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Grundlagen der Fotografie

Fotografieren mit Bokeh: Tipps und die besten Objektive

DSLR-Fotografen lieben den gezielten Einsatz von Unschärfe in ihren Fotos. Das ist ein gutes Stilmittel, um die Aufnahmen von solchen abzuheben, die mit einer einfachen Kamera oder einem Smartphone gemacht wurden, da es mit diesen Geräten nur sehr schwer ist, Unschärfe gezielt einzusetzen. Eine bewusst eingesetzte Unschärfe nennt man Bokeh. Am häufigsten sieht man diese als leicht verschwommene Lichteffekte.

Die Stärke des Bokeh nimmt zu, wenn man mit geringer Schärfentiefe arbeitet bzw. einen größeren Bereich unscharf erscheinen lässt. Man steuert also das Bokeh in einem Bild durch eine Erweiterung des Unschärfebereichs. Unten erläutern wir einige Wege, um einem Bild Bokeh zu verleihen, indem man die Schärfentiefe reduziert.

1. Verwende ein lichtstarkes Objektiv – Darunter versteht man ein Objektiv mit großer Blendenöffnung. Wir empfehlen da das EF 85mm f/1.8 USM oder das EF 50mm f/1.8 STM

Fotografiere mit offener Blende – Dazu wählst du den Modus Zeitautomatik (Av) oder Manuell (M) auf deiner Kamera und eine große Blende (kleine Blendenzahl), um die Schärfentiefe zu verringern und den Unschärfebereich um das fokussierte Motiv herum zu vergrößern.

3. Erhöhe den Abstand zwischen Motiv und Hintergrund, um die Hintergrundunschärfe weiter zu verstärken.

ornate lamp in-front of bokeh effect

4. Nah ans Motiv – Wenn du den Abstand zwischen dir und dem Motiv verringerst, wird das die Hintergrundunschärfe ebenfalls verstärken.

5. Setze längere Brennweiten ein, um den Unschärfebereich in deinen Fotos zu vergrößern. Wenn du ein Zoomobjektiv benutzt, gehe auf maximale Brennweite. Objektive mit einer Brennweite von 200mm oder mehr vergrößern den Unschärfebereich noch weiter.

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6. Wähle Motive mit sichtbaren Lichtern im Unschärfebereich. Damit sind Lichtquellen im Unschärfebereich gemeint; Lichterketten oder Sonnenstrahlen, die durch das Laub eines Baumes brechen, eignen sich wunderbar für interessante Formen von verschwommenem Licht oder Bokeh.

7. Den Vordergrund nicht vergessen – Man kann auch im Vordergrund des Bildes einen Unschärfebereich schaffen. Dazu positionieren Sie das Motiv weiter hinten im Bild und wählen die Bildkomposition so, dass sich ein Bildelement nahe am Objektiv befindet.

8. Man kann auch Formen aus Pappe ausschneiden und sie vor das Objektiv halten, um interessante Effekte zu erzielen, wie du in dem Video hier sehen kannst:

Die Verbesserung der Qualität im Gegensatz zur Stärke des Bokeh hängt vorwiegend vom Objektiv ab. Das zeigt sich besonders bei den Lichtreflexen im Unschärfebereich, deren Form durch die Blende bestimmt wird, also das Loch, das die Blendenlamellen formen. Grundsätzlich produzieren Objektive mit mehr Blendenlamellen eine rundere Blendenöffnung und damit ein attraktiveres Bokeh.

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