So werden Canon Ambassadors gekürt: das Auswahlverfahren
Neue Canon Ambassadors durchlaufen bei ihrer Auswahl einen langen und gründlichen Prozess. Das beginnt auf regionaler Ebene, wo Fotografen und Filmemacher aus der EMEA-Region von ihrem Canon Büro vor Ort vorgeschlagen werden – für gewöhnlich vom Canon Büro in dem Land, in dem sie leben. Diese erste Liste wird dann von einem unabhängigen Zulassungsgremium geprüft.
„Die Nominierung beginnt in unseren regionalen Canon Organisationen. Hier suchen Teams nach Fotografen und Filmemachern, deren Werk, Einfluss und Werte dem Geist unseres Ambassador Programms entsprechen“, erklärt Ingrid. „Dann arbeiten wir eng mit diesen Teams und unserem unabhängigen Gremium zusammen, um die Kandidaten eingehend zu bewerten – nicht nur die Qualität und Wirkung ihrer Arbeiten, sondern auch, wie sie andere inspirieren, Innovationen annehmen und positiv zur breiteren Imaging-Community beitragen.“
Nächster Schritt: das Auswahlgremium. Es setzt sich aus unabhängigen Experten der verschiedensten Stile und Genres zusammen, die eine Vorauswahl an Portfolios auf mehrere professionelle und kreative Erwägungen hin prüfen. Zu diesen Kriterien gehört auch die Diversität, da wir verschiedene Geschlechtsidentitäten, Altersgruppen, Ethnien und geografische Herkunftsorte einbeziehen möchten.
Hauptsächlich sucht das Gremium aber nach herausragenden Werken mit großer Reichweite sowie nach einer ganz eigenen, kreativen Stimme. Außerdem wird berücksichtigt, wie die Kandidaten insgesamt zur Ambassador-Community beitragen: wie sie aufkommende Imaging-Technologien und neue Ansätze im visuellen Storytelling annehmen, und ob ihre kreativen Verfahren von Ende-zu-Ende zur Philosophie von Canon passen, von der Aufnahme bis zum Druck. Anschließend werden die Vorzüge der Kandidaten ausgiebig besprochen. Die Mitglieder des Gremiums stellen eine Liste von Fotografen und Filmemachern zusammen, die ihrer Meinung nach infrage kommen. Aus dieser Liste werden die neuen Ambassadors ausgewählt.
Lucy Conticello, Vorsitzende des Auswahlgremiums und Kamerafrau für M, das Wochenend-Magazin von Le Monde, erzählt uns, wie das Gremium in den Kandidaten nach einer Mischung professioneller und persönlicher Qualitäten Ausschau hält. „Für alle Beurteiler ist die starke Wirkung der Arbeiten eines Kandidaten am wichtigsten – ob sie etwas bewegen und sich aus der Masse abheben“, sagt sie.
„Das Gremium sieht sich auch sorgfältig an, welchen Ansatz Fotografen bei ihren Motiven verfolgen, besonders, was Darstellung und Framing von Menschen angeht. Eine Zusammenarbeit mit Canon ist nur bei einer starken Übereinstimmung mit unseren gemeinsamen Werten möglich: Respekt für Motive, insbesondere wenn sie gefährdet sind; Vermeiden von Stereotypen; umsichtige Abbildungen von Minderjährigen; und Fingerspitzengefühl, was Nacktheit und Sexualisierung angeht.
„Wir suchten nach Bildgestaltern, die das Canon Motto ‚Created Different‘ verkörpern – die ambitioniert sind, Grenzen ausloten und Innovationen vorantreiben. In Kombination mit Canon und unseren Produkten gelingt es diesen Menschen, etwas Bahnbrechendes und Originelles zu erschaffen“, fährt Lucy fort.
Auch technische Expertise ist für Ambassadors ein wesentliches Merkmal. „Wir berücksichtigten auch ein solides Verständnis von Imaging-Technologie, zusammen mit der Fähigkeit der Kandidaten, zu kommunizieren und das Publikum zu inspirieren“, sagt Lucy. „Und schließlich lag es uns am Herzen, dass die Dokumentarfotografen in der engeren Auswahl die Communitys auch repräsentieren, die sie dokumentieren.“
Ingrid fügt hinzu: „Im Grunde sind ideale Kandidaten also Menschen, deren inspirierende Arbeiten eine ganz persönliche visuelle Signatur und eine kohärente stilistische Identität tragen, technische Grenzen ausloten und kreativ in neue Richtungen gehen. Außerdem müssen sie bei Workshops oder als Dozenten mit Sachverstand über die Branche, Canon Produkte und ihre Spezialbereiche sprechen können.“