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Dokumentation über Giles Duley: Kriegsopfer, Fotograf, Geschichtenerzähler

„Es gab einen Moment, in dem ich merkte, dass ich nicht sterben würde.“ Obwohl eine kriegsbedingte Verletzung ihm beide Beine und seinen linken Arm raubte, schwor sich Giles Duley, dass er weiterhin als Fotojournalist arbeiten würde. © Tom Martin/Forward

Um die Jahrtausendwende herum entfernte sich der britische Fotograf Giles Duley vom Glanz, Glamour und der Oberflächlichkeit der Musik- und Modebranchen, um aussagekräftigere, interessantere Geschichten zu verfolgen. Der abrupte Karrierewechsel führte dazu, dass er die ganze Welt als Fotojournalist bereiste und in Dutzenden von Ländern Unruhen, Konflikte und humanitäre Probleme dokumentierte.

Doch im Jahr 2011 bei einer Patrouille mit einem US-Regiment in Afghanistan wurde Giles Duley durch eine Sprengfalle selbst zum Kriegsopfer. Zwar konnte ihm der Truppenarzt das Leben retten, doch die Explosion raubte ihm beide Beine und seinen linken Arm.

Eine Szene aus einem Film, in dem Giles Duley in seinem Haus in Hastings (England) über seinen Lebensweg nachsinnt. Aufgenommen mit einer Canon EOS C300 Mark II. © Tom Martin/Forward

Nach vielen Operationen, bei denen er mehrmals beinahe gestorben wäre, und vielen Monaten der Rehabilitation kehrte Giles Duley nicht nur zurück zur Fotografie, sondern reiste auch wieder in Konfliktgebiete, um die Arbeit fortzusetzen, die er begonnen hatte.

Wex Photo Video drehte als Teil der #MoreThanAnImage-Serie einen Dokumentarfilm über Giles Duleys Geschichte, und zwar mit der Canon EOS C300 Mark II.

„Es gab einen Moment [nach der Explosion], in dem ich merkte, dass ich nicht sterben würde, und im Geiste bereits eine Checkliste abarbeitete. Ich dachte mir – ich habe noch eine Hand, ich habe noch mein Augenlicht, egal, was passiert, ich kann Fotograf bleiben“, erzählt Giles Duley.

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Der Dokumentarfilm „Giles Duley“ wurde mit einer Canon EOS C300 Mark II aufgenommen. Creative Director Tom Martin entschied sich aufgrund der fantastischen Ergebnisse bei Lichtverhältnissen in Innenräumen für diese Kamera. Aufgenommen in Hastings, England, für Wex Photo Video. © Tom Martin/Forward

Zudem meint Giles Duley, dass ihm sein Unglück einen tieferen Einblick in die Leiden der Menschen gewährt hat und er so besser geeignet ist, ihre Geschichten zu erzählen. „Wenn Sie jemanden in einem Kriegsgebiet fotografieren, wenn Sie ein Foto eines verwundeten Zivilisten machen, gehört dazu für mich eine große Portion Verantwortungsbewusstsein. Ich habe das Gefühl, dass ich nun etwas Einzigartiges in die Fotografie einbringe, und zwar die Tatsache, dass ich dasselbe durchlebt habe wie die Menschen, über die ich berichte. Ich bin stark eingeschränkt, doch was ich tun kann, ist, diese eine Gabe zu nutzen, die mir der Unfall gebracht hat, und zwar mein Einfühlungsvermögen, meine Verbindung zu den Menschen.“

Ich habe noch eine Hand, ich habe noch mein Augenlicht, ich kann Fotograf bleiben.

Giles Duley arbeitet jetzt als unabhängiger Fotograf und nimmt nur Geschichten auf, die ihm am Herzen liegen. „Wenn Sie meinen, dass eine Geschichte wichtig genug ist, müssen Sie Möglichkeiten finden, sie immer weiter zu erzählen“, sagt er in der Dokumentation. „Einige Leute sagen, man kann die Welt nicht mit einem Foto verändern, und ich gebe ihnen recht. Jeder Einzelne von uns erzeugt mit seinen Taten Auswirkungen und Wellen, die wir möglicherweise nie sehen. Ich habe nie geglaubt, dass ich mit meinen Fotos die Welt verändern kann. Aber wenn ich nur eine Person inspiriere, die vielleicht die Welt verändern kann, habe ich meine Arbeit getan.“

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Giles Duley wurde in seiner Heimat Hastings in England am Meer und in seinem Haus gefilmt. Der Dokumentarfilm über Giles Duley wurde mit einer Canon EOS C300 Mark II aufgenommen. © Tom Martin/Forward

Die Flaggschiff-Geschichte

Die Serie #MoreThanAnImage konzentriert sich auf die transformative Kraft der Fotografie, indem die Geschichten von fünf inspirierenden Fotografen erzählt werden. Im Auftrag von Wex Photo Video konzipiert und als Alternative zu herkömmlicher Werbung gefilmt, gibt es derzeit fünf Filme in der Sammlung. Der Regisseur beschreibt die Geschichte von Giles Duley als das Flaggschiff-Video. „Er ist eine sehr inspirierende Person“, sagt Tom Martin, Creative Director der Videoproduktionsagentur Forward, wenn er gefragt wird, warum Wex sich entschied, Giles Duley zu filmen. „Die Geschichte von Giles Duley wurde zum Angelpunkt, da nicht nur seine Geschichte, sondern auch seine Art zu erzählen beeindruckend ist. Der Mann ist mehrmals fast gestorben, aber er reist immer noch und tut genau das, was er zuvor auch getan hat.“

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Als der Fotograf Giles Duley zu Beginn der 2000er Jahre seine Arbeit als Fotograf in der Musik- und Modebranche aufgab, tat er dies, um künftig Geschichten zu verfolgen, die ihm mehr bedeuteten. Diese Entscheidung führte zu einer Karriere, bei der er die ganze Welt als Fotojournalist bereiste. © Tom Martin/Forward

Der kurze Dokumentarfilm „Giles Duley“ wurde mit dem Royal Television Society East Award für den besten Kurzfilm und mit dem Diversity Award ausgezeichnet. Außerdem wurde er in die offizielle Auswahl für das Maui Film Festival 2017 aufgenommen und im Rahmen der jährlichen Dokumentarfilm-Präsentation Transform des Short Sighted Cinema im Rich Mix Shoreditch gezeigt. „Ich konnte es kaum glauben“, sagt Tom Martin begeistert. „Als wir Giles Duley trafen, wusste ich, dass wir einen wirklich besonderen Film machen konnten. Aber wir erwarteten nicht, damit Preise zu gewinnen. Es ist einfach schön, diese Bestätigung zu erfahren.“

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Creative Director Tom Martin wollte alle Personen, um die es in der Dokumentarserie #MoreThanAnImage von Forward für Wex Photo Video geht, in der Umgebung zeigen, in der sie leben und arbeiten. Giles Duley wurde daher zu Hause und am Strand von Hastings, England gefilmt. Aufgenommen mit einer Canon EOS C300 Mark II. © Tom Martin/Forward

Der Film von Wex wurde in nur zwei Tagen gefilmt. „Zunächst besuchten wir Hastings, die Heimatstadt von Giles Duley, mit ihm zusammen an einem schönen Tag und sahen den Strand und sein Haus. Dabei fiel uns auf, dass sein Haus wie ein Mikrokosmos ist, der ihn und seine Persönlichkeit widerspiegelt“, erklärt Tom Martin. „Er lebt sein Leben so zielstrebig. Also beschlossen wir, die Aufnahmen vorwiegend in seinem Haus zu machen und durch einige Aufnahmen am Meer zu ergänzen.“

Da ich bereits mit der Kamera gearbeitet hatte, wusste ich, dass ich damit unter diesen Bedingungen hervorragende Farben erzielen würde.

Die Entscheidung, einen Großteil des Films in Innenräumen aufzunehmen, brachte für den Regisseur einige Probleme bei der Beleuchtung mit sich. Das war für ihn der Grund, sich für die Canon EOS C300 Mark II zu entscheiden. Da ich bereits mit der Kamera gearbeitet hatte, wusste ich, dass ich damit bei diesen Lichtverhältnissen hervorragende Farben erzielen würde. Wenn ich Aufnahmen in solchen Situationen mit Kameras mache, die nicht von Canon sind, erziele ich nicht dieselben schönen Hauttöne wie mit der EOS C300 Mark II.

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Die #MoreThanAnImage-Dokumentationen für Wex Photo Video erzählen die Geschichten inspirierender Fotografen und ihrer Beziehung zur Fotografie. „Die Geschichte von Giles Duley wurde zum Angelpunkt, da nicht nur seine Geschichte, sondern auch seine Art zu erzählen beeindruckend ist“, so Creative Director Tom Martin. Aufgenommen in Hastings (England) mit einer Canon EOS C300 Mark II. © Tom Martin/Forward

„Das leichte Design der C300 Mark II erlaubt mir auch, sie bei Nahaufnahmen in kleinen Räumen in den Händen zu halten. Das kann mit Kameras, die weniger kompakt sind, zu schwierig sein. Einer der größten Vorteile von Aufnahmen in 4K ist die wunderschöne dichte Struktur, die uns ansprechende, fesselnde Bilder als Ausgangsbasis liefert. Durch die Aufnahme in 4K sehen Filme überall gut aus, ob auf einem 4K Fernseher oder nur auf einem HD-Display. Sogar bei der Wiedergabe in 1080p ist die Qualität höher, da die Aufnahmen vollständig in 4K aufgenommen und bearbeitet wurden.“

Vermischung kreativer Welten

Bei seinem kreativen Ansatz vermischte Tom Martin die Welten des Werbe- und des Dokumentarfilms, um einen Film zu machen, der nicht nur für Furore sorgt, sondern zugleich ein eigenes Kunstwerk ist.

„Ich wollte den Charakter typischer Dokumentarfilme einfangen, aber mit dem stylischen Look und der Dynamik eines Werbefilms. Daher gibt es viele Handaufnahmen auf einem Easy Rig, um ein lebensnahes Gefühl zu vermitteln. Andere Teile wurden mit Stativen und Slidern aufgenommen. Ähnlich war es bei der Belichtung, den Filmaufnahmen und den Farbtönen. Ich habe versucht, das Tageslicht zu verwenden oder einzusetzen bzw. Szenen so zu planen, dass wir das verfügbare Tageslicht nutzen konnten.“

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Die Dokumentation über Giles Duley, aufgenommen in seiner Heimatstadt Hastings (England), zeigt das Alltagsleben eines Fotografen, der sich schwierigen Situationen gegenübersieht, die seine Arbeit beeinflussen. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Royal Television Society East Award für den besten Kurzfilm und mit dem Diversity Award. Aufgenommen mit einer Canon EOS C300 Mark II. © Tom Martin/Forward

„Wir haben mehrere Szenen vor den schönen großen Fenstern an der Vorderseite des Hauses von Giles Duley gefilmt“, so Tom Martin. „Das war also eine wichtige Lichtquelle. Mit unserer eigenen Belichtung betonten und verstärkten wir sie dann noch.“

Auch wenn es ursprünglich als Werbung gefilmt wurde, hat sich das Video inzwischen viral verbreitet: Mehr als eine Million Menschen sowie Fotoverbände und Blogs mit hoher Bekanntheit haben die Geschichte von Giles Duley bereits geteilt. „Dies ist nicht nur ein Marketinginhalt, sondern etwas, worüber Menschen sprechen möchten“, sagt Tom Martin. „Unabhängig davon, ob Sie Fotografie mögen, ob Sie wissen, wer Giles Duley ist, oder ob Ihnen die Probleme bekannt sind, über die er berichtet – ich denke, er wird Sie inspirieren.“


Weitere Informationen über die Canon EOS C300 Mark II finden Sie auf der Produktseite.

Verfasst von Natalie Denton


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