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Die Bewerbungsphase für das Ian Parry Stipendium 2018 hat nun begonnen

Spezialeinsatzkräfte der ISOF untersuchen die Auswirkung eines ISIS-Selbstmordattentats mit einer Autobombe auf ihre Linien im Bezirk Al Andalus in der Nähe von Ost-Mossul, im Januar 2017. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark III mit einem Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM Objektiv. © Ivor Prickett/Panos Pictures

Bewerbungen für das Ian Parry Stipendium 2018, mit dem junge, talentierte Fotojournalisten unterstützt werden sollen, können jetzt eingereicht werden. Wenn Du als Fotograf jünger als 24 Jahre oder ein Vollzeitstudent im Bereich Fotografie bist, kannst Du am Wettbewerb teilnehmen, musst Dich aber beeilen, denn die Frist endet am 28. Juli 2018.

Bei dem freien Wettbewerb, der seit 28 Jahren stattfindet, werden zwei Auszeichnungen verliehen: Die Ian Parry Auszeichnung für Leistung und die Ian Parry Auszeichnung für Potenzial. Die Teilnehmer müssen ein Portfolio und einen Projektvorschlag einreichen. Die Gewinner beider Kategorien erhalten 3.500 USD und eine Ausrüstung von Canon, damit sie ihre Projekte abschließen können. Die Bilder der Gewinner werden zudem als Teil einer Ausstellung bei einer großen Galerie in London ausgestellt und im „Sunday Times Magazine“ veröffentlicht.

Das Stipendium wurde zur Würdigung des Lebens und der Arbeit von Ian Parry ins Leben gerufen, einem Fotojournalisten, der im Alter von nur 24 Jahren verstarb, während er zu Zeiten der rumänischen Revolution von 1989 für die Sunday Times im Einsatz war. Das Stipendium hat in der Folge einen Beitrag dazu geleistet, dass mehrere erfolgreiche Fotojournalisten ihre Karriere starten konnten. Außerdem konnte Sir Don McCullin als Schirmherr für das Stipendium gewonnen werden.

„Der Gewinn der Ian Parry Auszeichnung war eine enorme Unterstützung in einer Zeit, als ich 2007 gerade erst meine Arbeit als Fotograf gestartet hatte“, sagt Ivor Prickett, ein irischer Fotojournalist, der jüngst in den Kreis der Canon Botschafter aufgenommen wurde, zu den Finalisten des Pulitzer-Preises zählte und zum Gewinner in der Kategorie „World Press Photo“ gekürt wurde. „Das war im ersten Jahr nach meinem Abschluss an der Universität. Diese Auszeichnung stärkte nicht nur meine Überzeugung von dem, was ich tat, sondern ich konnte mir auch einen Namen machen und erste bezahlte Aufträge an Land ziehen.“

Photojournalist Ivor Prickett stands in a camp at sunset, taking a photo with his Canon camera and lens.
Der frühere Gewinner der Ian Parry Auszeichnung, Ivor Prickett, im Feld mit seiner Ausrüstung von Canon. Die Anerkennung und die Plattform, die ihm durch die Auszeichnung geboten wurden, wirkten sich in der Frühphase seiner beruflichen Laufbahn im Fotojournalismus sehr positiv aus, sagt er. © Ivor Prickett
Christian Ziegler’s

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„Dank des Preisgelds und der Plattform des Stipendiums konnte ich mein langfristiges Projekt auf dem Balkan fortsetzen. Ferner bekam ich die Möglichkeit, meine Arbeiten in London auszustellen. Dabei habe ich viele wichtige und hilfreiche Menschen kennengelernt. Zu einem Zeitpunkt, an dem ich meine Arbeiten nur schwer veröffentlichen konnte, war es ein großer Anreiz, zu wissen, dass mein Projekt ausgestellt und gesehen werden würde. Ganz zu schweigen davon, dass ich durch die Finanzmittel Freiheit erhielt, denn ich musste nicht mit meinen persönlichen Arbeiten Geld verdienen und konnte zu diesem Zeitpunkt einfach meinen eigenen Interessen folgen.“

Der Gewinner der Auszeichnung für Leistung kommt automatisch in die engere Auswahl der Joop Swart Masterclass von World Press Photo in Amsterdam. Der Gewinner der Auszeichnung für Potenzial wird ein Jahr lang Mitglied im Mentorenprogramm von Marcus Bleasdale, einem britischen Fotojournalisten und früheren Gewinner des Ian Parry Stipendiums.

„Ich kann nicht oft genug hervorheben, wie wichtig die Ian Parry Auszeichnung für den Start meiner Karriere war“, sagt Marcus. „Damit hat alles angefangen. Es ist der wichtigste Preis, für den ich jemals eine Bewerbung eingereicht habe, und der Wettbewerb wird all die Jahre schon von ganz wunderbaren Menschen ausgerichtet und weitergeführt. Ich bin stolz darauf, mit Ian und seiner Familie verbunden zu sein. Diese Freundschaften bleiben auch in den folgenden Jahren, weit nach deiner Teilnahme bestehen.“

In diesem Jahr fungiert Elisabeth Biondi als Gastjurorin, die 15 Jahre lang als Fotoredakteurin für das Magazin „The New Yorker“ tätig war. Sie hat auch als Director of Photography bei Vanity Fair und beim Geo Magazin in Deutschland gearbeitet und ist jetzt als unabhängige Kuratorin, Autorin und Lehrerin tätig.

Eine besondere Preisverleihung findet an einem renommierten Veranstaltungsort nahe der Tower Bridge in London statt. Außerdem werden die Bilder des Gewinners in die Sammlung des Incite Project aufgenommen; dazu gibt es eine Einladung zu einem privaten Rundgang.

Der Wettbewerb spielt eine wichtige Rolle, wenn es gilt, Aufmerksamkeit auf Themen zu lenken, die von den Mainstream-Medien häufig ignoriert werden. Im letzten Jahr ging die Auszeichnung für Leistung an Sharafat Ali, dessen Fotografien gegen Indien gerichtete Proteste in Kashmir dokumentierten, bei denen Hunderte zu Tode kamen. Die Auszeichnung für Potenzial 2017 ging an Tafadzwa Ufumeli, der Aufnahmen von gewalttätigen Demonstrationen in Epworth machte, einem Vorort im Osten von Harare in Simbabwe.

„Ich würde das Stipendium für junge Fotografen, die gerade anfangen, definitiv empfehlen“, sagt Ivor. „Es steht in einer langen Tradition, und die Familie der früheren Gewinner und Schirmherren ist eine enge Gemeinschaft hilfsbereiter und einflussreicher Personen in einer Branche, in der es oft schwierig sein kann, Fuß zu fassen.“

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Fotografen müssen bis zum 28. Juli 2018 ein Portfolio aus 12 Bildern und einen Projektvorschlag einreichen. Weitere Informationen findest Du unter www.ianparry.org.

Verfasst von Tom May


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