Moderne Hybridfotografie in Aktion: Meistern von Porträts bei Foto- und Videoaufnahmen

Das Hauptobjektiv von Tom Barnes ist das Hybrid-Zoomobjektiv RF 24-105mm F2.8 L IS USM Z. Im Moment probiert er die Hybrid-Festbrennweite RF 85mm F1.4 L VCM aus. Er erklärt, wie er sich dank der Hybridobjektive von Canon ganz auf sein Motiv konzentrieren kann, statt auf seine Ausrüstung.
Ein Model, fotografiert vor einem dunklen Hintergrund mit unscharfen Lichtern, die das Bokeh betonen. Aufgenommen mit einem Canon RF 85mm F1.4 L VCM Objektiv.

Dank der maximalen Blende von 1:1,4 sorgt das Canon RF 85mm F1.4 L VCM bei voller Blendenöffnung für wunderschön weiche Hintergründe – obwohl Tom Barnes bei Porträtaufnahmen in der Regel eine leichte Verkleinerung der Blende bevorzugt. Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 C mit einem Canon RF 85mm F1.4 L VCM Objektiv, Verschlusszeit 1/160 Sek., Blende 1:1,4 und ISO 50. © Tom Barnes

Fragt man den professionellen Porträtfotografen Tom Barnes, was er macht, erzählt er ganz offen: Er ist „im Grunde genommen ein Bankräuber“ am Set – schnell, konzentriert, in Nullkommanichts verschwunden.

„Ich kann sehr schnell arbeiten, ohne dabei in Stress zu geraten. Ich arbeite viel mit Werbeagenturen zusammen. Dabei muss ich oft einen Assistenten mitbringen, um neben den Dreharbeiten für einen TV-Werbespot Fotos zu machen. Eigentlich ist es eine „Schnelle Nummer”, und ich blühe in diesem Chaos auf.”

Er übertreibt nicht. Bei seinem Auftrag, den Schauspieler Liam Neeson zu fotografieren, hatte er vier Sekunden Zeit, um seine Aufnahmen zu machen – alle fünf.

Tom, zu dessen Kunden Channel 4, Top Gear Magazine, The Sunday Times Magazine, Bloomberg, Pepsi und viele mehr gehören, lässt sich von der kurzen Zeit, die er normalerweise für Aufnahmen von Prominenten hat, nicht aus der Ruhe bringen.

„Vor einigen Jahren hätten mich meine ersten Shootings von Prominenten möglicherweise noch eingeschüchtert, aber jetzt mache ich das ständig. Wir sind alle Profis, die einen Job erledigen müssen – ihrer besteht darin, vor der Kamera zu stehen, und meiner darin, dahinter zu stehen. Wenn man nicht viel Zeit hat, muss man die Kontrolle übernehmen und ihnen genau sagen, was man will. Man muss ihnen vermitteln, dass man alles im Griff hat und sie in sicheren Händen sind.

„Ganz gleich, ob sie 20-mal am Tag fotografiert werden oder noch nie zuvor fotografiert wurden, ich möchte, dass sie es genießen.“

Tom verwendet Ausrüstung von Canon, weil er damit intuitiv arbeiten und sich auf das Motiv statt auf seine Kamera konzentrieren kann. Seine Grundausrüstung besteht aus zwei Canon EOS R5 C Kameras, einem Canon RF 24-105mm F2.8 L USM Z Hybrid-Zoomobjektiv als seinem wichtigsten Arbeitsgerät und einer Reihe von Beleuchtungsoptionen. Er sagt, dass er das Zoomobjektiv liebt und es für fast alle seine Arbeiten verwendet, aber er hat auch die Canon RF 85 mm F1.4 L VCM Hybrid-Festbrennweite auf Herz und Nieren getestet.

Ein Techniker mit lilafarbenen Handschuhen arbeitet an einem Tisch an der Schaltung einer Canon Kamera.

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Ein Model vor einem grauen Studiohintergrund blickt über ihre Schulter in Richtung Kamera und wird mit einem Canon RF 85mm F1.4 L VCM-Objektiv fotografiert.

Hybridobjektive der Canon L-Serie wie das RF 85mm F1.4 L VCM, das Tom verwendet, sind professionelle Fotoobjektive, die über zusätzliche Hybridelemente für eine verbesserte Videoleistung verfügen. Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 C mit einem Canon RF 85mm F1.4 L VCM Objektiv, Verschlusszeit 1/160 Sek., Blende 1:10 und ISO 200. © Tom Barnes

Der Grund, warum Tom sich für die kompakte Cinema EOS Kamera in Kombination mit einem Hybridobjektiv entschieden hat, ist: Er ist ein Hybridfotograf. Für ihn ist die Möglichkeit, sowohl Fotos als auch Videos aufzunehmen, mittlerweile eher eine Selbstverständlichkeit als ein Bonus. „Ich habe das Gefühl, dass wir die Phase ‚Oh, du machst also auch Videos?‘ hinter uns gelassen haben. Wir sind nun bei ‚Warum machst du keine Videos?‘ angelangt. Wenn man aktuell als Berufsfotograf keine Videos aufnimmt, sollte man das unbedingt tun.“

Er beschreibt sich selbst als „Shreditor“, der seinen Kunden bei Bedarf das komplette Paket aus Aufnahme, Schnitt und Produktion anbietet.

„Ich bin der Überzeugung, dass man, wenn man Videos aufnimmt, sich auch an deren Bearbeitung und Gradierung versuchen sollte, dadurch wird man insgesamt besser. Man versteht, wie man etwas anders drehen kann, um die Bearbeitung zu vereinfachen. Bei Fotos muss man einfach nur die Aufnahme machen. Ich überlege mir, wie ich dieses eine Bild gut aussehen lassen kann. Bei Videos muss man hingegen darüber nachdenken, wie sich die Dinge entwickeln. Man muss den Ablauf betrachten und wie alle Bilder zusammenpassen, damit sie Sinn ergeben.“

Ein Model blickt in die Ferne, während sie sich ihren warmen Mantel um den Hals schlingt, fotografiert mit einem Canon RF 85mm F1.4 L VCM Objektiv.

85 mm ist eine klassische Brennweite für Porträts, die eine vorteilhafte Komprimierungsrate bietet. So ist es möglich, das Motiv natürlich ins Bild zu setzen, ohne dass der Fotograf zu nah herangehen muss. Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 C mit einem Canon RF 85mm F1.4 L VCM Objektiv, Verschlusszeit 1/320 Sek., Blende 1:1,4 und ISO 50. © Tom Barnes

Der Übergang von Fotos zu bewegten Bildern

Da die Canon EOS R5 C viel mit der EOS R5 gemeinsam hat, ist sie ein gleichermaßen leistungsstarkes Tool für die Porträtfotografie sowie für Videoaufnahmen. Dank der Geschwindigkeit, mit der sie zwischen 45-MP-Vollformat-Fotos und professionellen 8K-Videos umschaltet, eignet sie sich hervorragend für die Hybridfotografie.

Tom erinnert sich an ein Werbeshooting in Polen, bei dem hochwertige Foto- und Videoaufnahmen derselben Szenen benötigt wurden. „Die meisten Werbeaufträge beinhalten normalerweise Elemente mit Bewegung. Das Schöne an der EOS R5 C ist, dass man nur den Schalter umlegen muss und schon ist man im Kinomodus. Ich konnte alle Fotos und Videos mit derselben Kamera, derselben Stativposition und derselben Beleuchtung aufnehmen.“

Der hochentwickelte Autofokus, der das EOS iTR AF-System von Canon für Videos mit der Dual Pixel CMOS AF II-Technologie für Fotos kombiniert, erleichtert einem Porträtspezialisten wie Tom die Arbeit. So muss er sich laut eigener Aussage keine Sorgen mehr darüber machen, ob die Augen scharfgestellt sind. „Seit ich auf die EOS R5 Serie umgestiegen bin, hatte ich wahrscheinlich nur fünf unscharfe Bilder.“

Die Zuverlässigkeit der präzisen Augenerkennung ist beruhigend, wenn man eine große Blendenöffnung bei einem Porträtobjektiv wie dem Canon RF 85 mm F1.4 L VCM verwendet, bei dem die geringe Schärfentiefe jeden Fokussierungsfehler deutlich sichtbar machen würde. Tom sagt jedoch, dass er normalerweise ohnehin keine Nahaufnahmen mit weit geöffneter Blende machen würde.

Ein informelles monochromes Porträt eines Models vor einem einfarbigen Hintergrund, aufgenommen mit einem Canon RF 85mm F1.4 L VCM Hybridobjektiv.

Tom sagt, dass er die Augenerkennung meistens aktiviert hat, weil „sie einfach so gut ist“, und dass er Servo AF statt One-Shot AF verwendet: „Wenn sich mein Motiv nach vorne beugt, folgt ihm die Verfolgung einfach.“ Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 C mit einem Canon RF 85mm F1.4 L VCM Objektiv, Verschlusszeit 1/160 Sek., Blende 1:11 und ISO 200. © Tom Barnes

Ein Model in schwarzer Kleidung steht in einem Studio vor einem Surfbrett. Das Porträt wurde in Schwarzweiß umgewandelt. Aufgenommen mit einem Canon RF 85mm F1.4L VCM Hybridobjektiv.

Das Canon RF 85mm F1.4L VCM Porträtobjektiv mit seiner festen Brennweite ist relativ kompakt und leicht und liefert exzellente Bilder. Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 C und einem Canon RF 85mm F1.4L VCM Objektiv bei 1/160 Sek., Blende f/11 und ISO 250. © Tom Barnes

Für eine größere Körperaufnahme muss man zurücktreten, ansonsten wird bei Verwendung eines 85mm-Objektivs mit einer Blende von 1:1,4 die Nasenspitze einer Person bei einem Porträt unscharf. Ich finde immer, dass das gesamte Gesicht scharfgestellt sein sollte, sonst wirkt das ablenkend. Ich bin mir sicher, dass viele das Objektiv wegen des daraus resultierenden Effekts mit voller Blendenöffnung verwenden möchten, aber für mich kommt es vor allem auf die zusätzliche Qualität an, die man erhält, wenn man die Blende bei 1:4 oder 1:5,6 schließt. Die Qualität ist unglaublich – die RF Objektive sind im Allgemeinen ganz hervorragend.“

Als Fotograf, der selten mit weit geöffneter Blende fotografiert, ist es kein Wunder, dass Tom eher zu einem 85-mm-Objektiv mit einer Blende von 1:1,4 als zu einem ultraschnellen 85-mm-Porträtobjektiv mit einer Blende von 1:1,2 greift. „Ich verwende alles, was mir die Arbeit erleichtert“, sagt er, „aber ein leichteres 85-mm-Objektiv mit einer Blende von 1:1,4 ist für mich eine weitaus praktischere Option.“

Tom erklärt, dass ein großer Teil seiner Arbeit darin besteht, dafür zu sorgen, dass sich die Menschen bei einem Shooting wohl fühlen. „Das RF 24-105mm F2.8 L IS USM Z ist absolut phänomenal – alles daran ist brillant, aber Zoomobjektive können auf Motive einschüchternd wirken.“ Dieses Objektiv ist für ein Objektiv mit diesem Brennweitenbereich eigentlich sehr kompakt, aber wie Tom anmerkt: „Das RF 85mm F1.4 L VCM ist etwa halb so lang – eigentlich ist es nur etwa 50 % länger als mein RF 35mm F1.8 MACRO IS STM.

„Das bedeutet, dass ich ziemlich nah an Menschen herankommen kann, ohne aufdringlich zu wirken. Das ist das Besondere an 85 mm – man kann nah herangehen und einen schönen Bildausschnitt wählen, ist aber dennoch weit genug entfernt, um nicht in die Privatsphäre der Personen einzudringen.“

Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme eines Kopf- und Schulterporträts eines Models, das direkt in die Kamera blickt, aufgenommen mit einem Canon RF 85mm F1.4 L VCM Objektiv.

Hybridobjektive von Canon haben einen einheitlichen „Look“, was die Stapelverarbeitung von Bildern oder das Grading von Videos, die mit verschiedenen Objektiven aufgenommen wurden, erleichtert. Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 C mit einem Canon RF 85mm F1.4 L VCM Objektiv, Verschlusszeit 1/160 Sek., Blende 1:11 und ISO 250. © Tom Barnes

Der Vorteil von Hybridobjektiven

Dank ihrer leichtgängigen, geräuschlosen Fokussierung mittels Voice Coil Motor (VCM), minimalem Fokus-Breathing und einem speziellen Blendenring eignen sich Hybridobjektive von Canon wie das RF 85mm F1.4 L VCM ideal für Solo-Filmer wie Tom, deren Aufträge meist professionelle Präzision erfordern, ganz ohne die Notwendigkeit von sperrigen und teuren Cinema Objektiven.

Die Hybrid-Festbrennweiten haben ein einheitliches Design, was einen komfortableren Objektivwechsel gewährleistet, wenn eine Kamera für Videoaufnahmen aufgerüstet ist. Sie haben auch die gleichen Bildeigenschaften, wodurch das Grading von Aufnahmen, die mit verschiedenen Objektiven gemacht wurden, nahtlos möglich ist.

Tom erklärt, dass das RF 85mm F1.4 L VCM bei seinen Porträt-Testaufnahmen ein „ausgezeichnetes Objektiv” ist und sich nahtlos in seinen Arbeitsablauf einpasst – im wahrsten Sinne des Wortes. „Beim Packen der Kameratasche passen diese VCM-Objektive ganz einfach hinein, und dank der Streulichtblende nehmen sie nicht viel Platz weg.

Im Vergleich zu anderen Objektiven, die ich bisher verwendet habe, ist es wirklich leicht. Der Autofokus ist sehr schnell und die Qualität ist ausgezeichnet – es liefert wirklich schöne Bilder, ohne zu klinisch zu wirken.“

Er fügt noch hinzu, dass er die klareren Ergebnisse der Hybridobjektive den charakteristischen Eigenschaften einiger Cinema Objektive vorzieht. „Ich möchte nicht, dass das Bild zu klinisch wirkt, aber ich möchte ihm später meine eigene Note verleihen. Ich versuche immer, die Aufnahme relativ klar zu halten, damit ich bei der Nachbearbeitung kreativ sein kann. Wenn man kameraintern etwas macht, das dem Kunden nicht gefällt, gibt es kein Zurück mehr.“

Die konsistente Bildwiedergabe der gesamten Familie an Hybrid-Festbrennweiten ist einer der Gründe, warum Tom erwägt, seiner Ausrüstung eine Reihe dieser Objektive hinzuzufügen. „Es wäre schön, sie für Interviewaufnahmen zu nutzen“, sagt er. „Ich könnte das RF 24mm F1.4 L VCM oder das RF 35mm F1.4 L VCM für Hauptaufnahmen und das RF 85mm F1.4 L VCM für Nahaufnahmen verwenden.“

Da seine Arbeit zu 60 % aus Foto- und zu 40 % aus Videoaufnahmen besteht, muss Tom auf alles vorbereitet sein. An einem Tag fotografiert er möglicherweise die Medienpersönlichkeit Jeremy Clarkson für das Cover des Sunday Times Magazine und am nächsten Tag dreht er Videoclips für einen Firmenkunden. Daher ist es wichtig, dass seine Kameraausrüstung vielseitig genug ist, um beide Aufgaben zu erfüllen, ohne ihn dabei zu behindern. „Die Hybridobjektive von Canon eignen sich gleichermaßen gut für Fotos wie für bewegte Bilder – und das war bisher noch nie der Fall“, sagt er.

„Ich nehme im Moment sehr viele Videos auf – insbesondere für B2B. Manchmal werde ich gebeten, viele Interviewinhalte mit Kopfaufnahmen für ein Unternehmen zu drehen, aber oft werde ich auch gefragt, ob ich ein paar Porträts aufnehmen kann, während ich vor Ort bin. Da ist sie wieder – diese Hybridgeschichte.“

Toms Arbeit ist nach wie vor fest in der hybriden Welt verankert, in der Kundenaufträge, die eine Mischung aus Foto- und Videoaufnahmen erfordern, zunehmend zur Norm werden. Hybridobjektive wie das Canon RF 85mm F1.4 L VCM und das RF 24-105mm F2.8 L IS USM Z sind speziell auf die Bedürfnisse von Fotografen wie Tom zugeschnitten, die nahtlos zwischen beiden Disziplinen wechseln müssen. Da die Grenzen zunehmend verschwimmen und Hybridaufnahmen zur Standardpraxis werden, fügen sich diese kreativen Tools nahtlos in einen schnellen, flexiblen Workflow ein.

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