Tutorial für EOS

Um Bewegung in Ihren Bildern zu erfassen, müssen Sie sich entscheiden, ob Sie die Action einfrieren möchten ODER ob Sie mittels kreativer Unschärfeeffekte die Bewegung in Ihren Fotos vermitteln möchten. Wofür Sie sich entscheiden, hängt ganz davon ab, welche Aussage Ihr Foto für den Betrachter haben soll. Wenn Sie die Gefühle auf dem Gesicht eines Tennisspielers in einem bestimmten Augenblick einfrieren, hat diese Aufnahme eine andere Aussage als ein Bild, das die Bewegung auf dem gesamten Spielfeld mittels Unschärfeeffekt wiedergibt. Beide Lösungen können höchst beeindruckend sein.

Ganz gleich, welche Kamera Sie verwenden, es gibt zahlreiche Methoden, um Bewegung effektiv festzuhalten, kreativ zu gestalten und mit Ihren Aufnahmen eine Geschichte zu erzählen. Canon Tutor Brian Worley erklärt, wie Sie das Beste aus Ihrer Kamera herausholen. Zudem verrät er nützliche Aufnahmetipps für Ihre LEGRIA und erklärt, wie Sie dynamische Bilder voller Bewegung auf Ihrem PIXMA Drucker ausdrucken können.

Techniken zum Einfangen von Bewegung mit EOS

Es gibt mehrere Techniken zum Einfangen von dynamischen Bildern bewegter Motive mit Ihrer EOS DSLR. Diese umfassen:

  • Verwendung von langen oder kurzen Verschlusszeiten
  • Schwenken der Kamera mit der Bewegung des Motivs 
  • Aufnahmen mit Mehrfachbelichtung

Techniken zum Einfangen von Bewegung mit EOS – Canon
Krystian Olszanski, WakeRide 2010
Creative-Commons-Lizenz – Namensnennung, keine Bearbeitung

Zum Festhalten von bewegten Motiven müssen Sie den zutreffenden Autofokus-Modus verwenden. Häufig ist es sinnvoll, die Serienbildfunktion zu nutzen, mit der eine Reihe von Bildern schnell festgehalten werden kann.

Erste Schritte:

Anpassen der Verschlusszeit

Wie Bewegung in Ihren Fotos eingefangen wird, hängt in erster Linie von der Verschlusszeit ab, die Sie auswählen. Durch kürzere Verschlusszeiten wird die Bewegung eingefroren, während die Bewegung bei längeren Verschlusszeiten mit einem Unschärfeeffekt wiedergegeben wird. Es ist jedoch wichtig, Verschlusszeiten im richtigen Verhältnis zur Geschwindigkeit Ihres Motivs auszuwählen. Um die Bewegung eines Rennwagens einzufangen, ist eine sehr viel kürzere Verschlusszeit erforderlich als bei einem Spaziergänger.

Die Zeit, die der Verschluss geöffnet ist, wird in Sekunden bzw. Sekundenbruchteilen gemessen. Wenn der Verschluss über einen kürzeren Zeitraum geöffnet ist, erfasst die Kamera ein bewegtes Motiv, als wäre es eingefroren.

  • Die Verschlusszeit kann gewählt werden, wenn Ihre Kamera auf die Blendenautomatik (Tv) oder den manuellen Modus (M) eingestellt ist. 
  • Drehen Sie das Moduswahlrad Ihrer EOS DSLR auf den Modus Tv (oder M), und verwenden Sie dann das Hauptwahlrad neben dem Auslöser, um Ihre ausgewählte Verschlusszeit einzustellen. 
  • Kürzere Verschlusszeiten liegen in der Regel bei 1/500 Sek. oder kürzer. EOS Kameras bieten kurze Verschlusszeiten bis zu 1/4.000 Sek. oder sogar 1/8.000 Sek. 
  • Wenn Sie die Bewegung eines Motivs unscharf einfangen möchten, müssen Sie eine lange Verschlusszeit verwenden. Lange Verschlusszeiten fangen in der Regel bei 1/30 Sek. an, wobei EOS Kameras eine Verschlusszeit von bis zu 30 Sekunden bieten.

Anpassen der Verschlusszeit – Canon
Phil Chiorean, Winter
Creative-Commons-Lizenz – Namensnennung, keine Bearbeitung

Erste Schritte mit dem Sportmodus

Der Sportmodus, der auf der EOS und einigen anderen Kameras von Canon vorhanden ist, eignet sich hervorragend, um schnelle Bewegungen und Sportarten automatisch mit der Kamera einzufangen.

Er ändert die Standard-Einstellungen der Kamera und optimiert sie für das Einfrieren von Bewegungen, das Nachverfolgen von bewegten Motiven und Reihenaufnahmen.

Für die Aufnahme entfernter Motive werden bei schnellen Sportarten häufig längere Brennweiten verwendet. Wenn Sie den Sportmodus auswählen, optimiert Ihre Kamera automatisch die ausgewählten Verschlusszeiten für das verwendete Objektiv.

Hilfreiche Tipps für die Verwendung des Sportmodus

Wenn Sie den Sportmodus verwenden, speichert die Kamera den Fokus nicht, wenn der Auslöser halb heruntergedrückt wird. Stattdessen wird das Motiv nachverfolgt, wenn es näher kommt oder sich entfernt und wenn es sich innerhalb des Bildes bewegt.

  • Um sicherzustellen, dass Ihre Kamera Ihr Motiv bestmöglich nachverfolgt, empfiehlt es sich, das Motiv zu Beginn möglichst in der Mitte des Suchers zu halten. 
  • Zudem sollten Sie, lange bevor das Motiv die ideale Position in der Szene erreicht, mit der Nachverfolgung beginnen.

Lange Objektive

Objektive mit längeren Brennweiten halten Bilder mit einem engeren Bildwinkel als das menschliche Auge fest. Diese Objektive werden in der Regel für Sport- und Naturaufnahmen eingesetzt. Objektive mit längeren Brennweiten lassen Motive auf dem Bild größer erscheinen und bringen Sie näher an das Geschehen heran. Objektive mit einer längeren Brennweite als 70 mm sind lange bzw. Teleobjektive.

Verwenden einer schnellen Speicherkarte mit großem Speicher

Wenn Sie mit Ihrer EOS Bewegung erfassen, ist es sinnvoll, Reihenaufnahmen zu machen, um die beste Aufnahme nicht zu verpassen. Hier haben wir einige hilfreiche Tipps:

  • Stellen Sie den Modus für schnelle Reihenaufnahmen ein, damit die Kamera eine Bildsequenz aufnimmt, während der Auslöser gedrückt wird. 
  • Verwenden Sie große Speicherkarten mit hohen Schreibgeschwindigkeiten, um sicherzustellen, dass die Kamera in einer einzelnen Sequenz mehr Bilder aufnehmen kann. 
  • Für Reihenaufnahmen im höchstmöglichen Umfang sollten Sie das Aufnahmeformat der Kamera auf JPEG einstellen.

Schwenken – Bewegen Ihrer Kamera mit Ihrem Motiv

Das Verfolgen Ihres Motivs mit der Kamera wird als Schwenken bezeichnet. Das Meistern dieser Fähigkeit erfordert Zeit und Übung, daher sollten Sie nach Möglichkeit regelmäßig üben.

Bewegen Ihrer Kamera mit dem Motiv – Canon
Dennis van Zuijlekom, Sprint
Creative-Commons-Lizenz – Namensnennung, keine Bearbeitung

Wenn Sie an Ihren Fähigkeiten arbeiten möchten, eignen sich Fahrradfahrer hervorragend als bewegte Motive. Die ideale Schwenkaufnahme entsteht, wenn Sie Ihre Kamera mit derselben Geschwindigkeit wie das Hauptmotiv bewegen, sodass dieses eingefroren erscheint und der Hintergrund durch die Bewegung unscharf wirkt. Wenn Sie Fahrzeuge fotografieren, lassen die Räder die Bewegung erkennen, doch das Fahrzeug selbst hebt sich gestochen scharf vor einem gleichmäßig unscharfen Hintergrund ab.

Das Schwenken kann auch verwendet werden, um eine Reihe von bewegten Motiven aufzunehmen, z. B. Autos auf einer Rennstrecke. Die Kombination eines gestochen scharf aufgenommenen Autos vor einem unscharfen Hintergrund vermittelt dem Betrachter das Gefühl von Geschwindigkeit.

Verwenden Sie für Motive, die sich langsamer bewegen, die Blendenautomatik (Tv) und wählen Sie die Verschlusszeit selbst aus.

Versuchen Sie etwas Neues: Erzeugen von Bewegung durch Zoomunschärfe

Zoomsequenz oder Zoomunschärfe ist ein fotografischer Effekt voller Bewegung. Sie können diesen Effekt mit einer EOS DSLR, einem Zoomobjektiv und einem optionalen Stativ ausprobieren.

Erzeugen von Bewegung durch Zoomunschärfe – Canon
© Doug Wheller – Zoomsequenz Tapete
Namensnennung-Nicht kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen – Keine Änderungen wurden vorgenommen

Für diesen Effekt zoomen Sie hinein oder heraus, während Sie ein Foto mit langer Belichtungszeit aufnehmen, was dazu führt, dass die Aufnahme von der Mitte nach außen hin unscharf wird.

Ihr Bild erscheint entweder von Bewegung erfüllt oder wirkt abstrakt – je nachdem, wie Sie es aufnehmen. Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie mit der Zeitlänge experimentieren. Hier finden Sie jedoch Anweisungen für die ersten Schritte:

  • Wählen Sie den Tv-Modus auf Ihrer EOS DSLR, und wählen Sie eine Verschlusszeit von 1 bis 4 Sekunden. 
  • Zoomen Sie so nah wie möglich an Ihr Motiv heran, und fokussieren Sie darauf. Speichern Sie den Fokus, indem Sie auf die Taste <AF-ON> (AF-EIN) auf Ihrer Kamera drücken. 
  • Wenn Sie kein Stativ haben, lehnen Sie sich irgendwo an, um Ihre Kamera stabil zu halten. 
  • Zoomen Sie heraus, ohne den Fokus zu ändern, und zwar bis zum weitesten Winkel, den Sie einfangen möchten. 
  • Drücken Sie auf den Auslöser, und zoomen Sie an das Motiv heran, bis es das gesamte Bild ausfüllt. Versuchen Sie, so gleichmäßig wie möglich zu zoomen.

Haben Sie ein Zoombild aufgenommen, das Sie gerne teilen möchten? Laden Sie es in die Galerie hoch.

Werfen Sie einen Blick auf die nachfolgend aufgelisteten Objektive von Canon:

EF-S 55-250mm f/4-5.6 IS STM

EF-S 55-250mm f/4-5.6 IS STM

Ein kompaktes Tele-Zoomobjektiv, das Sie ganz nah an die Action bringt. Der optische Bildstabilisator reduziert durch Kamerawackler verursachte Unschärfen. STM Technologie für die kontinuierliche, leise Scharfstellung beim Videodreh.

EF 70-300mm f/4-5.6 IS USM

EF 70-300mm f/4-5.6 IS USM

Der innovative dreistufige Bildstabilisator (IS) macht das EF 70-300 mm 1:4-5,6 IS USM zum idealen Telezoom für Aufnahmen bei schwacher Beleuchtung und mit langer Verschlusszeit, da keine Verwacklungsunschärfen entstehen.

ERWEITERTE TIPPS

Blendenautomatik (Tv) oder manuelle Belichtung

Wenn Sie mit den erweiterten Funktionen der EOS vertraut sind, versuchen Sie, mit der Blendenautomatik (Tv) zu experimentieren, die die Bewegung Ihres Motivs entweder einfrieren oder mit einem kreativen Unschärfeeffekt festhalten kann.

Blendenautomatik oder manuelle Belichtung – Canon
Fred Mancosu, Roll n’ Rock
Creative-Commons-Lizenz – Namensnennung, keine Bearbeitung

Mit dem Modus für manuelle Belichtung (M) erhalten Sie die vollständige Kontrolle über die Belichtung, weshalb dieser Modus manchmal von professionellen Fotografen bevorzugt wird. Sie erzielen die besten Ergebnisse, wenn Sie einige Einstellungen ausprobieren und herausfinden, welche für Ihren Fotografiestil am besten geeignet ist.

Bildstabilisator 2 für Schwenkaufnahmen

Viele längere Objektive von Canon verfügen über mehrere Bildstabilisatoren; wählen Sie, wenn möglich, Modus 2 über den Schalter an der Seite des Objektivs, wenn Sie mit Ihren Motiven schwenken. Wichtiger Hinweis:

  • Sie können in jede beliebige Richtung schwenken – horizontal oder vertikal. 
  • Es ist am besten, mit dem Schwenken zu beginnen, bevor Sie auf den Auslöser drücken, und nach Beenden der Belichtung die Kamera noch etwas weiter zu bewegen. Dadurch stellen Sie sicher, dass Sie die Kamera bei Schwenkaufnahmen mit gleichmäßiger Geschwindigkeit bewegen. 
  • Wenn Sie ein Objektiv mit einem Bildstabilisator verwenden, hat dieses ggf. keinen Schalter für die Modusauswahl. Das bedeutet in der Regel, dass das Objektiv die Schwenkrichtung von selbst erkennt und automatisch zum Bildstabilisator 2 wechselt.

Aufnahmen mit Mehrfachbelichtung

Eine Reihe der aktuellen EOS Kameras, z. B. EOS 7D Mark II und EOS 5D Mark III, umfassen auch eine Funktion für die Mehrfachbelichtung. Diese kann zusammen mit dem Reihenaufnahmemodus verwendet werden, um die verschiedenen Aktionsphasen in einer einzelnen Aufnahme festzuhalten.

Um das Beste aus der kameraeigenen Funktion für die Mehrfachbelichtung herauszuholen, ist ein heller Szenenhintergrund sinnvoll, wenn das Motiv dunkel ist, und ein dunkler Hintergrund, wenn das Motiv hell ist.

Zeitraffer

Bei Bewegung geht es nicht immer um schnelle Action – mit Zeitrafferfotografie können Sie in regelmäßigen Abständen eine Reihe von Aufnahmen machen, um die Illusion von Bewegung oder Zeitverlauf zu erzeugen. Wolken bewegen sich schnell über den Himmel, wenn eine Zeitraffersequenz wiedergegeben wird. Kurz gesagt, mit Zeitraffer können Sie sich langsam bewegende Motive und Szenen beschleunigen.

Um Zeitrafferaufnahmen festzuhalten, müssen Sie eine lange Bildsequenz in regelmäßigen Intervallen festhalten. Es gibt drei Möglichkeiten, die Aufnahme zu steuern.

  • Die Software EOS Utility kann für die Aufnahme von Zeitraffersequenzen in regelmäßigen Abständen verwendet werden, indem Sie Ihre Kamera über ein Kabel verbinden und den Auslöser über Ihren PC oder Mac steuern. 
  • Ein Canon Timer Controller TC-80N3 kann mit mehreren EOS Kameras verwendet werden, um den Auslöser in programmierten Intervallen zu betätigen. 
  • Die EOS 7D Mark II verfügt über einen Intervall-Timer im Kameramenü, damit Sie einstellen können, dass die Kamera in vordefinierten Intervallen Bilder aufnimmt.

Sobald eine Zeitraffersequenz von Einzelbildern aufgenommen wurde, müssen Sie die Einzelbilder zu einer Filmaufnahme zusammenfügen. Die nachfolgend aufgelisteten Objektive von Canon eignen sich besonders gut für Zeitrafferaufnahmen:

EF 70-200mm f/4L IS USM

EF 70-200mm f/4L IS USM

Canons erstes Wechselobjektiv mit vierstufigem Bildstabilisator zeichnet sich nicht nur durch seine kompakte und leichte Bauform aus, es besticht auch durch seine professionelle Qualität, die Garant für eine überragende optische Leistung und einen hohen Bedienkomfort sind.

EF 70-200mm f/2.8L IS II USM

EF 70-200mm f/2.8L IS II USM

Das EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM ist ein leistungsstarkes Telezoomobjektiv für Profifotografen. Seine besonders robuste Konstruktion, der optische Bildstabilisator für bis zu vier Stufen längere Verschlusszeiten und Speziallinsen machen das Objektiv zur Empfehlung im professionellen Alltag.

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