Expertentipps: Herbsthimmel

Filter

Es gibt zwei verschiedene Filter, die vor dem Objektiv angebracht werden können, um die Einzelheiten am Himmel besser hervorzuheben.

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Spiegelung, © Mazen Abdulmalek 2011, Canon EOS 60D

Polfilter
Mit einem Polfilter können Wolken besonders von blauem Himmel hervorgehoben werden. Mit dem Filter wird das Licht aus den blauen Bereichen herausgefiltert, das blauen Himmel normalerweise auf Fotos weiß erscheinen lässt.

Setzen Sie den Filter vor das Kameraobjektiv, und sehen Sie durch den Sucher Ihrer EOS oder auf das Live View-Bild auf dem LCD-Bildschirm. Drehen Sie den Filter, bis das Blau die gewünschte Farbsättigung hat.

Die Wirksamkeit eines Polfilters ist am stärksten, wenn Sie einen Bereich am Himmel aufnehmen, der im rechten Winkel zur Sonne steht. Mittags, wenn die Sonne am höchsten steht, ist dieser Bereich am Horizont in allen Richtungen. Bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, wenn die Sonne im Osten oder im Westen steht, wird die Wirksamkeit des Filters nur am Horizont im Norden und Süden erreicht.

Gradationsfilter
Eine weitere Möglichkeit, die Belichtung zwischen Himmel und Landschaft auszubalancieren, ist die Verwendung eines graduellen Neutraldichtefilters. Wie der Name bereits erahnen lässt, ist der Filter ungetönt an einer Seite und weist nach oben hin zunehmend eine graue Dichte auf. Der Filter wird so am Objektiv befestigt, dass der Bereich mit der grauen Dichte den Himmel bedeckt. Dadurch wird die Menge des einfallenden Himmelslichts, das auf den Kamerasensor trifft, reduziert und damit die Belichtung mit der der Landschaft ausbalanciert.

Die Belichtung sollte vor der Anbringung des Filters durch Messung des Landschaftsbereichs bestimmt werden. Notieren Sie sich die ausgewählte Verschlusszeit und Blendenöffnung, und stellen Sie diese Werte dann manuell an der Kamera ein. Dadurch wird verhindert, dass sich die Messwerte nach der Anbringung des Filters wieder ändern.

Der nützlichste Gradationsfilter ist rechteckig. Dieser wird in eine vorn am Objektiv befestigte Halterung gesteckt. Der Filter lässt sich nach oben und unten verschieben, sodass der getönte Bereich über den Himmel platziert werden kann, selbst wenn sich der Horizont nicht in der Mitte des Bildausschnitts befindet.

Hoher Dynamikumfang (HDR)
Mit HDR wird eine Serie von Fotos (oftmals drei Fotos) von exakt derselben Szene mit unterschiedlicher Belichtung aufgenommen (Unterbelichtung, richtige Belichtung und Überbelichtung). Das unterbelichtete Bild zeigt eine gute Belichtung des Himmels. Die Bilder mit der richtigen Belichtung und der Überbelichtung zeigen die Landschaftsdetails. Diese Bilder werden von der Kamera zu einem Bild kombiniert, auf dem die Details sowohl in den hellen Bereichen als auch im Schatten herausgebracht werden.

Einige der neueren EOS-Kameras bieten bereits eine HDR-Einstellung. Sie können diesen Effekt jedoch auch dann erzielen, wenn Ihre EOS nicht mit dieser Funktion ausgestattet ist. Nehmen Sie zunächst drei Bilder mit der Belichtungsreihenautomatik (Auto Exposure Bracketing, AEB) auf, um den Belichtungsbereich zu erhalten. Übertragen Sie diese Bilder auf Ihren Computer, und fügen Sie sie mithilfe des HDR-Tools der mit Ihrer Kamera mitgelieferten Digital Photo Professional (DPP) Software zu einem einzelnen Foto zusammen, das die Details im gesamten Bereich erfasst.

Stellen Sie sicher, dass Sie über die aktuelle Version der Software verfügen, indem Sie hier klicken.

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