Markus Varesvuo uses the Canon EOS 90D in the woods.

NATURAUFNAHMEN

Markus Varesvuo erklärt, warum die Canon EOS 90D die ideale Kamera für die Naturfotografie ist.

Der preisgekrönte Naturfotograf Markus Varesvuo lebt in der finnischen Hauptstadt Helsinki und hat sich nie weit von der Natur entfernt, an der sein Herz hängt.

Schon als Teenager hat Markus seine Liebe zur Natur entdeckt und Vögel beobachtet und fotografiert. Im Jahr 2005 hat er dann entschieden, sein Hobby zum Beruf zu machen und gab seinen Manager-Posten auf, um Naturfotograf zu werden.

Markus hat von Anfang an mit Canon gearbeitet, seinerzeit noch mit einer Kamera für Kleinbildfilme. Heute verwendet er als erfolgreicher Fotograf und Autor zahlreicher Bücher über die Vogel-Fotografie meist die professionelle und extrem schnelle Canon EOS-1D X Mark II mit einem Supertele-Objektiv.

Markus war der erste Fotograf in Europa, der die ganz neue DSLR Canon EOS 90D testen konnte. Hier erklärt er, wie die Kamera ihm zu großartigen Aufnahmen verholfen hat und wie aufstrebende Naturfotografen das Beste aus ihren Features heraus holen.

Mit ihrem 32,5-Megapixel APS-C-CMOS-Sensor und einem leistungsstarken Prozessor im kompakten DSLR-Gehäuse ist die Canon EOS 90D eine extrem reaktionsschnelle Kamera, mit der Markus feinste Details festhalten konnte. Durch den APS-C-Sensor erhalten Teleobjektive scheinbar eine größere Reichweite, und der Autofokus (AF) wird flexibel und schnell über 45 Kreuzsensoren gesteuert. Die gesamte Fokusfläche kann in Bereiche oder einzelne Punkte aufgeteilt werden, die sich mit dem Joystick verlagern lassen.

Schnelle Reihenaufnahmen mit bis zu 10 Bildern pro Sekunde (B/s) und mit iTR (Intelligent Tracking and Recognition) Fokusnachführung machen die Canon EOS 90D ideal für Naturfotografen, weil hier die Geschwindigkeit ausschlaggebend ist.

Egal, ob es sich um den Start einer Schwalbe, einen jagenden Bären oder einen vorbei fliegenden Tauchvogel handelt – sobald Markus eine Gelegenheit für ein tolles Foto sieht, muss er sie ergreifen. „Die Canon EOS 90D ist eine sehr schnelle Kamera“, sagt er. „Ich fotografiere hauptsächlich mit der professionellen Canon EOS-1D X Mark II – die Fokussiergeschwindigkeit ist wirklich mit ihr vergleichbar.“

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Markus meint, dass es in Finnland extrem einfach sei, Naturgebiete mit interessanten Motiven zu finden. Er macht angehenden Naturfotografen Mut, indem er sagt: „Egal, wo du bist – es gibt überall die Möglichkeit, interessante Orte zu entdecken. Besonders Vögel sind überall zu finden, in Städten, im Park oder an der Küste. Du musst nicht hunderte von Kilometern reisen, sie sind näher, als du denkst.“

Dazu muss man jedoch die Umgebung gut kennen. Auch lohnt es sich nochmals zu einem Ort zurück zu kommen, um mit anderem Licht oder anderen Blickwinkeln zu arbeiten. „Das Wichtigste an der Vogelfotografie ist jedoch, sich selbst genau zu kennen. Wie nah kann ich heran gehen? Brauche ich ein Versteck? Wenn man die Vögel aufscheucht, bekommt man kein gutes Bild“, erklärt er.

Markus Tipps für die Naturfotografie

1. Jeden Fokuspunkt ausnutzen

Manchmal muss Markus Stunden oder sogar Tage warten, bis er das perfekte Bild hat. Aber Geduld ist nur eine der Eigenschaften, die ein Naturfotograf haben muss. Du musst auch unglaublich schnell reagieren können, da der einmalige Moment in ein paar Sekunden bereits vorbei sein kann. „Ich reagiere sehr schnell“, erklärt er. „Aber auch die Kamera und das Objektiv müssen da mithalten. Je mehr Bilder pro Sekunde eine Kamera aufnimmt, umso besser – und dasselbe gilt für den Autofokus.“

Vogelfotografen kennen das nur zu gut: Ein scharfes Bild von einem fliegenden Vogel zu erhalten, ist für das AF-System einer Kamera eine große Herausforderung.

„Wenn ich einen fliegenden Vogel fotografiere, verwende ich meist alle AF-Felder der Kamera – bei der Canon EOS 90D sind das 45. Der Autofokus ist so gut und so vielseitig, dass es einfach ist, den Vogel im Fokusbereich zu halten. Das einzige, was ich manchmal verändere, ist die Nachführempfindlichkeit. Wenn im Hintergrund viel los ist, dann reduziere ich die Empfindlichkeit“, sagt er.

2. Bewegungen mit AI Servo nachverfolgen

Eines von Markus Lieblingsvogelmotiven ist der Prachttaucher. Während diese Vögel anmutig auf der Wasseroberfläche schwimmen, gibt es keinen großen Kontrast zwischen dem sommergrauen Gefieder des Taucherkopfes und den dunklen Hintergründen, die Markus bevorzugt.

Trotzdem ist es für die Canon EOS 90D kein Problem, den Fokus auf das glutrote Auge des Vogels zu legen und es zu verfolgen. „Die Taucher bewegen sich recht langsam auf dem Wasser, so dass ich neun Fokuspunkte verwende“, sagt Markus. „Ich verwende AI Servo, um den Vogel zu verfolgen und ihn scharf im Bild zu halten. Mit dem Joystick wechsele ich dann den Fokuspunkt. In der Vogelfotografie verändert sich eine Situation oft schnell, und mit dem Joystick kann man sehr gut darauf reagieren“, ergänzt er.

3. Mit kurzen Belichtungszeiten die Action einfrieren

Reihenaufnahmen mit hohen Bildraten sind wichtig zum Festhalten der flüchtigen Momente, in denen ein Vogel agiert – sei es bei seiner Jagd nach Beute oder in der Paarungszeit. „Um das perfekte Bild zu bekommen, muss der Vogel in der richtigen Position im Bild sein. Da helfen 10 Bilder pro Sekunde, um den optimalen Moment festzuhalten“, erklärt Markus.

Nicht immer kommen die Vögel bei perfekten Lichtverhältnissen aus der Deckung, und selbst an den herrlich langen Sommertagen in Finnland arbeitet Markus oft bei wenig Licht. „Um die Action in solchen Situationen einfrieren zu können, muss man eine hohe ISO-Einstellung verwenden. Für mich ist es ganz normal, mit ISO 6.400 oder sogar noch mehr zu arbeiten“, sagt Markus. Die Canon EOS 90D bietet eine maximale ISO-Empfindlichkeit von 25.600, so dass auch bei wenig Licht problemlos fotografiert werden kann.

Man braucht auch kurze Belichtungszeiten – aber das hängt auch vom jeweiligen Vogel ab. „Für Stallschwalben brauche ich 1/3.200 Sekunden; die großen Graueulen sind nicht sehr schnell, da reichen 1/2.000 Sekunden oder sogar 1/1.000 Sekunden. Selbst bei guten Lichtverhältnissen braucht man da eine hohe ISO-Einstellung, um solche Belichtungszeiten zu realisieren“, ergänzt er.

4. Länger Aufnehmen dank Akku mit hoher Kapazität

Ob Markus Wasservögel auf einem See fotografiert oder Eulen unter den dichten Baumkronen des finnischen Waldes – er ist oft meilenweit von Dörfern und Siedlungen entfernt, so dass eine lange Akkureichweite unerlässlich ist. Natürlich kann man zahlreiche geladene Akkus mit zum Shooting nehmen, aber es ist auch entscheidend, dass ein Akku lange durchhält.

Der Akku der Canon EOS 90D hat eine Kapazität für bis zu 1.300 Aufnahmen (CIPA-Standard, inkl. Blitznutzung) – das kann im Sommer bei warmen Temperaturen ein ganzer Aufnahmetag sein.

The back of a Canon EOS 90D, showing an owl on the screen.

5. Mit hoher Auflösung fotografieren

Markus liefert seine Bilder an Zeitschriften- und Buchverlage. Auch wenn die Größe der benötigten Bilder erheblich variieren kann, muss doch die Qualität immer auf dem höchsten Niveau sein. „Meine Bilder landen an den unterschiedlichsten Orten und werden auf vielfältige Art verwendet. Für eine Ausstellung muss ein Bild einen Meter breit sein – oder noch größer“, sagt er.

Dank des 32,5-Megapixel-Sensors der Canon EOS 90D kann Markus Dateien für Großformatdrucke liefern, und es ist sogar noch genug Auflösung vorhanden, um einen Bildausschnitt festzulegen. „Das gibt eine enorme Freiheit bei der Nachbearbeitung am Computer, weil ich die Bildkomposition im Nachhinein nach Belieben verändern kann.“

Verfasser: Kevin Carter

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