Lichttechniken verstehen

Lichttechniken verstehen

Lichttechniken verstehen

Lichttechniken verstehen

Lichttechniken verstehen

Meine neue EOS 750D, Anleitung 5: Licht verstehen

In diesem Guide geht es um das Licht. Licht ist ein essentieller Bestandteil der Fotografie und das Wissen um seine Eigenschaften und die optimale Nutzung ist für jeden ernsthaft an der Fotografie interessierten Anwender ein wichtiger Schritt zu optimalen Ergebnissen.

Die Belichtung kontrollieren

Ihre Kamera analysiert ständig das in der Szene vorhandene Licht. Sie können das direkt sehen: Drücken Sie den Auslöser halb durch – Sie werden erkennen, dass sich Belichtungszeit, Blende und ISO abhängig von der Lichtsituation ständig verändern (schauen Sie auf die Zahlen in der Sucheranzeige). Die richtige Kombination dieser Einstellungen führt zu einem Bild mit angemessener Helligkeit, man nennt das Belichtung.

Licht verstehen – Canon

Sehen Sie sich diese drei Aufnahmen an: das obere Bild wird als „unterbelichtet“, das mittlere als „richtig belichtet“ und das untere als „überbelichtet“ bezeichnet. Das heißt aber nicht automatisch, dass das mittlere Bild das Beste ist. Die richtige Belichtungseinstellung hängt allein von Ihrer kreativen Intention ab.

Im Automatik-Modus berechnet zwar Ihre Kamera die Belichtungswerte für Sie – das Ergebnis kann jedoch von Ihren Vorstellungen abweichen. Zum Beispiel wird ein Bild von einem Kind bei Kerzenlicht eventuell zu hell oder ein Bild von einer Person vor einem hellen Fenster zu dunkel. Wenn Sie wissen, wie man die Belichtungszeit beeinflussen kann – also das Bild heller oder dunkler zu machen – verfügen Sie über eine großartige Möglichkeit, Ihre Bilder zu verbessern.

In der Einsteiger-Anleitung „Mit der Schärfe experimentieren“ (Guide 3) haben wir uns mit den unterschiedlichen Kreativmodi beschäftigt. Diese Modi ermöglichen eine gezielte Steuerung der „Belichtungskorrektur“. Drücken Sie die „Av+-“ Taste und setzten das Hauptwahlrad ein, um die Belichtung zu erhöhen (aufhellen) oder zu reduzieren (abdunkeln). (siehe Blende und Belichtungskorrektur)

Licht verstehen – Canon

Licht und Schatten

Nachdem wir jetzt wissen, wie man die Belichtung kontrolliert, werfen wir einen genaueren Blick auf die Eigenschaften des Lichts. Obwohl das Tageslicht nur aus einer einzigen Lichtquelle kommt – der Sonne – ändern sich die Lichteigenschaften in Abhängigkeit von Uhrzeit, Ort und Wetter. Diese Faktoren beeinflussen die Art des Lichts und haben eine starke Auswirkung auf Ihre Bilder.

Am frühen Morgen oder späten Nachmittag steht die Sonnen niedrig und taucht alles in ein orangefarbenes, warmes Licht. Diese Lichtbedingungen sind ideal für Außenaufnahmen – sie führen zu weitaus angenehmeren Fotos als zur Mittagszeit in praller Sonne, wenn das Licht gleißend weiß ist und Farben und Details überstrahlt.

Licht verstehen – Canon

Beachten Sie den Unterschied beim Warten auf den Sonnenaufgang im oberen Bild. Im Vergleich dazu wirkt das untere Bild flach und die Farben sind ausgewaschen.

Der Schattenwurf, seine Länge und die Ausrichtung haben großen Einfluss auf Bilder, die bei Tageslicht aufgenommen wurden. Direktes Sonnenlicht wirft klar umrissene und harte Schatten, bewölkter Himmel hingegen erzeugt ein weiches Licht mit weichen Schatten. Porträtfotografen schätzen seit jeher dieses diffuse Licht, da es weiche Schatten hervorruft.

Licht verstehen – Canon

Dieses Porträt wurde zwar bei direktem Sonnenlicht gemacht, es entstand jedoch kurz vor Sonnenuntergang mit leichter Bewölkung und diffusem Licht. Es gibt wohl kaum ein besseres Licht für Porträtaufnahmen mit seinen weichen Schatten für äußerst schmeichelhafte und warme Hauttöne.

Die Aufnahmeposition hat ebenfalls Einfluss auf die Wirkung unserer Bilder. Bei Porträts sollten sie nicht in Richtung der Sonne fotografieren, stattdessen besser eine Position im rechten Winkel zu den Sonnenstrahlen wählen. Die Kamera erhält bei Änderung Ihrer Aufnahmeposition unterschiedliche Informationen zur Belichtungsmessung. Verwenden Sie zur Steigerung der Bildwirkung die erwähnte Belichtungskorrektur.

Wenn Sie beispielsweise in Richtung der Sonne fotografieren, können Sie die Belichtung erhöhen, um das Motiv im Vordergrund optimal abzubilden. Beim Sonnenuntergang führt eine Verringerung der Belichtung zu noch intensiveren und warm wirkenden Farben im Bild. Einfach mal ein paar Änderungen der Belichtung ausprobieren – Sie können danach einfach die Bilder, die Ihnen nicht gefallen, löschen.

Farbtemperatur

Wir haben bereits erwähnt, wie sich die Farbe des Lichts ändern kann – warm am Ende des Tages und kalt in der Mittagszeit. Ihre Kamera erkennt diese Unterschiede in der Farbtemperatur sehr gut und gleicht dies durch einen internen Vorgang aus, der als Weißabgleich bezeichnet wird.

In der Grundeinstellung ist der „Automatische Weißabgleich“ (AWB) aktiviert und kümmert sich um die Schwankungen der Farbtemperatur. Probieren Sie einmal aus, wie sich die Wirkung Ihrer Bilder ändert, wenn Sie die Einstellung des Weißabgleichs ändern – etwa auf die voreingestellten Werte Tageslicht, Schatten, Bewölkt, Kunstlicht oder weißes Leuchtstofflicht. Möglicherweise gefällt Ihnen das Ergebnis einer bestimmten Einstellung – vergessen Sie jedoch nicht, beim Wechsel Ihres Standortes wieder den automatischen Weißabgleich zu aktivieren.

Licht verstehen – Canon

Der Weißabgleich ist ein sehr wichtiges Werkzeug bei Innenaufnahmen, weil dort die Farbtemperatur schnell wechseln kann und der Kamera dann eventuell Probleme bereitet. Das haben Sie wahrscheinlich schon einmal beobachtet, wenn Ihre Bilder bei Innenaufnahmen einen orangefarbenen Farbstich hatten. (Wechseln Sie auf die Einstellung Kunstlicht, falls dies eintritt.)

Licht verstehen – Canon

Diese Aufnahme holt das beste aus der bewölkten Stimmung heraus – sie zeigt Texturen und Details bei minimalem Anteil des Himmels. Es war eine Aufnahme im RAW-Format und der Weißabgleich „Weiße Leuchtstofflampe“ verleiht ihr einen kühlen, bläulichen Schatten.

Wenn Sie in „RAW“ aufzeichnen, können Sie die Daten am PC mit Digital Photo Professional öffnen und probieren dort einfach die unterschiedlichen Einstellungen zum Weißabgleich aus. (siehe Mit RAW arbeiten)

Wir hoffen, dass Ihnen diese und die anderen Anleitungen dieser Serie einen guten Start zu besseren Bildern ermöglicht haben. Wahrscheinlich haben Sie erkannt, dass es neben einer vielseitigen und leistungsstarken Kamera nur weniger Grundkenntnisse bedarf, um seine fotografischen Fertigkeiten zu verbessern. Natürlich gibt es eine Menge zu lernen – der beste Weg ist aber, alles selbst auszuprobieren und die in diesen Anleitungen beschriebenen Techniken anzuwenden. Je mehr Sie diese Techniken nutzen, desto mehr werden diese zur Selbstverständlichkeit und gehen in „Fleisch und Blut“ über – der beste Weg, um großartige Bilder zu machen.

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Blendenstufe und Einfluss auf die Belichtung

Jede „Blendenstufe“ hat einen bestimmten Einfluss auf die Menge des von der Blendenöffnung durchgelassenen Lichts. Ein um eine Stufe geringerer Blendenwert verdoppelt die Lichtmenge, ein Wechsel auf die nächst kleinere Stufe verdoppelt die durchgelassene Lichtmenge erneut. Über die Belichtungskorrektur können Sie die Belichtung um bis zu ± 3 Blendenstufen anpassen. Wenn Sie eine größere Kontrolle über die Belichtung wünschen, wechseln Sie in den manuellen Modus.

Mit RAW arbeiten

RAW ist ein Dateiformat, das die digitalen Bilddaten nicht komprimiert – im Gegensatz zum JPG oder JPEG Format, bei dem Bilddetails durch Kompression verloren gehen können. Die Bilddateien sind dementsprechend groß und benötigen viel Speicherplatz.

Für die Bearbeitung von RAW-Daten benötigen Sie Software wie Canon Digital Photo Professional (DPP), das sich auf der Software-CD im Lieferumfang der Kamera befindet.

Aufnehmen, Teilen und Betrachten mit #MyNewCanon #CanonUsingLight

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