The Milky Way arcs across the sky above the rocky shores of a lake.

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Funkelnde Sterne: 5 Tipps für Aufnahmen vom Sternenhimmel

Unter dem Nachthimmel zu stehen und zu den Sternen aufzublicken, ist ein wahrhaft magisches Erlebnis. Dank der Fortschritte in der Kameratechnik ist es jetzt noch einfacher als je zuvor geworden, raus zu gehen und ein paar tolle Fotos zu machen.

Vielleicht möchtest du die Astrofotografie einmal ausprobieren? Hier sind unsere Top-Tipps für die besten Möglichkeiten, die Schönheit des Sternenhimmels zu erfassen.

1. Achte auf die Wettervorhersage

Vergesse nicht, zuerst auf das Wetter zu achten, denn du benötigst für großartige Bilder vom Sternenhimmel eine wolkenlose Nacht. Eine leichte Bewölkung kann jedoch deinen Bildern einen gewissen Reiz geben – es hängt von deiner Kreativität ab, dies zu deinem Vorteil zu nutzen. Wenn die Wolken ruhig am Himmel stehen, hast du bei langer Belichtungszeit weniger Probleme damit, dass sie unscharf aussehen. Wie bei allen Langzeitbelichtungen ist die Kamera stabil zu halten, um unerwünschte Lichtspuren oder Unschärfe zu vermeiden. Verwende für gestochen scharfe, klare Bilder vom Nachthimmel ein Stativ und achte auf den Wind, der die Wolken in den Bildausschnitt treiben könnte.

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People skateboard down a brightly-lit city street at night.

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The Milky Way in a star-filled sky, above rugged cliffs in the foreground.

2. Finde den richtigen Standort zum Fotografieren der Sterne

Für die besten Aufnahmen musst du in die Natur gehen – weit weg von jeder Lichtverschmutzung. Die Lichter der Stadt und sogar das Licht des Halbmonds sind stärker als das Sternenlicht. Es gibt einige bekannte Orte in der Welt, an denen man unglaubliche Aufnahmen von der Milchstraße machen kann (wie zum Beispiel im Death Valley in Arizona). Aber bereits außerhalb der Stadt finden sich Orte ohne künstliches Licht.

3. Unterschiedliche Einstellungen ausprobieren

Für Aufnahmen vom Sternenhimmel musst du die Kontrolle über deine Kamera haben. Stelle den Modus auf Manuell und probieren dann einige der verschiedenen Einstellungen wie nachfolgend beschrieben aus.

  • Fokus: Stelle die Schärfe auf Unendlich (∞). Das machst du manuell nach Abschaltung der automatischen Fokussierung am Objektiv. Verwende die Entfernungsanzeige (sofern am Objektiv vorhanden) oder schaue durch den Sucher und drehe dann den Fokusring, bis ein Gegenstand in der Ferne scharf abgebildet ist. Sobald das Objektiv auf ein Objekt in mehr 6 Metern Entfernung fokussiert, ist es in der Unendlich-Einstellung und die Sterne werden scharf abgebildet.

  • Blende: Wenn du willst, dass die Sterne als Punkte und nicht als Lichtspuren abgebildet werden, musst du eine größere Blendenöffnung wählen. Dies lässt so viel Licht wie möglich in die Kamera und ermöglicht eine relativ kurze Belichtungszeit. Bei einer großen Blendenöffnung ist die Schärfentiefe gering und alles im unmittelbaren Vordergrund wird unscharf sein.
  • Belichtungszeit: Das Sternenlicht ist nicht konstant. Damit Aufnahmen von Sternen oder der Milchstraße so statisch wie möglich wirken, wählst du eine Belichtungszeit von maximal 20 Sekunden. Bei einer längeren Belichtungszeit werden die Sterne mit Lichtspuren abgebildet.
  • ISO: Der dritte Faktor, der die Belichtung deiner Fotos beeinflusst, ist die ISO-Einstellung. Je höher die ISO-Zahl, umso empfindlicher ist der Sensor für das Licht, das durch die Blende im Objektiv eintritt. Wenn du mit der Blende und der Belichtungszeit für den gewünschten Effekt zufrieden bist, kannst du beginnen, mit den ISO-Einstellungen zu experimentieren. Starte mit ISO 1.600 und schau dir das Ergebnis an. Dann ändere den Wert, bis bei gewählter Blende und Belichtungszeit das Bild entsteht, das deiner Vorstellung entspricht. Du kannst dann die ISO-Einstellung nach oben anpassen (bis 3.200 oder so hoch wie es deine Kamera ermöglicht), um zu sehen, welchen Einfluss dies auf das Ergebnis hat.

A rock formation standing stark against a sky filled with stars.

4. Den Bildausschnitt festlegen

Ein mit leuchtenden Sternen gefüllter Himmel ist eines der auffälligsten Dinge, die man fotografieren kann. Um die Bildwirkung zu steigern, sollten andere Elemente in das Bild einbezogen werden – zum Beispiel Gebäude, Berge, Teile der Landschaft oder eine reflektierende Wasseroberfläche. Manchmal sind die Sterne für sich genommen nicht ausdrucksstark genug, deshalb solltest du nach etwas Einzigartigem suchen.

5. Sternenspuren erfassen

Sternenspuren können dramatisch und faszinierend aussehen. Du brauchst viel Zeit und Geduld, ein Stativ und einen Fernauslöser. Der Effekt wird durch die Rotation der Erde ausgelöst – die Sterne bleiben stets an der gleichen Stelle!

Die Erfassung dieser fantastischen Lichtlinien ist zwar eine Herausforderung – aber eine, die mit erstaunlichen Ergebnissen verbunden ist. Zunächst musst du den Nordpol finden. Du kannst ihn mit dem Smartphone und einer entsprechenden App finden. Aufnahmen mit zum Nordpol ausgerichteter Kamera zeigen bei entsprechend langer Belichtungszeit ein kreisförmiges Muster um einen zentralen Ort – wie im Beispielbild zu sehen.

Sterne sind keine starke Lichtquelle, deshalb wählst du eine hohe ISO-Einstellung (800, 1.600 oder mehr), um die Bewegung einzufangen. Beachte beim Experimentieren mit der ISO-Einstellung, dass es bei der Wahl hoher Werte zum „Bildrauschen“ kommen kann.

Die maximale Belichtungszeit ist bei vielen Kameras 30 Sekunden – für eine längere Belichtung verwende die Langzeitbelichtung im manuellen Modus. Hierbei kann der Verschluss so lange geöffnet bleiben wie du willst – durch einfaches Drücken auf den Auslöser. Stelle den Fokus auf Unendlich (∞). Mache einige Versuche und überprüfe deine Aufnahmen, bevor du eine längere Belichtungszeit von etwa 30 Minuten ausprobierst. Dann erneut die Aufnahme überprüfen. Es kann ein paar Versuche kosten – und ein paar geduldige Nächte – bevor du die lohnenden Ergebnisse erhältst, die du haben willst.

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