohen Turms einen eindrucksvollen Blick auf die Ostsee und die nördlichen Bezirke von Rostock. Anstelle von Sand oder Wasser befindet sich unter dem Turm das städtische Leben.

Eines Nachmittags stieg ich auf den Leuchtturm und sah unter mir andere Touristen. Da war eine nicht erkennbare Person zu Fuß unterwegs und warf dank der niedrig stehenden Sonne einen riesigen Schatten. Das ergab einen sehr interessanten Kontrast zu den geometrischen Mustern der Pflastersteine ​​auf dem Boden. Der lange Schatten gegen die geometrischen Muster ist das, was ich als „eine abstrakte Schönheit“ bezeichne. Ich wandelte das Bild in Schwarzweiß, um mehr Aufmerksamkeit auf das abstrakte Gefühl zu lenken.“


Top Down von Peter van Mierlo

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Dieses bemerkenswerte Bild von einer der legendärsten Sehenswürdigkeiten Europas schafft es, eine neue Perspektive auf ein Gebäude zu vermitteln, das schon tausende Male fotografiert wurde. Peter erklärt, wie das Foto zustande kam:

„Wir fuhren für ein paar Tage nach Paris, um das bestandene Examen der Tochter meiner Freundin zu feiern. Ich war das erste Mal in Paris und wir beschlossen, den Eiffelturm zu besichtigen. Ich habe versucht, ein anderes Bild zu machen, weil fast jeder aus der gleichen Perspektive fotografiert.

Ich stand in der Mitte der höchsten Plattform und hielt meine Kamera durch die Maschen des Sicherheitsnetzes geradewegs nach unten. Ich hatte ein wenig Glück, denn schon die zweite Aufnahme war gut gelungen. Wie Sie sehen, war es spät am Nachmittag und die Schatten waren lang.

Ich habe das Bild auf den Kopf gestellt, damit es den Betrachter täuscht – normalerweise erwartet man die Aufnahmeposition im unteren Teil des Bildes.“


Levitation von Christian Nesler

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Uns gefiel Christian Neslers Aufnahme von einem Straßenkünstler in Neapel, Italien. Die Beleuchtung, die Farben, die Einbeziehung der Schatten und seine abstrakte Wirkung machten es zu einem der herausragendsten Bilder dieses Monats. Schwebeillusionen sind inzwischen recht verbreitet unter den europäischen Straßenkünstlern – aber das bedeutet nicht, dass sie weniger beeindruckend oder leicht zu imitieren sind. Wir fragen uns immer noch, wie das ging! Christians frischer Blick isoliert das Thema aus dem städtischen Umfeld und lässt es durch den Blick von oben dennoch dessen Bestandteil sein. Er erklärt:

„Ich bin Fotograf und Bildhauer und dieses Foto wurde in Neapel, Italien aus meinem Hotelzimmer in der Innenstadt während einer meiner Reisen dorthin gemacht. Ich fotografiere oft und gerne Muster oder erfasse abstrakte Motive. Dieses Bild wurde um 12.00 Uhr Mittags an einem Tag im November aufgenommen, die Sonne stand niedrig genug, um einen interessanten Schatten zu werfen und sicherzustellen, dass man den Schwebeeffekt von oben sehen konnte.“


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Möchten Sie, dass Ihr Bild in unserem Showcase gezeigt wird? Einfach Ihre Bilder in unsere Galerie hochladen und wir könnten dann mit Ihnen Kontakt aufnehmen! Jeden Monat bieten wir eine neue Challenge an. Also: Kamera schnappen – egal was für eine –, kreativ werden und Fotos hochladen, damit sie jeder sehen kann.