Geschichten

Nominierte des World Press Photo Contest 2018 bekannt gegeben

Dieses für die Auszeichnung „World Press Photo of the Year 2018“ nominierte Bild von Ivor Prickett zeigt Zivilisten, die nach der Schlacht um die Stadt in West-Mosul verblieben waren, am 15. März 2017 in der Schlange für Hilfsgüter in Mamun. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark III mit einem Objektiv EF 24-70mm f/2.8L II USM im Auftrag von The New York Times. Die Serie ist in der Kategorie „General News Stories“ nominiert. © Ivor Prickett

Die Nominierten des World Press Photo Contest 2018 wurden bekannt geben und präsentieren den packendsten Fotojournalismus des Jahres 2017.

Zum ersten Mal haben die Organisatoren sechs Nominierte für die Auszeichnung „World Press Photo of the Year“ bestimmt, deren Arbeiten wichtige globale Krisen behandeln – vom Leid der Rohingya in Myanmar über den Kampf um Mosul im Irak bis zu den Protesten in Caracas, Venezuela.

A World Press Photo of the Year 2018 nominated image by Ivor Prickett shows an unidentified young boy being cared for by Iraqi Special Forces soldiers, having just been carried out of the last ISIS-controlled area in the Old City by a man suspected of being a militant. Shot by Ivor Prickett.
Ein für die Auszeichnung „World Press Photo of the Year 2018“ nominiertes Bild von Ivor Prickett zeigt einen unbekannten Jungen, der von irakischen Soldaten versorgt wird, nachdem er von einem mutmaßlichen Kämpfer aus dem letzten vom IS kontrollierten Bereich in der Altstadt gerettet wurde. Aufgenommen am 12. Juli 2017 mit einer Canon EOS 5D Mark III mit einem Objektiv EF 24-70mm f/2.8L II USM im Auftrag von The New York Times. Die Serie ist in der Kategorie „General News Stories“ nominiert. © Ivor Prickett

Zwei Canon Fotografen zählen zu den Teilnehmern in der engeren Auswahl für die Auszeichnung „World Press Photo of the Year“, die Bilder von großer journalistischer Bedeutung würdigt. Der irische Fotojournalist Ivor Prickett geht gleich mit zwei Aufnahmen (oben) aus seiner Serie über die Befreiung von Mosul, Irak vom Islamischen Staat (IS) ins Rennen. Sie stehen im starken Kontrast zueinander und zeigen beide die Alltäglichkeit des täglichen Überlebens und die Brutalität des Krieges. Zusammen zeigen Sie unschuldige Kinder, die in die Tragödie hineingezogen wurden.

Contemporary Issues Singles nominee Roger Turesson’s North Korea shows a crowd awaiting the start of the Pyongyang Marathon at the Kim Il-sung Stadium, while an official guards the exit, in Pyongyang, North Korea on 9 April 2017.
Die Serie „Nordkorea“ des in der Kategorie „Contemporary Issues Singles“ nominierten Roger Turesson zeigt eine Menschenmenge, die auf den Start des Marathons von Pjöngjang im Kim-Il -Sung-Stadion wartet, während ein Beamter den Ausgang bewacht (Pjöngjang, Nordkorea am 9. April 2017). Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark IV mit einem EF 24-70mm f/2.8L II USM Objektiv. © Roger Turesson, Dagens Nyheter

In Pricketts erstem Bild, aufgenommen im März 2017, wird der Blick des Betrachters auf ein junges Mädchen gelenkt, das in einer langen Schlange von Menschen auf Hilfsgüter wartet, die in Mamun im Westen Mosuls verteilt werden. Pricketts zweites Bild in der engeren Auswahl, das vier Monate später entstand, zeigt einen kleinen Jungen, der von irakischen Soldaten aus dem letzten vom IS kontrollierten Bereich in der Altstadt getragen wird. Sie vermuteten, dass ein Kämpfer das Kind als menschlichen Schild verwendet hatte.

A man walks through a door with a gun. Espen Rasmussen’s story White Rage – USA was nominated in the Contemporary Issues Stories category. The series communicates the degree of anger in three US states: this was a journey made in the weeks after the Unite the Right rally in Charlottesville, Virginia.
Espen Rasmussens Geschichte „White Rage – USA“ wurde in der Kategorie „Contemporary Issues Stories“ nominiert. Die Serie „23. September bis 1. Oktober 2017“ dokumentiert den Grad an „weißer Wut“ in drei US-Bundesstaaten. Seine Reise unternahm der Fotograf in den Wochen nach dem „Unite the Right“-Aufmarsch in Charlottesville, Virginia. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark IV mit einem Objektiv EF 24mm f/1.4L II USM. © Espen Rasmussen

Patrick Brown aus Australien ist für seine ausdrucksstarke Dokumentation von Verlust für die Auszeichnung „World Press Photo of the Year“ nominiert. Er zeigt die Leichen von Rohingya-Flüchtlingen, die ertrunken waren, als das Boot, mit dem sie von Myanmar zu flüchten versuchten, vor der Küste von Bangladesch kenterte. Von den 100 Menschen auf dem Boot überlebten nur 17.

Zu den anderen Nominierten für den renommierten Preis „World Press Photo of the Year“ gehören der australische Fotograf Adam Ferguson für seine Darstellung eines 14-jährigen Überlebenden eines Selbstmordanschlages der Boko Haram für The New York Times, Toby Melville von Reuters aus Großbritannien für seine Berichterstattung über die Nachbeben des Terroranschlags in Westminster und Ronaldo Schemidt aus Venezuela, der den Straßenkampf in seinem Land für Agence France-Presse dokumentierte.

Dr Suporn Watanyusakul shows patient Olivia Thomas her new vagina after gender reassignment surgery at a hospital in Chonburi, near Bangkok, Thailand. Photo by Giulio Di Sturco.
„Mehr als eine Frau“ von Canon Botschafter Giulio Di Sturco ist für den Preis in der Kategorie „Contemporary Issues Singles“ nominiert. Am 3. Februar 2017 zeigt Dr. Suporn Watanyusakul seiner Patientin Olivia Thomas ihre neuen Genitalien nach der Geschlechtsumwandlung in einem Krankenhaus in Chonburi in der Nähe von Bangkok, Thailand. © Giulio Di Sturco

In diesem Jahr kamen beim renommierten „World Press Photo Contest“ mehr als 73.000 Beiträge aus der ganzen Welt von 4.548 Fotografen zusammen. Die Jury nahm 307 Fotos aus acht Kategorien in die engere Auswahl. Die Bilder behandeln die wichtigsten Nachrichtenthemen, darunter die Flüchtlingskrise in Europa und die Befreiung von Mosul, sowie globale Beiträge über den Vormarsch von Fertignahrungsmitteln in China, Sport in Pjöngjang, Nordkorea und die Verwendung von Japanmakaken in der Unterhaltungsbranche.

Beim begleitenden „Digital Storytelling Contest“, der die besten Bildjournalismus-Beiträge digitaler Geschichtenerzähler und Filmemacher auszeichnet, gab es 308 Einreichungen in den Kategorien „Short Form“, „Long Form“, „Immersive Storytelling“ und „Innovative Storytelling“. Zu den Nominierten gehören The New York Times für ein 360-VR-Video eines Tauchgangs unter dem Eis im Atlantik, eine beeindruckende Geschichte über das erste Jahr einer Syrerin als Flüchtling, die auf der Website der TIME veröffentlicht wurde, und ein Video über Präsident Rodrigo Dutertes Krieg gegen die Drogen auf den Philippinen.

Die hervorragende Arbeit unserer Wettbewerbsteilnehmer hilft uns dabei, unser Ziel zu erreichen, nämlich die Welt und die Geschichten zusammenzubringen, die wirklich wichtig sind.

Lars Boering, Managing Director der World Press Photo Foundation, sagt, dass der Wettbewerb die Aufmerksamkeit auf wichtige Geschichten lenke. „Der beste visuelle Journalismus ist nicht nur eine Meldung, sondern eine Geschichte“, erklärt er. „Es sollte für die Menschen, die er anspricht, wichtig sein. Die hervorragende Arbeit unserer Wettbewerbsteilnehmer 2018 hilft uns dabei, unser Ziel zu erreichen, nämlich die Welt und die Geschichten zusammenzubringen, die wirklich wichtig sind.“

A girl pictured right, Djeneta, had been bedridden and unresponsive for two-and-a-half years, and her sister Ibadeta who also suffered from the same condition for six months, lies next to her. Both have uppgivenhetssyndrom (resignation syndrome), in Horndal, Sweden. It is a condition believed to exist only amongst refugees in Sweden. Photo by Magnus Wennman.
Canon Botschafter Magnus Wennmans Bild zum Thema „Resignationssyndrom“ wurde in der Kategorie „People Singles“ nominiert. Djeneta (rechts) ist seit zweieinhalb Jahren bettlägerig und reagiert nicht mehr, ihre Schwester Ibadeta seit mehr als sechs Monaten. Beide leiden unter dem Uppgivenhetssyndrom (Resignationssyndrom), (2. März 2017, Horndal, Schweden). Diese Krankheit befällt nach aktuellen Erkenntnissen nur Flüchtlinge in Schweden. Aufgenommen mit einer Canon EOS-1D X Mark II mit einem Objektiv TS-E 45mm f/2.8 Tilt-und-Shift. © Magnus Wennman, Aftonbladet

Die Canon Botschafter Magnus Wennman und Giulio Di Sturco gehören zu den 42 Fotografen aus 22 Ländern, die für Auszeichnungen nominiert wurden. Von diesen haben 15 in der Vergangenheit bereits eine World Press Photo-Auszeichnung erhalten, einschließlich Wennman und Di Sturco. Wennman, ein schwedischer Fotojournalist, der für die Zeitung Aftonbladet arbeitet, ist mit seinem Bild „Resignationssyndrom“ in der Kategorie „People Singles“ nominiert. Es zeigt zwei Schwestern in Horndal, Schweden, die seit zweieinhalb Jahren bettlägerig und nicht ansprechbar sind. Das „Uppgivenhetssyndrom“ oder „Resignationssyndrom“ ist eine Krankheit, die nach aktuellen Erkenntnissen nur Flüchtlinge in Schweden befällt.

Der italienische Fotograf Di Sturco steht in der engeren Auswahl für die Kategorie „Contemporary Issues Singles“. Sein Bild behandelt das Thema der Geschlechtsumwandlung in Thailand. Es zeigt Dr. Suporn Watanyusakul, der in einem Krankenhaus in Chonburi in der Nähe von Bangkok mit seiner Patientin Olivia Thomas nach der Geschlechtsumwandlungsoperation zur Frau über ihren neuen Körper spricht.

Neil Aldridge’s Waiting For Freedom has been nominated in the Environment Singles category. On 21 September 2017, a young white rhino is drugged and blindfolded, and about to be released in Okavango Delta, Botswana, after its relocation from South Africa for protection from poachers.
Neil Aldridges Arbeit „Warten auf Frieden“ wurde in der Kategorie „Environment Singles“ nominiert. Am 21. September 2017 wird ein junges Breitmaulnashorn betäubt. Mit verbundenen Augen wartet es auf seine Freilassung im Okavango-Delta, Botswana, nachdem es zum Schutz vor Wilderern aus Südafrika umgesiedelt wurde. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark II mit einem Objektiv EF 16-35mm f/2.8L USM. © Neil Aldridge

Neu 2018 ist die Kategorie „Environment“, in der unterschiedliche Beiträge zu den zahlreichen Bedrohungen für die Natur eingereicht wurden. Umweltschutzfotograf Neil Aldridge erfasst den Moment kurz bevor ein junges Breitmaulnashorn im Okavango-Delta, Botswana, freigelassen wird, nachdem es eine weite Reise von Südafrika hinter sich gebracht hat. Obwohl es betäubt ist und ihm mit einem auffälligen roten Tuch die Augen verbunden wurden, bedeutet der stärkere Schutz vor Wilderen hier eine rosige Zukunft für das Tier.

Javier Arcenillas’ series Latidoamerica has been nominated in the Long-term Projects category. This artful picture shows the reflection of a soldier in a car window punctured with bullet holes. After years of social chaos, drug trafficking and corruption, many Latin Americans are determined to revolt against the problems afflicting their countries.
Javier Arcenillas' Serie „Latidoamerica“ wurde in der Kategorie „Long-term Projects“ nominiert. Nach Jahren des sozialen Chaos, des Drogenhandels und der Korruption sind viele Lateinamerikaner entschlossen, sich gegen die Probleme in ihren Ländern aufzulehnen. Das Projekt beschreibt die Angst, Wut und Machtlosigkeit der Opfer inmitten des täglichen Terrors durch Straßenbanden, Mord und Diebstahl, und behandelt auch den jüngsten Trend des Drogentourismus in Ländern wie Kolumbien. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark II mit einem Objektiv EF 24-70mm f/2.8L USM im August 2017. © Javier Arcenillas, Luz

Die Beurteilung

Die Beurteilung der Arbeiten dauert drei Wochen und erfolgt in zwei Runden. Die Beiträge werden durch kompetente Juroren eingegrenzt. Anschließend werden die einzelnen Jurys durch drei neue Mitglieder ergänzt. Unter der Leitung von Magdalena Herrera, Director of Photography von Geo France und Vorsitzender der Jury 2018, kürt die allgemeine Jury die Gewinner, die bei der Preisverleihungszeremonie in Amsterdam am 12. April 2018 bekannt gegeben werden. Mit dem Hauptpreis „World Press Photo of the Year“ winken ein Preisgeld von 10.000 € sowie ausgewählte Ausrüstungsgegenstände von Canon, Partner von World Press Photo seit 1992.

Jasper Doest’s Sacred No More has been nominated in the Nature Stories category. This picture shows Japanese macaques, best known as the snow monkey, habituated to humans and in fancy dress. An increasing macaque population in the countryside means the monkeys raid crops to survive; in cities, macaques are tamed and trained for the entertainment industry.
Jasper Doests Arbeit „Nicht mehr heilig“ wurde in der Kategorie „Nature Stories“ nominiert. In den letzten Jahren haben sich die Japanmakaken, die auch als „Schneeaffen“ bekannt sind, an den Menschen gewöhnt. Eine wachsende Makakenpopulation auf dem Land zwingt die Affen dazu, Feldfrüchte zu stehlen, um zu überleben. In den Städten werden die Makaken gezähmt und für die Unterhaltungsbranche trainiert. Doest dokumentierte seine Geschichte zwischen dem 15. Januar 2016 und dem 2. Oktober 2017. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark IV mit einem EF 24-70mm f/2.8L II USM Objektiv. © Jasper Doest

Die preisgekrönten Fotografien werden zusammen mit der World Press Photo-Ausstellung auf Welttournee gehen, wobei alle Bilder mit Großformatdruckern von Canon und Arizona-Flachbettdruckern gedruckt werden. Die erste Ausstellung beginnt in De Nieuwe Kerk, Amsterdam, am gleichen Tag wie die Preisverleihung.

Weitere Informationen zur Canon EOS 5D Mark IV finden Sie auf der Produktseite.

Weitere lesenswerte Geschichten über den World Press Photo Wettbewerb finden Sie auf unserem World Press Photo Hub.

Verfasst von Lucy Fulford


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