aerial view of workers

Abstrakte Fotografie

Egal, ob Sie irgendwo fremd sind oder Bilder aus der vertrauten Nachbarschaft machen, es ist immer einen Versuch wert, neue Wege bei der Aufnahme zu gehen – für noch interessantere, unverwechselbare Bilder.

Eine andere Perspektive wählen

Wahrscheinlich machen Sie wie die meisten Leute Ihre Aufnahmen im Stehen und aus Augenhöhe. Wenn Sie die Livebildansicht (und das dreh- und schwenkbare LC-Display, wenn verfügbar) an Ihrer Kamera verwenden, sind Sie in der Lage, Aufnahmen aus wesentlich interessanteren Positionen zu machen.

Mal ausprobieren: Die Kamera in Bodennähe halten und das schwenkbare LC-Display so ausrichten, dass Sie es von oben betrachten können. Oder für eine Aufnahme über die Köpfe einer Menschenmenge hinweg die Kamera auf einem Einbeinstativ befestigen und das Display nach unten schwenken. Sie können dann die Kamera hoch halten und sehen, was vor sich geht – ein sehr ungewöhnlicher Blick aus Ihrer normalen Position.

Den Umhängegurt als Handschlaufe verwenden

Wenn Sie von einem hohen Aussichtspunkt auf eine Szene unter Ihnen fotografieren, müssen Sie die Kamera fest im Griff haben. Wickeln Sie den Umhängegurt um das Handgelenk – das stabilisiert die Kamera bei der Aufnahme und schützt gleichzeitig davor, dass sie versehentlich herunter fällt.

Verlagern Sie Ihren Fokus

Ein guter Anfang besteht darin, den Fokuspunkt aus der Mitte des Bildes hinweg zu verlagern. Schalten Sie zunächst Ihre Kamera in den manuellen Scharfstellmodus. Platzieren Sie dann das Motiv in der Mitte des Bildes und drücken Sie den Auslöser halb nach unten. Bei halb gedrücktem Auslöser können Sie den Bildausschnitt ändern, bis er Ihrer gewünschten Bildkomposition entspricht. Dann drücken Sie den Auslöser vollständig durch und machen die Aufnahme.

Den Live View Modus nutzen

Im Live View Modus wird auf dem Display der aktuellen Bildausschnitt in Echtzeit dargestellt. Mit dieser Livebildansicht lässt sich der Fokuspunkt individuell auswählen, was die kreativen Möglichkeiten erweitert. Hat Ihre Kamera einen Touchscreen ist das sogar noch einfacher. Stellen Sie dazu den AF-Modus der Kamera auf Live-Modus und Sie brauchen den Touchscreen einfach nur dort zu berühren, wo die Kamera fokussieren soll.

Bereit für den perfekten Moment

Wenn Sie eine Aufnahme mit Ihrer am Einbeinstativ befestigten Kamera über die Köpfe einer Menschenmenge hinweg machen, befindet sie sich möglicherweise zu weit weg von Ihnen, um im richtigen Moment den Auslöser zu betätigen. Zur Fernauslösung Ihrer Kamera eignet sich je nach Kameramodell der Fernauslöser RS-60E3 oder RS-80N3. Wenn Ihre Kamera über WLAN verfügt, können Sie auch alternativ Ihr Smartphone mit der Kamera verbinden – einschließlich Livebild – und im richtigen Moment auslösen.

Große Ideen

Der Modus Landschaft wird automatisch bei Smart Auto aktiviert und ermöglicht Aufnahmen mit einer maximalen Schärfentiefe – alle Details werden vom Vorder- bis zum Hintergrund scharf abgebildet. Das ermöglicht eine bessere Einbeziehung Ihrer Umgebung, sei es in der Stadt oder in der freien Natur.

Mal ausprobieren: Bei einer Landschaftsaufnahme ganz gezielt Dinge im Vordergrund einbeziehen und damit eine gewisse Balance in der Szene herstellen. Und nicht vergessen, dass Landschaftsaufnahmen auch mit einer in das Hochformat gedrehten Kamera gemacht werden können.

Auf Licht und Schatten achten

Licht ist eine wesentliche Grundlage der Fotografie Wenn Sie die Formen und Muster von Schatten und Lichtkanten im Bildausschnitt arrangieren können, sind Sie auf dem richtigen Weg zum guten Bild. Wenn die Sonne früh am Morgen oder am späten Nachmittag niedrig am Himmel steht, vermitteln die langen Schatten Ihren Bildern eine besondere Dimension. Eine um die Mittagszeit langweilig wirkende Umgebung wirkt mit langen Schatten buchstäblich in einem anderen Licht. Wenn Sie die GPS-Aufzeichnung nutzen (bei vielen mit WLAN ausgestatteten Kameras verfügbar), markieren Sie den Ort mit den interessanten Schatten und kehren später dorthin zurück.

Starke Farben

Bei Landschaftsaufnahmen sorgen kräftige und satte Farben für ein herausragendes Ergebnis. Mit der Funktion „My Colors“ lässt sich die Sättigung der Farben steigern. Beispielsweise wirkt die Natur mit blauem Himmel, Gewässern und ihrer Vegetation mit satteren Farben noch lebendiger und attraktiver.

Bewegung einfrieren

Sich bewegende Motive eignen sich gut für ungewöhnliche Aufnahmen von Momenten, die wir in der Regel übersehen. Um die Bewegung eines Motivs im Bild einzufrieren, benötigen Sie eine kurze Belichtungszeit. Die genaue Belichtungszeit hängt von Faktoren wie der Geschwindigkeit des Motivs und seiner Entfernung zu Ihnen ab. Für das Einfrieren der Bewegung von Menschen wählen Sie an Ihrer Kamera den Modus Sport oder Sie wählen die Blendenautomatik (Tv Modus) und eine Belichtungszeit von 1/250 Sek. oder kürzer.

Kontraste erfassen

Helles, direktes Sonnenlicht wirft dunkle Schatten. Diese kontrastreiche Lichtstimmung eignet sich gut für attraktive Bilder. Wenn Sie allerdings an einem hellen, sonnigen Tag fotografieren, ist der für Sie sichtbare Kontrast höher, als er von der Kamera erfasst werden kann. Um das zu kompensieren, bieten viele EOS Kameras den Modus HDR-Gegenlicht-Steuerung. Sie finden diesen Modus im Special-Scene-Bereich (SCN) auf dem Moduswahlrad. In diesem Modus wird die Kamera hintereinander drei Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung von Ihrem Motiv machen und diese dann automatisch zu einem Bild kombinieren, das sich dann durch einen erheblich besseren Kontrast auszeichnet als das Einzelbild.

In Schwarzweiß „sehen“

Bei der Aufnahme von abstrakten Bildern ändern sich die Schlüsselelemente: Anstatt um die Farbe jetzt geht es mehr um Texturen, Kontrast, Schatten und Formen. Wenn Sie Ihre Kamera in dem Bildsil „Monochrom“ einstellen und vielleicht sogar einen Gelbfilter hinzu nehmen, können Sie das Schwarzweißbild auf dem Display der Kamera sehen und sich so besser vorstellen , wie die Szene ohne Farben aussehen wird. Wenn die Kamera die Bilder im RAW-Format speichert, können Sie nachträglich am PC die Farben wieder auf die ursprünglichen Werte anpassen.

Beste Ergebnisse aus niedriger Perspektive

Aufnahmen aus niedriger Perspektive wirken dynamisch – allerdings kann es bei entsprechender Bildkomposition (viel Himmel im Bild) vorkommen, dass aufgrund einer nicht passenden Belichtung die Gegenstände im Vordergrund zu dunkel abgebildet werden. Mit einer positiven Belichtungskorrektur lässt sich das kompensieren – das Bild wird insgesamt heller.

Immer korrekt ausgerichtet

Jede Kamera hat einen intelligenten Orientierungssensor zur Erkennung der Formatlage der Kamera – Querformat oder Hochformat. Damit wird sicher gestellt, dass die Bilder korrekt auf dem Display der Kamera oder am PC dargestellt werden. Wenn Sie allerdings unmittelbar nach oben oder unten fotografieren, ermittelt der Orientierungssensor möglicherweise eine falsche Formatlage: Deaktivieren Sie deshalb in den Kameraeinstellungen (Gelb) die Funktion „automatisch drehen“, um alle Bilder in identischer Formatlage zu erhalten.

Machen Sie das Beste aus Mehrfachbelichtungen

Einige EOS Kameras bieten die Möglichkeit der Mehrfachbelichtung, bei denen sich bewegende Motive weniger offensichtlich an mehreren Stellen im Bild befinden und statische Elemente (z.B. Häuser) normal dargestellt werden. Platzieren Sie die Kamera an ihrer Position, idealerweise auf einem Stativ, und wählen Sie im Modus Mehrfachbelichtung die Einstellung „Durchschnitt“. Stellen Sie die Kamera auf mindestens drei Bilder ein, und drücken Sie dann ein paar Sekunden lang auf den Auslöser. Nach der Aufnahme fügt die Kamera die Einzelbilder zusammen – an den Stellen, wo sich etwas bewegt hat, erscheinen die Objekte schemenhaft und weniger klar sichtbar. Je mehr Einzelbilder in der Sequenz sind, desto weniger wird das sich bewegende Motive im Bild sichtbar sein.

Beeindruckende Zeitraffer-Filme machen

Mit der Erfassung einer Bildsequenz über einen Zeitraum von Stunden können Sie mit der Kamera einen schönen Zeitraffer-Film erstellen. Einige EOS Kameras können mit dem Timer-Auslösekabel TC-80N3 gesteuert werden. Es wird an die Kamera angeschlossen und ermöglicht Aufnahmen mit einem eingestellten Intervall über mehrere Stunden hinweg.

Der nächste Schritt: Sobald Sie Ihre Zeitraffersequenz aufgenommen haben, überlagern Sie es bei der Nachbearbeitung mit einem Bild ohne Menschen – das erweckt den Eindruck, eine geschäftige Stadt sei in der Tat menschenleer.

Abstrakte Videoaufnahmen

Kameraposition

Meist werden Videos mit der Kamera auf einem Stativ oder aus der Hand aus etwa Schulterhöhe gedreht. Um Ihre Arbeit interessanter wirken zu lassen, probieren Sie einmal Aufnahmen aus extrem hoher oder niedriger Perspektive, um die nur selten gezeigten Perspektiven zu erfassen.

Mal ausprobieren: Halten Sie die Hektik der Stadt aus ungewöhnlichen Perspektiven fest. Stellen Sie zum Beispiel Ihre Kamera auf den Boden zwischen Ihren Füßen, um die Flut der vorbeigehenden Füße zu zeigen. Oder Sie zeigen die Menschen auf den Straßen von einem hohen Turm oder Gebäude aus.

Kontrast zwischen Ruhe und Hektik

Wenn es die Zeit erlaubt, zeigen Sie den Kontrast zwischen den frühen Morgenstunden und menschenleeren Straßen ohne Verkehr. Kommen Sie dann später am Tag zur selben Stelle zurück und zeigen, wie sich das Straßenbild in nur wenigen Stunden verändert hat.

Sie könnten auch versuchen, längere Aufnahmen von ruhigen leeren Straßen zusammen mit kurzen Clips vom stark belebten Straßenbild zu mischen.

Die Schatten beobachten

Wenn Sie an gleicher Position zu verschiedenen Zeiten des Tages Aufnahmen machen, sollten Sie bei der Bearbeitung einen Clip vom Morgen an einen Clip vom späteren Lauf des Tages anfügen – die Schatten wechseln dann schlagartig ihre Länge und Richtung. Die Schatten vom Morgen befinden sich dann auf der linken Seite des Motivs und am Nachmittag auf der rechten Seite. Alternativ halten Sie ein wachsames Auge auf die Schatten und variieren Ihren Standort, um die Richtung des Schattens über den Tag hinweg konstant zu halten.

Zeigen Sie Ihre besten Aufnahmen

Das beste Papier für Ihre Bilder

Sie haben hart für ein schönes Bild gearbeitet und wollen es jetzt teilen. Wenn Sie es drucken, entsteht ein reales Objekt von Ihrer Arbeit – das ist eine gute Gelegenheit, um Ihre Leistung zu präsentieren und zu würdigen.

Das richtige Papier kann auf das finale Ergebnis einen großen Einfluss haben. Künstlerische Arbeiten sind ideal für den Druck auf matten oder FineArt-Papieren, bei denen Texturen und Tiefe besonders hervorgehoben werden – glänzende Papiere lassen den Druck lebendig und farbenfroh erscheinen. Das Wissen um Ihre Papiersorten ähnelt dem Wissen über Ihre Objektive – wählen Sie das richtige Papier für das richtige Ergebnis.

Für die Rahmung vorbereiten

Wenn Sie Ihr Bild einrahmen möchten, sollten Sie das Motiv mit einem umlaufenden Rand drucken. Auf diese Weise kann das Bild hinter einem Passepartout im Rahmen befestigt werden. Dadurch wird verhindert, dass der Druck mit dem Glas in Berührung kommt, außerdem ist Ihr Foto auf lange Zeit geschützt.

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