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Finden Sie die richtige Perspektive für Motorsportfotos

Frits-van-Eldik

Bereits in jungen Jahren entschied sich Frits seine Liebe zu Autos und zu Fotografie zu verbinden und daraus einen Beruf zu machen. Frits gründete seine eigene Firma und fotografierte im Jahr 1989 seinen ersten Formel-1-Grand Prix. Im Jahr 1994 nahm er regelmäßig alle F1-Rennen während der Saison auf. Heute macht Frits Aufnahmen bei allen Arten von Rennen, darunter Formel 1, Le Mans und Tourenwagen

Also, Frits, wie schaffen Sie es aus der richtigen Perspektive zu schießen?
Weiter weg von den Autos. Ich stelle fest, dass die Strecken aus Sicherheitsgründen ständig neu beurteilt werden, denn jedes Mal, wenn ich wieder an eine Strecke komme, gibt es einen weiteren Zaun und eine größere Distanz zur Strecke. Bei den meisten Rennen und damit verbundenen Trainings und Qualifyings hat man nur ein kurzes Zeitfenster. Meistens ungefähr eine Stunde, um das zu bekommen, was man braucht.

Wie bereiten Sie sich darauf vor?
Ich komme ein paar Tage früher und laufe den Kurs ab. Ich arbeite dabei heraus, was während des Rennens an Möglichkeiten besteht. Ich plane jedes Detail, um eine effiziente Nutzung meiner begrenzten Zeit zu ermöglichen. Ich erstelle einen detaillierten Zeitplan für genau das, was ich am Wochenende machen werde.

Wonach suchen Sie?
Ich muss eine niedrige Perspektive finden. Das ist der schwierigste Teil, aber es ist der Schlüssel. Schnelle Autos sehen aus einer niedrigen Perspektive viel interessanter aus. Ich muss mich dabei auf ein Objektiv mit einer echt langen Brennweite und einen Extender verlassen.

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© Frits van Eldik.

Ich suche nach Rennen, wo es immer noch tolle Aufnahmemöglichkeiten gibt. Die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) gehört zu meinen Favoriten. Die Strecken werden natürlich auch gründlich überprüft und ich muss einen bestimmten Weg zurücklegen, aber es ist ein bisschen einfacher als bei den Grand-Prix-Strecken.

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© Frits van Eldik

Manchmal findet man eine unerwartete Gelegenheit. Beim DTM-Finale in Hockenheim habe ich gegen das Licht durch eine sehr kleine Öffnung in einer Werbewand fotografiert. Es ist nicht sehr schwierig, aber ich habe damit versucht das Unmögliche zu erfassen.

Was fasziniert Sie an den Deutschen Tourenwagen-Rennen?

Viele Teams und Fahrer kennen mich jetzt und haben keine Probleme damit, wenn ich in ihrer Nähe bin. Die Autos sind fast so schnell wie in der Formel 1. Aber weil die Dinge insgesamt kleiner aufgestellt sind, kann man sich intensiver einbringen. Ich bin gern in der Boxengasse und die Teams verstehen sehr gut, worauf ich aus bin und ermöglichen mir intensive Einblicke. Sie haben gelernt, mir zu vertrauen.

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© Frits van Eldik

Ich denke, dass viele meiner Lieblingsaufnahmen nicht jene sind, bei denen die Wagen auf der Strecke gezeigt werden, denn es ist hart, von dort ein realitätsnahes Bild mitzubringen. Aber man kann die Atmosphäre, den Druck und das Prestige des Rennsports auch vermitteln, wenn die Autos abgestellt sind... sogar die Geschwindigkeit.

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© Frits van Eldik

Manchmal braucht man ein völlig anderes Objektiv, um in den Boxen zu fotografieren.

Klingt so, als hätten Sie immer noch die gleiche Leidenschaft und Freude am Motorsport?

Es ist so anders gegenüber früher, aber ich bin immer noch völlig abhängig von der Geschwindigkeit und der Aufregung.

Was ist in meiner Kameratasche?

Wenn ich auf eine Rennstrecke fahre, nehme ich alles mit. Meine Kameratasche wiegt dann 82 kg. Die Fluggesellschaften lieben oder hassen mich deswegen! Ich kann es mir einfach nicht leisten, nicht die richtigen Kameragehäuse, Linsen und Extender dabei zu haben.

Meine Lieblingsobjektive sind das EF 400mm 1:2,8L IS USM, das EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM und das EF 200-400mm 1:4L IS USM, das einen integrierten 1,4x Extender hat.

Man muss auf alles vorbereitet sein.

Ich experimentiere auch gern Gelegentlich kann ich ein Team überreden, während der Fahrt eine Kamera aus der Seitenscheibe des Wagens zu halten und ich löse dann per Fernsteuerung aus.

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© Frits van Eldik

Die Kamera war eine EOS 6D mit EF 24mm 1:1,4L II USM. Ich habe dann die Kamera Connect App für die Aufnahme genutzt. Damit macht man spektakuläre Aufnahmen.


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