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Techniken in der Naturfotografie mit Canon Tutor Brian Worley

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© „Pferd im Morgengrauen“, aufgenommen mit einer Canon EOS 30D von Photophilde

Eines der Geheimnisse toller Naturfotografie ist das Verständnis von Verhaltensmustern von Tieren und die Verwendung der richtigen Ausrüstung für die jeweilige Aufnahmesituation, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Großartige Ergebnisse kann man eigentlich mit jeder Kamera von Canon erzielen. Verwendet man eine Spiegelreflexkamera, hat man allerdings eine größere Auswahl an Objektiven, was natürlich mehr Möglichkeiten eröffnet. 

Lassen Sie sich von den Werken der Canon Botschafter und Canon Kundschafter inspirieren, die sich auf Naturfotografie spezialisiert haben. Eine ganze Reihe von ihnen hat bereits beim Wettbewerb „The Wildlife Photographer of the Year“ gewonnen oder ist für seine eingereichten Bilder hochgelobt worden. Zu den Namen, die Sie sich merken sollten, gehören Charlie Hamilton-James, Brent Stirton und Michael „Nick“ Nichols.

Naturaufnahmen mit der EOS

Eine EOS Spiegelreflexkamera bietet tolle Vielseitigkeit, wenn es darum geht, alle möglichen Motive vom Regenwurm bis zum Elefanten aufs Bild zu bannen. Hier verraten wir Ihnen einige praktische Tipps, die Ihnen zu herausragenden Bildern verhelfen können.

Verwenden eines Tele- oder Zoomobjektivs

Mit Tele- oder Zoomobjektiven haben Sie die Möglichkeit, Tiere aus sicherer Entfernung zu fotografieren. Das ist besonders wichtig, wenn Sie beispielsweise Aufnahmen von Löwen, Grizzlybären oder Krokodilen in Aktion machen wollen.

Wenn Sie bereits eine EOS Spiegelreflexkamera besitzen, ist ein Teleobjektiv als Wechselobjektiv eine nützliche Wahl. Und wenn Sie gerade erst mit der Naturfotografie anfangen: Einige Kameras von Canon sind im Paket mit gleich zwei Zoomobjektiven zu haben – einem Standardzoomobjektiv und einem Telezoomobjektiv.

Ruckelfreie Aufnahmen mit kurzen Verschlusszeiten

Wenn Sie Teleobjektive oder Telezoomobjektive verwenden, müssen Sie auf kürzere Verschlusszeiten achten (mindestens 1/50 s), damit Sie scharfe Bilder mit klaren Details erhalten. Einige Tiere bewegen sich sehr schnell –halten Sie mit ihnen mit!

Verwenden Sie den im Einstiegssegment gebotenen Sportmodus bei EOS Kameras der Mittelklasse, um schärfere Bilder zu erhalten – das gilt bei Geparden genau wie bei Faultieren. Vergessen Sie außerdem nicht, im Zusammenspiel mit Ihren Teleobjektiven den Bildstabilisator zu aktivieren, der gewährleistet, dass Sie mit jedem einzelnen Foto scharfe Ergebnisse erzielen.

Techniken für Fortgeschrittene: Makrofotografie

Was ein Makroobjektiv so schön macht, ist die Möglichkeit, Dinge näher betrachten zu können, als es mit dem Auge, auf dem Bildschirm oder im Druck möglich wäre. So können Sie winzige Insekten als spektakuläre, glubschäugige Monster zeigen oder Details hervorheben, die dem menschlichen Auge normalerweise verborgen blieben.

Makrofotografie von lebenden Motiven kann eine echte Herausforderung darstellen. Sie benötigen also die richtige Ausrüstung und jede Menge Geduld, um wahrhaft herausragende Bilder aufzunehmen.

Steuerung der Schärfentiefe

Die Schärfentiefe sicher im Griff zu haben, ist wesentlich in der Makro-Naturfotografie. In der Standardfotografie wird häufig auf den Zeitautomatik-Modus (AV-Modus) zurückgegriffen. In der Makrofotografie ist das Gegenteil angeraten. Aufgrund der geringen Entfernung wird die Blende auf einen Wert zwischen 1:16 oder 1:22 oder noch weiter geschlossen, um eine maximale Schärfentiefe zu erzielen und dafür zu sorgen, dass das komplette Foto scharf bleibt.

Verwenden Sie im Zusammenspiel mit der Tele- oder Makrofotografie den Bildstabilisator, vor allem, wenn Sie die Kamera bei der Aufnahme in der Hand halten. Sollten Sie Ihre Kamera allerdings auf einem Stativ montiert haben, ist es besser, den Bildstabilisator auszuschalten.

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© „Nationalpark Grand Teton“, aufgenommen mit einer EOS 5D Mark II von James Chang

Scharfstellen

Tiere sind ziemlich unberechenbar. Deshalb sollten Sie wissen, wie Sie das aktive Messfeld Ihrer Kamera verwenden und zwischen One-Shot-AF und AI-Servo-AF umschalten. Auf diese Weise verpassen Sie nicht den richtigen Moment, wenn es darauf ankommt. Das eine oder andere Experiment unter Verwendung der manuellen Scharfstellung bei langsamen oder unbeweglichen Objekten kann sicher nicht schaden, etwa bei sich suhlenden Nilpferden oder dahintrottenden Elefanten.

Sehen Sie sich auch unsere anderen Tutorials an. Sie enthalten noch mehr nützliche Tipps und Tricks.