Filme drehen


Jetzt versuchen Sie Video – Canon

Meine neue EOS M3, Anleitung 6: Jetzt versuchen Sie Video aufzunehmen

Da Sie nun wissen, wie man bessere Fotos macht, wird es Zeit, Ihre Kreativität auf Videos auszuweiten.

Die gute Nachricht: Ihre Kamera kann großartige Videos aufnehmen, jedoch unterschiedet sich der Aufnahmestil ein wenig vom Fotografieren. Sie müssen sich zunächst Gedanken über die Geschichte machen, die Sie erzählen möchten und dann die einzelnen Elemente dieser Geschichte aufnehmen, um sie vom Anfang bis zum Ende zu erzählen.

Welche Geschichte?

Wir alle schauen uns gern Online-Videos an und diejenigen, die eine Geschichte erzählen, selbst wenn diese nur ein paar Sekunden lang ist, bereiten uns die meiste Freude.

Wenn Sie zum ersten Mal ein Video aufnehmen, beginnen Sie zur Übung am besten mit einer einfachen Geschichte. Wir haben die Geschichte ausgewählt, wie man eine Tasse Kaffee zubereitet. Da dies eine einfache Geschichte ist, können Sie ihr gut folgen und das wird Ihnen helfen, Ihre eigen Videos zu strukturieren.


Wir haben eine Serie kurzer Clips zusammengestellt, um daraus ein 60-Sekunden-Video zu machen. Sie könnten das selbe machen und ein Familienmitglied dabei filmen, wie es beispielsweise ein Zelt aufbaut, einen Kuchen backt oder eine Mahlzeit zubereitet. Sehen Sie sich das Video an und zählen dabei die Sekunden bis zur jeweils nächsten Einstellung. Sie werden überrascht sein, wie oft Sie das in den meisten Videos finden

Filmen Sie kurze Sequenzen

Praktisch jedes großartige Video ist eine Serie von kurzen Clips. So ist es beispielsweise sinnvoller, bei der Aufnahme nicht zu zoomen, sondern lieber eine Einstellung aufzunehmen und dann mit der Kamera einen anderen Standort zu wählen und einen weiteren Clip aus einem anderen Blickwinkel oder einer anderen Entfernung zu drehen. Eine der ersten Einstellungen sollte ein Gesamtbild sein, das den Kontext der Geschichte darstellt. Danach sollten einige Nahaufnahmen kommen, die dem Betrachter die wichtigsten Motive des Videos nahe bringen. Durch das Zurückgehen auf einen weiteren Blickwinkel können Sie dem Video weitere Elemente hinzufügen.

Ganz wichtig beim Filmemachen ist es, genug Material zu haben, aus dem man später den Gesamtfilm zusammenstellen kann. Nehmen Sie auch einige kurze Clips von eher unwichtigen Elementen auf, die so genannte „B-Roll“. Diese Clips sind ideal, um die einzelnen Abschnitte der Geschichte miteinander zu verbinden.

Vergessen Sie die Regeln für die Bildkomposition bei Fotos nicht, die wir in der (Anleitung 1: Was ist eine Bildkomposition?) behandelt haben, sie gelten auch für Videos. Vergessen Sie dabei nicht, dass Videos für gewöhnlich im Querformat betrachtet werden, sowohl auf dem Computer als auch auch auf einem TV-Gerät.

Wie ist das mit den Kameraeinstellungen?

Das Einstellen des Movie Modus ist ganz einfach: Sie müssen nur das Modus-Wahlrad der Kamera in die Movie-Position bewegen.

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Am besten lassen Sie die Kamera die Einstellungen automatisch übernehmen, so dass Sie sich ganz auf Ihr Video konzentrieren können. Es gibt aber auch einige sinnvolle Optionen, die man ganz einfach durch Drücken der Taste [Q] erreicht.

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Auflösung und Bildrate (1)

Ein Film ist nichts anderes, als ganz viele schnell hintereinander gezeigte Einzelbilder. Daher ist es wichtig, zu entscheiden, welche Auflösung und welche Bildrate man wählt. In den meisten Situationen ist es am besten, mit voller Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) bei 25 Bildern pro Sekunde (B/s) zu drehen. Die Bildrate ist bei Innenaufnahmen mit Lichtquellen, die mit Netzstrom betrieben werden, besonders wichtig, um einen Flackereffekt zu vermeiden.

Video-Schnappschuss (2)

Im Modus Video-Schnappschuss nimmt die Kamera kurze Clips mit einer Dauer von 2, 4 oder 8 Sekunden auf, die dann kameraintern zusammen gefügt werden. Diese Clips werden auf der Speicherkarte aufgezeichnet und als ein Film abgespielt.

Automatisch oder manuell belichten

Wenn Sie mit Ihrer Kamera Videos drehen, können Sie zwischen automatischer und manueller Belichtung wählen. Meist ist die automatische Belichtung ideal, weil sie dafür sorgt, dass die Kamera die Belichtung für die entsprechende Szene optimiert.

Wie auch beim Fotografieren wählt man die Blende manuell, wenn man die Schärfentiefe bestimmen möchte; wie groß der Schärfebereich vor und hinter dem fokussierten Motiv sein soll.

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Wenn Sie eine Person filmen, wählen Sie eine Blende von 4-5,6, um das Motiv vom Hintergrund zu trennen. Für weitere Bildwinkel und Action, bei denen einge größere Schärfentiefe erforderlich ist, wählt man eine Blende von 8 – 16, um einen größeren Bereich im Fokus zu haben.

Die Regeln für die Belichtung gelten gleichermaßen für Fotos und Videos. Zur Erinnerung können Sie sich die Anleitung 5 - Licht verstehen noch einmal ansehen.

Miniatur-Effekt

Bei Videoaufnahmen bietet die Kamera einen weiteren interessanten Effekt: Der Miniatur-Effekt kann Ihrem Film einen völlig anderen Look verleihen.

Wo fokussiert man

Natürlich können Sie Ihre Kamera beim Videodreh automatisch fokussieren lassen, aber wenn Sie alles genau im Griff haben wollen, dann sollten Sie manuell fokussieren. Wenn Sie den Fokus auf manuell eingestellt haben, dürfen Sie nicht vergessen, vor jedem Videoclip neu zu fokussieren.

Sie können unterschiedliche Fokussiermethoden wählen: Entweder werden Gesichter automatisch erkannt und kontinuierlich im Fokus gehalten oder Sie wählen einen spezifischen Punkt im Bild, den Sie fokussieren möchten. Zu diesem Zweck brauchen Sie den Punkt einfach nur auf dem Touchscreen anzutippen.

Movie Servo AF

Movie Servo AF führt beim Filmen die Schärfe kontinuierlich auf das Motiv nach, so dass es immer im Fokus bleibt. Sollten Sie ein statisches Motiv filmen, dann ist es besser, Movie Servo AF durch Tippen auf das entsprechende Symbol auf dem Touchscreen zu deaktivieren oder den Autofokus beim Objektiv am seitlichen Schalter auf Manuell umzustellen.

Es klingt so gut, wie es aussieht

Der Ton ist eines der wichtigsten Elemente eines großartigen Videos. Einige meinen, er sei sogar noch wichtiger, als die Bilder. Bevor Sie mit der Videoaufnahme beginnen, sollten Sie genau auf die Umgebungsgeräusche achten – Ihr Gehirn kann solche Geräusche herausfiltern, die Kamera kann das jedoch nicht.

Das interne Mikrofon Ihrer DSLR ist empfindlich und wird auch den Ton aus der Umgebung Ihrer Kamera mit aufnehmen, einschließlich Ihrer Stimme und eventueller Bediengeräusche der Kamera. Filmen Sie zum Beispiel ein Interview, so wird auch das Mikrofon näher an den Befragten gebracht, wenn Sie die Kamera näher zu der Person bewegen. Vergessen Sie nicht, dass der Mensch hinter der Kamera ihr am nächsten ist und er sich deshalb besonders ruhig verhalten muss.

Ihre EOS Kamera verfügt über einen Mikrofoneingang (MIC) zum Anschluss eines externen Mikrofons. Wenn Sie in Ihrem Video ein Gespräch aufnehmen möchten, platzieren Sie das externe Mikrofon in der Nähe der Personen, um störende Nebengeräusche weitestgehend zu vermeiden.

Ihre Apps herunterladen

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Entdecken Sie die Grundlagen der DSLR-Fotografie, und lernen Sie Ihre Kamera besser kennen.

Die Canon Camera Connect App verbindet Ihre Canon Kamera mit einem Apple oder Android Mobilgerät. Übertragen Sie die Bilder von der Kamera auf das Mobilgerät, damit Sie sie einfach teilen können oder verwenden Sie das Mobilgerät zur Fernsteuerung der Kamera und noch vielem mehr.

Tipps

Zusätzlicher Akku

Beim Videodreh verbraucht die Kamera mehr Strom als beim Fotografieren. Daher ist es empfehlenswert, einen zusätzlichen geladenen Akkus mit sich zu tragen.

Speicherkarten

Videodateien werden ununterbrochen auf der SD-Karte der Kamera aufgezeichnet. Daher ist es empfehlenswert, eine Karte mit schneller Übertragungszeit einzusetzen.  Karten mit der Bezeichnung Class 10 oder UHS-1 sind für die Videoaufzeichnung am besten geeignet.

Stativ und Bildstabilisator (IS)

Beim Filmen ist ein Stativ ideal, um die Kamera ruhig zu halten. Es ist für den Betrachter sehr störend, wenn das Bild bei jedem Clip wackelt. Wenn Sie mit einem Objektiv mit Bildstabilisator (IS) filmen und die Kamera auf einem Stativ montiert haben, so empfiehlt es sich, den IS über den Schalter an der Seite des Objektivs auszuschalten. Aber nicht vergessen, den IS wieder zu aktivieren, wenn Sie die Kamera vom Stativ nehmen.

Schauen Sie sich die einzelnen Sequenzen an, aus denen ein Video zusammengestellt ist

Versuchen Sie einmal einen Fernsehfilm oder einen Kinofilm anzuschauen und dabei mitzuzählen, wie lang die einzelnen Sequenzen in einer Szene sind. Die durchschnittliche Länge einer solchen Sequenz beträgt ganze vier Sekunden, bevor die Einstellung sich ändert. Sie sollten das auch so machen.

Aufnehmen, Teilen und Betrachten mit #MyNewCanon #MakingMovies

Jetzt sind Sie so weit, dass Sie mit dem Video-Schnappschussmodus arbeiten und durch das Zusammenfügen mehrerer Clips eine kurze Video-Geschichte erzählen können, die Sie dann mit anderen EOS Besitzern unter dem Tag #MyNewCanon #MakingMovies auf unserer Facebook-Seite teilen können.

Ihre Ergebnisse teilen

Versuchen Sie einmal, mit dem Video-Schnappschussmodus zu filmen und teilen Sie Ihre besten Ergebnisse.