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Werbeaufnahmen einer Luxusyacht mit der EOS C700

Cinematographer Steve Lawes and First AC Ben Margitich film a luxury river yacht at night on the Thames in central London with the Canon EOS C700.

In einem zunehmend visuellen Zeitalter sind hochwertige Bilder ein überaus wichtiges Element der Markenwerbung. Als der Luxusyachthersteller Woods' Silver Fleet einen Werbefilm für sein Flaggschiff, die Silver Sturgeon, in Auftrag gab, sollte daher etwas ganz Besonderes entstehen.

„Woods wollte die Silver Sturgeon von der Masse der Touristenyachten abheben und ihr gehobenes Niveau in Szene setzen“, so James Bennett, Produzent und Regisseur des Films von der Content-Marketingagentur Televisual Creative.

„Um das zu erreichen, wollten wir dem Film eine traumähnliche Qualität verleihen, wodurch der Aufenthalt an Bord der Luxusyacht für den Zuschauer zum Erlebnis wird, statt einen offensichtlich markenorientierten Werbefilm zu drehen. Daher wollten wir auch keine Szenen von lachenden Menschen einbauen, die mit einem Glas Champagner in der Hand Selfies machen.“

Zur Erfüllung der Auftragsanforderungen führte kein Weg an einer Aufnahme in 4K vorbei. Um sowohl bei hellem Tageslicht als auch bei Nacht HDR-Aufnahmen machen zu können, entschied sich das Team für die Canon EOS C700 mit ihrem 15-Stufen-Dynamikumfang. „Wir entschieden uns für die Aufnahme von Codex RAW, um den größtmöglichen Farbraum für einen ACES-Workflow zu erzielen“, ergänzt Bennett. „Ich war gespannt, welches Ergebnis die C700 bei einem kinotypischen P3-Bild in HDR liefern würde. Die entstandenen 50p-Luftaufnahmen sind besonders schön geworden.“

Zum kreativen Team von Bennett gehörte auch der erfahrene Kameramann Brett Danton, der die C700 seit ihrer Einführung Ende 2016 bereits für mehrere Filme eingesetzt hatte. Die Aufnahmen fanden drei Tage lang bei Tag und Nacht statt. Dabei wurde auf dem Fluss sowie vom Hubschrauber aus gedreht. Das erste Aufnahmeteam bestand aus dem preisgekrönten Kameramann Steve Lawes, der u. a. für die hochgelobten BBC-Serien Sherlock, Silent Witness und Death Comes to Pemberley gedreht hat, dem ersten Kamera-Assistenten Ben Margitich und dem Spezialisten für Luftaufnahmen Jim Swanson. Die Kamera musste sich in zahlreichen unterschiedlichen Umgebungen und Einstellungen sowie bei verschiedenen Lichtverhältnissen bewähren.

„Ich hatte die Kamera zuvor noch nicht bei Nacht eingesetzt“, erzählt Danton. „Vor dem Dreh machten wir daher in einem Wald einige Tests bei schwachem Licht mit etwa ISO 12.800 bei bis zu 50 Bildern pro Sekunde. Danach wussten wir, dass die Kamera bei Nacht absolut überzeugt.“

Vor dem Dreh machten wir in einem Wald einige Tests bei schwachem Licht. Danach wussten wir, dass die Kamera bei Nacht absolut überzeugt.

Danton beschreibt die Kamera als „solide und robuste Ausrüstung“, und erklärt zudem, dass die Kombination mit dem integrierten Codex RAW-Recorder die Handhabung einfacher macht. Er nennt die zahlreichen Aufzeichnungsoptionen, den nahtlosen Workflow und die Benutzerfreundlichkeit als besondere Pluspunkte und ist außerdem überzeugt, dass die Kamera über einen der besten derzeit erhältlichen Sucher verfügt. „Beim Blick durch den Sucher sieht man die echte Darstellung der gefilmten Szene“, sagt er. „Man fühlt sich überhaupt nicht vom Bild getrennt. Die Klarheit ist fantastisch.“

The Canon EOS C700 captures a row of elegantly-laid tables on board the Silver Sturgeon luxury river yacht.

Die entstandenen Filme, eine Tag- und eine Nachtversion, zeigen beeindruckende HDR-Bilder der Silver Sturgeon, die auf der Themse an berühmten Londoner Sehenswürdigkeiten wie der Tower Bridge, St. Paul's Cathedral und dem London Eye vorbeigleitet. Diese Sehenswürdigkeiten sind ein wesentlicher Teil des Films, während die Yacht in ihrer ureigenen Pracht in Szene gesetzt wird. Luftaufnahmen werden nahtlos mit detaillierten, atmosphärischen Innenaufnahmen kombiniert, die das luxuriöse kulinarische Erlebnis der Passagiere an Bord zeigen.

Die Luftaufnahmen übernahmen die Spezialisten Helicopter Film Services. Am Bug des Hubschraubers wurde ein Shotover K1-Rig mit der C700 und dem darauf montierten Canon CN-E 30-300mm Cinema Objektiv angebracht, um den erforderlichen Brennweitenbereich abzudecken. Die Aufnahmen mit DCI 4K und 50p während der „Goldenen Stunde“ lieferten viele atemberaubende Bilder.

„Die Aufnahme eines Städtepanoramas zu dieser Tageszeit ist der absolute Härtetest für die HDR-Leistung einer Kamera“, so Bennett. „Neben extrem hellen und dunklen Bereichen zeigen sich auch komplexe Details und Nuancen am Himmel und auf dem Fluss.“

Für Bennett ist die Entwicklung der C700 mit ihren unzähligen bildverbessernden Funktionen ein Beleg für den Fortschritt digitaler Cinema Kameras. „In den ersten Jahren versprachen die meisten Modelle zwar viel, in Wirklichkeit hatten die Bilder aber eine auffällig organische Optik“, sagt er. „Ältere digitale Bilder sahen flacher aus, hatten wenige Nuancen und nicht die Intensität von Filmmaterial. Jetzt sind wir an einem Punkt angekommen, an dem Kameras filmähnliche Bilder aufnehmen können, und wir bewegen uns in die Richtung, dass die Aufnahmen bald die Qualität von 35-mm-Film erreichen werden.“

A technician checks the camera rig mounted on the nose of a helicopter as it readies for take-off to film aerial shots of the City of London with the Canon EOS C700.

Um den enormen Detailreichtum und die daraus resultierenden Dateigrößen zu verarbeiten, wurde die RAW-Ausgabe der C700 unkomprimiert auf die 1- und 2-Terabyte-Laufwerke des Codex aufgenommen. Anschließend wurde das Filmmaterial mit dem Codex Vault-XL-System gespeichert, verarbeitet, recodiert und verwaltet. Mit dem Codex RAW-Recorder entfaltet sich das volle Kamerapotenzial, da er 4K-Aufnahmen bei bis zu 120 Bildern pro Sekunde ermöglicht. Dadurch werden nicht nur eine breite Farbskala und die bestmögliche Auflösung erreicht, sondern die Bilder können auch flexibel nachbearbeitet werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Bennett sagt, dass Kunden in den letzten Jahren immer weniger für die Videoproduktion im Rahmen ihrer Marketingprogramme ausgeben wollen. Mit Kameras wie der C700 ist es jedoch einfacher und kostengünstiger geworden, Videos in Top-Qualität aufzunehmen. Daher glaubt er, dass die Nachfrage nach 4K-HDR-Videos weiter steigen wird. „Ich persönlich bin der Überzeugung, dass HDR im Marketingbereich bei Top-Marken selbstverständlich sein sollte“, sagt er.

„Da die Marken mit einer hohen Produktionsqualität assoziiert werden und davon profitieren, bietet HDR versierten Produktionsunternehmen eine neue Chance. Digitale Cinema Kameras wie die C700 werden die Produktionsqualität weiter verbessern, so können sich Produktionsteams klar von der Konkurrenz abheben.“

Sehen Sie sich hier die beiden mit der C700 aufgenommenen Videos bei Tag und Nacht an.

Verfasst von David Clark


Weitere Informationen über die Kamera finden Sie auf der Produktseite der Canon EOS C700.

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