A snail travels through the reflection of a big wheel in Vienna.

NATURAUFNAHMEN

So macht man beeindruckende Wildlife-Aufnahmen: die Natur berücksichtigen

Die österreichischen Naturschutz-Fotografen Christine Sonvilla und Marc Graf haben überall auf dem Planeten Wildlife-Aufnahmen gemacht. Vom österreichischen Bergluchs bis zum sehr scheuen bengalischen Tiger haben sie hunderte Bilder gemacht, die in der Öffentlichkeit für Aufmerksamkeit gesorgt haben. Die beiden haben sich an der Universität Wien kennen gelernt, wo sie sich mit dem Thema Naturschutz beschäftigten. Sie entdeckten ihr gemeinsames Interesse an der Fotografie und erkannten, dass sie damit der Natur eine Stimme geben konnten.

Marc gibt ein Beispiel dafür, wie dies einen Unterschied machen kann: „Ende 2016 veröffentlichten wir das erste hochauflösende Foto eines in den österreichischen Bergen aufgenommenen Alpen-Luchses. Das war für uns sehr aufregend, denn es gab über ganz Österreich verteilt nur 10 bis 15 Exemplare zu dieser Zeit und außerdem zwei Fälle von Luchswilderei. Wir haben versucht, unsere Botschaft vom Luchsschutz über alle möglichen Medien in Österreich zu verbreiten. Wir wurden vom Radio und Fernsehen interviewt und hatten mehrere Titelgeschichten in den österreichischen Zeitungen.“

Christine ergänzt: „Wir schätzen, dass etwa 1,5 bis 2 Millionen Menschen von unserer Aktion erfahren haben. Außerdem hatten wir auch viele Live-Auftritte und konnten live unsere Bilder und Videos zeigen und mit dem Publikum sprechen. Bei unserer Arbeit geht es darum, die Kluft zwischen der Öffentlichkeit und den Hilfsorganisationen, den NGOs, den Wissenschaftlern und den vielen Menschen zu überbrücken.“

Christine und Marc glauben, dass man nicht weit reisen muss, um großartige Wildlife-Aufnahmen zu machen. Das Ehepaar meint, dass sich eine stärkere Verbindung zur Natur aufbaut, wenn man sich die Zeit für die Tiere vor der Haustür nimmt.

Das Ehepaar war an weit entfernten und exotischen Orten unterwegs, konzentrierte sich aber dann auf ein neues Projekt – die städtische Natur in Wien mit Bildern von Kaninchen, Igeln und Eichhörnchen, um die Aufmerksamkeit auf die Tierwelt vor den Türen der Stadtbewohner zu lenken.

„Die Natur ist wirklich gleich um die Ecke, und hier beginnt unsere Verpflichtung gegenüber der Umwelt“, betont Christine. „Ich bin der festen Überzeugung, dass man diese Verbindung aufbauen sollte, um zur Erhaltung bezutragen.“

Marc und Christine experimentierten mit der Canon EOS M200, einer leichten und einfach zu bedienenden Kamera, die sich perfekt für kreativ orientierte Anfänger eignet und mit der Canon EOS 250D, der weltweit leichtesten DSLR mit dreh- und schwenkbaren Display*, die auch 4K-Videoaufnahmen ermöglicht.

„Wenn man gerade erst mit der Naturfotografie beginnt, braucht man keine Profi-Kamera mit vielen High-End Features“, sagt Marc. „Deine Ausrüstung wächst zusammen mit deinen Ambitionen.“ Mit einer großen Auswahl an verfügbaren Objektiven und Zubehör, bringen dich die beiden Kameras auf den richtigen Weg.

Hier teilen Christine und Marc mit uns ihre Tipps für starke Tierbilder.

1. Die Tiere in Ruhe lassen

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Eine der größten Herausforderungen bei Wildlife-Aufnahmen besteht darin, das Motiv nicht zu verschrecken. Die Verwendung einer Kamera mit einem leisen Auslösemodus wie die Canon EOS 250D ist eine ideale Lösung.

Wenn man die Tiere in ihrer Umgebung zeigen möchte, muss man so leise wie möglich sein, denn man will ja die Tiere mit natürlichem Verhalten zeigen – genau darauf kommt es bei der Tierfotografie an. „Ruhe ist oberstes Gebot“, sagt Christine. „Ein wichtiges Merkmale bei Wildlife-Aufnahmen ist ein geräuschloser Verschluss an der Kamera.“

Marc fügt hinzu: „Ein schnelles Autofokussystem und der Burst-Modus [wenn mehrere Fotos in schneller Folge aufgenommen werden] sind ebenfalls wichtig, um die Chancen auf ein gutes Bild zu erhöhen.“

Die Canon EOS 250D bietet neben geräuschlosen Aufnahmen im Modus Leiser Betrieb auch Reihenaufnahmen mit bis zu 5 Bildern pro Sekunde sowie zwei Autofokus-Systeme, was die Chancen auf eine gestochen scharfe Aufnahme verbessert. Die Kamera kann durch Ausschalten des AF-Hilfslichts individuell angepasst werden, d.h. das rote Licht wird nicht ausgesendet, um den Autofokus zu unterstützen. Das ist ideal, um das Motiv nicht zu stören. Der optische Sucher bietet die Wahl zwischen den optimierten AF-Feldern mit 9 Zonen oder dem Live View Modus. Der Live View Modus ermöglicht die Steuerung der Aufnahme über den Touchscreen und verfolgt das Motiv automatisch mit 143 AF-Feldern, für eine noch bessere Kontrolle kann man die 3.975 Positionen manuell auswählen.

Um die Tiere nicht zu stören, lässt sich die LCD-Helligkeit reduzieren – so wird man praktisch unsichtbar. Bei Aufnahmen ohne Blitz werden die Tiere nicht aufgeschreckt. Hierfür sollte die ISO-Empfindlichkeit erhöht werden, um so viel Licht wie möglich einzufangen. Die maximale ISO-Empfindlichkeit der Canon EOS 250D kann auf 51.200 erweitert werden. Die Verwendung eines hohen ISO-Wertes kann zu Bildrauschen führen, aber die Canon EOS 250D ist mit einer Rauschreduzierung für hohe ISO-Empfindlichkeit ausgestattet, die sich ganz einfach aktivieren lässt.

2. Kurze Belichtungszeit verhindert unscharfe Bilder

Die Erhöhung des ISO-Wertes ermöglicht kürzere Belichtungszeiten – das ist eine gute Idee, wenn man scheue Tiere wie dieses Eichhörnchen in Wien fotografiert.

Geschwindigkeit ist alles bei der Tierfotografie. Marc schlägt vor, die ISO-Werte zu erhöhen, um eine kurze Belichtungszeit auszugleichen, die man braucht, um Bewegungen ohne Bewegungsunschärfen einzufangen. „Egal was für ein Tier du fotografierst – ein hoher ISO-Wert ist immer sinnvoll. Viele Leute haben bei höheren ISO-Werten Bedenken – aber ohne geht es nicht.“

Christine ergänzt: „Wenn du den ISO-Wert nicht erhöhst, könnte das Bild unscharf werden, weil sich das Tier während einer zu langen Belichtungszeit bewegt.“ Um Unschärfe zu vermeiden, ist es wichtig, den ISO-Wert zu erhöhen, damit die Belichtungszeit kürzer wird und ein qualitativ hochwertiges, scharfes Bild gemacht wird.

Die Fotografen haben entdeckt, dass die Wahl eines hohen ISO-Wertes zur Erzielung einer kürzeren Belichtungszeit die Bildqualität bei den Kameras nicht beeinträchtigt. Sowohl die Canon EOS M200 als auch die Canon EOS 250D reichen bis ISO 25.600, wobei letztere auf ISO 51.200 erweiterbar ist.

3. Die Ausrüstung ganz gezielt zusammenstellen

Die Wahl der richtigen Ausrüstung sollte vor den Aufnahmen wohl überlegt sein. Sonst muss man sich in seinen Möglichkeiten einschränken, wenn schnelle Entscheidungen getroffen werden. Außerdem ist man dann leichter unterwegs und bleibt länger fit.

„Man braucht am Anfang nicht die ganze Ausrüstung“, rät Christine. „Starte mit einem Weitwinkel und einem Teleobjektiv, später kannst du immer noch ergänzen.“

Um eine Aufnahme eines Tieres in seiner Umgebung zu fotografieren, kannst du die Canon EOS M200 mit einem Weitwinkelobjektiv wie dem Canon EF-M 15-45mm f/3.5-6.3 IS STM kombinieren. Alternativ dazu ist das Teleobjektiv Canon EF-M 55-200mm f/4.5-6.3 IS STM ein idealer Partner, um aus der Ferne zu fotografieren und das Motiv nah heran zu holen. Für die Canon EOS 250D ist das Canon EF-S 55-250mm f/4-5.6 IS STM ein kompaktes Teleobjektiv, um nah ans Geschehen zu kommen, während das Canon EF-S 18-55mm f/3.5-5.6 IS STM Objektiv die Aufnahme von Tieren in einer Landschaft oder Stadtlandschaft mit großer Distanz ermöglicht.

4. Näher ran gehen und versteckte Details zeigen

Die Nähe zum Menschen ist eine fantastische Möglichkeit, die komplexe Schönheit der Natur hervorzuheben, die im urbanen Umfeld oft übersehen wird.

Wenn es um „das ganz große Bild“ der Natur geht, sind auch die besonders kleinen Lebewesen einen Blick wert. „Was ich an der Makrofotografie so sehr mag, ist die Möglichkeit, das zu zeigen, was sonst unbemerkt bleibt“, sagt Christine. „Es gibt so viel Schönheit in dieser so kleinen Welt.“

Makro-Enthusiasten, die die Canon EOS M200 verwenden, können das Canon EF-M 28mm f/3.5 Macro IS STM Objektiv verwenden, das nicht nur eine bis zu 1,2-fache Vergrößerung bietet, sondern als weltweit erstes Autofokus-Objektiv mit zwei integrierten, steuerbaren LEDs (Makroleuchten) für die zusätzliche Ausleuchtung des Motivs sorgt und unnötige Schatten eliminiert.

„Viele Leute denken, dass Makroaufnahmen nicht typisch für die Naturaufnahmen sind“, sagt Christine. „Aber für uns ist es wirklich wichtig, ein Portfolio zu haben, das alle verschiedenen Aspekte der Natur abdeckt. Wenn es etwas gibt, das winzig und schön ist und hervorgehoben werden muss, ist die Makrofotografie dafür das perfekte Werkzeug.“

5. Die Kamera kennen lernen

Wenn du mit deiner Ausrüstung vertraut bist, hast du mehr Zeit für die Komposition eines kreativen, faszinierenden Bildes.

Christine und Marc wissen, dass der erfolgreichste Weg für Wildlife-Aufnahmen über Geduld und Vorbereitung führt. „Wenn man die Aktionen der fotografierten Tiere vorhersieht, hat man einen Vorteil. Man sollte gut beobachten und wissen, wie sich das Tier wahrscheinlich verhalten wird“, sagt Christine.

Es ist auch wichtig, dass man mit der Kamera vertraut ist und die wichtigen Funktionen und Grenzen kennt, wenn sie eingesetzt wird. „Eine Kamera zu benutzen, die man versteht, hat unter dem Strich mehr Vorteile, als wenn man mit einem leistungsstärkeren Modell unterwegs ist, mit dem man sich nicht auskennt. Wenn das Motiv schließlich auftaucht, muss man seine Kamera in- und auswendig kennen und in der Lage sein, mit ihr richtig umzugehen, damit man schnell reagieren kann und keine kostbaren Sekunden mit der Suche nach Dingen wie etwa der Fokussierung verschwendet.“

Eines der ersten Dinge, die Marc an der Canon EOS M200 mochte, war das einfache, benutzerfreundliche Design mit dem um 180° klappbaren Touchscreen. „Sie ist einfach großartig. Man findet alles, was man braucht, innerhalb von Sekunden und sie ist einfach so schnell und superleicht zu bedienen.“

Christine fügt hinzu: „Viele Leute denken, es geht darum, eine Kamera zu haben, die scheinbar alles tut, aber in Wirklichkeit geht es mehr um die Person hinter der Kamera und darum, was man selber tun kann.“



Verfasser: Natalie Denton



*Die EOS 250D (Schwarz/Silber) ist unter allen DSLRs mit APS-C-Sensor und dreh- und schwenkbarem Touchscreen-LCD die leichteste Kamera der Welt, inklusive Akku und Speicherkarte, gemäß CIPA-Richtlinien. Stand 9. April 2019 (Canon Untersuchung).

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