Vom Betrieb zur Wertschöpfung

Warum Service im Produktionsdruck zum strategischen Steuerungsinstrument wird

Hohe Verfügbarkeit gilt im Produktionsdruck längst als gesetzt. Sie sichert den Betrieb, schafft aber keinen Vorsprung mehr. Wettbewerbsfähigkeit entsteht heute dort, wo Unternehmen ihre Produktion aktiv steuern, belastbar analysieren und konsequent weiterentwickeln. Service übernimmt dabei eine zentrale Rolle und entwickelt sich vom operativen Betriebsstabilisator zum strategischen Hebel für Produktivität, Investitionssicherheit und Wachstum.

Verfügbarkeit ist Voraussetzung – Wirkung entsteht durch Steuerung

Die Spielregeln im Produktionsdruck haben sich grundlegend verschoben. Investitionen in leistungsfähige Systeme und stabile Prozesse sind unverzichtbar, aber kein Differenzierungsmerkmal mehr. Verfügbarkeit ist Standard. Entscheidend ist vielmehr, wie konsequent Unternehmen diese Stabilität nutzen, um ihre Produktion transparent, planbar und wirtschaftlich zu steuern: Wo entstehen Engpässe? Welche Kapazitäten bleiben ungenutzt? Und wie lassen sich Durchlaufzeiten, Auslastung und Qualität systematisch verbessern? Diese Fragen markieren den Übergang vom reinen Betrieb zur aktiven Produktionssteuerung – und damit auch ein neues Verständnis für die Rolle von Service.

Stabilität als Ausgangspunkt aktiver Produktionssteuerung

Digitale Servicekonzepte sorgen heute dafür, dass Produktionsumgebungen stabil bleiben: durch kontinuierliches Monitoring, automatisierte Fehleranalysen und proaktive Wartung. Canon verarbeitet innerhalb der Integrated Printing & Services Group allein in Deutschland über 135.000 Service-Tickets jährlich, führt mehr als 85.000 Serviceeinsätze durch und überwacht Drucksysteme mit einer jährlichen Gesamtleistung von rund 17 Milliarden A4-Seiten.

Diese Größenordnung schafft vor allem eines: Planbarkeit. Doch Planbarkeit ist erst der Anfang. Der eigentliche Mehrwert entsteht dort, wo Service nicht bei der Betriebssicherung stehen bleibt, sondern Produktionsdaten in Entscheidungsgrundlagen übersetzt: Auslastungen werden sichtbar, Stillstände analysierbar, strukturelle Schwächen identifizierbar.

Im Produktionsdruck ist Verfügbarkeit längst kein Differenzierungsmerkmal mehr, sondern betriebliche Grundvoraussetzung. Wettbewerbsfähigkeit entsteht dort, wo Unternehmen ihre Produktion nicht nur stabil betreiben, sondern strategisch steuern und gezielt weiterentwickeln.“

Canon setzt daher bewusst auf ein integriertes Service-Modell, das operative, digitale und beratende Leistungen verbindet – vom Service Desk bis zu Professional Services.

Daten schaffen Transparenz – Professional Services schaffen Wirkung

Moderne Produktionsumgebungen liefern heute eine Fülle von Daten. Doch Daten allein erhöhen keine Produktivität. Wirkung entsteht erst, wenn jene konsequent interpretiert und in Maßnahmen übersetzt werden. Canon verankert diese Fähigkeit systematisch im Betrieb: Digitale Services wie eMaintenance und On-Remote Services (ORS) ermöglichen eine 24/7-Überwachung und lösen bereits heute über 35 % aller Servicefälle remote. Das reduziert Wiederherstellungszeiten und entlastet die Produktion.

Gleichzeitig analysieren spezialisierte Teams Produktionskennzahlen über die reine Technik hinaus: Durchlaufzeiten, Workflow-Brüche, Priorisierungslogiken. In der Praxis zeigt sich: Effizienzverluste entstehen selten an der Maschine selbst, sondern an Schnittstellen, beispielsweise durch Medienbrüche, unklare Zuständigkeiten oder fehlende Transparenz im Auftragsfluss.

Hier setzen die Professional Services an. Sie verbinden Technologie, Prozesse und Organisation und übersetzen Analyseergebnisse in konkrete Optimierungen: angepasste Workflows, verbesserte Ressourcennutzung, stabilere Produktionsplanung. Professional Services folgen dabei einem ganzheitlichen Beratungsansatz. Ausgangspunkt ist die Analyse bestehender Geschäfts- und Produktionsprozesse – einschließlich kaufmännischer Fragestellungen wie Kostenstrukturen, Auslastung, Investitionsentscheidungen und Wirtschaftlichkeit einzelner Anwendungen. Auf dieser Basis entstehen gemeinsam mit dem Kunden belastbare Entscheidungsgrundlagen und klare Entwicklungspfade.

Ein zentraler Bestandteil dieser Arbeit ist zudem die gemeinsame Entwicklung individueller Digitalisierungskonzepte. Sie reichen von der schrittweisen Automatisierung einzelner Workflow-Schritte bis zur strategischen Neuausrichtung kompletter Produktions- und Steuerungsmodelle.

End-to-End-Integration als Effizienzfaktor

Mit wachsender Variantenvielfalt und sinkenden Auflagen steigt die Komplexität in der Produktion deutlich. Produktionsprozesse müssen flexibler werden, Entscheidungen schneller, Abläufe variabler und zugleich durchgängig steuerbar.

Canon übernimmt in diesem Umfeld die Rolle eines Integrators, der Systeme, Softwarelösungen und Partnertechnologien zu durchgängigen End-to-End-Prozessen verbindet – vom Auftragseingang über die Produktion bis zur Weiterverarbeitung.

Dabei kombiniert Canon eigene Workflow- und Softwarelösungen gezielt mit Technologien spezialisierter Partner. In diesen Projekten tritt Canon bewusst als Generalunternehmer auf, verantwortlich für Konzeption, Integration und den stabilen Betrieb durchgängiger Produktions- und Steuerungslösungen aus einer Hand. Ergänzt wird dieser Ansatz durch die Canon Customer Experience Center (CEC). Dort können Kunden Anwendungen, Medien und Produktionskonzepte unter realen Bedingungen testen und validieren und gewinnen so frühzeitig Sicherheit bei Technologie- , Medien- und Investitionsentscheidungen.

Know-how als strategische Ressource

Für viele Unternehmen bedeutet die steigende Integrations- und Steuerungskomplexität einen erheblichen organisatorischen und personellen Aufwand. Der zunehmende Fachkräftemangel verschärft diese Situation zusätzlich. Komplexe Produktionsumgebungen müssen mit begrenzten personellen Ressourcen betrieben werden. Externe Service- und Beratungsteams übernehmen hier eine zentrale Rolle, indem sie spezialisiertes Know how einbringen, interne Strukturen gezielt entlasten und Unternehmen dabei unterstützen, anspruchsvolle Produktions- und Steuerungsmodelle sicher umzusetzen.

Canon verfügt allein in Deutschland über mehr als 550 Service-Mitarbeiter, davon über 400 im Field Service, unterstützt durch 950 Ersatzteillager und eine Ersatzteillogistik, die 95 % der Teile innerhalb von zwei Stunden vor Ort verfügbar macht. Ergänzt wird diese operative Stärke durch ein breites Trainingsangebot sowie durch über 75.000 Stunden Professional Services jährlich, die Kunden gezielt bei Prozessanalysen, Workflow-Optimierungen und Integrationsprojekten unterstützen.

Das Foto zeigt ein Ersatzteillager von Canon.

Erst die Kombination aus leistungsfähiger Serviceorganisation, spezialisierten Professional-Services-Teams und lokalen Kompetenzzentren macht es möglich, Kunden nicht nur im Betrieb zu unterstützen, sondern ihre Produktion gezielt und nachhaltig weiterzuentwickeln.“

Darüber hinaus nutzt Canon Service und Beratung als Plattform für gezielten Austausch entlang realer Markt- und Anwendungsszenarien. Formate wie das Canon Future Book Forum bringen Druckdienstleister, Verlage, Marken und Endkunden zusammen, um Erfahrungen aus der Praxis, neue Produktionsansätze und konkrete Anwendungen gemeinsam zu diskutieren und einzuordnen.

Für Unternehmen entsteht daraus ein klarer Mehrwert: Service wird nicht nur zur Erweiterung der eigenen Organisation. Er ermöglicht darüber hinaus auch strukturierten Wissenstransfer, liefert belastbare Praxisbeispiele aus realen Projekten, macht Erfolge und Grenzen integrierter Workflows, Automatisierung und datenbasierter Prozesse transparent und schafft Orientierung für Investitions- und Technologieentscheidungen. So trägt Canon dazu bei, die eigene Produktion langfristig wettbewerbsfähig und zukunftssicher auszurichten.

Wettbewerb findet nicht mehr in der Maschine statt

Im Produktionsdruck etabliert sich ein neues Verständnis von Wettbewerbsfähigkeit. Nicht zusätzliche Technologie allein entscheidet über Erfolg, sondern die Fähigkeit, bestehende Systeme intelligent zu nutzen, Prozesse konsequent zu steuern und Investitionen belastbar abzusichern.

Unternehmen erkennen, wo bestehende Kapazitäten besser ausgeschöpft werden können und an welchen Stellen gezielte Neuinvestitionen notwendig sind, um Wachstum zu realisieren, neue Anwendungen zu erschließen und Produktionsstrukturen nachhaltig erfolgreich aufzustellen.

Der Wettbewerb verlagert sich damit von der Maschine zum Management der Produktion. Canon adressiert genau diesen Punkt – als Partner, der innovative Technologien, Daten und Beratung zusammenführt und Service konsequent als Instrument messbarer Wertschöpfung versteht.

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