Schneebaum von Michael „Nick“ Nichols

Canon Master Michael „Nick“ Nichols ist preisgekrönter Fotograf, dessen Arbeiten ihn bereits in die entlegensten Gebiete der Welt geführt haben. Es wurde 1996 vom National Geographic Magazin als Fotograf engagiert und im Januar 2008 zum Sonderredakteur ernannt.

Zur Titelgeschichte der Dezemberausgabe des National Geographic im Jahr 2012 gehörte ein fünfseitiges Ausklappbild eines von Nick fotografierten 3.200 Jahre alten und 74 Meter hohen Riesenmammutbaums.

Nick erstellte das Bild aus 126 Fotos, die über einen Zeitraum von 45 Minuten mithilfe innovativer Techniken während eines heftigen Schneesturms in Kalifornien aufgenommen wurden.

Schneebaum von Michael Nick Nichols – Canon
© Schneebaum von Michael „Nick“ Nicols – Canon EOS 1D Mark IV

Wir haben Nick bei einem seiner Außeneinsätze getroffen und uns mit ihm über seinen Aufenthalt im Yellowstone Nationalpark in diesem Winter, die Herausforderungen beim Fotografieren von Schnee sowie die Geschichte hinter seiner erstaunlichen Aufnahme unterhalten.

Über seinen Aufenthalt in Yellowstone in den Wintermonaten

„Ich befinde mich derzeit auf einem einjährigen Fotoprojekt zur Dokumentation des Ökosystems im Yellowstone Nationalpark. Gerade ist Brunftzeit für Elche, was wirklich faszinierend ist und gleichzeitig bedeutet, dass der Winter vor der Tür steht. Der Winter kommt hier schnell und früh. Die Temperaturen können bis minus 40 Grad erreichen, und wir erwarten bis zu 15 Meter Schnee. Wir halten uns also in den kommenden Monaten in der Nähe des Old Faithful auf und benutzen zur Fortbewegung Schneemobile.“

Über das Fotografieren im Schnee

„Ich lerne immer noch dazu, wenn es darum geht, im Schnee zu fotografieren! Frischer Schnee hat seine eigene Tonalität. Er lässt scheinbar alle Makel der Welt verschwinden und verpasst allem einen neuen Anstrich. Diese märchenhafte Eigenschaft lässt alles leiser und langsamer erscheinen, selbst in der Großstadt.

Zwar dreht sich das Rad des Lebens natürlich weiter, dennoch macht sich eine besinnlichere Stimmung breit. Schnee vermittelt ein Gefühl der Trennung. Er hat so etwas Schönes an sich, da er alles so frisch aussehen lässt und die Welt in ein anderes Licht taucht. Man möchte bei einem Schneesturm hinaus gehen, um ihn zu fotografieren.

Ein wichtiger Punkt beim Fotografieren von Schnee ist die Verwendung eines Belichtungsmessers und die Kamera so einzustellen, dass mehr Licht eindringt. Kameras gehen automatisch davon aus, Grau zu sehen. Bei hellem Schnee müssen Sie dies also korrigieren, um die richtige Belichtung zu erhalten.“

Die Geschichte hinter „Schneebaum“

„Dieser Baum wird auch Der Präsident genannt und ist der zweitgrößte Baum der Welt. Von den Wissenschaftlern wurde er erst datiert, als wir dieses Foto aufnahmen.

Wir haben dieses Bild etwa zwei Jahre lang geplant. Ein Jahr vorher habe ich den Baum vermessen. Die Idee bestand darin, einen 45-Minuten-Schnappschuss der 3.200 Jahre aufzunehmen, die sich dieser Baum bereits dort befindet. Es ist kein zusammengesetzte Falschfarbenbild – wir haben den Baum in einer einzigen Sitzung aufgenommen – teilweise auch deshalb, weil der Schneesturm so heftig war! Ich habe aber auf den Schnee gewartet, als mir klar wurde, dass es noch spektakulärer wirken würde.

Wir haben zwei Wochen damit verbracht, alle Vorbereitungen vor Ort zu treffen und die Komposition zu erstellen. Wir haben ein Zugseilsystem verwendet, das den Baum nicht beschädigt. Ich habe mit drei Canon 1D Mark IV Kameras mit 35mm 1.4 L Objektiven gearbeitet. Wir haben sie auf einer Plattform gestapelt und sie dann jeweils zwei Meter nach unten bewegt, wobei wir die Belichtungszeiten auf dem Weg nach unten angepasst haben, um ein hochauflösendes Porträt des gesamten Baumes zu erhalten. Die Fotos wurden dann manuell am Computer zusammengefügt. Das Bild ist so hoch aufgelöst, dass wir nach großen Gebäuden suchen, auf die wir es projizieren können. So haben die Menschen Gelegenheit, alles zu sehen.

Wir preisen häufig Tieraufnahmen von Elefanten und Löwen, aber dieses Foto würdigt einen Baum, der uns von der Zeit geschenkt wurde. Meine große Hoffnung ist, dass dieses Bild die Menschen dazu ermutigt, einfach mal innezuhalten und einen Augenblick nachzudenken. Die Welt dreht sich so schnell, und, um es in den Worten von Joni Mitchell zu sagen, man weiß etwas erst zu schätzen, wenn man es verloren hat.“

Gestatten, Ekaterina Mukhina: Canon Explorer

Wir haben uns kürzlich mit Canon Explorer Ekaterina Mukhina getroffen, um herauszufinden, was sie am Winter am meisten mag, und um mehr über die Geschichten hinter ihren Fotos zu erfahren.

Ekaterina fotografiert bereits, seit sie 16 war. Im Jahr 2000, nach ihrem Abschluss an der Moskauer Akademie für Fotografie, erwarb sie ihre erste Canon Filmkamera, um hobbymäßig Extremsportarten zu filmen. Seit 2003 konzentriert sie sich hauptsächlich auf das Fotografieren von Personen und Veranstaltungen als freiberufliche Fotografin.

Ekaterina kann bereits auf mehr als 400 Hochzeiten und Porträt-Fototermine zurückblicken. Ihre Arbeiten haben sie von ihrer Heimat Russland nach Europa, Nord- und Südamerika, die Karibik, Asien und Afrika sowie jüngst in den Südpazifik und nach Neuseeland geführt.

Schneebaum von Michael Nick Nichols – Canon
©Ekaterina Mukhina – Canon EOS 1D X

Was gefällt Ihnen am Winter am besten?

„Als Hochzeitsfotografin bin ich hauptsächlich in den Sommer- und Herbstmonaten beschäftigt. Im Winter erhalte ich also die Gelegenheit, wegzufliegen und Urlaub zu machen. Ich liebe das Freeskiing und das Snowboarden, sodass ich meinen Urlaub meist mit Wintersportarten verbringe. Doch selbst wenn ich nicht arbeite, trage ich meine Kamera immer bei mir!

Als leidenschaftliche Fotografin von Hochzeiten an Urlaubsorten finde ich immer einen Moment für kreative Lifestyle-Fotografie – insbesondere, wenn wir uns an einem außergewöhnlichen Ort befinden.

Erzählen Sie uns mehr zu Ihrem Foto

Schneebaum von Michael Nick Nichols – Canon

„Es wurde in Neuseeland aufgenommen, wo ich mit Freunden im Urlaub war. Wir haben eine Schiffstour unternommen, um den Doubtful Sound und die umliegenden Fjorde zu sehen.

Spät am Abend ging ich an Deck, um den wundervollen Nachthimmel der südlichen Hemisphäre zu genießen. Es gab diesen schönen, intimen Moment zwischen einem Paar, das sich ebenfalls an Deck befand. Ich habe mich also kurzfristig entschlossen, die großartige Kombination aus Boot, einem wunderschönen klaren Himmel und dem Paar zu nehmen, um dieses Bild zu kreieren.

Ein Stativ war nicht nötig, da meine Kamera, eine Canon 1D X, sich hervorragend für Fotografien bei schwachem Licht eignet.“