Ratgeber: Nahaufnahmen

Der nächste Schritt

Ein Standardobjektiv reicht für den Einstieg in die Makrofotografie aus, aber es gibt Spezialobjektive und Zubehörteile, um wirklich nahe an Ihr Motiv heranzugehen.

Makro-Objektive
Dieser Objektivtyp ist speziell für Nahaufnahmen geeignet und bietet eine Vergrößerung im Verhältnis 1:1 (1:1 bedeutet, dass Ihr Motiv in Lebensgröße auf dem Bildsensor der Kamera abgebildet wird). Makro-Objektive können auch für Porträtaufnahmen eingesetzt werden. Für APS-C-Sensoren empfiehlt sich als Einsteigermodell das Canon EF-S 60 mm 1:2,8 Macro USM, für Vollformatsensoren das Canon EF 100 mm 1:2,8 Macro USM. Das EF 100 mm 1:2,8 L Macro IS USM bietet Hybrid IS-Bildstabilisierungstechnologie, die es Ihnen ermöglicht, einige Makroaufnahmen auch ohne Stativ aus der Hand zu machen. Alle diese Makro-Objektive sorgen für eine überragende Schärfeleistung bis in die Bildecken, einen ausgezeichneten Kontrast und hervorragende Bildqualität.

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Erdbeere und Schokolade, © Alejandro Ruiz, Canon EOS 7D

Nahobjektiv
Diese Objektive werden vorne auf das vorhandene Objektiv geschraubt und wirken sozusagen wie ein Vergrößerungsglas. Sie sind sehr kompakt und daher das ideale Zubehör für das leichte Reisegepäck. Canon bietet zwei Typen an Nahobjektiven, wobei das 250D leistungsstärker als das 500D ist.

Zwischenringe
Eine weitere Option für Makro-Aufnahmen mit Ihrem aktuellen Objektiv besteht in der Verwendung von Zwischenringen. Diese werden zwischen das EOS-Gehäuse und das Objektiv geschraubt, sodass auf Motive im Nahbereich fokussiert werden kann. Von Canon sind die beiden Zwischenringe EF12 II und EF25 II erhältlich. Der Zahlenwert bezieht sich auf die Länge des Rings: Der 25-mm-Ring bietet eine stärkere Vergrößerung als der 12-mm-Ring. Damit die Qualität Ihres Objektivs erhalten bleibt, enthalten Zwischenringe kein Glas, es ist jedoch mehr Licht für eine korrekte Belichtung des Motivs erforderlich.

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Kupferoxidkristall, © Matteo Chinellato, Canon EOS 5D Mark II

Erweiterte Einstellungen an der EOS
Wenn Sie in ein Spezialobjektiv oder Zubehör für Makroaufnahmen investiert haben, ist es lohnenswert, sich die Kameramodi anzuschauen, die Ihnen mehr Kontrolle über die Belichtungseinstellungen bieten, z. B. Zeitautomatik (Av) oder Manuell (M). Damit können Sie die Schärfentiefe regulieren. Hier finden Sie weitere Informationen zu diesen Modi.

Wenn Sie ein Stativ verwenden, finden Sie hier noch einige Tipps, wie Sie noch mehr Stabilität erreichen. Das Betätigen des Auslösers am Kameragehäuse kann zur Verwacklung führen. Wenn es für die Aufnahme nicht auf den exakten Auslösezeitpunkt ankommt, stellen Sie den Selbstauslöser auf 2 Sekunden ein, damit zum Aufnahmezeitpunkt keine Erschütterung mehr vorhanden ist. Alternativ können Sie auch einen Fernauslöser an Ihre EOS anschließen. So können Sie den richtigen Moment für die Aufnahme wählen, ohne die Kamera berühren zu müssen.

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Zuckersüß, © Luis Pineda Garcia, Canon EOS 500D

Der letzte Schliff
Sie haben wahrscheinlich einige Zeit auf die perfekte Komposition Ihrer Makroaufnahmen verwendet. Es ist also sinnvoll, die Aufnahme im RAW-Format vorzunehmen und ihren Bildern mit der Digital Photography Professional-Software (DPP) von Canon den letzten Schliff zu geben. Tools zur Nachbearbeitung, wie Objektivkorrektur, Weißabgleich und Zuschnitt, machen Ihre Fotos zu etwas ganz Besonderem. Ein Tutorial zu DPP finden Sie hier.

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