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Maya Almeidas kreative Unterwasserporträts mit der Canon EOS 5DS

Das Model Ana Casian in einer Unterwasser-Fotografie aus der Kollektion „Beneath the Surface“. Die Fotografin Maya Almeida macht Aufnahmen mit einer Canon EOS 5DS, um detaillierte Dateien für große Drucke zu erfassen. Außerdem verwendet sie Bulkheads, die an ein Kabel angeschlossen sind und außerhalb des Pools Blitze auslösen. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5DS mit einem Canon EF 24mm f/1.4L II USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/200 Sek., Blende 1:16 und ISO 100. © Maya Almeida

Aufnahmen unter Wasser können für Fotografen problematisch sein. Porträtaufnahmen unter Wasser – Beauty-Shooting von Models mit Make-up, Requisiten und Kleidern, und zwar nicht mit Weitwinkelobjektiven, sondern in Nahaufnahme – das hat vor Maya Almeida kein Fotograf gewagt.

Erstens hält Make-up unter Wasser schlecht. Selbst das eleganteste Model sieht nicht besonders anmutig aus, wenn es beim Posieren die Luft anhalten muss. Und es ist schwierig, unter Wasser gestochen scharfe Nahaufnahmen zu erzielen. Das Licht fließt unter Wasser langsam und wird gebrochen und zerstreut.

Doch Maya stellte sich dieser Herausforderung in „Beneath the Surface“, einer Fotokollektion mit Unterwasseraufnahmen von Models. Sogar einen Ort für das Projekt zu finden, war schwierig. In London, wo die portugiesische Fotografin ansässig ist, sind Poolmieten teuer. Daher machte sie die Aufnahmen in Lissabon, 30 km von ihrer Heimatstadt Cascais.

A close-up of a woman in profile with blue scarf and pink lipstick; a single air bubble rises past her face.
Das Model Caroline Loureiro posiert unter Wasser in einem Porträt von Kopf und Hand aus der Kollektion „Beneath the Surface“. Mit einer Maske, einem Sucher und einem Dome-Port zwischen ihr und den Models musste Maya kreativ sein, um den Eindruck von Intimität zu vermitteln. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5DS mit einem Canon EF 24mm f/1.4L II USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/200 Sek., Blende 1:11 und ISO 100. © Maya Almeida
Underwater shot of a pair of legs with chunky red high-heeled shoes on.
Als sie mit dem Fotografieren von Menschen unter Wasser begann, sagt Maya, „wurde ich süchtig danach, alles zu steuern, was mit Kameras, Wasser und Licht zu tun hat.“ Aufgenommen mit einer Canon EOS 5DS mit einem Canon EF 24mm f/1.4L II USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/200 Sek., Blende 1:13 und ISO 100. © Maya Almeida
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Dieser Pool hatte eine Wärmepumpe, die für den dreitägigen Dreh wichtig war, da Maya 10 Stunden am Tag im Wasser verbrachte. Aber es war ein privater Pool, keine professionelle Unterwasserbühne, weshalb die Wasserqualität nicht hervorragend war. Und der Pool wurde mit Sauerstoff gereinigt – das war gut, da das Wasser nicht in den Augen der Models brannte wie mit Chlor. Doch es erschwerte auch das Stillhalten der Kamera, da Maya mehr Auftrieb hatte. Es gab Gründe dafür, warum dies bisher kein Fotograf getan hatte.

„Ich hatte viel Blei“, sagt Maya. „Ich beschwerte damit die Fußgelenke der Models und meine eigenen und ich trug einen Gewichtsgürtel. Im Wasser ist alles immer schwieriger, weil du eine Maske, einen Sucher, einen Dome-Port hast – es befinden sich mehr Hindernisse zwischen dir und dem Motiv.

„Wenn man ein Autofokus-Objektiv verwenden würde, müsste es deshalb hervorragend sein. Wenn man manuell fokussiert, muss der Auftrieb ganz genau stimmen.“

Training im Meer

Mayas Kindheit war vom Schwimmen im Meer geprägt – im Alter von nur drei Jahren konnte sie freitauchen. Sie studierte Biologie am Imperial College London und wurde qualifizierte Taucherin und Freitaucherin. Im Jahr 2005 kaufte sie ein wasserdichtes Gehäuse für ihre Kamera und übernahm Unterwasser-Redaktionsaufträge. Ihre Erfahrung im Freitauchen war nützlich, da Sauerstoffflaschen beim Fotografieren von gefährdeten Tieren nicht zulässig sind.

Für einen angehenden Fotografen gibt es laut Maya keinen besseren Ort zum Trainieren als das Meer. „Licht, Strömungen, Sicht, Auftrieb, Wassertemperatur – es gibt so vieles zu berücksichtigen. Erfahrung und Ortskenntnisse sind hilfreich. Du kannst jedoch nie planen, wie unbeständig und gefährlich offene Gewässer sind. Wenn du deinen Beruf unter Wasser erlernst, ist die Arbeit an Land ein Kinderspiel.“

A woman submerged in water with both hands on a dark pink pane of glass and a halo of bubbles above her.
Dieses Standbild aus der Kollektion „Beneath the Surface“ zeigt das Model Alline de Menezes unter Wasser. Die Kunstbilder von Maya befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen. Sie hat bereits mit Kunden wie Sadler's Wells Theatre in London, dem English National Ballet und The Nureyev Medical Foundation in der Schweiz zusammengearbeitet. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5DS mit einem Canon EF 24mm f/1.4L II USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/200 Sek., Blende 1:13 und ISO 100. © Maya Almeida

Nach einigen Jahren hatte Maya das Gefühl, dass ihre technische Kompetenz sie einschränkte, sodass sie sich für einen Teilzeitstudiengang für Fotografie einschrieb. Sie träumte davon, das Tauchen mit ihrer zweiten großen Leidenschaft zu verbinden: dem Tanzen.

„Irgendwann begann ich damit, Menschen im Wasser zu fotografieren. So wurde ich süchtig danach, alles zu steuern, was mit Kameras, Wasser und Licht zu tun hat. Es war das komplette Gegenteil vom Beginn meiner Karriere.“

Aufnahmen in einem Pool unterscheiden sich von Aufnahmen im Meer. In einem Pool kann Maya ihre Umgebung steuern. Eine sorgfältige Planung zahlt sich aus. Beleuchtung und Objektive, Styling und Make-up – Maya überlässt nichts dem Zufall. Der Grund dafür ist, dass im Wasser die Umsetzung selbst der kleinsten Veränderung viel Zeit kostet. Sie macht Skizzen, um Models und Crew genau zu zeigen, wie sie sich die Aufnahme vorstellt. Zur Sicherheit beschäftigt sie zwei Rettungstaucher. Neben Schwimmflossen, Tauchanzug und Gewichtgürteln braucht sie in der Regel auch Antihistaminika, da sie ausgerechnet auf Chlor allergisch ist.

A close-up portraits shows a model with red lipstick emerging from water, light shimmering on the coating of water on her face.
Obwohl Maya ihre Arbeit gründlich vorausplant, sagt sie: „Im kreativen Prozess, besonders wenn alles gut geplant ist, kommen mir überraschend viele Ideen erst während der Aufnahme. Das ist wunderbar.“ Aufgenommen mit einer Canon EOS 5DS mit einem Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/200 Sek., Blende 1:11 und ISO 100. © Maya Almeida
A woman submerged underwater with hands behind her raised head as large bubbles from her mouth break the surface above her.
Das Model Ana Casian in einer Unterwasser-Fotografie aus der Kollektion „Beneath the Surface“. Maya beschreibt das Projekt als „eine Studie der unsichtbaren weiblichen Psyche“. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5DS mit einem Canon EF 24mm f/1.4L II USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/200 Sek., Blende 1:14 und ISO 100. © Maya Almeida

Maya hat ihre Arbeit als „minimalistisch, surreal, dramatisch“ beschrieben. Unter Wasser verwendet sie normalerweise eine Canon EOS 5D Mark III („mein Arbeitstier“) mit einem Canon EF 24mm f/1.4L II USM Objektiv („gerade weit genug und nicht so verzerrt, dass es mich stört). Einige ihrer Kunden bitten um große Drucke. Für diese Kunden – wie auch für die Kollektion „Beneath the Surface“ – bevorzugt sie die Canon EOS 5DS. In beiden Fällen macht sie RAW-Aufnahmen. Sie nutzt den Autofokus bei einigen Objektiven, jedoch nicht bei allen: in der Regel bei 1:11, mit ISO auf 100 und einer maximalen Verschlusszeit von 1/200 Sek.

„Als ich darüber nachdachte, diese Objektive unter Wasser manuell zu fokussieren“, erzählt sie, „sagten mir viele Unterwasser-Fotografen ‚Vergiss es!‘ Du kannst Nahaufnahmen im Wasser nicht manuell fokussieren. Das ist unmöglich. Zwischen dir und dem Motiv sind zu viele Hindernisse. Der Sucher und die Maske beschlagen...“ Das hat mich gereizt.

„Ich finde das gesamte Canon EOS System so intuitiv. Vielleicht ist das so, weil ich es schon lange benutze, aber für mich ist es fast wie ein Teil meiner Hand. Mit der Canon EOS 5DS erhältst du eine unglaublich hohe Qualität und Dateigrößen, die du jedem Kunden präsentieren kannst. Aber zugleich ist das Gehäuse klein und leicht im Vergleich zu einem mittleren Format – und du hast die Wahl zwischen vielen Objektiven, die schnell, reaktionsschnell und klein sind. Für die Qualität und Dateigröße, die man bekommt, ist das System wirklich handlich und klein. Es ist etwas, das du mit dir herumtragen kannst – mit einem 50-mm-Objektiv ist es fast wie eine Kompaktkamera – im Vergleich zu einem mittleren Format.“


Maßgeschneiderte Ausrüstung

A woman coming up from the water with a black background.
Ein Model, das aus dem Wasser auftaucht – ein Standbild aus der Kollektion „Beneath the Surface“. Maya wuchs in Cascais auf, einer Küstenstadt in Portugal, etwas westlich von Lissabon. „Das Meer war nur wenige Meter entfernt“, sagte sie. Deshalb sei sie „stark mit dem Wasser verbunden“. Sie sagt, dass ihre Karriere im Wasser begann, nicht hinter der Kamera. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5DS mit einem Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/200 Sek., Blende 1:11 und ISO 100. © Maya Almeida
A woman draped in gold fabric, with half her body seen from underwater.
Das Model Ana Casian in einem Standbild aus der Kollektion „Beneath the Surface“. Maya arbeitet gerne mit den optischen Verzerrungen, die durch das Wasser entstehen. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5DS mit einem Canon EF 24mm f/1.4L II USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/200 Sek., Blende 1:22 und ISO 100. © Maya Almeida

Maya verwendet Spotmessung und Blitzköpfe. Sie hat ein benutzerdefiniertes Seacam Unterwassergehäuse und separate Bulkheads, die an ein Kabel angeschlossen sind und außerhalb des Pools Blitze auslösen. „Verschiedene Arten von Bulkheads sind möglich, doch aus Sicherheitsgründen sollte man sie nicht direkt mit den Blitzköpfen verbinden. Stattdessen verbindet man sie mit einem Gerät, das sie auslöst.“

Sie macht Aufnahmen im RAW-Format und bereitet diese nach. „Ich organisiere alles in Unterordnern: Capture, Select, Master und Output. Dann exportiere ich aus dem Ordner „Select“ die TIFF-Dateien in die Fotobearbeitungssoftware und bearbeite sie dort. Danach speichere ich die Fotos mit allen Ebenen unter „Master“, sodass ich sie bei Bedarf später weiter bearbeiten kann. Unter „Output“ speichere ich die Fotos mit fester Größe, um sie entweder in einer niedrigeren Auflösung an meine Kunden zu senden oder auf meiner Website zu veröffentlichen.

„Wenn es um Fotografie geht, bin ich Puristin. Der Großteil der Fotos entsteht hauptsächlich direkt in der Kamera.“

Maya stellt ihre Arbeit weltweit aus und arbeitet zudem kommerziell. Sie beschreibt sich selbst als „visuelle Unterwasser-Künstlerin“. Als Beschreibung für jemanden, der die Kunst des Lichts unter Wasser gemeistert hat, erscheint das wie ein Understatement. Ihre Arbeit kombiniert Fotografie mit Freitauchen; es erfordert das Auge eines Künstlers und die Lungenkapazität eines Athleten. Nur weil es noch nie zuvor getan wurde, heißt das nicht, dass Maya Almeida es nicht kann.

„Ich mache Fotos für mich. Manchmal ist es eine Frage des Ehrgeizes, dass ich etwas schaffen möchte, was noch nie jemand getan hat. Mir gefällt das, wenn etwas schwierig oder herausfordernd ist – dann möchte ich das schaffen.“

Verfasst von Jenny May Forsyth


Maya Almeidas Ausrüstung

Die Ausrüstung, die Profis für ihre Fotos verwenden

A Canon EOS 5DS DSLR with a zoom lens is seen against a black background.

Kameras

Canon EOS 5DS

Schnelles, intuitives DSLR-Handling mit einer Auflösung von 50,6 Megapixeln für eine außergewöhnliche Detailvielfalt in jeder Aufnahmesituation. Die EOS 5DS wird die Art, wie Sie die Welt sehen, verändern.

Canon EOS 5D Mark III

Dies ist eine 22,3 MP Vollformat-Spiegelreflexkamera mit 61-Punkt-Autofokus und Reihenaufnahmen mit bis zu 6 B/s, die eine manuelle Steuerung aller Einstellungen ermöglicht und über einen integrierten HDR-Modus verfügt.

Objektive

Canon EF 24mm f/1.4L II USM

Dieses Weitwinkel-Objektiv mit hoher Lichtstärke war das erste, das die Sub-Wavelength-Strukturvergütung von Canon zur Vermeidung von Streulicht und Linsenreflexionen enthielt, während UD- und asphärische Elemente Verzerrungen und Abweichungen vermeiden, um scharfe Ergebnisse zu erzielen.

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