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Der sichtbare Unterschied mit Actionobjektiven

Actionfotografen versuchen immer den Betrachter in das Bild hineinzuziehen, so dass er denkt, er sei mitten im Geschehen– auf dem Safarijeep oder neben dem Vogel herfliegend.

Eine beliebte Art dies zu erreichen ist es das Motiv bildfüllend abzubilden und es in jedem Detail zu zeigen. Manchmal ergibt sich die Möglichkeit, dass man sich nur wenige Meter vom Ort der Action entfernt positioniert. Normalerweise werden Sie jedoch hinter die Absperrungen oder einen Zaun gezwungen, von wo aus Sie das Geschehen aus der Ferne verfolgen müssen. In solchen Fällen benutzt man am besten ein Objektiv mit langer Brennweite, um Fotos zu machen, die einen in das Zentrum des Geschehens bringen.

Die Brennweite wird bei einem Objektiv in mm angegeben. Je größer die Zahl, also je länger die Brennweite, desto stärker vergrößert das Objektiv die Abbildung auf dem Sensor der Kamera. Grundsätzlich bezeichnet man ein Objektiv mit einer einer Brennweite von mehr als 85mm als Teleobjektiv. Um jedoch Nahaufnahmen weit entfernter Actionszenen zu machen, brauchen Sie ein Objektiv mit einer Brennweite von mindestens 200mm, wie beispielsweise das EF-S 55-250mm 1:4-5.6 IS STM oder das EF 70-300mm 1:4-5,6 IS USM. Diese Telezoomobjektive bieten einen vielseitigen Brennweitenbereich und sind bei Actionfotografen besonders beliebt, da sie die Distanz von Aufnahmeposition zu Motiv überbrücken.

Schauen wir uns einige Beispiele an:

Kart-Bilder-Unterschiedliche-Brennweiten

Alle drei Bilder wurden mit einer häufig verwendeten EOS Kamera mit APS-C-Sensor aus der selben Position und von der selben Seite der Strecke aufgenommen. Das erste Bild wurde mit Brennweite 55mm gemacht. Die typische Brennweite, die man mit einem Kit-Objektiv wie dem EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS STM erhält. Man sieht die Reifenbegrenzung und es baut sich keine Verbindung zur Action auf. Das Motiv ist einfach zu klein im Bild. Das nächste Bild, das mit Brennweite 200mm aufgenommen (EF-S 55-250mm 1:4-5,6 IS STM), zeigt eine deutlich bessere Bildkomposition und man kann schon mehr Details des Motivs erkennen. Allerdings gibt es immernoch zu viel ablenkenden Hintergrund. Mit einer 300mm-Brennweite, beispielsweise mit einem EF 70-300mm 1:4-5,6 IS USM, füllt die Action das ganze Bild ganz aus und es gibt keine Hintergrundelemente, die ablenken. Der Betrachter ist mitten drin.

Action-Kart-Rennen-55mm55mm
Action-Kart-Rennen-300mm300mm

Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein Objektiv mit langer Brennweite die Einschränkungen der Aufnahmeposition aufhebt. Im ersten Bild mit 55mm, der typischen Brennweite eines Kit-Objektivs, spielt sich die Action in der Mitte der Rennstrecke ab und somit ist es unmöglich ihr während des Rennrns physisch nah zu kommen. Bei 300mm lassen sich Vordergrund, Hintergrund und sogar der Himmel ausblenden, um das perfekte Bild aufzunehmen.

Action-Kart-Rennen-55mm55mm
Action-Kart-Rennen-300mm300mm

Bei dieser Aufnahme befand sich der Fotograf außerhalb der Strecke hinter einer niedrigen Umzäunung. Mit einem Standard-Kit-Objektiv bei maximaler Brennweite lässt es sich kaum vermeiden, die Reifenflanke im Vordergrund und den Streckenposten im Hintergrund mit aufzunehmen. Mit einem 300mm-Objektiv wird jedoch eine Aufnahme möglich, in der man die Entschlossenheit in den Augen des Fahrers erkennen kann!

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