Sehen heißt glauben: Die Bedeutung von Vorbildern im Canon Young People Programme

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Eine Gruppe von Schüler:innen, die Canon DSLR-Kameras in der Hand halten und im Innenhof eines großen, gelben, historisch aussehenden Gebäudes Fotos machen.

Selbstvertrauen gibt enorm Kraft, aber von Nichts kommt Nichts. Es baut sich langsam und unmerklich auf, wenn man jemanden trifft, der das eigene Potenzial erkennt. Oder einen mit Worten ermutigt. Während des Canon Young People Programme (CYPP) manifestiert sich Selbstvertrauen oft dann, wenn Schüler:innen erkennen, dass jemand, der ihnen ähnlich ist und aus derselben Welt wie sie kommt, bereits den Weg gegangen ist, von dem sie annahmen, dass er ihnen nicht offen stünde.

„Es ist wichtig, junge Menschen dort abzuholen, wo sie gerade in ihrem Leben stehen“, sagt Alexander Rosenberg, Leiter Fundraising bei Mentor Sverige. „Wir arbeiten mit Schulen zusammen, um junge Menschen in einem Umfeld zu erreichen, das eng mit ihrer zukünftigen Bildung und ihren beruflichen Möglichkeiten verbunden ist.“ Mentor Sverige ist Teil von Mentor International und seit mehreren Jahren Partner unseres Young People Programme. Sie arbeiten mit Vorbildern, um jungen Menschen dabei zu helfen, Wissen zu erwerben, Inspiration zu finden und ihre Netzwerke zu erweitern. „Wir glauben an die Kraft erwachsener Vorbilder“, erklärt er. „Je früher sie in das Leben junger Menschen treten, desto eher können sie ihnen zeigen, welche Möglichkeiten das Leben bietet, ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken und bessere Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie ihr volles Potenzial entfalten können. Außerdem kann es das spätere Leben vereinfachen.“

Denn zur traurigen Wahrheit gehört, dass zu viele Jugendliche einfach nicht wissen, dass ihre Zukunft nicht vorgezeichnet ist, weil es in ihrer Welt keinen Platz für neue Ideen, Ziele und Horizonte gibt. Sie sehen zwar, wie Erfolg aussehen kann – in den sozialen Medien wimmelt es von Erfolgen und Lebensstilen –, aber viele glauben, dass es für Menschen wie sie nicht vorgesehen ist. Und nirgendwo zeigt sich dies deutlicher als bei jungen Menschen aus benachteiligten Verhältnissen. Aus diesem Grund bringen Partnerorganisationen von CYPP wie Mentor Sverige in Schweden und Wild Shots Outreach in Afrika (WSO) junge Menschen sorgfältig und mit großem Erfolg mit Vorbildern zusammen, die ihnen zeigen, was alles möglich ist.

Ein junger Mann lächelt, während er zwei jungen Frauen im Park ein Foto auf dem Display seiner Canon Kamera zeigt.

„Für uns ist das Canon Young People Programme eine Art Gruppenmentoring“, erklärt Alexander. „Wir gestalten Workshops häufig auf Grundlage des Konzepts ‚ikigai‘, wobei wir Fragen stellen wie: ‚Wer bin ich? Was sind meine Träume? Was braucht die Gesellschaft? Und dann sehen wir uns an, wie sich diese Stärken und Interessen mit zukünftigen Bildungs- und Berufsmöglichkeiten verknüpfen lassen.“ Mentor:innen und Coaches von Canon initiieren Gespräche, in denen sie von ihren eigenen Erfahrungen aus ihrer Teenagerzeit erzählen und davon berichten, wie sie dahin gekommen sind, wo sie heute stehen. „Einige Teilnehmende sind anfangs schüchtern, lassen sich dann aber mitziehen“, fügt er hinzu. „Es geht schnell um Zukunftsträume, Möglichkeiten und Lebensentscheidungen – und das zu sehen, ist unglaublich inspirierend.“ Aber Alexander räumt auch ein, dass für die Jugendlichen die Gelegenheit, mit einem Mentor zu sprechen, manchmal nur deshalb angenommen wird, weil diese außerhalb der Schule und der eigenen Familie stehen. Es ist jemand, der eine andere Perspektive hereinbringt, ohne vorgefertigte Meinungen.

Sich von Vorurteilen zu lösen, ist genau das, worin Mike Kendrick, Gründer von Wild Shots Outreach, sein Lebenswerk sieht. Mit seiner Organisation möchte er mithilfe von Wildtierfotografie arbeitslosen und benachteiligten jungen Afrikanern und Afrikanerinnen die Natur und den Naturschutz näherbringen – was Leben verändert und neue Chancen eröffnet. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass für seine Schüler:innen zu Beginn eine erfolgreiche und kreative Karriere kaum vorstellbar ist. Und doch lassen sich so viele ehemalige Teilnehmende von WSO/CYPP genau dazu inspirieren – von den Menschen, denen sie begegnen. „Im Allgemeinen haben sie keine Netzwerke, und ich denke, das ist sehr wichtig zu wissen“, sagt Mike. „Wenn man also jung und arbeitslos ist, gibt es einem wirklich Kraft, ein Vorbild kennenzulernen – eine Person, die es aus der eigenen Gemeinschaft heraus geschafft hat.“

Der Gründer von Wild Shots Outreach, Mike Kendrick (links), steht neben einem Jeep mit dem Daumen nach oben. Im Jeep sind neun Teilnehmende kurz vor ihrem ersten Game Drive; alle halten Canon Kameras.

Am spannendsten war es für Mike zu sehen, wie sich starke Vorbilder auf das Leben junger Frauen und Mädchen aus benachteiligten Gemeinden auswirken. Für die meisten von ihnen, für die schon eine normale Anstellung unerreichbar scheint, liegt eine Anstellung als Safari-Guide, die Tourist:innen zeigt, wie sie auf Safaris ihre Kameras nutzen können, jenseits ihres Vorstellungsvermögens. Doch dank WSO und CYPP ist genau das jetzt möglich. Und eine einzelne junge Frau löste mit ihrem Erfolg einen Dominoeffekt aus, der seinesgleichen sucht.

„Alles begann mit einer jungen Frau namens Queen: Safari-Guide und ehemaligen CYPP-Absolventin“, sagt er. „Mukateki traf Queen bei einem unserer Workshops und erkannte, dass auch sie Safari-Guide werden könnte. Und dank harter Arbeit hat sie es geschafft. Dann traf Mukateki von Wild Shots Outreach auf Melody, unterrichtete sie und auch sie wurde Safari-Guide. Inzwischen sind es sieben junge Frauen, von denen jede Einzelne die nächste inspiriert.“

Was sich spannend liest, ist auch durch Forschungsergebnisse belegt. Als es das Canon Young People Programme evaluierte, stellte das Institute for Social Innovation and Impact der University of Northampton fest, dass „das Programm einen signifikanten Einfluss auf die allgemeine Selbstwirksamkeit und das Wohlbefinden junger Menschen hat“. Selbstwirksamkeit – also die durch Erlebnisse entstandene Überzeugung einer Person, aus eigener Kraft erfolgreich sein zu können – spielt hier eine entscheidende Rolle, da sie bekanntermaßen der wichtigste Prädiktor für menschliche Motivation ist.

Im Grunde genommen verarbeitet das Gehirn eines jungen Menschen es als eine Art „kognitive Blaupause“, wenn er sieht, wie ein Vorbild Erfolg hat. Er denkt dann nicht nur „Das kann ich auch“, sondern ist dadurch auch oft bereit, größere Herausforderungen anzunehmen und auch dann dranzubleiben, wenn es schwierig wird. Und auch die Ergebnisse der Northampton University bestätigen, dass je länger ein junger Mensch Teil des CYPP war, seine Selbstwirksamkeit um so stärker war.

„Seit ich an diesem Kurs teilnehme, unterschiedliche Leute kennenlerne und mich mit ihnen unterhalte, habe ich mehr Selbstvertrauen. Ich habe angefangen, mich selbst anders zu sehen“, sagt Thabisa, eine ehemalige CYPP-Teilnehmerin, im Gespräch mit den Forscher:innen. Und genau das ist das Ziel, wenn wir einem jungen Menschen zum ersten Mal eine Kamera geben und ihn mit Menschen bekannt machen, die ihre Geschichten bereits mit der Welt teilen. Unsere Partner und wir machen ihnen zusammen klar, dass sie zählen und dass das, was sie uns zu sagen haben, wirklich wichtig ist. Entscheidend ist, dass sie es schließlich glauben.

Erfahren Sie mehr zum Canon Young People Programme.

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