Profil

Joel Santos

Ein Kasachischer Adlerjäger, umgeben von der schneebedeckten Altai-Gebirgskette der westlichen Mongolei. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5DS R mit einem Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/200 Sek., Blende 1:3,5 und ISO 800. © Joel Santos

Der portugiesische Reisefotograf Joel Santos hat ein Talent dafür, faszinierende und unvergessliche Bilder einzufangen. Dank seinem Hang zum Abenteuer probiert er auch gerne neue Technologien aus.

Santos‘ Bilder führen uns in entlegene Teile der Welt und laden uns ein, die Menschen, die dort leben, kennenzulernen. Ob mit atemberaubenden Aufnahmen von Wüstenkarawanen in Äthiopien, Kormoranfischern in China oder Adlerjägern in der Mongolei – seine Fotografien liefern uns einen faszinierenden Einblick in das natürliche Leben anderer Kulturen. Santos hat ein Auge für die Wildnis und die Ferne, und seine Fotos setzen die Tradition großartiger Reiseschriftsteller und Künstler fort: Sie öffnen neue Fenster zur Welt, erinnern uns gleichzeitig daran, woher wir kommen, und fragen uns, wo wir hinwollen.

Canon Ambassador Joel Santos.


Wohnsitz: Portugal
Spezialgebiete: Reisen, Landschaft, Porträt, Video
Lieblingsausrüstung:
Canon EOS R
Canon RF 28-70mm F2L USM

„Zu Beginn waren meine Fotos in zwei Genres aufgeteilt: Landschaft und Porträts“, beginnt Santos. „Diese unterscheiden sich so sehr in ihrer Technik und ihrem Ansatz, weshalb man sich nur selten auf beides spezialisiert. Schließlich habe ich sie verschmolzen. Ich nehme immer noch Bilder von Landschaften auf, beziehe aber auch die Menschen ein, die dort leben.“

„Wenn ich also an Orte wie die Mongolei, Indonesien, Ghana und andere abgelegene Orte geschickt werde, möchte ich nicht nur die Geschichten der Menschen erzählen, sondern auch ihre Umgebung und den Kontext erfassen, was viel mehr Aufwand erfordert. In Ghana brauchte ich beispielsweise drei Tage, bis ich von den Anglern am heiligen See vor Ort akzeptiert wurde. Sobald sie mich nicht mehr als Fremden ansahen, sondern als Freund, wurden meine Ergebnisse authentischer und hoffentlich visuell überzeugender.“

Santos wurde in Lissabon geboren und war früher begeisterter Akademiker. Er erwarb einen Ehrenabschluss in Wirtschaftswissenschaften und einen Master-Abschluss in Wirtschafts- und Betriebswissenschaften im Bereich Wissenschaft und Technologie. Seit 15 Jahren verfolgt er jedoch seine wahre Leidenschaft: die Fotografie. Die Ergebnisse seiner Arbeit sind sehr gefragt. Er hat bereits für Microsoft, IKEA, National Geographic, GEO, ABC Studios und viele mehr gearbeitet. Er stellt seine Werke an vielen Orten aus, leitet Fotografieexpeditionen an Orten wie der Arktis und hat neun Bücher verfasst. Auch die Preise scheinen ihm geradezu zuzufliegen. Er erhielt bereits viele bedeutende nationale und internationale Auszeichnungen für seine Arbeit, darunter die Auszeichnung als „Travel Photographer of the Year“ (2016).

Old fishermen on rafts with lanterns and cormorants, on a lake in China. Photo by Joel Santos on a Canon EOS 5D Mark IV.
Die Brüder Huang Yue Ming (90) und Huang Yue Chang (92) gehören zu den letzten echten Kormoranfischern in der Provinz Guangxi, Volksrepublik China. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5D Mark IV mit einem Canon EF 16-35mm f/2.8L II USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/80 Sek., Blende 1:3,5 und ISO 1000. © Joel Santos

Laut Santos geht es bei seiner Fotografie um „Emotionen, Leidenschaft und positive Geschichten. Als ehemaliger Wirtschaftswissenschaftler nutze ich jedoch meist Mathematik als Struktur, um mit Licht zu schreiben. Ich erkenne die Schönheit in diesen mathematischen Elementen und versuche, sie bei der Erstellung eines Bildes zu verwenden. So ist meine Fotografie, und so bin auch ich.“

Santos zählt auch regelmäßig zu den Fotografen, die neue Techniken anwenden. So ist er einer der ersten, die in den letzten Jahren mit Drohnen experimentiert haben, um unglaubliche Videos und Bilder zu erzeugen und kurze Dokumentarfilme aus einer ganz neuen Perspektive zu präsentieren. Seine Luftdokumentation über die Salzbergleute in der Danakil Depression und am Erta Ale-Lavasees in Äthiopien sicherte ihm 2016 die Auszeichnung als „Travel Photographer of the Year“.

„Es ehrt mich sehr, als erster Fotograf diese Auszeichnung mit einem Luftbildportfolio gewonnen zu haben“, sagt er ernst. „Fotografien und Filme aus der Luft bieten eine frische und neuartige Perspektive, die die visuelle Geschichte bereichert, und dokumentieren Inhalte mit einer ganz anderen Tiefe und Vielfalt. Manchmal fühle ich mich wie ein Jongleur, weil ich gleichzeitig Pilot und Fotograf sein muss, aber ich liebe es. Eine Drohne nicht professionell einsetzen zu können, wäre für mich, als könne ich eine Kamera nicht am Boden verwenden. Die beiden Techniken ergänzen sich und sind unentbehrlich. Für mich sind sie zu einem wichtigen Teil meiner Karriere geworden.“ Santos‘ Luftbilder waren bisher in verschiedensten Medienpublikationen weltweit zu sehen, darunter The Guardian, The Daily Mail, The Sun, The Weather Channel und MSN.

Wie fotografiert man jemanden, den man gerade erst getroffen hat?
„Respektiere immer die Orte und die Menschen. Nutze Fotografie als universelle Sprache, um Menschen näherzukommen, und widerstehe dem Drang, ein Jäger zu werden, der seine Motive als Beute betrachtet. Je respektvoller zu bist, desto besser sind deine Ergebnisse, deine Möglichkeiten und dein persönliches Wachstum.“

Machen Sie etwas anderes als andere Fotografen, die an diesen abgelegenen Standorten arbeiten?
„Ich drucke die Fotos gerne aus und gebe sie den Leuten, während ich dort bin. Es ist nur gerecht, dass man etwas zurückgibt, wann immer es möglich ist.“

Haben Sie ein bevorzugtes Aufnahme-Setup?
„Jedes Mal, wenn ich losziehe, reagiere ich und lerne etwas Neues. Ich passe mich an und ändere meine Methoden. Das ist ein dynamischer Prozess, und jede Situation erfordert eine andere Technik. Zuerst muss man das Motiv, das Licht und die Geschichte finden. Erst danach entscheidet sich, mit welcher Technik man das beste Ergebnis erzielen kann.“

Wie entscheiden Sie, wohin Sie gehen und was oder wen Sie fotografieren?
„Zunächst entscheide ich, wofür ich Leidenschaft empfinde. Dann tue ich mein Bestes, den richtigen Ort zu finden – nicht nur im Voraus in meinem Büro, sondern vor allem auf Reisen. Dabei halte ich meine Sinne offen für alles, was ich sehe, höre oder fühle.“

Sind Luftaufnahmen schwierig?
„Vertraue Drohnenherstellern nicht, wenn sie sagen, dass es ganz einfach ist. Das Fliegen ist einfacher denn je, aber das gilt nur unter optimalen Bedingungen. Fliege sicher, übe viel, und lerne alles, was du nur kannst, über das Lenken und die Wartung einer Drohne. Schon bald wirst du alles über Wind, Navigation, die Betriebseinschränkungen von Akkus in heißen und kalten Klimazonen usw. wissen und schneller reagieren können.“

Facebook: Joel Santos
Instagram: @joelsantosphoto
Twitter: @joelsantosphoto
'Youtube: Joel Santos

A person stands on a cliff overlooking a volcanic crater on the island of Corvo, Portugal. Photo by Joel Santos on a Canon EOS R.
Die Vulkankraterinsel Corvo, Portugal. Aufgenommen mit einer Canon EOS R mit einem Canon RF 28-70mm F2L USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/320 Sek., Blende 1:11 und ISO 100. © Joel Santos
A portrait of an Indian sadhu (holy man). Photo by Joel Santos on a Canon EOS 7D.
Ein Sadhu (heiliger Mann) in Varanasi, Indien. Aufgenommen mit einer Canon EOS 7D mit einem Canon EF 70-200mm f/4L IS USM Objektiv mit einer Verschlusszeit von 1/400 Sek., Blende 1:5,0 und ISO 800. © Joel Santos

Erkenntnisse aus meiner Arbeit
Joel Santos

„Verliere deine ursprüngliche Leidenschaft nie aus den Augen. Man ist immer besser, wenn man etwas macht, das man wirklich liebt und im Herzen spürt. Dabei kann dich die Ambition, für deine Arbeit bezahlt zu werden und damit Profi zu werden, irreführen und deine Chance verringern, in einer Welt, in der so viele Menschen dasselbe tun, authentisch zu sein. Perfektioniere also deine Fähigkeiten und sieh dir die Arbeit anderer an – nicht, um sie nachzuahmen, sondern um zu erfahren, was bereits gemacht wurde. Finde eine authentische Geschichte und Perspektive, und lasse dich dann von deiner Leidenschaft inspirieren. Versuche, dazuzulernen und dich mit jeder Aufnahme zu verbessern.“

Santos‘ Ausrüstung

Das Kit, das die Profis für ihre Fotos verwenden

Canon Ambassador Joel Santos's photography kitbag.

Kameras

Canon EOS R

„Es ist ein wahrgewordener Traum: leicht und voller Funktionen, mit denen ich Fotos, Videos und Zeitrafferaufnahmen einfangen kann, die höchsten Ansprüchen genügen.“

Objektive

Canon RF 28-70mm F2L USM

„Mein absolutes Lieblingsobjektiv. Hervorragend geeignet für Porträts, Alltagssituationen und Landschaften unabhängig vom verfügbaren Licht. Super scharf bei allen Blendenöffnungen – von der Bildmitte bis zum Rand.“

Canon RF 50mm F1.2L USM

„Wo andere Objektive Probleme haben, rettet mir dieses hier den Tag. Der AF funktioniert in dunklen Umgebungen erstaunlich gut und bietet die beste Hintergrundunschärfe-Darstellung, die ich je gesehen habe.“

Zubehör

Externe Festplatte

„Murphys Gesetz greift fast immer, daher ist ein Backup unterwegs ein Muss. Ein Laptop ist nicht erforderlich, wodurch man Platz und Gewicht spart, was für einen Reisefotografen von entscheidender Bedeutung ist.“

Stativ aus Karbonfaser

„Leicht und robust genug. Unverzichtbar für lange Belichtungszeiten und Zeitraffervideos.“

Fernbedienung

„Wenn man mit drei Gehäusen gleichzeitig Fotos, Videos und Zeitrafferaufnahmen aufnimmt, muss man diese aus der Entfernung auslösen können – manchmal aus mehr als 100 Metern.“

Platten für Gurt-/Stativbefestigung

„Ich liebe die Vielseitigkeit dieses Systems, mit dem ich die Kamera ohne großen Aufwand am Kameragurt, Stativ oder Rucksackhalter befestigen kann.“

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