Soziale Medien für Druckunternehmen

Social media

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Sollten Sie sich in den Sozialen Medien engagieren?

Mit dem Auftritt der Sozialen Netzwerke in den vergangenen 15 Jahren hat sich die Art und Weise wie Informationen gefunden, konsumiert und geteilt werden völlig verändert. In der Druckindustrie wird Social Media von manchen als Bedrohung erachtet, aber wenn es "richtig" eingesetzt wird, kann es für Marketing und zur Recherche äusserst nützlich sein.

Der Erfolg von Social Media

Mehr als 2 Milliarden Menschen verfügen über ein Social Media-Konto – 30 % der Weltbevölkerung1. Etwa 1 Milliarde sind täglich auf Facebook aktiv2. Zieht man die etwa 8,7 % der Facebook-Konten ab, die gefälscht sind, dann sind es immer noch 900 Millionen Menschen, die sich pro Tag auf Facebook tummeln3. Jeden Monat gibt es etwa 1 Milliarde Besuche auf Webseiten mit eingebetteten Tweets4 und täglich gibt es mehr als 2 Milliarden Suchanfragen auf Twitter5. 122 Millionen Personen haben bisher ein Jobangebot über LinkedIn erhalten6 und in den USA haben sich mehr als ein Drittel der verheirateten Paare online kennen gelernt7.

All das hatte in den vergangenen Jahren gewaltige Auswirkungen auf die Schwerpunkte im Marketing. Es hatte Einfluss auf die Kundenkommunikation, wie man Lieferanten findet und wie Kaufentscheidungen getroffen werden.

Für Druckdienstleister bieten Soziale Netzwerke die Möglichkeit, neue Aufträge zu gewinnen und bestehende zu halten, Kundenreaktionen zu sammeln und die eigene Leistung zu bewerben. Tatsächlich berichten 54 % der Marktingprofis aus dem Geschäftskundenbereich, dass sie über Soziale Medien neue Aufträge generiert haben8.

Druck wird "sozial"

Wie schlägt sich die Grafische Industrie? Die Popularität von Netzwerken ist zwar von Land zu Land unterschiedlich, doch in der Regel sind Analysten, Publikationen, Verbände und Hersteller, wie Canon, am aktivsten. Beispielsweise brüstet sich der Analyst InfoTrends mit 9.743 Twitter-Followern, der global agierende Veranstalter FESPA mit 17.384, das britische Magazin PrintWeek hat 20.207, die deutsche Fachzeitschrift Deutscher Drucker 2.469 und Graficus in den Niederlanden mehr als 2.190 Follower9. Auf LinkedIn zählen die amerikanischen Gruppen "Print Production Professionals" und "Print Industry Networking Group" mehr als 91.500 bzw. 73.000 Mitglieder aus der ganzen Welt.

Das Engagement der gesamten Branche steigt in dem Maße, in dem fortschrittliche Druckunternehmen erkennen, dass ein Großteil ihrer Kunden aus der Vermarktung nicht nur selbst in Sozialen Medien aktiv sind, sondern diese auch zur Suche nach Inspiration, Innovation und neuen Partner nutzen, um noch erfolgreicher zu sein. In der Regel kontaktieren Geschäftskunden den Lieferanten erst dann, wenn der Kaufprozess bereits zu 57 % abgeschlossen ist10. Das heißt, dass der Kunde die Erwartungen, an das, was er sucht, schon ausformuliert hat, bevor er das Druckunternehmen kontaktiert. Dann geht es meist nur noch darum, den preiswertesten Anbieter zu finden. Wenn die Druckereien schon bei der Recherche und der Entscheidungsfindung ihrer Kunden dabei sein wollen, dann ist es wichtig, dass sie auf den Kanälen präsent sind, auf denen dies stattfindet. Und das sind eben zunehmend die Sozialen Netzwerke.

Werden Sie aktiv

Der Schlüssel zum Erfolg bei Sozialen Medien ist die Erkenntnis, dass hier Kommunikation stattfindet und nicht nur vordergründig mit Dienstleistungen geworben wird. Die Druckunternehmen müssen dieser Kommunikation der Marketinprofis zuhören, um herauszufinden, wo deren Herausforderungen liegen, um dann in einen Dialog einzusteigen, der wirklich Hilfe bietet und Interesse weckt. Wenn die Beiträge immer nur Werbebotschaften oder platte Vertriebsweisheiten transportieren, werden Kunden und Interessenten schnell verprellt. Zusätzlich können Soziale Netzwerke hervorragende Plattformen darstellen, um sich mit Kollegen in anderen Regionen zu vernetzen, neue Ideen zu entwickeln und neue Techniken zu erforschen – wenn man nur gut zuhört.

Um mit Sozialen Netzwerken zu beginnen, sollten Druckunternehmen ein wenig nachforschen, welche Plattformen ihre Kunden nutzen, um die ersten Aktivitäten darauf zu konzentrieren. Einen oder zwei Kanäle effektiv zu bedienen, ist allemal besser, als sich auf vielen zu verzetteln. Die Auswahl der richtigen Plattform hängt von Ihren Zielen ab – sich einfach nur für die zu entscheiden, die am weitesten verbreitet ist, ist nicht immer die beste Wahl.

Über Facebook und Pinterest können Druckdienstleistungen sehr gut direkt an Endverbraucher verkauft werden, während Twitter und LinkedIn die beliebtesten B2B-Marketing-Plattformen sind11. 62 % der Marketingprofis im Geschäftsbereich halten LinkedIn für sehr effektiv, während 50 % dies über Twitter sagen12.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass es bei Sozialen Netzwerken darum geht, ins Gespräch zu kommen und zu bleiben. Dazu ist es am besten zunächst zuzuhören. Interagieren Sie mit potenziellen Kunden und folgen Sie ihnen, um Sie besser kennenzulernen. Ermutigen Sie sie auch, Ihnen zu folgen, doch vermeiden Sie die direkte Kundenansprache. Wenn Sie genau wissen, wofür sich Ihre Zielgruppe interessiert, können Sie entsprechende Inhalte bereitstellen und darüber informieren, was Sie alles machen. Dadurch demonstrieren Sie Ihr Fachwissen, stärken Ihr Netzwerk und treten in einen Dialog mit bestehenden und zukünftigen Kunden



1 Wir sind "sozial". 3. August 2015. Global Digital Statshot: August 2015. http://wearesocial.net/blog/2015/08/global-statshot-august-2015/.

2 Facebook. 4. November 2015. Facebook Reports Third Quarter 2015 Results. http://investor.fb.com/releasedetail.cfm?ReleaseID=940609.

3 Geoffrey A Fowler. 4. Oktober 2012. Facebook: One Billion and Counting. The Wall Street Journal. http://www.wsj.com/articles/SB10000872396390443635404578036164027386112.

4 Twitter. 30. September 2015. Twitter Usage – Company Facts. https://about.twitter.com/company.

5 Statistic Brain. 25. September 2015. Twitter Statistics. http://www.statisticbrain.com/twitter-statistics/.

6 Statistic Brain. 28. Juni 2015. LinkedIn Company Profile and Statistics. http://www.statisticbrain.com/linkedin-company-profile-and-statistics/.

7 Larry Magid. 22. Juni 2015. Ein Drittel der vor kurzem verheirateten Paare hat sich online kennen gelernt, sind zufriedener und trennen sich seltener. Forbes. http://www.forbes.com/sites/larrymagid/2013/06/03/a-third-of-recently-married-couples-met-online-and-theyre-more-satisfied-and-less-likely-to-split-up/.

8 Giselle Abramovich. 16. Januar 2014. 15 Mind-Blowing Stats For B2B Marketers. CMO. http://www.cmo.com/articles/2014/1/14/15_stats_B2B_marketers.html.

9 Twitter. 8. Februar 2016. https://twitter.com/search.

10 Google. Februar 2013 B2B’s Digital Evolution. think with Google. https://www.thinkwithgoogle.com/articles/b2b-digital-evolution.html.

11 Giselle Abramovich. 16. Januar 2014. 15 Mind-Blowing Stats For B2B Marketers. CMO. http://www.cmo.com/articles/2014/1/14/15_stats_B2B_marketers.html.

12 Giselle Abramovich. 16. Januar 2014. 15 Mind-Blowing Stats For B2B Marketers. CMO. http://www.cmo.com/articles/2014/1/14/15_stats_B2B_marketers.html.

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