Profil

Alessandra Meniconzi

Greenland from above
„Die Arktis braucht unsere Aufmerksamkeit“, sagt Alessandra Meniconzi. Alessandra wuchs in der südlichen Schweiz in unmittelbarer Nähe der Schweizer Alpen auf und verbrachte ihre Kindheit in den Bergen. Aufgrund dieser Verbundenheit mit von Schnee und Eis geprägten Landschaften entschied sie sich, die Verletzlichkeit der Arktis und der Alpen und die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels zu dokumentieren. Aufgenommen mit einer Canon EOS-1D X Mark II mit einem Canon EF 24-105mm f/4L IS II USM Objektiv bei einer Verschlusszeit von 1/1600 Sek., Blende 1:10 und ISO 800. © Alessandra Meniconzi

Alessandra ließ sich schon vor langer Zeit von den alten Traditionen, Bräuchen und der Spiritualität von indigenen Völkern inspirieren, deren traditionelle Lebensweise angesichts des Klimawandels und des Drucks der modernen Welt zu verschwinden droht.

Bis heute hat sie vier Bücher veröffentlicht. Ihre Fotos werden nicht nur als Postkarten, Kalender und Kunstdrucke verkauft, sondern wurden auch regelmäßig in Zeitschriften auf der ganzen Welt abgedruckt. Sie hat 13 Auszeichnungen gewonnen und wurde zwei Jahre in Folge (2011 und 2012) zur Naturfotografin des Jahres gekürt. Ihre Fotos wurden bei Ausstellungen in der Schweiz sowie in Russland gezeigt.

Canon Ambassador Alessandra Meniconzi holds a baby eagle


Ort: Schweiz
Spezialgebiete: Reportagen, Natur, Reisen, Landschaft und Werbung
Lieblingsausrüstung:
Canon EOS 5D Mark IV
Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM

Bereits in jungen Jahren war Alessandra von der Kunst inspiriert und wusste schon immer, dass eine kreative Karriere auf sie wartete. Der Auslöser war schließlich die Canon Kamera ihres Bruders. „Als ich 20 war, habe ich meine erste Fernreise unternommen“, verrät sie. „Es ging nach Kenia. Dort entdeckte ich meine Faszination für das Reisen. Und wie jeder andere Reisende nahm ich eine Kamera mit, um meine Abenteuer mit den Leuten zu Hause teilen zu können.“

Alessandras Freunde waren beeindruckt von dem, was sie sahen, und forderten sie auf, ihre Bilder an mehrere Zeitschriften zu senden. „Es funktionierte! Meine erste Entscheidung als professionelle Fotografin war es, mich auf die Suche nach unberührten Landschaften zu machen. Als eine Art letzte Zeugin unseres vergangenen Jahrtausends, vor der Ära der Globalisierung.“ Der Plan ging auf, als ein Schweizer Magazin Alessandras Fotos von den Ureinwohnern Südwestchinas begierig veröffentlichte und somit ihr Schicksal als Profi besiegelte.

A Nenet nomad from Russia
Die Nenzen sind die letzten noch übrigen Nomadenbewohner Russlands. Die raue Tundra im nördlichen Teil Sibiriens ermöglicht es den Nenzen, sich frei zu bewegen und zwei Mal im Jahr mit den Rentieren weiter zu ziehen, wobei sie uralten Routen folgen. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark IV mit einem Canon EF 100mm f/2.8L Makro IS USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/60 Sek., Blende 1:6,3 und ISO 100. © Alessandra Meniconzi

Der große Durchbruch gelang Alessandra 2004 mit ihrem Buch „Die Seidenstraße“, das die Völker und Kulturen entlang der 2.000 Jahre alten Handelsroute beschreibt, die den Orient mit dem Okzident verbindet. Alessandra reiste ein Jahrzehnt lang immer wieder mit dem Mountainbike durch die Türkei, Georgien, Armenien, Tadschikistan, Kirgisistan, Kasachstan, Usbekistan, Nordindien, Pakistan, China und Osttibet. „Der Charme des asiatischen Kontinents zog mich immer wieder an – mit seinen wunderschönen Landschaften und faszinierenden Städten, die von einem reichhaltigen Mosaik von Menschen bevölkert werden, wo Geschichte und Legenden miteinander verschmelzen.“

Nach dem Ende ihrer Zeit in Asien bemüht sich Alessandra seit Kurzem auch, bedrohte Gebiete der Arktis und Subarktis abzudecken. „Fotos können einen starken Einfluss ausüben. Deshalb möchte ich Geschichten von Menschen festhalten, die vom Klimawandel betroffen sind“, sagt sie. „Ich suche immer nach weniger bekannten indigenen Völkern, da sie die besten Wächter unseres Planeten sind. Um ihr Überleben zu sichern, sind sie stark mit der Natur verbunden. Sie tun Dinge schon seit Anbeginn der Zeit immer auf dieselbe Art und Weise. Je mehr Begegnungen ich mit unterschiedlichen Kulturen und Traditionen habe, desto mehr fällt mir auf, dass wir unsere kulturelle Vielfalt verlieren. Unser Planet wird von einem unglaublichen Kaleidoskop an ethnischen Gruppen bewohnt, und alle haben sie eigene gesellschaftliche und kulturelle Traditionen, die geschützt werden müssen. Durch die Globalisierung und die Ausnutzung der Ressourcen unseres Planeten hat sich die Hässlichkeit bis in alle Winkel der Erde ausgedehnt. Daher ist es mein Ziel, diejenigen aufzunehmen, die noch ein wirklicher Teil ihrer Umgebung sind, bevor es zu spät ist.“

The fishing village of Xiapu in China
Das kleine Fischerdorf Xiapu in der chinesischen Provinz Fujian beherbergt viele Fischfarmen, die einen wesentlichen Bestandteil der chinesischen Lebensmittelindustrie darstellen. Hier kümmert sich ein Fischer um seine Krabbenfarm. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark III mit einem Canon EF 70-200mm f/2.8L IS II USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/250 Sek., Blende 1:8 und ISO 400. © Alessandra Meniconzi

Wie lautet dein Motto beim Fotografieren?
„Weniger ist mehr! Ich beziehe nur einige wenige Komponenten ein und halte die Komposition einfach. Im Hintergrund gibt es keine Ablenkungen, und der Fokus liegt auf dem Hauptmotiv. Führende Linien und geometrische Formen oder Muster tragen zur Stärkung der Komposition bei.“

Wie bewahrst du deine Originalität in Bezug auf die Themen?
„Ich vermeide Orte voller Touristen, und selbst bei beliebten Motiven gibt es einen Weg, wie ich sie auf ungewöhnliche Weise fotografieren kann. Am liebsten ist mir eine Mischung aus Wildnis und indigenen Völkern, die ihre kulturellen und gesellschaftlichen Traditionen beibehalten haben, wie z. B. in den abgelegenen Regionen Asiens.“

Ist es schwierig, als Frau alleine zu reisen?
„Manchmal, aber es ist nicht immer ein Nachteil. Während meines Projekts zum Thema Salzkarawanen in Danakil, wo die Bevölkerung muslimisch ist, hatte ich die Gelegenheit, Frauen zu fotografieren. Für einen Mann wäre das extrem schwierig gewesen.“

Wo können Fotografen deiner Meinung nach in diesem Genre Fehler machen?
„Ich fühle mich unwohl mit der Entwicklung der Fotografie. Ich habe Fotografen gesehen, die zu aufdringlich sind und den Menschen die Kamera regelrecht ins Gesicht werfen. Sie möchten eine Szene oder ein Porträt sofort aufnehmen, weil sie es unmittelbar teilen können. Es ist wie ein Wettbewerb.“

Wie holst du das Beste aus einer Person heraus, die nicht daran gewöhnt ist, fotografiert zu werden?
„Die Fotografie ist eine Kunst, deshalb braucht man Inspiration, Überlegung und Zeit. Man muss mehr in Qualität als in Quantität investieren. Ich verbringe Zeit mit Menschen, entdecke ihre Traditionen und schließe Freundschaften. Mit Ethik und Respekt reisen und fotografieren – das ist meine Philosophie.“

Facebook: meniconzialessandra
Twitter: SwissAlexandra
Instagram: alessandra.meniconzi

A Kazakh golden eagle hunter
Seit ihrem ersten Besuch vor 18 Jahren dokumentiert Alessandra Meniconzi die Kasachen der westlichen Mongolei und ihre alte Tradition der Jagd mit Steinadlern. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark III mit einem Canon EF 70-200mm f/2.8L IS II USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/400 Sek., Blende 1:4,5 und ISO 160. © Alessandra Meniconzi

Ein Ratschlag von mir
Alessandra Meniconzi

„Verhalte dich niemals wie ein Paparazzi. Sei immer höflich und respektvoll. Das Motiv hat seinen Stolz; es ist kein Objekt, sondern eine Person genau wie du. Es ist wichtig, ein paar Worte in der Sprache der Menschen, die du besuchst, zu lernen, und Gespräche mit einem Lächeln zu führen. Bitte immer um Erlaubnis, bevor du ein Foto machst, und erkläre, was du vor hast. Der Erfolg eines Porträts hängt von dieser ersten Herangehensweise ab. Mit Erfahrung erkennst du sofort, wer fotografiert werden möchte und wer nicht. Nimm dir so viel Zeit, wie du brauchst. Die Fehler, aus denen du lernst, verbessern deine zukünftige Arbeit mehr als deine Erfolge.“

Alessandras Ausrüstung

Das Kit, das die Profis für ihre Fotos verwenden

Alessandra's kitbag

Kameras

Canon EOS R

Aufbauend auf über drei Jahrzehnten kontinuierlicher EOS Innovation basiert das EOS R System auf einem bahnbrechenden Objektivbajonett, das größere kreative und noch dynamischere Möglichkeiten bietet, jeden Moment festzuhalten.

Objektive

Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM

„Eines der größten Probleme beim Fliegen sind die Gewichtsbeschränkungen beim Gepäck. Daher eignet sich dieses Objektiv hervorragend für eine Vielzahl von Genres, einschließlich Porträts.“

Zubehör

Make-up Pinsel

„Bei sandigen und staubigen Bedingungen ist er sehr nützlich, um meine Ausrüstung zu reinigen", meint Alessandra.

Luftpumpe

Alessandra sagt: „Sie ist großartig, um Staub von meinem Objektiv wegzublasen.“

SD-Karten (16 GB – 64 GB)

„Ich bevorzuge SD-Karten mit geringerem Speicherplatz, weil ich so zumindest nicht alles verliere, wenn ich eine Karte verliere oder etwas schiefläuft“, sagt Alessandra. „Bei meiner Art von Fotos müssen die Aufnahmen nicht schnell gemacht werden, daher macht es mir nichts aus, langsamere SD-Karten zu verwenden.“

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