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Fotografieren wie ein Profi: Die wichtigste Ausrüstung zur Verbesserung deiner Fotografie

Drei junge Canon Ambassadors, die in unterschiedlichen Genres arbeiten, reden über die besten Kameras und Objektive für angehende Fotografen und Studenten, die einmal in ihre Fußstapfen treten möchten.
Eine junge Frau mit Wintermütze fotografiert herbstliche Blätter mit einer Canon Kamera und einem großen Objektiv.

Um wie ein Profi zu fotografieren, braucht man die richtige Ausrüstung. Aber woher weiß man bei der großen Auswahl an Kameras und Objektiven, die dank des rasanten Fortschritts der Kameratechnologie heute zur Verfügung stehen, welche Ausrüstung am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt?

Ganz gleich, ob du als Hochschulabsolvent in die Branche einsteigen, als begeisterter Hobbyfotograf deine Möglichkeiten erweitern oder als angehender Profi die Karriereleiter hinaufsteigen willst – eines der wichtigsten Elemente, die du berücksichtigen musst, ist die Art der Fotografie, der du dich widmen willst. Ein Dokumentarfotograf, der leise und diskret in verschiedenen Umgebungen arbeiten muss, hat andere Anforderungen an seine Ausrüstung als beispielsweise ein Modefotograf, der in sorgfältig eingerichteten Szenarien mit professionellen Models arbeitet.

Die Fähigkeit einer Kamera, auch Videos aufzunehmen, ist ein weiterer wichtiger Faktor. „Das wird ein immer wichtigeres Werkzeug“, sagt Mike Burnhill, Produktspezialist bei Canon Europe. „Video ist zum Beispiel ein wichtiger Bestandteil von Social-Media-Plattformen, und die Fähigkeit, sowohl Fotos als auch Videos zu aufzunehmen, eröffnet der Fotobranche ganz neue Möglichkeiten.“

Hier erzählen drei junge Profis, die sich auf unterschiedliche Bereiche spezialisiert haben, wie sie in der Branche Fuß gefasst haben, welche Canon Kameras und Objektive sie verwenden und warum sie für ihren Stil ideal sind. Dies sind: Der nigerianische Mode- und Porträtfotograf Emmanuel Oyeleke, die deutsch-russische Dokumentarfotografin Nanna Heitmann und der in Österreich lebende Ingo Leitner, Teil des Hochzeitsfotografen-Duos Carmen und Ingo. Neben ihren den persönlichen Einblicken dieser Profis gibt Mike Burnhill zusätzliche fachkundige Ratschläge.

Die beste Ausrüstung für die Modefotografie

Eine Frau in einem perlenbesetzten Oberteil und einem mehrlagigen Rock liegt auf einem Sofa und hält eine Hand über ihr Gesicht. Hinter ihr sieht man roten Rauch.

Der Mode- und Porträtfotograf Emmanuel Oyeleke sagt, dass die Kamerafunktionen des EOS R Systems wie der präzise Autofokus und die kamerainterne Bildstabilisierung (IBIS) Modefotografen eine enorme Freiheit zur Kreativität bieten. Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 und einem Canon EF 16-35mm f/2.8 L III USM Objektiv bei 28mm, 1/125 Sek., F4.5 und ISO 160. © Emmanuel Oyeleke

Eine Frau in einem auffälligen roten Umhang steht auf einem Teppich aus lila-blauen Blumen vor einem dunkelgrauen Felsen.

Emmanuel arbeitet bei seinen Modeaufnahmen am liebsten mit Festbrennweiten. „Ich arbeite vor allem mit den neuen RF Festbrennweiten und kann sie wirklich empfehlen“, sagt er. „Ich habe das Canon RF 50mm F1.2 L USM verwendet, aber das EF 50mm f/1.8 STM ist auch ein tolles Objektiv, wenn man mit eingeschränktem Budget arbeiten muss.“ Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 und einem Canon RF 50mm F1.2 L USM Objektiv bei 1/400 Sek., F5 und ISO 400. © Emmanuel Oyeleke

Emmanuel Oyeleke, ein ehemaliger professioneller Scrabble-Spieler, der sich auf Reisen zu Turnieren in der ganzen Welt in die Fotografie verliebte, wurde unter anderem als ASFA Fashion Photographer of the Year 2019 ausgezeichnet. Als Autodidakt begann er in seinem Heimatland Nigeria mit der Fotografie von Hochzeiten (mit teilweise bis zu 3.000 Gästen), bevor er sich dem Lifestyle zuwandte. Heute produziert er regelmäßig mutige und schöne Editorials für Afrikas führende Modemagazine sowie Werbeaufnahmen für Marken wie Coca-Cola und Unilever.

„Ich habe 2018 angefangen, das EOS R System zu verwenden und es war eine Offenbarung für mich“, sagt er. „Man muss sich nicht um die technische Seite kümmern, denn die Kameras liefern einfach und geben einem die Freiheit, ohne Einschränkungen kreativ zu sein.“ Seit ihrem Erscheinen 2020 arbeitet er vorwiegend mit der Canon EOS R5. „Der 45-MP-Sensor fängt eine riesige Menge an Informationen ein und gibt mir die Möglichkeit, den Bildausschnitt zuzuschneiden und trotzdem ein hochauflösendes Bild zu erhalten.

„Wenn man das nötige Budget hat, würde ich sagen, dass die EOS R5 ideal für Modeaufnahmen ist – hat man das nicht, würde ich die EOS R6 empfehlen, weil sie fast alles kann, was die EOS R5 kann, nur nicht so viel Auflösung bietet.“

„In der Modefotografie geht es zwar um die Kleidung, aber wenn wir Bilder von Menschen betrachten, werden wir in der Regel zuerst von den Gesichtern angezogen. Deshalb ist die Gesichts-/Augenverfolgung bei EOS R5 und EOS R6 so wichtig“, fügt Mike Burnhill hinzu. „Weitere nützliche Funktionen für die Arbeit im Modebereich sind das dreh- und schwenkbare Touchscreen-Display, mit dem man Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln machen kann, um interessante und dynamische Bilder zu erhalten.“

Emmanuels bevorzugte Objektive sind das Canon RF 50mm F1.2 L USM und das RF 85mm F1.2 L USM – er empfiehlt beide für Modestudenten. „Sie sind scharf, lichtstark, sehr gut konstruiert und die Investition wert. So ein gutes Objektiv hält viele, viele Jahre“, schwärmt er.

„Das sind großartige Objektive für Ganzkörperaufnahmen bis hin zu Porträts mit schmeichelhafter Perspektive“, stimmt Mike zu. „Eine Alternative wäre ein Zoomobjektiv, wie das RF 24-70mm F2.8 L IS USM, oder das EF 24-70mm f/2.8 L II USM mit Adapter.“

Die beste Ausrüstung für die Dokumentarfotografie

Zwei Männer gehen durch einen dunklen Wald, der nur von der glimmenden Asche um sie herum erhellt wird.

Die Kameras des Canon EOS R Systems sind in der Lage, bei hohen ISO-Werten Aufnahmen mit geringem Bildrauschen zu machen. Diese Eigenschaft findet die Dokumentarfotografin Nanna Heitmann für ihre Arbeit unerlässlich, da sie damit auch bei wenig Licht sicher fotografieren kann. Hier fotografiert sie zwei Freiwillige bei der Bekämpfung eines Waldbrandes in Magras, Sibirien, im Jahr 2021. Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 und einem Canon RF 35mm F1.8 Macro IS STM Objektiv bei 1/100 Sek., F1.8 und ISO 8.000. © Nanna Heitmann/Magnum Photos

Eine Gruppe älterer Frauen von unten aufgenommen. Alle sind tadellos in passende weiße Gewänder und Kopftücher gekleidet.

Nanna arbeitet regelmäßig mit der Canon EOS R5, und die Funktion [Leise Aufnahme] der EOS R Kamera hilft ihr dabei, unauffällig zu bleiben. Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 und einem Canon RF 35mm F1.8 Macro IS STM Objektiv bei 1/1.600 Sek., F2.8 und ISO 200. © Nanna Heitmann/Magnum Photos

Die 1994 in Deutschland geborene Dokumentarfotografin Nanna Heitmann kaufte sich mit 14 Jahren ihre erste DSLR, eine Canon EOS 400D (inzwischen abgelöst durch die Canon EOS 850D). Als Kind wurde sie von den Bildern des National Geographic inspiriert und absolvierte ein Studium des Fotojournalismus und der Dokumentarfotografie an der Hannover University of Applied Sciences and Arts. Ihre Arbeiten wurden seitdem unter anderem in National Geographic, TIME Magazine und De Volkskrant veröffentlicht. Im Jahr 2019 wurde sie eingeladen, Magnum Nominee zu werden.

In den letzten Jahren hat Nanna, die vor allem an Langzeitprojekten wie der Dokumentation der Gemeinde um Deutschlands letzte Zeche arbeitet, mit der Canon EOS R und der Canon EOS R5 gearbeitet. „Ich habe früher eine Canon EOS 5D Mark III verwendet, aber jetzt liebe ich es, mit den spiegellosen Kameras von Canon zu arbeiten“, sagt sie. „Da ich meine Ausrüstung den ganzen Tag mit mir herumtrage, ist es viel besser, mit einer leichteren Kamera zu arbeiten.“

Nanna sagt, dass die bei der EOS R und EOS R5 eingeführten Innovationen, u.a. der Low-Light-Autofokus bis -6 LW, enorm vorteilhaft für ihre Dokumentationen sind. „Die enorme Lichtempfindlichkeit ist wichtig, wenn man bei wenig Licht ohne Blitz arbeiten muss, und die Möglichkeit, die Kamera im Modus für leise Aufnahmen zu verwenden, bedeutet, dass man unauffällig arbeiten kann“, sagt sie. „Ich würde Studenten im Bereich Dokumentationen sowohl die EOS R als auch die EOS R5 empfehlen.“

Für diejenigen, die ein etwas kleineres Budget zur Verfügung haben, ist eine andere Kamera des EOS R Systems, nämlich die EOS RP, eine gute Option. „Sie ist eine kleinere, leichtere Kamera mit vielen großartigen Funktionen, darunter der Modus für leide Aufnahmen, und wie andere Kameras des EOS R Systems ist sie per Adpater vollständig mit EF Objektiven kompatibel“, sagt Mike.

„Bei einem etwas größeren Budget ist die EOS R6 mit ihren beeindruckenden Low-Light-Eigenschaften eine gute Wahl. Sie kann mit den unterschiedlichsten Lichtverhältnissen umgehen, und die Augen-/Gesichtserkennung und -Nachführung gibt dir die Freiheit, dich anstatt auf die Fokussierung auf Timing, Bildkomposition und Ausdruck zu konzentrieren.

Da Nanna gerne nah an die Menschen heran geht, die sie fotografiert, verwendet sie fast immer die Objektive Canon RF 35mm F1.8 Macro IS STM und RF 50mm F1.2 L USM. „Diese beiden Objektive sind alles, was ich brauche“, sagt sie. „Ich bevorzuge Festbrennweiten gegenüber Zoomobjektiven, da man sich mit ihnen mehr bewegen und bewusster an der Bildkomposition arbeiten muss.“

Mike ist ebenfalls der Meinung, dass diese beiden Objektive die perfekte Kombination sind. „Die Brennweiten 35mm und 50mm waren schon immer beliebt für Dokumentar- und Reportageaufnahmen, da sie eine ganz natürliche Perspektive bieten“, sagt er. „Das RF 35mm F1.8 Macro IS STM klein und preisgünstig und bietet zur Arbeit aus der freien Hand einen Bildstabilisator für bis zu 5 Belichtungsstufen.“

Die beste Ausrüstung für die Hochzeitsfotografie

Ein lächelndes Paar tanzt händchenhaltend auf einem Feld mit gemähtem Heu und einem einzigen kahlen Baum.

Die Hochzeitsfotografen Carmen und Ingo Leitner nehmen Fotos und Videos mit ihren Canon EOS R5 und EOS R6 Kameras auf, und machen auch ganz spontane Aufnahmen, während sich die Leute bewegen. Mike erklärt, warum sie die perfekten Kameras für große Anlässe sind: „Die Gesichts-/Augenerkennung der EOS R5 und EOS R6 ist extrem zuverlässig, so dass man sich ganz auf den Bildausschnitt und das Einfangen des Moments konzentrieren kann.“ Aufgenommen mit einer Canon EOS R6 und einem Canon EF 35mm f/1.4 L II USM Objektiv mit Canon Adapter EF-EOS R bei 1/1.600 Sek., F1.4 und ISO 160. © Carmen and Ingo Photography

Eine Braut und ein Bräutigam küssen sich leidenschaftlich in einem Raum voller Lichterketten und gedeckter Tische.

Ingo empfiehlt für die Hochzeitsfotografie lichtstarke Festbrennweiten mit Brennweiten von 35mm und 50mm, die bei weit geöffneter Blende verwendet werden, damit das Motiv vom Hintergrund getrennt wird. Aufgenommen mit einer Canon EOS R6 und einem Canon RF 50mm F1.2 L USM bei 1/200 Sek., F1.4 und ISO 4.000. © Carmen and Ingo Photography

Carmen und Ingo Leitner lernten sich 2003 an einem italienischen Strand kennen. Nachdem sie auf gemeinsamen Reisen ihre Liebe zur Fotografie entdeckt hatten, begannen sie, die Hochzeiten ihrer Familie und Freunde zu fotografieren, bevor sie 2009 den Schritt in die Selbstständigkeit wagten.

Die Ehepartner, die ihre berufliche Laufbahn als technischer Ingenieur bzw. Visagistin begannen, haben seitdem Hochzeiten an einigen der schönsten Orte der Welt fotografiert. Ihre erste DSLR, die sie immer noch besitzen, war eine Canon EOS 350D (die inzwischen von der Canon EOS 850D abgelöst wurde). Heute arbeiten sie mit EOS R5 und EOS R6 Kameras – häufig auch gleichzeitig – und machen damit sowohl Fotos als auch Videos.

„Das wichtigste Merkmal sowohl bei der EOS R5 als auch bei der EOS R6 ist für uns das enorm präzise Fokus-System“, sagt Ingo. „Selbst bei weit geöffneten Blenden sind die Aufnahmen unglaublich scharf. Der andere große Vorteil – auch für Videoaufnahmen – ist die kamerainterne Bildstabilisierung (IBIS), die bei bestimmten Objektiven eine Stabilisierung von bis zu 8 Belichtungsstufen ermöglicht. Damit können wir praktisch vollkommen auf ein Stativ verzichten.“

Für diejenigen, die als Hochzeitsfotografen arbeiten wollen, ist die EOS R5 nach Ansicht von Ingo definitiv die Investition wert. „Wenn du keine 45-MP-Dateien brauchst, bist du mit der EOS R6 ebenfalls bestens bedient“, fügt er hinzu.

„Die beiden größten Vorteile dieser Kameras für die Hochzeitsfotografie sind die Gesichts-/Augenerkennung und -Nachführung sowie die Funktion für leise Aufnahmen, mit der man auch in Situationen, in denen Ruhe geboten ist, unbemerkt fotografieren kann“, fügt Mike hinzu. „Außerdem handelt es sich um Hybridkameras, die Videos mit bis zu 8K RAW und 4K mit 120p bei der EOS R5 bzw. 4K UHD mit bis zu 60p bei der EOS R6 aufnehmen können.“

Carmen und Ingo verwenden hauptsächlich die Objektive Canon EF 35mm f/1.4 L II USM, RF 50mm F1.2 L USM und RF 85mm F1.2 L USM sowie das RF 28-70mm F2 L USM. Für jemanden, der mit der Hochzeitsfotografie anfängt, hat Ingo diesen Rat: „Ich würde ein 35mm- und ein 50mm-Objektiv mit hoher Lichtstärke empfehlen – am besten ein Objektive der L-Serie, wenn man sich das leisten kann.“

„Wenn man als Hochzeitsfotograf anfängt, ist ein vielseitiges Zoomobjektiv wie das RF 24-105mm F4 L IS USM sehr hilfreich. Das ist ein Objektiv, das ein bisschen von allem kann“, findet Mike. „Das kann man mit einem RF 50mm F1.8 STM oder einem EF 85mm f/1.8 USM ergänzen – also einer kleinen und lichtstarken Festbrennweite. Damit kannst du die verschiedensten Arten von Aufnahmen machen, z.B. mit der größten Blendenöffnung, um das Motiv vom Hintergrund zu isolieren. Mit einem Zoom- und einem lichtstarken Festbrennweiten-Objektiv ist man für die meisten Situationen gerüstet.“

Was auch immer du vorhast, sei es Mode- und Porträtfotografie, Dokumentarfotografie, Hochzeitsfotografie oder anderes – die Investition in eine gute Ausrüstung ist eine Investition in deine Zukunft. Dein Profi-Abenteuer beginnt hier …


Von David Clark

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