A woman in 1970’s-style clothes looks up from a crowd in a shot from Javier Cortés’s fashion film, Beauty is Subjective.
Canon Botschafter und Modefotograf Javier Cortés hat seine fotografischen Fähigkeiten erweitert und nimmt sowohl Fotos als auch Videos mit einer Canon EOS 5D Mark IV auf. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark IV mit einem Canon EF 85mm f/1.4L IS USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/125 Sek., Blende 1:3,5 und ISO 800. © Javier Cortés

Die Kleidung mag altmodisch aussehen, aber dieses Video läutet die Zukunft der Mode ein. „Fast jede Marke der Welt setzt jetzt auf Video“, so der spanische Modefotograf und Filmemacher Javier Cortés. „Wenn man Modefotograf ist, wird man gebeten, Videos zu machen.“

Der Trend ist in allen Bereichen der professionellen Fotografiebranche spürbar, wird aber in der Modebranche besonders eifrig betrieben, da Videos Kleidung natürliche Bewegungen und Dramatik verleihen. „Die Beliebtheit von Videos in der Modebranche nimmt ständig zu“, sagt Cortés – aber das ist nichts, was Fotografen Angst machen sollte.

Mit einem Stil, den er als „von Licht und Farbe geleitet“ beschreibt, hat Cortés sich in der Modebranche einen Namen gemacht. Die beeindruckende visuelle Arbeit des Canon Botschafters zeichnet sich durch eine tiefere erzählerische Basis aus, die für Filme wie gemacht ist. Dennoch arbeitete Cortés ursprünglich als reiner Modefotograf. Es war die Nachfrage nach Videos in seiner Branche, die ihn zum Filmemachen brachte. Heute kombiniert er die beiden Techniken bei fast allen seinen Projekten für High-End-Modemarken und -Zeitschriften, wie Vogue, Harper's Bazaar und Glamour. So arbeitet er an einem Tag als Kameramann bei der Aufnahme eines Modefilms, am nächsten dann als Fotograf für eine Fotokampagne. „Am Anfang habe ich nur aus Spaß gefilmt, aber jetzt kann ich Videos und Fotos gar nicht mehr trennen“, sagt er. „Ich finde, sie leben und arbeiten perfekt zusammen.“

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Cortés begann mit der Aufnahme von Videos, nachdem er drei Jahre nach Beginn seiner Fotografiekarriere einem Kameramann assistiert hatte. Zunächst verwendete er die gleiche Ausrüstung für Foto- und Videoaufnahmen, um bei der Arbeit an Werbespots oder Editorials nahtlos zwischen den beiden Techniken wechseln zu können. Auch heute noch nutzt er eine Canon EOS 5D Mark IV oder Canon EOS R. Doch in dem Maße, in dem sich seine technischen Fähigkeiten weiterentwickelten, wurde auch seine Tasche mit Fotoausrüstung immer voller, die jetzt auch die Canon Cinema EOS Reihe enthält.

In den letzten Monaten hat Cortés sich bemüht, sein persönliches Projektportfolio zu erweitern – ein Schritt, den er für wichtig hält, um seine Kreativität beizubehalten und seine Karriere voranzutreiben. Da er Mode und den Einfluss klassischer Kunst vereinen wollte, hatte er die Idee, die subjektive Natur der Schönheit zu erforschen. Cortés kombinierte eine Canon EOS 5D Mark IV mit seinen Lieblingsobjektiven der L-Serie, um einen professionellen Modefilm und eine Fotoserie aufzunehmen und zu zeigen, wie einfach Fotografen professionelle Videos drehen können.

Die Entstehung einer Modegeschichte

„Es ist eine aufregende Zeit, um in der Mode tätig zu sein“, sagt Cortés. Die Branche ist vielversprechend, und Auftraggeber sind für verschiedene Möglichkeiten offen – inklusive Erzählfilme. „Die Modebranche verändert sich“, sagt er. „Die Leute wollen mehr sehen als nur Kleidung. Im Moment kann man in der Mode fast jede Geschichte erzählen. Ich versuche immer, mehr als nur ein Foto oder ein Video mitzubringen – ich versuche, eine Idee zu verwirklichen.“

„Man muss die ästhetischen Dinge bei Kleidung und Beleuchtung berücksichtigen und einen kreativen Ansatz haben, der die künstlerische Ausrichtung und das Styling optimal ausschöpft. Der Rest hängt jedoch ganz von deiner Idee ab. Ich liebe den kreativen Teil. Er ist wie ein zeitloser Moment, wenn du etwas mit deinem Geist erschaffst, und es ist wunderschön.“

Javier Cortés holds a Canon EOS 5D Mark IV to film models in a fashion video.
Als Kameraassistent erlernte Cortés das Handwerkszeug für Video und nutzte dann seine Canon EOS 5D Mark IV, um auf dieser Grundlage sein eigenes Repertoire aufzubauen. In unserem Artikel entlarvt er Mythen rund um das Thema Video und erklärt, wie man sich vom Fotografen zum Video-Kameramann weiterentwickeln kann. © Coque Camara

Mit seinem Background in klassischer Malerei lässt Cortés sich schon seit Langem von den alten Meistern inspirieren. „Rubens, Goya, Rembrandt und andere Maler haben meine Herangehensweise verändert“, sagt er. „Ich begann, das Licht dieser Maler in meinen Fotos zu kopieren, und ich habe immer Gemälde auf meinen Moodboards. Ich finde fast überall Inspiration, ob im Kino oder bei den Menschen, die ich treffe, und in den Geschichten, die sie mir erzählen.“

Für seinen neuesten Modefilm „Beauty is Subjective“ (den du dir unten ansehen kannst) wollte er die kulturellen Normen weiblicher Schönheit beim Museumsbesuch einer jungen Frau hinterfragen. Nachdem sie Probleme hat, das erste Kunstwerk hinter einer Horde von Touristen zu sehen, geht sie in einen zweiten Raum, wo sie die Kunstwerke zwar sehen kann, aber von den Geräuschen um sie herum abgelenkt wird. Ein warmes Licht, das aus einem dritten Raum strömt, erweckt ihre Aufmerksamkeit und zieht sie zu einer hyperrealistischen Skulptur einer nackten Rubens-Frau. Fasziniert von ihrer Schönheit setzt sie sich, um sie zu skizzieren, und versinkt vollkommen im Moment.

„Am Ende des Modefilms sehen wir, dass die Skulptur eine echte Frau ist und zum Leben erwacht“, sagt Cortés. „Es ist eine Mischung aus einem künstlerischen Konzept und einem Modefilm. Die Idee besteht darin, Menschen daran zu erinnern, dass Schönheit subjektiv ist und vom Standpunkt abhängt. Derzeit sind ‚echte Frauen‘ und ‚echte Schönheit‘ ein Trend in der Modewelt. Ich glaube aber, dass das mehr als nur ein Trend ist – es ist eine Bewegung.“

All-in-One-Technologie

Für sein kreatives Modevideo kombinierte Cortés die Canon EOS 5D Mark IV mit seinen bevorzugten EF Objektiven der L Serie – einem Canon EF 35mm f/1.4L II USM, Canon EF 50mm f/1.2L USM und Canon EF 85mm f/1.4L IS USM.

„Mit einer DSLR kannst du Videos in professioneller Qualität aufnehmen“, sagt er. „Die Canon EOS 5D Mark IV eignet sich hervorragend für Video- und Fotoaufnahmen, und ich habe für beides bereits dieselben Objektive verwendet. Die Objektive mit Festbrennweite der L-Serie sind unglaublich vielseitig und ermöglichen die Arbeit mit großen Blendenöffnungen. Ich liebe Objektive mit Festbrennweite, und das EF 50mm 1:1,2L USM verwende ich am häufigsten, weil es schnell und scharf ist. Wenn ich mit nur einem Objektiv auskommen müsste, dann mit diesem.“

Als Ergänzung zu diesem optimierten Setup nutzte er ein einfaches Gimbal, das bewegte Videoaufnahmen noch fließender macht, sowie einige einfache Lastenleuchten. Als die Models, einschließlich der auf der Straße gecasteten Komparsen, am Set eintrafen, nahm das Museum Gestalt an. Einfache weiße Wände wurden an Ort und Stelle geschoben, um die Räume für den Film und die Fotos zu schaffen – Galerieräume, Korridore und sogar ein Fahrstuhl.

A close-up of a blonde woman, photographed by Javier Cortés on a Canon EOS 5D Mark IV.
Cortés ist in der Lage, mit Videos eine Geschichte zu erzählen, die seine künstlerischen, hellen und farbbetonten Modebilder ergänzen. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark IV mit einem Canon EF 85mm f/1.4L IS USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/400 Sek., Blende 1:2,5 und ISO 100. © Javier Cortés
The blonde woman stands in an art gallery, photographed by Javier Cortés on a Canon EOS 5D Mark IV.
„Die Canon EOS 5D Mark IV eignet sich hervorragend für Video- und Fotoaufnahmen, und ich habe für beides bereits dieselben Objektive verwendet“, so Cortés. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark IV mit einem Canon EF 85mm f/1.4L IS USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/400 Sek., Blende 1:2,5 und ISO 100. © Javier Cortés
A videographer makes adjustments to a Canon EOS 5D Mark IV on a film set.

Vom Fotografen zum Kameramann: 5 entlarvte Mythen

Du möchtest sowohl Videos als auch Fotos aufnehmen? Canon Botschafter Javier Cortés gibt dir Tipps, wie das geht.

Die Aufnahme des Modefilms hatte oberste Priorität, wobei jede Szene mit einer detaillierten Shot-Liste geplant wurde. Nachdem er die einzelnen Szenen abgedreht hatte, wechselte Cortés zu Einzelbildern und nahm High-Fashion-Fotografien auf, die einen Moment im Film zeigten. Von Bildern der Hauptdarstellerin, deren Blick vor dem ersten Kunstwerk von der Menschenmenge versperrt wurde, bis hin zu den Kurven des Models der Statue entstand so eine Symbiose zwischen den beiden Medien.

Mit Videoaufnahmen in 4K mit 25 Bildern/Sekunde filmte Cortés hochauflösendes Material, während 50 Bilder/Sekunde in Full HD eine Wiedergabe in Zeitlupe ermöglichten. „Die Verwendung unterschiedlicher Bildfrequenzen eröffnet mir mehr Möglichkeiten bei der Bearbeitung“, so Cortés. „Ich verwende 4K, weil ich manchmal die Aufnahmen später zuschneiden oder stabilisieren möchte, und 4K hilft mir dabei, mehr Details zu erhalten. Bei einigen Aufnahmen habe ich Full HD genutzt, weil ich mehr Bilder pro Sekunde aufnehmen wollte, um Zeitlupe zu verwenden.“

Hochleistungsfähige CFast- und SD-Speicherkarten ermöglichen 4K-Aufnahmen dank der hohen Schreibgeschwindigkeit von bis zu 160 MB/s. Um die größeren Datenmengen zu bewältigen, die durch Aufnahmen bei hohen Auflösungen entstehen, verwendete Cortés 64-GB-Karten und führte regelmäßig Backups auf 1-TB-Festplatten durch.

Farbe, Licht und Bewegung in Videos

Cortés liebt es, Licht und Bewegung als Teil seiner Erzählung zu verwenden. „Ich bin von Licht und Farbe regelrecht besessen und verwende sie als Teil der Geschichte“, sagt er. „Sie helfen mir, mehr zu erzählen und die Schönheit und Ästhetik zu unterstreichen.“ Dazu gehört auch das Farbprofil, das Cortés bei der Videoaufzeichnung verwendet.

„Einer der größten Vorteile der EOS 5D Mark IV ist Canon Log“, sagt Cortés. „Dieses Profil erweitert den Dynamikumfang auf 12 Stufen. weshalb die Kamera näher an der Canon Cinema EOS Reihe liegt. Wenn man den Dynamikumfang erhöht, erhält man perfekt belichtete Schatten und Highlights. Das ist ein echter Segen für die Farbkorrektur, die ich immer im Hinterkopf habe, während ich filme.“ Cortés neigt auch dazu, seine Aufnahmen unterzubelichten, da er helle Highlights nicht sonderlich mag. Anschließend fügt er in die Postproduktion Körnung hinzu.

Da das Studio in Tageslicht getaucht war, nutzte Cortés schwarze Tücher, um dunkle Bereiche zu schaffen und den Kontrast zu erhöhen. Außerdem öffnete und schloss er die Jalousien, um das natürliche Licht zu steuern. „Mit nur wenigen Anpassungen kann man das natürliche Licht im Raum komplett verändern. Zu Beginn habe ich bei meinen Fotos und Videos viel Licht verwendet, aber jetzt nutze ich von Shooting zu Shooting immer weniger.“

„Ich liebe natürliches Licht. Für mich muss Mode echt sein oder zumindest so echt wie möglich aussehen. Wenn man natürliches Licht gut belichtet, spielt es keine Rolle, ob man eine DSLR oder eine Cine-Kamera verwendet. Man kann so oder so Großartiges schaffen. Ich versuche immer, im perfekten Moment aufzunehmen, da es keinen Sinn macht, 20 Lampen zu verwenden, um Sonnenlicht zu erzeugen, wenn man auch mit echtem Sonnenlicht aufnehmen kann.“

People in vintage clothing stand in a line as if waiting to enter somewhere.
In seinem neuesten Modefilm setzte Cortés auf der Straße gecastete Models als Komparsen ein und inszenierte sie in Vintage-Kleidung. Als er mit dem Filmen der einzelnen Szenen fertig war, wechselte er zur Aufnahme von Fotos an einem bestimmten Punkt der Geschichte, um eine fließende Verbindung zwischen Fotos und Video zu schaffen. © Coque Camara
Javier Cortés sits on a high ladder with his Canon EOS 5D Mark IV rigged to shoot video.
Cortés hat oft Assistenten, die ihn bei seinen Videodrehs unterstützen – für ihn eine neue Erfahrung, da er beim Fotografieren früher meist allein arbeitete. © Coque Camara

Für seine letzte Szene wollte Cortés den Look von sanftem, malerischem Licht auf seinem Skulpturenmodel festhalten, indem er Dauerlicht in einem Setup mit zwei Lampen verwendete. „Ich wollte, dass sich ihre Haut wie die Haut der Frauen in den Gemälden anfühlt, die so ich liebe“, sagt Cortés. „Dazu wollte ich die echten Töne und wärmeren Farben, also mehr Magenta, einbeziehen. Ich habe versucht, es nicht zu kompliziert zu machen, also habe ich zwei Lampen und ein wenig Schwarzweiß als Kontrast verwendet.“

Inspiriert von der Fotografie von Martin Parr, spielte Cortés während der Aufnahme mit Kompositionen, bei denen Personen in mehreren Ebenen positioniert sind – „jemand in der Nähe der Kamera, jemand, der zurückblickt, unterschiedliche Perspektiven“. Zudem erfasste er dynamische Bewegungen. „In Modefilmen darf man die Regeln brechen“, sagt Cortés. „Die Geschichte ist da, aber man kann von einer Seite zur anderen springen oder Geschichten auf andere Weise erzählen oder aufteilen. Man sollte auch ästhetische Aufnahmen einbeziehen, die die Geschichte zwar vorantreiben, aber in erster Linie einfach nur schön sind.“

Da er zum Filmen Objektive mit Festbrennweite und keine Zoomobjektive nutzte, konnte Cortés sich bewegen und sich der Action nähern. „Für mich ist Bewegung ein weiteres Merkmal eines Videos, ebenso wie das Licht oder die Hauptbotschaft“, sagt er. „Manchmal folgte ich dem Model, manchmal bewegte ich mich um die Action herum. Mit dem Gimbal kann ich mich frei bewegen und neue Bewegungen erzeugen, während die Schauspieler laufen.“

Die Canon EOS 5D Mark IV ist mit einem Dual Pixel CMOS AF ausgestattet, der fließende und präzise Pull-Fokus-Übergänge ermöglicht, die über das LC-Display gesteuert werden. Cortés erstellte scharfe Aufnahmen von Personen beim Gehen, Anlehnen und Wechseln der Position, selbst während er die Kamera bewegte. „Bei einigen Aufnahmen habe ich den Autofokus mit aktiviertem Gesichtserkennung-AF verwendet, wodurch ich viel Bewegung einfangen konnte“, sagt er. „Mit dem Movie Servo Autofokus der EOS 5D Mark IV kann man das Gesicht seines Motivs verfolgen. So kann man fantastische Aufnahmen machen, selbst wenn man alleine dreht.“ Cortés arbeitete bei einigen Aufnahmen auch mit einem Kameraassistenten, der den Fokus manuell anpasste.

Im Laufe der Jahre hat Cortés herausgefunden, dass Videos und Fotos ihm mehr kreative Freiheit bieten, um die Geschichten zu erzählen, die er erzählen möchte. „Wenn ich nur Fotos mache, fehlt mir manchmal etwas“, sagt er. „Es ist, als würde man mehr erzählen wollen. Mit Videos kann ich eine Geschichte von Anfang bis Ende erzählen.“

Javier Cortés and his assistants on the set of his fashion film, Beauty is Subjective.
„Für mich muss Mode echt sein oder zumindest so echt wie möglich aussehen“, sagt Cortés. „Wenn man natürliches Licht gut belichtet, spielt es keine Rolle, ob man eine DSLR oder eine Cine-Kamera verwendet. Man kann so oder so Großartiges schaffen.“ © Coque Camara

Wechsel von Foto zu Film: 5 Überlegungen

1. Ausrüstung

Du benötigst keine umfassende Ausrüstung, jedoch sollte deine Kamera über Autofokusfunktionen (DAF), Bildfrequenzen in 4K und 1080p, eine hohe Bitrate (je höher die Bitrate, desto besser die Qualität und größer die Dateigröße) und Canon Log für einen größeren Dynamikumfang sowie einen großzügigen Belichtungsspielraum (verfügbar als Upgrade für die Canon EOS 5D Mark IV) umfassen.

Cortés nahm diesen Film mit der Canon EOS 5D Mark IV auf, die über Optionen für hochauflösende 4K- und Full-HD-Aufnahmen und unterschiedliche Bildfrequenzen verfügt, darunter Zeitlupe mit 60p.

2. Arbeitsablauf

Die Handhabung der für Videoaufnahmen erforderlichen Daten ist etwas komplexer als bei der Fotografie. Du musst die Geschwindigkeit und Größe von SD-Karten, Laufwerken und Arbeitsspeicher sowie die von dir gewählte Bearbeitungssoftware berücksichtigen. „Man muss sicherstellen, dass die Karte die Geschwindigkeit für 4K-Aufnahmen bei den verschiedenen Bildfrequenzen bietet, die man verwenden möchte“, sagt Cortés.

3. Sequenzierung

Als Fotograf ist es einfach, die „goldene Aufnahme“ zu erkennen und einzufangen. Erfolgreiche Videos konzentrieren sich jedoch nicht auf einzelne Szenen, sondern auf ganze Geschichten. Daher musst du kurze Sequenzen erstellen, deine Betrachter zu einem Moment führen – die visuelle Erklärung dafür, wie ein Motiv von Punkt A nach Punkt B gelangt, erzeugt eine stringentere Geschichte.

4. Bewegung

Als Fotograf steht man in der Regel still, aber beim Filmemachen spielt Bewegung eine wichtige kreative Rolle. Wenn du es übertreibst, fühlt sich dein Betrachter desorientiert oder überfordert, aber richtig eingesetzt kannst du ihn mit Bewegung nahtlos in eine Szene führen. Stelle sicher, dass du am Anfang und am Ende des Schnitts eine statische Aufnahme von fünf Sekunden einfügst, um die Bearbeitung zu erleichtern. Bewegung ist ein großer Teil von Cortés‘ Arbeit, und bei der Produktion dieses Films verwendete er ein Gimbal und einen Slider. „Aber ich habe auch ein Skateboard benutzt“, bemerkt er augenzwinkernd. Sei aufgeschlossen, werde kreativ und arbeite mit dem, was dir zur Verfügung steht.

5. Blende

In den meisten Fällen müssen sich Videofilmer manuell auf eine Szene konzentrieren, während sich ein Motiv bewegt, was die Arbeit mit großen Blendenöffnungen unglaublich schwierig macht. Obwohl es verlockend ist, störende Details in einem Foto auszublenden, musst du bedenken, dass du den gleichen Effekt bei Videoaufnahmen möglicherweise nicht erfolgreich reproduzieren kannst.

Die Canon EOS 5D Mark IV bietet den Dual Pixel CMOS AF, eine der wichtigsten Verbesserungen gegenüber der Canon EOS 5D Mark III. Er ermöglicht fließende und präzise Pull-Fokus-Übergänge in jeder Auflösung von 4K bis Full HD einfach durch Berührung des LC-Displays der Kamera. Mit dem Gesichtserkennung-AF in der Livebild-Anzeige kannst du dein Motiv freihändig verfolgen.


Besuche den Canon Stand auf der IBC 2019, um mehr über Filmausrüstung von Canon zu erfahren sowie darüber, wie sie dich bei Videoaufnahmen unterstützen kann.

Verfasst von Lucy Fulford


Javier Cortés‘ Ausrüstung

Die essentielle Ausrüstung für Modefotografie und Video

Javier Cortés's kitbag

Kamera

Canon EOS 5D Mark IV

Der 30,4-Megapixel-Sensor der EOS 5D Mark IV erfüllt die höchsten Standards an Bildqualität und liefert sehr detailreiche Bilder in extrem hellen und dunklen Umgebungen. „Die EOS 5D Mark IV eignet sich hervorragend für Videos und Fotos in professioneller Qualität“, so Cortés.

Objektive

Canon EF 50mm f/1.2L USM

Professionelles Objektiv der L Serie mit Lichtstärke 1:1,2 für Low-Light-Aufnahmen und eine extreme Steuerung der Schärfentiefe. „Ich liebe Objektive mit Festbrennweite, und dieses verwende ich am häufigsten, weil es schnell und scharf ist“, sagt Cortés. „Wenn ich mit nur einem Objektiv auskommen müsste, dann mit diesem.“

Canon EF 85mm f/1.4L IS USM

Entdecken Sie die Perfektion bei Porträtaufnahmen mit diesem außergewöhnlichen Teleobjektiv. „Die Objektive mit Festbrennweite der L-Serie sind unglaublich vielseitig und ermöglichen die Arbeit mit großen Blendenöffnungen“, so Cortés.

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