Geoff shooting the video from top with EOS 80D.

VIDEOTECHNIKEN

Eine Videogeschichte erzählen

Wenn du deine Videogeschichte drehst, ist es wichtig, ein Thema zu wählen, für das du dich interessiert. Dies steigert deine Aufmerksamkeit und bringt dich dazu, die wesentlichen Elemente zu erfassen, die das Publikum bis zum Ende verfolgt. Die folgenden Tipps zeigen dir, wie das gesamte Material aufgenommen wird, mit dem du deine ganz persönlichen Geschichten erzählen kannst.

Planung ist alles

Geoff drawing storyboard with pencil in a notebook.
Bringe deine Idee zu Papier und bereite deine Ausrüstung vor.

Plane deine Aufnahme, um sicherzustellen, dass alle notwendigen Details erfasst werden. Notizen über den Inhalt sind wichtig: Was soll gefilmt werden, wie nähert man sich der Szene – der Film entsteht zuerst im Kopf.

Bereite deine Ausrüstung vor dem Shooting vor. Akkus aufladen und die Objektive sauber machen. Nicht vergessen: Die Akkus sind bei der Action schneller leer als man glaubt – wie sieht es mit Reserveakkus aus? Formatiere deine Speicherkarten am besten in deiner Kamera, damit sie für das Shooting bereit sind. Videodateien brauchen Speicherplatz. Du brauchst mit Sicherheit Speicherkarten mit hoher Kapazität.

Die meisten Kameras haben ein integriertes Mikrofon, mit dem du den Ton aufnehmen kannst. Allerdings klingen die Tonaufnahmen mit einem externen Mikrofon wie dem Canon Stereo-Mikrofon DM-E100 wesentlich besser. Kameras wie die EOS M6 Mark II verfügen über Anschlüsse für externe Mikrofone – ideal wenn du einen kristallklaren Ton benötigst.

Stelle dich auf deine Situation ein

Definiere die Szene deines Films mit einer Reihe von Weitwinkelansichten von der Location. Mische sie mit einigen Details und extremen Nahaufnahmen der Umgebung vom Drehort. Zoomobjektive mit Stepping-Motor (STM) – dazu gehören beispielsweise die EF-M 55-200mm f/4.5-6.3 IS STM, EF-S 18-135mm f/3.5-5.6 IS STM und RF 24-105mm F4-7.1 IS STM Objektive – sind ideal für Videoaufnahmen, da sie gleichmäßig und leise fokussieren.

Stelle dabei sicher, dass du dich um den Standort herum bewegst und vermeide dabei, immer von derselben Position aus zu filmen. Dieses Videomaterial ist die Eröffnung deiner Geschichte und vermittelt den Kontext und den Standort. Versuche pro Clip mindestens zehn Sekunden für diese etablierenden Aufnahmen zu filmen, damit du beim Schnitt etwas Spielraum hast.

Präsentiere das Motiv

Shot from video Robot Man with the subject named Alan standing in front of the camera.
Halte auch die Umgebung deines Hauptdarstellers ein, um sie dem Publikum vorzustellen.

Präsentiere die Hauptfigur deines Films – mit Details darüber, wo sie ist und was sie macht. Drehe am besten verschiedene Clips des Motivs in Aktion, und probiere dabei auch ungewöhnliche Kompositionen und Beleuchtungsstile aus. Viele Kameras, z.B. EOS RP, EOS M50 oder EOS 6D Mark II, bieten auch bei Videoaufnahmen einen Autofokus, mit dem du das Gesicht des Motivs zuverlässig scharf stellen kannst.

Während des Drehs sollte man mit der aufgenommenen Person Kontakt halten – das macht den Ausdruck viel natürlicher. Das kann auch dabei helfen, eine andere Ebene des Charakters zu entdecken, die sich vielleicht im Video festzuhalten lohnt.

Unbedingt auch Nahaufnahmen machen!

Nahaufnahmen heben bestimmte Elemente hervor – das weckt das Interesse. Diese Detailaufnahmen können sehr hilfreich sein, wenn du deinen Film bearbeitest.

Nicht für alle Nahaufnahmen ist ein Makroobjektiv erforderlich. Meist reicht das Standardobjektiv vollkommen aus. Zoome so weit wie möglich hinein, um das Motiv im Bildausschnitt zu vergrößern und vom Hintergrund zu isolieren.

Strukturierte Elemente und farbige Akzente sind ideal für abstrakte Detailaufnahmen. Vergiss dabei nicht, die Kamera zu bewegen, damit das Detail vor dem unscharfen Hintergrund im Bildausschnitt an Bedeutung gewinnt.

Andere Perspektiven entdecken und experimentieren

Geoff crouching on the floor taking a video of the robot with EOS 80D.
Wähle eine extrem hohe oder niedrige Perspektive und nimm dir Zeit, etwas Neues auszuprobieren.

Versuche, die Motive aus ungewöhnlichen Blickwinkeln zu erfassen. Nicht alle Perspektiven funktionieren – aber das weiß man erst, wenn man es ausprobiert hat! Verändere deinen Blickwinkel, indem du hoch über deinem Motiv filmst, oder lege dich auf den Boden und filme nach oben. Eine Aufnahme aus der Froschperspektive kann absolut einzigartig sein. Ein dreh- und schwenkbares Display wie bei der EOS 850D kann hierbei sehr hilfreich sein. Das Verändern der Perspektive kann dein Video viel dynamischer machen, als wenn du es komplett von einem normalen Standpunkt aus aufnehmen würdest.

Wenn du den Bereich hinter dem Motiv im Vordergrund fotografieren willst, wählst du einen bestimmten Fokuspunkt, um den Hintergrund scharf zu halten und so gleichzeitig eine gewisse filmische Unschärfe des Vordergrunds zu erzielen.

Die Bildkomposition

Überlege dabei, wie die Elemente im Bildausschnitt am besten positioniert werden. Manchmal funktionieren klassische Kompositionsansätze wie die Drittel-Regel und die Führungslinien sehr gut. Stelle hierbei sicher, dass auch andere Blickwinkel ausprobiert werden und verwende zum Beispiel Symmetrie für alternative Aufnahmen.

Detailaufnahmen und ein extremer Bildausschnitt steigern das Interesse des Betrachters. Probiere verschiedene Blickwinkel und Perspektiven aus und entdecke dabei deinen eigenen Stil, mit dem sich dein Film von der Masse abhebt.

Spiele mit Geschwindigkeit und Zeit

Geoff leaning over EOS 80D on a tripod filming a robot.
Verwende den Zeitraffer, um längere Szenen für einen dramatischeren Effekt zu verdichten.

So genannte „Jump Cuts“ sind hilfreich, um dem Film Tempo und Dramatik zu geben. Schieße ähnliche Sequenzen aus der gleichen Perspektive und wechsele dann zwischen verschiedenen Teilen jeder Sequenz, um von einem Moment zum nächsten überzugehen.

Wenn deine Kamera Zeitraffer- oder Zeitlupen-Aufnahmen (hohe Bildraten) machen kann, kannst du damit Geschwindigkeit und Zeit variieren. Fordere den Betrachter mit einer Zeitraffersequenz heraus, um langsame Bewegungsabfolgen in kürzeren Clips zu komprimieren. Verwende eine hohe Bildrate, um schnelle Aktionen verlangsamt darzustellen.

Konsequent Spannung aufbauen

Um dem Finale des Films eine gewisse Spannung zu verleihen, muss visuell darauf hingearbeitet werden. Hierfür eignen sich eine Reihe von Einstellungen mit extremen Nah- und Weitwinkelaufnahmen. Der Wechsel zwischen einem neutralen Motiv und der Hauptszene ist eine gute Möglichkeit, wirkungsvoll auf das Finale vorzubereiten.

Halte die Einstellungen kurz, um die Spannung zu steigern. Denke daran, dass man von einem längeren Clip immer nur ein paar Sekunden für den finalen Film verwenden kann. Deshalb sollten sich stets vor und nach dem gewünschten Inhalt ein paar Sekunden „Reserve“ befinden.

Aktion und Reaktion erfassen

Geoff looking at the LCD screen on the back of EOS 800D filming Robot Man video.
Vergiss nicht, die Reaktionen und Emotionen deiner Hauptdarsteller im Film festzuhalten.

Die beste Vorbereitung für die letzte Szene des Films ist ein vollständig geladener Kameraakku. Was nützt die beste Action, wenn der Akku leer ist. Oder nicht mehr genügend Speicherplatz auf der Speicherkarte ist.

Es ist zwar wichtig, die vollständige Handlung im Film festzuhalten – aber dabei sollte man nicht die daran beteiligten Personen vergessen. Möglicherweise musst du dich mit der Kamera besonders schnell bewegen. Auch in Bewegung musst du versuchen, die Kamera ruhig zu führen. Der Canon Stativgriff HG-100TBR passt ideal zu kleineren Kameras wie der EOS M6 Mark II und ermöglicht dir ruhige Aufnahmen aus der Hand. Wechsle die Einstellungen von Weitwinkel auf Nahaufnahme, indem du deine Position verlagerst und den Zoom am Objektiv einsetzt. Das Ziel ist dabei, das Gefühl einzufangen und dem Betrachter damit zu vermitteln, er sei in die Handlung involviert – das ist es genau das, was du erreichen solltest.

Viel Spaß!

Viel Spaß beim Dreh deiner Filme – manchmal klappt es nicht auf Anhieb so, wie du es geplant hast. Aber du lernst viel aus diesen Situationen. Durch wiederkehrende Elemente bei der gemeinsamen Arbeit mit den Personen im Film, kann man mehr über sie und die Welt um Sie herum erfahren.

Wenn du einen Film drehst, liegt es ganz in deiner Hand, wie die Geschichte erzählt wird. Wenn du mit Menschen zusammen arbeitest, werden sie letztendlich mit ihrer Darstellung zu den Ereignissen und Situationen beitragen. Dein Film wird einen Teil deiner Persönlichkeit zeigen – deshalb: genieße das Filmen.

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