Canon Explorer: Martin Osner

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© Martin Osner, Canon Explorer
Aufgenommen mit EOS 5D, EF 16-35 mm 1:2,8L USM, Belichtung 1/400, 1:5,6, ISO 400
„Felsmuster“

Einer meiner Grundsätze, die ich meinen Schülern versuche beizubringen, lautet, so nah an das Motiv heranzugehen wie möglich. „Geht einfach immer näher heran, bis Ihr schließlich dagegen stoßt“, sage ich oft scherzhaft, „und macht dann einfach einen Schritt zurück.“ Je enger der Kontakt zum Motiv, umso leichter fällt es, deine Komposition zu vereinfachen. Ich rate außerdem dazu, die Kamera nicht auf Augenhöhe zu positionieren, sondern lieber eine erhöhte oder niedrige Position zu wählen. Auf diese Weise nimmt der Betrachter einen anderen als den gewohnten Blickwinkel ein, wodurch das Bild interessanter wird.

Die Flechte, obwohl nur sehr klein, macht dieses an sich einfache Bild so interessant. Der Kreis ist eine Urform der visuellen Gestaltung und trägt dazu bei, die Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten. Dieses Bild habe ich für den Umschlag meines neuen Buches „Fingerprint of creation, colours textures and patterns“ (Fingerabdruck der Schöpfung – Farben, Texturen und Muster) gewählt.

Ich fotografiere viele einfache Texturen, so wie sie in Felsenformationen vorkommen, manchmal als Nahaufnahme mit einem Makro-Objektiv oder, abhängig von der Größe des Motivs, mit einem Weitwinkel-Zoomobjektiv. Ich versuche, das Motiv zu isolieren, sodass ein maßstäblicher Vergleich mit der Umgebung unmöglich wird. Dieses Bild wurde in Coffee Bay an der Wild Coast in Südafrika aufgenommen.

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© Martin Osner, Canon Explorer
Aufgenommen mit EOS 5D, EF 16-35 mm 1: 2,8L USM, Belichtung 1/60, 1:8, ISO 250
„Sonnenuntergang am Atlantik“

Ich versuche immer, den exakten Bildausschnitt an der Kamera festzulegen, anstatt mich auf den Zuschnitt bei der Nachbearbeitung zu verlassen. Durch diese Art von Selbstdisziplin konzentrierst du dich einfach stärker auf das, was du erreichen willst, und erzielst zum Zeitpunkt der Belichtung die besten Ergebnisse.

Dies war auch bei dieser Aufnahme der Wolken der Fall. Das Bild wurde in Kapstadt, also an der Atlantikseite der südafrikanischen Halbinsel, aufgenommen. Eine Kaltfront brachte eine Wetterverschlechterung, und der Himmel kündet ihr Heraufziehen an. Diese Art von Wolken bildet sich ca. einen Tag vor dem Eintreffen der Kaltfront. Um zeitlich besser planen zu können, schaue ich mir also oft die Bilder von Wettersatelliten an.

Kapstadt ist berühmt für seine dramatischen Sonnenuntergänge, und das warme Licht des späten Nachmittags verleiht dem Bild Textur.

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