ARTIKEL

Tipps von professionellen Porträtfotografen, die ich mir beim Start meiner Karriere gewünscht hätte ...

Die britische Canon Botschafterin Rosie Hardy ist für ihre kreativen Selbstporträts bekannt. Gemeinsam mit den professionellen Porträtfotografen Lorenzo Agius und David Turecký gibt sie praktische Tipps für alle, die als Porträtfotografen erfolgreich sein möchten. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark II mit einem Canon EF 35mm f/2 IS USM Objektiv, Verschlusszeit 1/1600 Sek., Blende 1:2,5 und ISO 800. © Rosie Hardy

Was braucht man, um als Porträtfotograf erfolgreich zu sein? Manchmal scheint es, als hätten die führenden Profis schon immer an der Spitze ihrer Branche gestanden, aber jeder hat mal irgendwo angefangen. Die meisten haben ihr Handwerk nach dem Trial-and-Error-Prinzip, durch Erfolge und anhand von Herausforderungen erlernt. Wir sprachen mit den drei Canon Botschaftern Lorenzo Agius, David Turecký und Rosie Hardy, die sich auf verschiedene Arten der Porträtfotografie spezialisiert haben, und haben sie nach ihren praktischen Einblicken gefragt.

Welche Ratschläge können sie aus ihren Erfahrungen zum Aufbau eines Porträtfotografie-Geschäfts geben? Was hätten sie bei ihrem Einstieg gerne über Ausrüstung, Aufgabenmanagement und Eigenwerbung gewusst?

1. Versuche es einfach

„Es gibt keine Anleitung, wie man Porträt- oder Promifotograf wird“, sagt der berühmte Mode- und Werbefotograf Lorenzo Agius. „Es gibt nur eine Menge „Trial and Error“. Vor allem bei meiner Tätigkeit muss man es einfach ausprobieren. Sobald ich ein Portfolio zusammengestellt hatte, habe ich mich Verlagsleuten, Agenten, Magazinen und Filmunternehmen vorgestellt, und nach und nach findet man heraus, wer wichtig ist und wie die kreative Seite der Dinge aussieht.“

Agius begann seine Karriere mit der Aufnahme der kultigen Bilder von Ewan McGregor und anderen Darstellern des Films „Trainspotting“ für die zugehörige Werbekampagne. Seitdem hat er Porträts von internationalen A-Prominenten fotografiert, darunter Madonna, Beyoncé und Tom Cruise, und eine Reihe seiner Fotos ist Teil der dauerhaften Sammlung der britischen National Portrait Gallery.

„Als ich den Durchbruch schaffte, war es nicht, weil ich der Beste war. Es war auch eine Menge Zufall dabei“, fährt Agius fort. „Die Leute sagen: ‚Du hattest großes Glück!‘, aber es war nicht einmal Glück. Es war das Ergebnis vieler Türen, an die ich geklopft habe. Manchmal erwischt man die falsche Tür, aber dann wird einem gesagt: ‚Warum sprichst du nicht mit Dem-und-dem? Er arbeitet an einer Kampagne, für die du vielleicht geeignet bist.‘ Hartnäckigkeit ist entscheidend.“

Actor Jude Law folds his arms and gives a quizzical look. Portrait by Lorenzo Agius on a Canon EOS 5DS.
Der britische Canon Botschafter Lorenzo Agius ist für seine Prominentenporträts bekannt, wie dieses von Jude Law. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5DS mit einem Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM Objektiv bei 70 mm, Verschlusszeit 1/200 Sek., Blende 1:5,0 und ISO 500. © Lorenzo Agius
A black and white portrait of a woman holding up a hand to shield her eyes from the sun. Portrait by Lorenzo Agius on a Canon EOS 5D Mark III.
Ein unglaublich einfaches aber äußerst wirkungsvolles Mono-Porträt von Agius. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark III mit einem Canon EF 50mm f/1.2L USM Objektiv, Verschlusszeit 1/250 Sek., Blende 1:/7,1 und ISO 400. © Lorenzo Agius
Canon Professional Services

Besitzt du eine Canon Ausrüstung?

Registriere deine Ausrüstung, um Zugriff auf kostenlose Expertentipps, Gerätewartung, inspirierende Veranstaltungen und exklusive Sonderangebote mit Canon Professional Services (CPS) zu erhalten.

Rosie Hardy unterstreicht, dass persönliche Projekte, Erfahrungen und Experimentierfreude das Geschäft fördern können. Hardy ist Hochzeits- und Porträtfotografin, die sich in der Porträtwelt eine einzigartige Nische geschaffen hat. Sie hat beträchtliche 160.000 Follower auf ihrem Instagram-Account, wo sie die ätherischen, magischen Selbstporträts teilt, die sie als persönliche Arbeiten aufnimmt. „Als ich Teenager war, startete ich ein Projekt namens ‚100 Strangers‘ und machte es mir zur Aufgabe, zu lernen, wie man auf einfach alle Menschen zugeht und sie fotografiert“, sagt sie.

„Allein dadurch habe ich so viel gelernt – über die verschiedenen Arten von Licht in der Natur, wie Licht ein Porträt formt, wie man Menschen anleitet und wie man sie beruhigt. Das ist eine fantastische Art zu lernen – und wenn die Leute deine Porträts mögen, erledigt die Mund-zu-Mund-Propaganda den Rest. Es ist auch ein großartiges Projekt, dem andere in sozialen Medien folgen können – eine Win-Win-Situation!“

David Turecký verfügt über umfassende Erfahrungen in der Editorial-Fotografie und arbeitet unter anderem mit Forbes, Elle, Maxim, Esquire, Wallpaper und Newsweek zusammen. Außerdem nimmt er für die Fotoagentur Grove Productions in Prag Werbebilder auf.

Auch Turecký empfiehlt, die Initiative zu ergreifen, und ergänzt, dass man auf dem Laufenden bleiben und sich mit der Branche im Allgemeinen auseinandersetzen muss. „Es ist wichtig, die Konkurrenz im Auge zu behalten, Trends zu verfolgen, Zeitschriften zu lesen und aus dem zu lernen, was da draußen vor sich geht“, sagt er. „Vergiss nicht, dein Portfolio zu versenden, [aber] versuche auch, Art Directors persönlich zu treffen.“

A black and white portrait of Taťána Kuchařová in a basketball court. Portrait by David Turecký on a Canon EOS 6D.
Das vom tschechischen Canon Botschafter David Turecký aufgenommene Porträt von Taťána Kuchařová fordert die Erwartungen des Betrachters an das Foto einer Schauspielerin, eines Models und einer Miss-World-Gewinnerin heraus. Aufgenommen mit einer Canon EOS 6D mit einem Canon EF 24-70mm f/2.8L USM Objektiv bei 24 mm, Verschlusszeit 1/500 Sek., Blende 1:4,0 und ISO 320. © David Turecký
Designer Barnaba Fornasetti holds a mask with a single, large eye hole in front of his face. Colourful portrait by David Turecký on a Canon EOS 6D.
Designer Barnaba Fornasetti, fotografiert von Turecký. Aufgenommen mit einer Canon EOS 6D mit einem Canon EF 17-40mm f/4L USM Objektiv bei 40 mm, Verschlusszeit 1/160 Sek., Blende 1:5,6 und ISO 100. © David Turecký

2. Lerne aus vielen Quellen

Sollte man von Anfang an eine Spezialisierung wählen? Agius ist zwar der Ansicht, dass die meisten Fotografen schon früh wissen, welche Spezialisierung sie anstreben, hebt aber hervor, dass man dennoch viel von allem anderen lernen kann, was man zu Beginn tut. „Ich habe mit Stillleben begonnen und mich dann in Mode und Porträts eingearbeitet. Das war ein langsamer Übergang, aber das war genau das, was ich machen wollte.“

„Man sollte sich jedes Aspekts bewusst sein – wenn man Autos fotografiert, bedeutet das nicht, dass man nie Landschaften aufnehmen würde. Ich arbeitete mit allen möglichen Leuten zusammen, von Handelsfotografen bis hin zu Mode-, Auto- und Stilllebenfotografen. So habe ich viel gelernt, da ich ein breites Spektrum von Informationen hatte, die ich dann als Fotograf nutzen konnte.“

3. Verwende hochwertige Geräte

Wie sieht es mit der Ausrüstung aus? Gibt es beispielsweise wichtige Objektive, in die man von Anfang an investieren sollten? „Ich habe in Bezug auf die Ausrüstung gelernt, dass die Vision das Bild ausmacht, nicht das teure Objektiv oder die Kamera“, sagt Hardy. „Dennoch ist es wichtig, in hochwertige Ausrüstung zu investieren. Ich habe viele Jahre lang eine Canon EOS 5D Mark II genutzt und bin jetzt auf die Canon EOS 5D Mark IV umgestiegen.“

„Ein Satz Objektive, d. h. ein Porträtobjektiv, ein Weitwinkelobjektiv und ein Zoomobjektiv, sind als Startausrüstung gut geeignet, da so alle Situationen abgedeckt sind. Mein erstes Objektiv war ein Canon EF 50mm f/1.4 USM Objektiv: ein großartiges Porträtobjektiv aus dem mittleren Preissegment. Darauf folgten ein Canon EF-S 24mm f/2.8 STM Objektiv und ein Canon EF 70-200mm f/2.8L IS II USM Objektiv für Hochzeiten. Je mehr Erfahrung ich sammle, desto häufiger fotografiere ich gerne mit dem Canon EF 35mm f/1.4L II USM Objektiv und dem Canon EF-S 24mm f/2.8 STM Objektiv, da ich damit ganz nah und persönlich mit meinen Kunden arbeiten kann, womit ich mich jetzt wohl fühle.“

Turecký stimmt zu, dass die richtige Ausrüstung entscheidend ist – insbesondere Objektive, die zum eigenen Arbeitsstil passen. „Ich verwende gerne das Canon EF 50mm f/1.4 USM Objektiv wegen seiner Schärfe und Tiefe. Und es ist so leicht, dass man fast das Gefühl hat, als halte man während des Shootings nur das Gehäuse in Händen“, sagt er.

„Ich mag das Canon EF 17-40mm f/4L USM, wenn ich versuche, den Hintergrund zu integrieren. Ich verwende auch oft das Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM. Es ist ein Allrounder mit schnellem Autofokus und dank seiner robusten Konstruktion auch gegen versehentliche Stöße geschützt.“

Rosie Hardy appears to lean back on the edge of a cliff. Self-portrait by Rosie Hardy on a Canon EOS 5D Mark II.
Hardys Bilder verlangen viel Kreativität und Nachbearbeitung, um surreale Szenarien zu schaffen. Das zentrale Porträtbild wurde aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark II mit einem Canon EF 35mm f/2 IS USM Objektiv, Verschlusszeit 1/640 Sek., Blende 1:2,5 und ISO 100. © Rosie Hardy
Rosie Hardy stands in a lake with a fishing rod, appearing to be fishing for glowing stars. Self-portrait by Rosie Hardy on a Canon EOS 5D Mark II.
Hardys Stil lässt sich als „magischer Realismus“ bezeichnen – fantastische Szenen, die real wirken. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark II bei 35 mm, Verschlusszeit 1/400 Sek., Blende 1:1,8 und ISO 160. © Rosie Hardy

4. Kultiviere, was dich einzigartig macht

Hardy findet es wichtig, der Welt ein klar erkennbares Angebot zu präsentieren. „Es ist gut, sich in allen Bereichen zu versuchen“, sagt sie. „Die Möglichkeit, an jedem Ort, bei jeder Beleuchtung und ohne Kontrolle zu fotografieren, kann das Selbstbewusstsein stärken. Deshalb bin ich ein Fan davon, alles auszuprobieren, aber gleichzeitig deinen Stil bei den Fotos zu behalten, die du präsentierst.“

„In den sozialen Medien teile ich meine persönlichen Arbeiten und Kundenaufträge, die mit dem Stil meiner persönlichen Arbeit in Einklang stehen. Aber hinter den Kulissen airbrushe ich Speck für die Aufnahme eines Hotelwäschekorbs, schminke jemanden als Zebra für ein Albumcover oder fotografiere Porträts von Kindern.“

5. Lasse den Job über die Ausrüstung bestimmen

Hardy betont, dass die Wahl des Objektivs auf das gewünschte Ergebnis abgestimmt sein sollte. Sie sagt: „Das Canon EF 85mm f/1.2L II USM Objektiv eignet sich besonders gut für Porträts, da seine Tiefe den Charakter im Gesicht hervorhebt, insbesondere in den Augen. So kann ich einen bestimmten Abstand zu meinem Motiv einhalten, damit es sich entspannt, ohne mit der Kamera in seinem Gesicht herumzufuchteln, aber dennoch nahe und persönliche Porträts fotografieren.“

Agius bestätigt, dass es darauf ankommt, was für den anstehenden Auftrag richtig ist. „Viele Fotografen fühlen sich nicht ausreichend ausgestattet“, bemerkt er. „Sie glauben, dass sie über eine Vielzahl von Objektiven verfügen müssen, aber das ist nicht wirklich notwendig. Ich habe vielleicht fünf oder sechs Objektive, aber ich verwende meist nur ein oder zwei davon – eines in 70 % der Fälle und das andere in den restlichen 30 %. Gelegentlich verwende ich ein langes Objektiv oder ein Superweitwinkel-Objektiv. Es geht darum, einem Objektiv zu vertrauen und zu wissen, dass es genau das bietet, was man von ihm erwartet.“

Denzel Washington stands against a distressed orange wall. Portrait by Lorenzo Agius on a Canon EOS 5D Mark III.
Ein weiteres charaktervolles Prominentenporträt von Agius, diesmal des Filmstars Denzel Washington. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark III mit einem Canon EF 50mm f/1.2L USM Objektiv, Verschlusszeit 1/160 Sek., Blende 1:/5,6 und ISO 1250. © Lorenzo Agius
Stan Lee sits at a table gesturing with his hands as if telling a story. Portrait by Lorenzo Agius on a Canon EOS 5D Mark III.
Agius fotografierte den mittlerweile verstorbenen Stan Lee, der nie stillsaß, wenn eine Kamera auf ihn gerichtet wurde. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark III mit einem Canon EF 35mm f/1.4L USM Objektiv, Verschlusszeit 1/125 Sek., Blende 1:/6,3 und ISO 200. © Lorenzo Agius

6. Passe deine Shootings an das Motiv an

Woher weiß man, welche Art von Aufnahmen man machen möchte? Turecký empfiehlt, sich vorzubereiten. „Versuche vor dem Shooting herauszufinden, ob dein Motiv introvertiert oder extrovertiert ist, und wähle entsprechend aus, wie du das Shooting handhaben willst.“

„Wenn möglich, empfiehlt es sich immer, sich vor dem Shooting mit der Person zu treffen oder zu telefonieren, um über deine Vision zu sprechen. Wenn es sich um Prominente handelt, studiere frühere Interviews und Fotografien. Und versuche niemals, mit dem Cover-Shooting zu beginnen, da die Leute zu Beginn in der Regel etwas steif sind – abgesehen von Supermodels!“

Auch Hardy ist es wichtig, eine Verbindung zum Motiv aufzubauen. „Ich möchte schmeichelnde Fotos und Porträts aufnehmen, die eine Geschichte erzählen“, sagt sie.

„In einer Welt der sozialen Medien berichten mir meine Kunden und Freunde oft, dass sie sich schüchtern und machtlos fühlen, wenn sie fotografiert werden. Meine Motive müssen darauf vertrauen, dass ich ihre Geschichte erzählen und etwas einfangen kann, das sie gut repräsentiert, das sie schätzen und auf das sie auch noch in Jahren zurückblicken möchten.“

A black and white portrait of José Mourinho covering part of his face with his hands, in disappointment. Portrait by David Turecký on a Canon EOS 6D.
Bei Tureckýs Porträt des Fußballmanagers José Mourinho ging es nicht nur darum, ein Gesicht einzufangen, sondern auch etwas über den Charakter des Motivs zu erzählen. Aufgenommen mit einer Canon EOS 6D mit einem Canon EF 50mm f/1.8 STM Objektiv, Verschlusszeit 1/125 Sek., Blende 1:6,3 und ISO 100. © David Turecký
Martin Šonka stands in an aircraft hangar beside a small plane. Portrait by David Turecký on a Canon EOS 6D.
Tureckýs Foto des tschechischen Kunstpiloten Martin Šonka erzählt eine stimmungsvolle Geschichte und zeigt ihn in der Umgebung, die er liebt. Aufgenommen mit einer Canon EOS 6D mit einem Canon EF 17-40mm f/4L USM Objektiv bei 33 mm, Verschlusszeit 1/160 Sek., Blende 1:9 und ISO 100. © David Turecký

7. Befolge die Vorgaben der Redaktion

Turecký fügt hinzu, dass ein guter Porträtfotograf die redaktionellen Anforderungen (falls vorhanden) der Aufnahmen berücksichtigen muss. „Bei der Vorbereitung eines Shootings versuche ich immer, einen Ort zu finden, der zum Thema passt und es ergänzt. Wenn beispielsweise ein Schauspieler interviewt wird, das Thema aber seine Liebe zu Autos ist, führe ich das Shooting nicht in einem Kino durch, sondern suche stattdessen eine alte Werkstatt oder ein Rennwagendepot.“

„Man muss auch die Stimmung des Themas berücksichtigen, z. B. ob das Shooting fröhlich oder traurig wirken soll.“

8. Halte die Verbindung

„Das Wichtigste ist, dass du den Verlauf des Shootings nicht unterbrichst“, sagt Agius. „Dazu ist ein Zoomobjektiv hervorragend geeignet. Wenn ich einen großen Schauspieler wie Will Smith fotografiere und nur begrenzte Zeit habe, möchte ich die Aufmerksamkeit meines Motivs wecken, eine Verbindung herstellen und einfach drauflos fotografieren. Sätze wie ‚Moment, ich muss kurz mein Objektiv wechseln‘ sollte man vermeiden, da sie den Fluss und die Energie des Shootings stören.“

„Ich verwende oft das Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM Objektiv, weil seine Reichweite erstaunlich und die Qualität optimal ist. Es ist in den meisten Situationen geeignet, da es so viele Optionen bietet.“

Rosie Hardy lies in long grass. Self portrait by Rosie Hardy on a Canon EOS 5D Mark II.
Hardy findet, dass soziale Medien genutzt werden sollten, um echte Verbindungen aufzubauen, nicht um „Gefällt mir“-Angaben zu sammeln. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark II mit einem Canon EF 35mm f/2 IS USM Objektiv, Verschlusszeit 1/200 Sek., Blende 1:1,6 und ISO 640. © Rosie Hardy

9. Werbe in sozialen Medien für dich

Rosie Hardy leaps along the brow of a hill.

Rosie Hardy über die Steigerung des Geschäftsvolumens über soziale Medien

Die Hochzeits- und Selbstportraitfotografin Rosie Hardy verrät, wie sie mithilfe von sozialen Medien eine eigene Marke schuf.

Reicht es aus, einfach nur die Arbeit zu erledigen? Wie wichtig ist die Präsenz in sozialen Medien im Vergleich zu lokalem Networking oder Mund-zu-Mund-Propaganda? „Soziale Medien sind neben einer Website und Visitenkarten eine sehr reale Quelle für das geschäftliche Marketing“, sagt Agius. „Viele Menschen, mich selbst eingeschlossen, verbringen nicht genug Zeit mit Dingen wie Instagram, um die eigenen Inhalte ständig abrufbar zu machen. Du solltest dich mit deinen Bildern und deinem Lebensstil ausdrücken, damit die Leute verstehen, welche Art Mensch du bist und wie du arbeitest.“

Angesichts ihrer prominenten Position in sozialen Medien mag es vielleicht überraschen, dass gerade Hardy betont, dass die Nutzung sozialer Medien keine Erfolgsgarantie darstellt. „Man muss bei seiner Eigenwerbung aufrichtig sein“, sagt sie. „Bei sozialen Medien geht es ebenso wie beim realen Networking darum, Verbindungen und Beziehungen aufzubauen. Ich glaube, viele Menschen verstehen nicht, dass soziale Medien einfach soziale Interaktionen auf einer Medienplattform bedeuten. Beispielsweise finde ich es äußerst seltsam, andere in einem Kommentar aufzufordern, dir zu folgen. Du würdest schließlich niemals auf einen Fremden zugehen und ihn bitten, deine Arbeiten zu verfolgen! Networking sollte echt sein. Es geht nicht nur darum, deine Zahlen zu erhöhen.“

„Ein nachhaltiges Geschäftsmodell braucht jemanden, der seine Arbeit mit Leidenschaft erledigt. Social-Media-Tipps oder Networking können Begeisterung, Enthusiasmus und Leidenschaft für das, was man tut, nicht ersetzen“, sagt Hardy.

10. Nimm dir Zeit, um das Feuer am Brennen zu halten

Hardy betont, wie wichtig es ist, seinen Enthusiasmus beizubehalten. „Das Wichtigste, was ich über die berufliche Fotografie gelernt habe, ist, dass sie für mich an erster Stelle ein Hobby bleiben muss. Ich nehme mir mindestens zweimal im Monat Zeit für meine persönlichen Arbeiten. Würde ich das nicht tun, liefe ich Gefahr, den Spaß daran zu verlieren.“

„Ich habe gelernt, dass man als Unternehmer Zahlungen hinterherrennen, endlose E-Mails versenden und Papierkram verwalten muss. Das habe ich jetzt akzeptiert, obwohl man mich erst mit Gewalt an diesen Punkt bringen musste. Viele Fotografen sind Künstler, und die Verwaltungsseite des Jobs kann ihre Kreativität beeinträchtigen. Ich kann daher nicht genug betonen kann, wie wichtig es ist, sich Zeit für die eigene Arbeit zu nehmen.“

Verfasst von Lucy Fulford


Die Ausrüstung von Porträtfotografen

Die Ausrüstung, die Profis für Porträts verwenden

Canon camera kit is arranged, including a Canon EOS 5D Mark IV, Canon PowerShot G7 X Mark II, a Canon Speedlite and a Canon lenses.

Kameras

Canon EOS 5D Mark IV

Diese Vollformat-DSLR mit 30,4 MP erfasst unglaubliche Details selbst bei extremem Kontrast. Reihenaufnahmen mit bis zu 7 Bildern pro Sekunde helfen, den perfekten Moment festzuhalten.

Canon EOS 5D Mark III

Dies ist eine 22,3 MP Vollformat-Spiegelreflexkamera mit 61-Punkt-Autofokus und Reihenaufnahmen mit bis zu 6 B/s, die eine manuelle Steuerung aller Einstellungen ermöglicht und über einen integrierten HDR-Modus verfügt.

Canon EOS 5DS

Schnelles, intuitives DSLR-Handling mit einer Auflösung von 50,6 Megapixeln für eine außergewöhnliche Detailvielfalt in jeder Aufnahmesituation. Die EOS 5DS wird die Art, wie Sie die Welt sehen, verändern.

Canon EOS 6D

Eine 20,2 Megapixel DSLR mit Vollformatsensor im kompakten Design. Ideal für Porträtfotografie bietet die Kamera eine exakte Steuerung der Schärfentiefe und für Reiseaufnahmen die Kompatibilität zu einer großen Auswahl an Weitwinkelobjektiven aus der Canon EF Serie.

Canon PowerShot G7 X Mark II

Mit einem 1,0-Zoll-Typ Sensor, lichtstarkem 1:1,8-2,8 Canon Objektiv und überragendem DIGIC 7 Prozessor ermöglicht diese Kompaktkamera mit großem Sensor DSLR-ähnliche Kreativität bei der Aufnahme von Fotos und Full-HD-Movies.

Objektive

Canon EF 50mm f/1.4 USM

Mit seiner hohen Lichtstärke und dem blitzschnellen AF-System bietet dieses kompakte, leistungsstarke Standardobjektiv Zuverlässigkeit auf jedem Gebiet der Fotografie. „Ich verwende dieses Objektiv gerne wegen seiner Schärfe und Tiefe“, sagt David Turecký. „Und es ist so leicht, dass man fast das Gefühl hat, als halte man während des Shootings nur das Gehäuse in Händen“, sagt er.

Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM

Dieses professionelle Standard-Zoomobjektiv bietet eine hervorragende Bildschärfe und robuste Qualität der L-Serie. Dank der konstanten Blende von f/2.8 können Sie herausragende Fotos selbst bei wenig Licht aufnehmen und die Schärfentiefe mit Leichtigkeit steuern. „Seine Reichweite ist erstaunlich, und die Qualität ist optimal“, sagt Lorenzo Agius. „Es ist in den meisten Situationen geeignet, da es so viele Optionen bietet.“

Canon EF 85mm f/1.2L II USM

Mit seiner großen Blendenöffnung eignet sich dieses kurze Teleobjektiv der L-Serie ideal für Aufnahmen bei wenig Licht und für kreative Effekte mit extrem geringer Schärfentiefe und weicher Hintergrundunschärfe. „Es eignet sich besonders gut für Porträts, da seine Tiefe den Charakter im Gesicht hervorhebt, insbesondere in den Augen“, sagt Rosie Hardy.

Canon EF 35mm f/1.4L II USM

Ein wirklich moderner Klassiker: Das Standard-Weitwinkelobjektiv mit natürlicher Perspektive, erstklassigen Low-Light-Eigenschaften und außergewöhnlicher optischer Leistung – ganz so wie Reportage-Fotografen es lieben. „Ich fotografiere gerne mit dem Canon EF 35mm f/1.4L II USM Objektiv, da ich damit ganz nah und persönlich mit meinen Kunden arbeiten kann“, sagt Hardy.

Canon EF 17-40mm 1:4L USM

Dieses Superweitwinkel-Zoomobjektiv bietet eine exzellente Abbildungsleistung bei konstanter Lichtstärke. Sein kompaktes Format und geringes Gewicht machen es zum idealen Reisebegleiter. „Ich mag das Canon EF 17-40mm f/4L USM, wenn ich versuche, den Hintergrund zu integrieren“, so Turecký.

Canon EF 70-200mm f/2.8L IS II USM

Das Arbeitstier unter den Telezoomobjektiven speziell für den professionellen Einsatz konzipiert. Seine besonders robuste Konstruktion, der optische Bildstabilisator für bis zu vier Stufen längere Verschlusszeiten und Speziallinsen machen das Objektiv zur Empfehlung im professionellen Alltag.

Canon EF 20mm 1:2,8 USM

Mit seinem enormen Weitwinkel und der hohen Schärfentiefe ist das EF 20mm f/2.8 USM eine großartige Wahl für Landschafts-, Architektur und Reportagefotografen. Ein Objektiv, das praktisch überall einsetzbar ist.

Zubehör

Canon Speedlite 600EX II-RT

Das Speedlite 600EX II-RT wurde speziell für schnelle Reihenaufnahmen konzipiert und überzeugt selbst in den anspruchsvollsten Situationen. Ob entfesselt oder auf dem Blitzschuh der Kamera: Seine Vielseitigkeit ermöglicht die komplette kreative Freiheit bei der Ausleuchtung.

Ähnliche Artikel

Alle anzeigen

Holen Sie sich den Newsletter

Klicken Sie hier, um inspirierende Geschichten und interessante Neuigkeiten von Canon Europe Pro zu erhalten.

Jetzt registrieren