Die Entwicklung des Publishing

The evolution of publishing

Die Verlagsbranche steckt weltweit in einem starken Veränderungsprozess. Gedruckte Bücher, Illustrierte und Zeitungen konkurrieren mit E-Books, Online-Publikationen und Sozialen Medien um die Gunst der Leser. Der Druck bleibt für Verlage sicherlich wichtig – denn 96% der Leser von Print- und digitalen Magazinen sagen, Sie werden dem Druck treu bleiben über die nächsten 12 Monate, 69% der Menschen sind entspannter und aufnahmefähiger beim Lesen einer Papierzeitung und 57% der Leute glauben, dass es sich besser aus Büchern lernen lässt – doch die Verlage müssen härter als je zuvor arbeiten, um auf das sich ändernde Kundenverhalten mit neuen Formaten und Ideen zu reagieren und um ihre Unternehmen wachsen zu lassen.

Zwar steht jeder einzelne Bereich der Verlagsbranche vor ganz eigenen Herausforderungen, jedoch gibt es vier durch Digitaldruck ermöglichte Geschäftsmodelle, die es den Verlegern in allen Bereichen leichter machen, sich an die sich ändernden Marktbedingungen anzupassen.

Kleinauflagen

Die Zahl neuer Titel, die jährlich veröffentlicht werden, steigt und die durchschnittliche Auflagenhöhe nimmt ab, dadurch wächst die Nachfrage nach kleineren Ausgaben. Durch die Optimierung von Produktionsprozessen können Kleinauflagen durch Digitaldruck schneller und kostengünstiger hergestellt werden und dadurch die Zukunft der Druckproduktion gesichert werden. Wenn die Produktion digitaler Kleinauflagen einmal etabliert ist, kann das auch den Weg für dezentralisierte Druckkonzepte ebnen. Dadurch werden Lieferzeiten gekürzt und Kosten gespart – nicht nur bei Büchern, sondern auch bei Zeitungen oder Zeitschriften, die in verteilten Druckzentren oder abgelegenen Gebieten produziert werden.

Drucklebenszyklusmanagement

Die Produktion digitaler Kleinauflagen führt zu einem Drucklebenszyklusmanagement, bei dem es um die Optimierung der Vertriebskette für Verlage geht. In diesem Modell bestimmt die tatsächliche Nachfrage die Höhe der Druckauflage, sodass die Kosten und das Risiko der Lagerung sinken. (Erfahren Sie mehr über die Vorteile dieses Modells, lesen Sie TJ International's Erfolgsgeschichte.)

Print on Demand

Neben den Einsparungen bei der Lagerung und dem kleineren Risiko gibt es einen weiteren Grund für den Erfolg von Print-on-Demand: sein Potenzial für die Verbindung zum e-Commerce. Das "Erst verkaufen, dann drucken"-Modell ist abhängig von einem optimalen Workflow, der es möglich macht, einzelne Exemplare rentabel und kostengünstig nach Bestelleingang zu drucken. Dadurch wird eine Null-Lager-Strategie für Verleger tatsächlich zum erreichbaren Ziel. (

Intelligentes Publishing

Individualisierte oder dynamische Inhalte bilden das Herz von "Smart Publishing", wodurch innovative Anwendungen wie individuelle Zeitungs- oder Zeitschriftenwerbung sowie die Individualisierung von Büchern möglich wird. In diesem Modell geht es um die Auswahl von variablen Inhalten für unterschiedliche Zielgruppen, so dass mehrere Datenquellen genutzt und zusammengeführt werden können, um eine individuelle Publikation zu erzeugen. 

Für Druckdienstleister bietet dieses Konzept neue Umsatz- und Wachstumschancen über Druckdienstleistungen hinaus, während es Verlegern hilft, vorhandene Ressourcen optimal zu nutzen, indem sie auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden und so eine neue digitale Individualisierungsdienstleistung entsteht.

Im Bereich pädagogischer Bücher zum Beispiel gibt es Canon Kunden in der Türkei, Österreich und der Schweiz, die es Lehrern, Nachhilfelehrern und Trainern ermöglichen Schul- oder Arbeitsbücher exakt an die Bedürfnisse ihrer Schüler, Studenten und Klassen anzupassen, indem sie die existierenden Inhalte von Verlagen gezielt nutzen. In einem Fall wird der Inhalt an den individuellen Wissensstand des Schülers angepasst, so wie er sich aus den Prüfungsergebnissen ableiten lässt. In einem anderen Beispiel haben der Verlag und die Druckerei gemeinsam einen automatisierten Workflow und einen Onlineshop entwickelt, um die Individualisierung und das Ordermanagement zu vereinfachen und gleichzeitig die Produktion und den Versand zu optimieren.

Dieses Konzept kann leicht auf andere Verlags- und Druckbereiche übertragen werden: Reise-, Koch- und Geschäftsbücher, um nur einige zu nennen. Stellen Sie sich einen Reiseführer vor, der die aktuellen Informationen von Reiseverlagen, die neueste Nachrichten von Verbrauchern aus Sozialen Netzen mit Führern, Karten und Gutscheine kombiniert. Auch kann so extrem zielgerichtete Zeitungs- und Zeitschriftenwerbung ermöglicht werden, basierend auf z.B. Ortsangaben, demografische Informationen und Kundenvorlieben.

Die Welt des Publishing wird sich weiterentwickeln, doch die Bedeutung von Print wird gleich hoch bleiben. In einer aktuellen Kundenumfrage zum Publishing wird hervorgehoben, dass Print bei Verbrauchern bis 2020 das beliebteste Format für Bücher, Zeitschriften und Zeitungen bleiben wird. Begünstigt durch die Fortschritte in der digitalen Drucktechnik entwickeln Verleger und Druckereien neue Modelle, damit auch das nächste Kapitel in der Geschichte des Publishing von Dynamik geprägt sein wird.

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