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Ausdrucksstarke Videoporträts mit einer Canon EOS 5D Mark IV

Canon Botschafterin Dafna Tal filmte mit einer Canon EOS 5D Mark IV die unbeobachteten Reaktionen von Menschen auf Klänge, die mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen zusammenhängen. Anschließend präsentierte sie diese Videoporträts gleichzeitig, damit Betrachter die Reaktionen verschiedener Personen auf dieselben Klänge sehen können. © Dafna Tal

Laut Experten werden 55 % der Kommunikation über Körpersprache vermittelt. Können also mit Canon DSLRs aufgenommene präzise fokussierte und ungestellte Videos die oft subtilen und manchmal komplexen unausgesprochenen Reaktionen verschiedener Menschen auf Klänge erfassen, die mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen in Jerusalem zusammenhängen? Das ist das Ausgangsszenario eines faszinierenden Videoporträtprojekts der israelischen Künstlerin Dafna Tal.

„Während ich mich als visuelle Künstlerin weiterentwickle, suche ich stets nach neuen und andersartigen Möglichkeiten zur Nutzung der Medien Fotografie, Video und Ton – und zwar sowohl einzeln als auch zusammen“, so Tal. Die international anerkannte Künstlerin und Canon Botschafterin mit Hintergrund in der Fotografie erlangt immer mehr Berühmtheit für ihre facettenreichen Installationen, die zeitgenössische Themen und Ideen mit einer Mischung aus Fotografie, Video und Ton erkunden.

„You Don't Have To Do A Thing“ ist eine Reihe von Videoporträts, die die spontanen Reaktionen der Teilnehmer auf Klänge verschiedener Kulturen und Religionen untersuchen. Aufgenommen wurden sie zwischen 2016 und 2017 mit der Canon EOS 5D Mark III und dem neuesten Modell der 5D-Serie, der Canon EOS 5D Mark IV, in Kombination mit einem Canon EF 70-200mm f/2.8L IS II USM Objektiv (inzwischen ersetzt durch das Canon EF 70-200mm f/2.8L IS III USM Objektiv).

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„Die Canon EOS 5D Mark IV bietet so viele nützliche Funktionen“, erklärt Tal. „Einer der wichtigsten Punkte ist für mich der Dual Pixel CMOS AF, der präzise und natürlich wirkende Fokusübergänge bei jeder Auflösung ermöglicht. In Kombination mit der Gesichtserkennung und dem verbesserten Nachführungssystem erzeugte sie unglaublich scharfe Videoporträts und ersparte mir viel Arbeit vor Ort.“

„Die Verbesserungen der Canon EOS 5D Mark IV [gegenüber der Mark III], einschließlich DIGIC 6+ Prozessor und größerem CMOS-Sensor, führen zu einer besseren Leistung und zu mehr Klarheit, Farbe, Kontrast, Schärfe, Dynamikumfang und vielem mehr, was ich beim Filmen dieses Projekts deutlich sehen konnte.“

Konsistenz war bei den Aufnahmen für diese Serie von entscheidender Bedeutung, da sie die einzigartigen Reaktionen und Merkmale jedes Teilnehmers betont. Tal brachte die Kamera auf einem Stativ an und nutzte für die meisten Videoporträts ihr Canon EF 70-200mm f/2.8L IS II USM Teleobjektiv mit einer Blende von 1:8. „Für die Farbe habe ich den manuellen Weißabgleich im WB-Menü verwendet. Das bedeutet, dass ich mit meinem Beleuchtungs-Setup ein Foto meiner grauen Karte aufgenommen und hochgeladen habe, um den gewünschten Weißabgleich zu bestimmen“, sagt sie. „Ich habe dann Testaufnahmen gemacht und einige zusätzliche Korrekturen mit der Weißabgleich-Korrektur vorgenommen.“

Die gesamte Aufnahme fand in einem Studio mit dunklen Wänden und ohne natürliches Licht statt. Tal verwendete drei kontinuierliche Kunstlichtquellen, die für Videos geeignet sind, sowie einen großen weißen Reflektor, um jedes der Motive zu beleuchten. „Die Kamera war hinter einem schwarzen Vorhang versteckt, um den Teilnehmern ein Höchstmaß an Privatsphäre zu ermöglichen“, erklärt sie. „Obwohl sie wussten, dass sie gefilmt wurden, sollten sie die Kamera während der Sitzung möglichst vergessen.“

A wide view of a video installation in a dark exhibition space, with pairs of video portraits playing on the walls.
Ein Blick auf die Videoinstallation, in diesem Fall in Sydney im Jahr 2018. Die Bildschirme sind so angeordnet, dass der Betrachter die Reaktionen verschiedener Personen auf dieselben Klänge sehen kann. © Dafna Tal
A man wearing a dark blue shirt leans forward, laughing.

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Videoporträts: Das Projekt

„Bei diesem Videoporträtprojekt beobachte ich, wie Menschen aus der Region Jerusalem auf verschiedene religiöse Gebete reagieren, sowohl aus ihrer eigenen Kultur aus auch aus anderen.“ Dabei wird die große Bandbreite von Gefühlen und Wahrnehmungen untersucht, die durch Körpersprache ausgedrückt werden. Diese werden ausdrucksstark durch eine Reihe individueller Videoporträts kommuniziert, die auf vertikalen Fernsehbildschirmen präsentiert werden“, erklärt Tal.

„Während des Projekts bat ich einige Dutzend Menschen, an meinem Experiment teilzunehmen. Ich sagte ihnen, dass sie gefilmt werden würden, während sie Geräusche hören, ohne zu wissen, welche Geräusche das genau sein würden. Anschließend saßen sie einfach da und hörten den Klängen christlicher, muslimischer und jüdischer Gebete zu, während ihre Reaktionen gefilmt wurden.“

„Das Projekt umfasste nicht nur Teilnehmer dieser drei Religionen und ihrer unterschiedlichen Strömungen, sondern auch Teilnehmer gemischter religiöser Hintergründe. Die abschließende Arbeit stellt dem Betrachter jedoch keinerlei Informationen zu den Teilnehmern zur Verfügung. Während einige der Reaktionen eher ‚typisch‘ sind, sind einige sehr viel komplexer.“

Das endgültige Werk besteht aus einer Reihe von Videoporträts, die gleichzeitig auf synchronisierten Bildschirmen gezeigt werden, sodass Betrachter die Körpersprache mehrerer Personen und ihre Reaktionen auf dieselben Töne beobachten können.

Dafnas Tipps

Für Fotografen, die Videos in ihre Projekte integrieren möchten, hat Dafna Tal einige einfache Ratschläge: „Gestochen scharfe, hochwertige Objektive, wie die der L Serie von Canon, sowie eine Videokamera mit Video-Autofokus und C-Log, wie die Canon EOS 5D Mark IV, sorgen dafür, dass deine Videos wirklich atemberaubend aussehen!“

„Abgesehen davon kann ich Fotografen, die noch nicht mit Videos experimentiert haben, nur raten, einfach loszulegen und die Sache am Anfang einfach zu halten. Nimm dir Zeit, um zu lernen und auszuprobieren, schreite in deinem eigenen Tempo voran, und mach dir in dieser Phase keine Gedanken über die zusätzliche Ausrüstung, die du möglicherweise benötigst. Vergiss nicht: Als Fotograf verfügst du bereits über Kenntnisse in den Bereichen Beleuchtung, Bildkomposition und anderen wichtigen Techniken.“

„Nachdem du ein wenig experimentiert hast, wähle dein erstes Projekt aus, und finde heraus, welche Art von Video du erstellen möchtest. Ich würde natürlich dazu raten, in hochwertige Audioausrüstung, professionelle Stative mit Fluidköpfen und Ausrüstung zur Kamerabewegung und -stabilisierung zu investieren.“

Nachdem sie ein wenig überlegt hat, fügt Tal hinzu: „Ich habe das Gefühl, dass jede Projektidee, mit der ich mich beschäftige, auch gewisse Zweifel und Ängste weckt. Wenn ich aber trotz dieser Zweifel und Ängste weitermache, kann ich nicht nur beobachten und mich freuen, wie sich meine Ideen in greifbare Kunstwerke verwandeln, sondern sammle auch besondere Erfahrungen und gewinne Einblicke in das Leben und die Gefühle anderer Menschen, die ich nie vergessen werde.“

Tal erzählt, wie sie sich ihren Platz im Ausstellungsbetrieb eroberte: „vor allem indem ich meine Zeit darin investierte, Museen, Galerien und Fotografiefestivals auf der ganzen Welt zu besuchen, Treffen mit Kuratoren zu vereinbaren und nie vergaß, den Kontakt mit ihnen aufrecht zu halten.“

Sie plant, weiter mit Videos zu experimentieren, und hat kürzlich ein neues Projekt bewegter Porträts mit der Canon EOS 5D Mark IV aufgenommen. Das Projekt mit dem Titel „You're Gorgeous, You're Mad“ untersucht die Themen Selbstwahrnehmung und Selbstreflektion. „Ich bin mir sicher, dass Videos bei meinen zukünftigen Projekten eine wichtige Rolle spielen werden“, sagt sie.

Verfasst von Rebecca Greig


Dafna Tals Ausrüstung

Die Ausrüstung, die Profis für ihre Videoporträts verwenden

Dafna Tal's Canon photography kit, including two Canon EOS 5D Mark IV DSLRs.

Kamera

Canon EOS 5D Mark IV

Diese Vollformat-DSLR mit 30,4 MP erfasst unglaubliche Details selbst bei extremem Kontrast. Reihenaufnahmen mit 7 Bildern/Sekunde helfen dabei, den perfekten Moment abzupassen, während 4K-Video hochauflösendes Filmmaterial im DCI-Standard (4096 x 2160) liefert. „Sie erzeugte unglaublich scharfe Videoporträts“, so Tal. „Das ist ein Vorteil für jeden Foto- und Videoexperten. Die Qualität und die Farben von Canon sind unvergleichlich.“

Objektiv-

Canon EF 70-200mm f/2.8L IS III USM

Dieses zuverlässige Telezoomobjektiv verfügt über ein robustes Design, einen Bildstabilisator mit vier Stufen, der sich hervorragend für Freihandaufnahmen bei schwachem Licht eignet, und UD-Linsenelemente (Ultra-low Dispersion), die für hohen Kontrast und natürliche Farben sorgen. „Das ist ein Zoomobjektiv, das die hochwertigen Ergebnisse eines Objektivs mit Festbrennweite liefert! Ein unverzichtbares Allzweck-Objektiv“, so Tal.

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