Um die Action einzufangen, musst der Moment perfekt abgepasst werden
Lorenz fotografiert mit der Canon EOS R5 Mark II, einer Kamera, die dank ihrer schnellen Bildrate von bis zu 30 B/s mit elektronischem Verschluss und ihrem Back-Illuminated Stacked CMOS-Sensor mit 45 MP, der Verzerrungen bei sich bewegenden Motiven minimiert, seine kreativen Actionfotos ergänzt.
Von einem Actionsport-Spezialisten würde man erwarten, dass er seine Kamera routinemäßig auf die schnellste Geschwindigkeit für Reihenaufnahmen einstellt. Lorenz ist aus praktischen Gründen aber wählerischer.
„Bei einer Skateboard-Aufnahme kann ich einfach mit 30 B/s loslegen und erwische sicher den richtigen Augenblick. Man beginnt dabei etwas eher mit der Aufnahme, dann dreht sich das Skateboard und der perfekte Moment ist irgendwann da.“
Die Verwendung eines Blitzes erfordert allerdings einen sparsameren Ansatz, da ein Blitzgerät zwischen den Aufnahmen wieder aufgeladen werden muss – obwohl einige Canon Speedlites, wie das Canon Speedlite EL-5 und das Speedlite EL-1 (Ver.2), schnell wieder aufgeladen werden können. Dies schränkt die Verwendung von schnellen Reihenaufnahmen mit Blitz ein. Die schnellsten Geschwindigkeiten für Reihenaufnahmen werden in der Regel mit dem elektronischen Verschluss einer spiegellosen Kamera erreicht, aber auch wenn die EOS R5 Mark II in diesem Modus den Blitz unterstützt, stellt der Blitz in der Praxis immer noch eine Einschränkung dafür dar, wie schnell Reihenaufnahmen gelingen können.
Wenn die Blitzleistung eingeschränkt wird, lassen sich die Wiederaufladezeiten verkürzen und schnellere Sequenzen aufnehmen, aber bei hellen Bedingungen wird oft eine höhere Blitzleistung benötigt, um das Umgebungslicht auszugleichen oder zu überstrahlen. Je weiter ein Speedlite vom Motiv entfernt ist, desto mehr Leistung wird benötigt. Lorenz kommentiert: „Reihenaufnahmen gelingen eigentlich nur, wenn eine geringe Blitzleistung eingestellt wird. Aber das hilft nicht viel, wenn der Blitz zu weit vom Motiv entfernt ist.“
Deshalb empfiehlt er, zu lernen, den Moment vorherzusehen, anstatt einfach loszuknipsen. „Sich nur auf den Auslöser zu verlassen, reicht nicht aus, um einen perfekten Moment einzufangen, wenn der Blitz im Einsatz ist.“
Einige Canon EOS Kameras wie die EOS R6 Mark III und EOS R7 verfügen über eine Funktion oder Option zur Voraufnahme. Das ist ein echter Vorteil, wenn unvorhersehbare Action oder plötzliche Bewegungen aufgenommen werden, denn so lässt sich mit der Aufnahme beginnen, bevor der Auslöser ganz durchgedrückt wird, und die Bilder lassen sich dann speichern, wenn er gedrückt wird.
„Das ist für mich eine wirklich nützliche Funktion für die Wildlife-Fotografie, vor allem wenn ein Vogel im Bild ist und nicht klar ist, wann er abhebt“, bemerkt Lorenz. „Wenn man nicht genau in dem Moment reagiert, in dem es passiert, weißt man, dass die Kamera ihn trotzdem eingefangen hat.“