Spektakuläre Parkour-Action einfangen mit Samo Vidic

Portrait von Samo Vidic

© Samo Vidic

Samo Vidic ist seit fast 20 Jahren professioneller Sportfotograf. Als Canon Ambassador berichtet er regelmäßig für Zeitschriften und Zeitungen über große Sportereignisse – und er macht Porträts von Spitzensportlern und Werbekampagnen für große Marken. Seit 2005 fotografiert er Sport für Red Bull.

Samo hat kürzlich die türkische Parkour-Gruppe Storror in Istanbul fotografiert und dabei spektakuläre Bilder der Athleten aufgenommen, die über unterschiedlich hohe Flächen springen und laufen. Deshalb haben wir ihn gefragt, welche Ratschläge er Fotografen gibt, die bereit sind, Freerunning und andere hochkarätige urbane Sportarten zu fotografieren.

Die besten Aussichten finden

„Gerade bei schnellen und unberechenbaren Sportarten wie Parkour ist eine gute Vorbereitung für die Aufnahmen unerlässlich“, sagt Samo. „Es klingt offensichtlich – aber bevor man sich auf den Weg macht, muss man sich vergewissern, dass man alle wichtigen Sachen dabei hat: Die richtigen Objektive, geladene Akkus und Ersatz-Speicherkarten.“

Samo rät dazu, für die Aufnahme alles zu planen, was man machen will. „Bevor ich meine Canon EOS-1D X Mark II aus dem Koffer hole, spreche ich mit den Athleten und schaue mich genau um, damit ich sicher bin, wo sich die Standorte für die perfekte Aufnahme befinden“, sagt er.

Auch die Wahl der richtigen Objektive ist entscheidend. „Das Fotografieren mit den vielseitigsten und robustesten Objektiven ist unerlässlich, da die Ausrüstung ein paar Schläge einstecken muss“, erklärt Samo.

Schnell schießen und nach Details suchen

„Für die Aufnahme rasanter Stadtsportarten empfehle ich ein Weitwinkelobjektiv wie das Canon EF 16-35mm f/2.8L III USM für ein zuverlässiges und vielseitiges Erlebnis. Für die Aufnahmen aus der Distanz ist das Canon EF 70-200mm f/2.8L IS II USM eine großartige Option, damit man sich perfekt auf das Detail konzentrieren und den Athleten vom Hintergrund isoliert darstellen kann.“

Parkour-Athleten sind ständig in Bewegung – es ist schwierig, diese Sportart mit der Kamera festzuhalten. Für die besten Ergebnisse empfiehlt Samo, die Kontrolle über die Belichtungseinstellungen zu übernehmen.

„Um die ganze Action einzufangen, schlage ich vor, mit der kürzest möglichen Belichtungszeit zu fotografieren“, sagt er. „Das Minimum ist 1/1.000 Sek. oder kürzer, der Autofokus wird auf AI-Servo eingestellt und die höchstmögliche Bildrate gewählt.“

Wenn man Neuling in der Sportfotografie ist, empfiehlt Samo die neue spiegellose Systemkamera von Canon – die EOS M50. „Die ist sehr leicht, kann bis zu 10 Bilder pro Sekunde aufnehmen, filmt mit 4K-Auflösung und überträgt Bilder nahtlos in die Cloud oder zum Smartphone“, sagt er.

4 Mann, die auf einem Kran auf Containern laufen

© Samo Vidic

Die Techniken üben

Ob Sie nun Parkour fotografieren oder eine andere Sportart in der Stadt aufnehmen wollen – Samos Ratschlag ist stets derselbe: Man sollte so viel wie möglich üben. „Fotografieren in allen Lichtsituationen und aus verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven“, rät er.

„Und zum örtlichen Sportverein gehen und dort seine fotografischen Fähigkeiten verfeinern und die Einstellungen und Fähigkeiten der Kamera besser verstehen lernen. Erfolg kommt nicht von heute auf morgen – deshalb ist Übung einfach unerlässlich. Brechen Sie aus der Routine aus, probieren Sie neue Dinge und machen Sie einfach mal etwas anderes.“

Für weitere Arbeiten von Canon Ambassador Samo Vidic besuchen Sie einfach seine Website und lernen dort auch sein Projekt über Sportler mit Behinderungen kennen.

Zwei Männer springen auf ein Zugdach

© Samo Vidic



Rechte am Interview: Verfasst von David Clark