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So revolutionierte der Lockdown die Fernproduktion

Filmemacher Alan Griswold und Richard da Costa erzählen von den innovativen Lösungen, mit denen sie ihre Produktionen während des globalen Lockdowns fortsetzten. Könnte die Fernproduktion von Dauer sein?
Zwei Moderatorinnen sitzen auf Regiestühlen in einem restaurierten Lastkahn, der als Drehort dient.

Die Covid-19-Pandemie stellte sich als eine große Herausforderung für die Unterhaltungsbranche dar, doch Unternehmen wie Floating Harbour Films in Bristol, England, haben neue Wege gefunden, ihre Produktionen fortzusetzen. Für das Wildscreen Festival 2020 kombinierten Regisseur Richard da Costa und sein Team Fernproduktionen mit Aufzeichnungen und Live-Produktionen. Die Moderation erfolgte auf einem restaurierten Lastkahn im Hafen von Bristol (Bild). „Das ist unser Job als Filmemacher: neue Wege gehen und zeigen, was möglich ist“, sagt da Costa. „Je mehr Menschen gute Ideen umsetzen, umso mehr Menschen folgen ihrem Vorbild und sprengen selbst Grenzen.“ © Richard da Costa / Floating Harbour Films

Das vergangene Jahr hat uns alle dazu gezwungen, unsere Arbeitsweise zu verändern. In der Filmbranche brachten die Lockdowns die Produktionen weltweit zum Stillstand. Die ständige Ungewissheit zwang Produktionsunternehmen und Filmemacher auf der ganzen Welt, kreativ zu werden und innovative Lösungen zu finden, sodass im Rahmen der Beschränkungen sicher gearbeitet werden konnte.

„Allen wurde der Boden unter den Füßen weggezogen“, erinnert sich Richard da Costa, Leiter des Produktionsunternehmens Floating Harbour Films in Bristol, England. „In den ersten Monaten war jeder in gewisser Weise in Schockstarre.“

Da die Berichterstattung über internationale und Live-Veranstaltungen wegfiel, spezialisierte sich da Costa auf virtuelle Veranstaltungen – so arbeitete er auch mit Wildscreen Festival an der Produktion eines einwöchigen Naturfilm-Festivals, an dem Größen wie Regisseur James Cameron, Fernsehpersönlichkeit Sir David Attenborough und Umweltaktivistin Greta Thunberg beteiligt waren.

Vor produktionstechnischen Herausforderungen stand auch Filmemacher Alan Griswold, Bildregisseur und Inhaber des in LA ansässigen Produktionsunternehmens Monkey Deux, das die beliebte Serie „Our Star Wars Stories“ (Unsere Star Wars Geschichten) für Lucasfilm und Disney produziert.

„Ein wesentliches Merkmal der Filmproduktion ist die enorme Anzahl der Beteiligten“, erklärt Griswold. „Kontaktbeschränkungen und Isolationsgebote trafen diese Branche schwer.“ Griswolds Lösung für die Fortsetzung der Serie war die Fernproduktion mithilfe von Canon EOS R Kameras und der Canon EOS Utility Software.

Hier erklären die beiden Filmemacher, wie sie die Kameras am Laufen hielten, welche Veränderungen die Filmbranche durchlaufen hat, und warum sich einige Formen der Fernarbeit auf Dauer durchsetzen könnten.

Hat Covid-19 die Videoproduktion nachhaltig verändert? Das Gespräch findest du in dieser Episode des Canon Podcasts „Shutter Stories“:

Filmemacher Alan Griswold sitzt neben einer Canon Cinema EOS Kamera, die auf einem Stativ befestigt ist.

Eine filmische Ästhetik war Alan Griswold und seinem Unternehmen Monkey Deux schon immer wichtig. Nach Möglichkeit filmen sie immer mit Canon Cinema EOS Kameras und Cine Objektiven mit Festbrennweite. Die erste Staffel von Our Star Wars Stories wurde mit zwei Canon EOS C200 Kameras und einer Canon EOS R gefilmt. Mit der Umstellung der Serie auf Fernaufnahmen erfolgte dann der vollständige Wechsel zu EOS R Kameras. © Alan Griswold / Monkey Deux

Eine Kreideskizze auf einer Tafel zeigt ein Setup für eine Fernproduktion.

Laut Griswold mussten beim Umstieg auf die Fernproduktion zwei Vorgaben miteinander vereinbart und erfüllt werden. „Erstens: Wir mussten sicherstellen, dass die Kameras aus Produktionssicht möglichst zuverlässig waren, damit wir darauf vertrauen konnten, dass sie und das gesamte System bestmöglich funktionieren. Und zweitens: Benutzerfreundlichkeit. Schlussendlich erhielt ich diese Kontrolle mithilfe der EOS Utility Software.“ Im Bild: Entwurf des Arbeitsablaufs für Griswolds Fernaufnahmen. © Alan Griswold / Monkey Deux

Our Star Wars Stories: eine neue Hoffnung

Our Star Wars Stories ist eine digitale Original-Serie, in der Moderator Jordan Hembrough berührende Geschichten von Fans präsentiert, die in der weit, weit entfernten Galaxis Inspiration fanden. Sie ist auf der Star Wars-Website und dem YouTube-Kanal mit 3,5 Millionen Abonnenten zu sehen.
„Our Star Wars Stories ist eines meiner Lieblingsprojekte“, so Griswold. Ursprünglich war die Serie eine Roadshow mit einer kleinen, vierköpfigen Filmcrew, die in einem Van durch die Vereinigten Staaten tourte und bei den Fans zu Hause Interviews aufnahm. Griswold filmte die erste Staffel mit zwei Canon EOS C200 Kameras und einer Canon EOS R, wobei er Lucasfilm vom Cinema RAW Light Codec überzeugte, und fügte für die zweite Staffel eine dritte EOS C200 hinzu.

„Die Produktion war brutal“, erinnert sich Griswold. „Wir hatten einen Tag, um eine Folge zu filmen – inklusive der Zusatzszenen für den Schnitt. Es war eines dieser aufregenden Projekte, bei dem jeder mehrere Aufgaben gleichzeitig hatte. Und dann kam alles abrupt zum Erliegen.“

Zur Fertigstellung der Serie in der neuen Normalität mussten virtuelle Arbeitsabläufe eingeführt werden. Das erforderte ein Umdenken sowohl in Sachen Ausrüstung als auch Kreativität. „Wir wollten uns ganz bewusst auf die völlig neuen Bedingungen einlassen, anstatt zu imitieren, wie es zuvor war“, so Griswold.
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Vor dem Aufnahme-Setup auf einem Tisch thront der Kopf einer Schaufensterpuppe auf einem Karton.

Während eines Testdurchlaufs für die Entwicklung von Fernaufnahmepaketen, die den Mitwirkenden an Our Star Wars Stories zugeschickt werden sollten, dient der Kopf einer Schaufensterpuppe als Model. „Eine der größten Schwierigkeiten war, dass Lucasfilm einen Aufbau wollte, bei dem über die Schulter der Person gefilmt werden konnte“, schildert Griswold. „Unsere Hauptkamera war auf das Model gerichtet. Der Blick des Models ist auf den Moderator auf dem Bildschirm vor ihm gerichtet. Das endgültige Setup musste eine ästhetische Eleganz aufweisen.“ © Alan Griswold / Monkey Deux

Eine Ansammlung von Laptops auf einem Tisch zeigt das gleiche Bild einer Gruppe von Menschen, die sich aus der Ferne unterhalten.

Um sicherzustellen, dass an den Drehtagen alles reibungslos funktionieren würde, mussten Griswold und sein Team aufwendige Tests durchführen. „Für Lucasfilm war es wichtig, dass wir uns den Fern-Aspekt zu eigen machen“, erklärt Griswold. „Das war der Impuls für die Entwicklung der Kits, die wir verschickt haben, für die Arbeitsabläufe und für das letztendliche Produktionsformat.“ © Alan Griswold / Monkey Deux

Nachdem er sechs Wochen lang verschiedene Methoden getestet hatte, entwickelte er Film-Kits, die er an Interviewgäste verschickte – mit Canon EOS R Kameras als Herzstück, da diese durch Canon EOS Utility aus der Ferne gesteuert werden können. In der Vergangenheit hatte er sich das für Standbildaufnahmen mit Kabelanbindung zunutze gemacht.

„Bei der Entwicklung dieser Kits ging es uns um die größte Zuverlässigkeit und die beste Qualität“, erklärte er. „Die Canon EOS R Kamera und EOS Utility Software machten am Ende das Rennen, weil wir damit die meiste Kontrolle über die qualitativ hochwertigste Kamera hatten.“

In Videoanrufen baute Griswold gemeinsam mit den Interviewgästen ein Setup auf, sodass sie sehen konnten, was sie tun mussten. Die EOS R wurde mit einem Laptop des Interviewgasts verbunden, damit sie über die EOS Utility Software und TeamViewer per Fernzugriff gesteuert werden konnte. Die verschickten Pakete umfassten Atomos Ninja V Recorder für Aufnahmen im 10-Bit-Farbraum, wodurch eine bessere Qualität erzielt wurde.

Während der eigentlichen Interviews bediente Griswold mehrere Kameras gleichzeitig, um sowohl von den Gästen als auch dem Moderator Aufnahmen aus zwei verschiedenen Winkeln zu erfassen. Er beschreibt den Prozess als „absolut nervenaufreibend“, doch die Serie war in ihrer neuen Form ein Spitzenerfolg.
Mehrere Canon EOS R Kameras, Stative, Lichter und Laptops auf einem Tisch.

Den Gesprächspartnern für Our Star Wars Stories wurden Kameras, Laptops, Stative, Lichter und sämtliche Fernverbindungselemente zugeschickt. „Als wir diese Kits zur Verwendung vor Ort entwickelten und uns noch nicht für die Canon EOS R entschieden hatten, probieren wir eine ganze Reihe von Kamerasystemen aus“, berichtet Griswold. „Viele Systeme waren zu komplex, oder die Benutzeroberfläche der Software gab mir nicht die Kontrolle über die Kameraeinstellungen, die ich meiner Ansicht nach für den Fernbetrieb benötigte.“ © Alan Griswold / Monkey Deux

Ein Mann steht an einem provisorischen Drehort hinter einem Teleprompter, wobei im Hintergrund Küchenregale und im Vordergrund Blattpflanzen zu sehen sind.

„Vom Standpunkt der Live-Produktion führt die Tatsache, dass wir nun alles per Bildschirm abläuft, zu ganz anderen Beziehungen“, sagt da Costa, hier während einer Fernübertragung des Wildscreen Festivals aus Bristol am Set zu sehen. „Die Auswirkungen des Lockdowns waren unbeschreiblich groß. Alles wurde eingestellt, und wir mussten alle herausfinden, wie wir das überleben.“ © Richard da Costa / Floating Harbour Films

Vom hautnah erlebten Filmfestival zur Online-Ausgabe

Da Costas Filmkarriere begann mit einer Canon EOS 5D Mark II (mittlerweile ersetzt durch das Nachfolgemodell Canon EOS 5D Mark IV) im Jahr 2008. Sein neuestes Werk, der Tauchdokumentarfilm „Der letzte Atemzug – Gefangen am Meeresgrund“ (Originaltitel: Last Breath), wurde mit einer Canon EOS C300 Mark II gefilmt und auf Netflix veröffentlicht. Normalerweise führt ihn seine Arbeit rund um den Globus.

„Als der erste Lockdown kam, steckten wir hier im Studio fest und zerbrachen uns den Kopf darüber, wie wir überhaupt irgendetwas auf die Beine stellen könnten“, erzählt er. „Das Ergebnis davon war eine Art virtuelle, hybride Fernproduktion für unsere Live-Produktionen.“
Als die Veranstalter beschlossen, das Wildscreen Festival 2020 als Fernveranstaltung abzuhalten, entschied sich das Team für eine Mischung aus Live-Inhalten und Aufzeichnungen, die mit einer Reihe von Objektiven der Canon L Serie gefilmt wurden. „Unser Hauptstandort war ein großer, alter Lastkahn im Hafen von Bristol“, schildert da Costa. „Dort blieben wir für die Woche mit einem Live-Moderator – das war ausschlaggebend für das Gefühl der Unmittelbarkeit und für den Brückenschlag zwischen den Zuschauern und den Inhalten.“

Durch den virtuellen Aspekt konnte das Naturfilm- und -fernsehfestival mit prominenteren Gästen als je zuvor aufwarten, z. B. mit Regisseur James Cameron, der vom Set seines nächsten Avatar-Films in Neuseeland anrief. Außerdem konnte das Festival mehr Teilnehmer begrüßen. „Wildscreen zieht seit jeder gute Mitwirkende an, aber diesmal haben wir die früheren Ausgaben übertroffen“, sagt da Costa. „Die Hürde für eine Teilnahme ist geringer. In vergangenen Jahren kamen um die 800 Filmemacher – 2020 waren es 2.500 Teilnehmer.“
A topless man sitting in a bath wearing clown make-up.

Fünf Fotostorys, die 2020 versinnbildlichen

Fünf Canon Ambassadors teilen die Fotostorys, die sie in keinem anderen Jahr hätten aufnehmen können.
Ein Mann sitzt allein in einem abgedunkelten Studio, während mehrere Ansichten von ihm auf dem Monitor zu sehen sind, der an der Kamera vor ihm befestigt ist.

„Meiner Meinung nach war einer der anfänglichen Fehler, dass die Leute versuchten, zu reproduzieren, was es bereits gab, obwohl sich in einiger Hinsicht bereits neue Formate entwickelt haben – und die Publikumserfahrung sich mitverändert hat“, sagt da Costa. „Wenn du Lösungen finden kannst, mit denen du eine hohe Produktionsqualität erhältst, und dein Inhalt toll ist, kommen wirklich großartige Ergebnisse dabei heraus, die unter normalen Umständen nicht entstanden wären.“ © Richard da Costa / Floating Harbour Films

Ein Mann mit Kopfhörern bearbeitet an drei Monitoren das Filmmaterial von prominenten Interviewgästen.

Durch den Remote-Ansatz konnte das Wildscreen Festival für mehr Teilnehmer zugänglich gemacht werden – und auch die Umweltverträglichkeit und CO2-Bilanz des Festivals schneiden dadurch besser ab. „Von Alaska oder Los Angeles oder Indien aus anzureisen, ist eine große Entscheidung“, erklärt da Costa. „Es erfordert einen beträchtlichen Zeit- und Kostenaufwand. Der Zugang zu diesen Inhalten zum Preis eines Tagestickets räumt diese Hemmschwelle aus.“ © Richard da Costa / Floating Harbour Films

Die Umsetzung einer Produktion mit eine Vielzahl globaler Feeds und Aufzeichnungen sowie Live-Übertragungen aus einem Studio war nicht leicht. „Bei dieser Hybrid-Präsentation sind viele Aspekte zu berücksichtigen“, erklärt da Costa. „Man hat eine Kombination aus Hardware und Software, Vor-Ort-Aufnahmen von Kameras, die an einen Bildmischer angeschlossen sind, und dann einen Software-basierten Bildmischer für das Programm.“

Eine Herausforderung, die da Costa im Gedächtnis geblieben ist, kam dadurch zustande, dass Sir David Attenborough während der Aufzeichnung seines Gesprächs mit Greta Thunberg den Return-Feed nicht sehen wollte, weil ihn die leichte Verzögerung ablenkte.

„Bei jeder anderen Person hätten wir eine längere Einrichtung vorgenommen und das besprochen, aber in diesem Fall mussten seinem Wunsch nachkommen und den Feed abschalten“, lacht da Costa. „Das führte dazu, dass Greta sich im Return-Feed nicht mehr sehen konnte und im Bild immer tiefer rutschte.“
Laura Marshall, Vorsitzende des Wildscreen Kuratoriums, am Set mit den Moderatoren Patrick Ayree und Lizzie Daly vor einem großen Monitor.

Laura Marshall, Vorsitzende des Wildscreen Kuratoriums, mit den Moderatoren Patrick Ayree und Lizzie Daly bei den Wildscreen Panda Awards 2020. Diese erstmals virtuellen Panda Awards würdigten nicht nur herausragende Naturfilm- und -fernsehinhalte, sondern demonstrierten auch, wie Produktionen nachhaltiger werden können. © Richard da Costa / Floating Harbour Films

Ein Arbeitsablauf auch für die Zukunft

Heißt das, dass alle wieder zu ihrer alten Arbeitsweise zurückkehren, wenn das Reisen wieder möglich ist? Oder haben diese kreativen Lösungen auch nach der Pandemie einen Platz?

„Vermutlich werden wir selbst in Los Angeles mit der Produktion aus der Ferne weitermachen“, sagt Griswold, der eine Nutzung von ähnlichen Kits wie seinem in den Film- und Fernsehbranchen von Hollywood beobachten konnte. „Viele Menschen gewöhnen sich an den Komfort, von zu Hause aus zu filmen, ohne eine große Crew vor Ort zu haben. Selbst für große Studios ist das Budget immer ein Problem. Die Möglichkeit, einfach ein Kit zu verschicken, ist daher sehr attraktiv.“

Da Costa sieht das als Gelegenheit, seine Angebote durch neue Technologien zu verbessern. „Mein Vorschlag ist, dass wir umdenken und die Zukunft mit besseren Strategien in Angriff nehmen“, sagt er. „Ich würde sehr gerne die qualitativen Möglichkeiten ausreizen, um hochwertige Referenteninterviews und Dokumentarinhalte aus der Ferne zu produzieren. Aus der Ferne zu erzielen, was man normal von Angesicht zu Angesicht macht, wäre eine tolle Herausforderung.“

Vor Kurzem drehte da Costa erfolgreich einen Film über Holzbauwerke, wofür er elf Ferninterviews mit Teilnehmern aus aller Welt aufnahm. „In der Zukunft wird die Frage nicht lauten: ‚Sollen wir das aus der Ferne machen?‘ Unter bestimmten Umständen stellt sich vielleicht eher die Frage: ‚Warum sollten wir das von Angesicht zu Angesicht machen?‘“

„Ich habe gelernt, dass katastrophale Änderungen eine von zwei Folgen haben – ein Massensterben oder eine Weiterentwicklung“, sagt Griswold. „Gerade angesichts der schweren Umstände im letzten Jahr war es eine echte Inspiration, die cleveren Lösungen zu sehen.“

Verfasst von Lucy Fulford


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